Kaltmantel-Rotor-Fritteuse
Der lange  Weg ins rotierende Fett... - Kaltmantel-Rotor-Fritteuse Friteuse

Produkttyp: Privileg (Quelle) Friteusen

Der lange Weg ins rotierende Fett...
Kaltmantel-Rotor-Fritteuse

harmonbaker

Name des Mitglieds: harmonbaker

Produkt:

Kaltmantel-Rotor-Fritteuse

Datum: 22.09.01, geändert am 22.09.01 (1873 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: leichte Reinigung, weniger Fett

Nachteile: keine

Der lange Weg ins rotierende Fett !



Pommes mit Ketchup und Majo, knusprige Hühnerschenkel, Calamaris, Gambas, Scampi und Co. und wenn?s sein muß auch mal Fischstäbchen.
All diese feinen Appetithappen lassen sich ganz vorzüglich, einfach , schnell und sauber in einer segenreichen Erfindung zubereiten, die sich Friteuse nennt.

Ein solches Gerät empfiehlt sich also anzuschaffen, wenn man die genannten Vorteile auch für sich in Anspruch nehmen will, ein absolutes Muß , wenn denn die Familie um kleine ?Kartoffelessichnicht-Schreihälse? angewachsen ist.

Schneidet man überdies die begehrten Pommes aus frischen Kartoffeln hat man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, den Nachwuchs überlistet was die Gesundheit angeht und gleichzeitig ein friedvolles Miteinander gewährleistet. Doch das nur nebenbei.

Ehe ich Euch nun die Friteuse meiner Wahl vorstelle, möchte ich kurz meinen dornenreichen Weg bis hin zu eben dieser Einen umreissen.

Es muß in den 70er Jahren gewesen sein, als die allererste dieser Spezies meinen damals noch kleinen Haushalt bereicherte.
Es handelte sich um eine einfache, dunkelblaue , offene Metallschale mit zwei Griffen, ganz ähnlich einem kleinen Wok. Diese wurde mit beliebigem Pflanzenöl befüllt, auf dem Herd erhitzt und sodann eine Art Sieb mit den zu fritierenden Köstlichkeiten von oben eingelassen. Das Ganze sprudelte und zischte gar furchterregend und bedurfte der ständigen Aufsicht, im Großen und Ganzen jedoch zweckdienlich und sauber.

Jahre später, man geht ja mit der Zeit, sah ich mich genötigt ein moderneres Gerät zum Fritieren anzuschaffen.
Dieses war jetzt außen weiß aus hitzeabweisendem Kunststoff, in der gebräuchlichen runden Form. Das Sieb war erhalten geblieben, nur nannte es sich jetzt Fritierkorb. Und, das Ganze verfügte über einen Deckel zwecks Spritzschutz und Gefahrenminderung.
Der eigentliche Fritiertopf bestand innen aus Edelstahl und damit bega
nn ein Dilemma der übelsten Art, für mich jedenfalls.
Nach einiger Zeit des intensiven Gebrauchs war der Innentopf nicht mehr zu reinigen. Die Fettspritzer und Tropfen saßen derart fest, dass sie selbst mit Ako-Pads nicht mehr zu entfernen waren. Desgleichen im Inneren des Deckels.

Die ganze Prozedur des Fettreinigens-und Wechselns war mir bald aufs äußerste verhasst. Einen Topf mit einem Sieb in den Ausguss stellen, Küchenpapier in das Sieb einlegen, das verunreinigte Fett nicht zu heiss und nicht zu kalt durch diesen Papierfilter in den Topf gießen, dabei die schwere Friteuse so halten, dass das nicht abnehmbare Kabel nicht in Fett fällt, nicht zu langsam ausgießen und auch ja nicht zu schnell und möglichst nichts danebenkippen.
Und dann, wie erwähnt, mit allen Mitteln der Kunst versuchen, das Ding sauber zu bekommen.
Spätestens jetzt hat jeder gemerkt, dass das Putzen im Allgemeinen und das Säubern von Friteusen im Besonderen nicht zu meinen bevorzugten Freizeitbeschäftigungen gehört. Da soll es Sinnvolleres geben.

Irgendwann landete das Gerät auf dem Müll, inclusive dem alten Fett, ich erinnere mich noch genau.
Es fehlten jedoch die leckeren Pommes und all das.
Da das menschliche Hirn ja so geartet ist, die guten Seiten in Erinnerung zu behalten und die schlechten unter den Tisch fallen zu lassen, was manchmal ganz nützlich ist, zog ich frohgemut los, ein weiteres Exemplar dieser Gattung zu erstehen.

Da ja immer neue Geräte den Markt überschwemmen, gelang es mir auch diesmal ein noch besseres Teil ausfindig zu machen. Dieses verfügte nun über auswechselbare Filter im Deckel, als da wären Fettfilter, Feinfilter, Grobfilter, Aromafilter, Geruchsfilter, kurz ich hatte wohl eher eine Filtereuse als eine Friteuse ergattert. Und, einen Edelstahl- Innentopf hatte sie auch !!

Dies war mir wohl bewusst, jedoch beschloss ich, diesmal mit der Reinigung nicht so nachlässig zu sein und jedes Mal, aber absolut jedes M
al nach Benutzung...oder doch fast jedes Mal, oder zumindest häufiger, also wenn`s nötig ist, na ja.
Ich bin ein Meister im Fassen und Lassen von guten Vorsätzen !

Kurz und gut, irgendwann landete das Gerät........s.o. !!!

Wer von Euch mir bis hierher gefolgt ist, kann auch noch den triumphalen Abschluß der Historie miterleben. Also bitte, keine Müdigkeit vorschützen !

Die Tage kamen und gingen, zwei Kinder kamen und blieben und mit ihnen der erneute Wunsch nach Pommes und Co.

Nun bin ich zwar träge, was das Säubern von Küchengeräten anbelangt, jedoch durchaus lernfähig und in der Lage aus den Fehlern der Vergangenheit meine Schlüsse zu ziehen.
Nicht ich würde mich ändern, das Gerät sollte gefälligst meinen Wünschen entsprechen.

Ich begann mit intensiver Suche und? wer suchet der findet?, so auch ich.

Privileg Rotor-Filter-Friteuse heisst die Wundermaschine, die noch heute, nach 3 Jahren meine Küche ziert und fast so aussieht, als wäre sie nagelneu.
Warum das so ist, sei hier klar gesagt : Sie verfügt über einen antihaftbeschichteten Innentopf, kein Edelstahl !!

Dieser Innentopf sitzt in einem ansprechenden weißen Gehäuse, wieder hitzeabweisend und formschön oval diesmal, mit großen Guckloch im Deckel.

Aber das ist noch lange nicht alles. Ein integrierter Ablassschlauch mit Verschlussstopfen ermöglicht das einfache Ablassen des Fettes, entweder zur Reinigung oder zum Entsorgen. Kein Kippen und Verkippen mehr.
Fett ablassen, Schlauch schließen, Spülmittel und warmes Wasser einfüllen, kurz durchwischen, Wasser ablassen, mit Küchentuch trocken wischen, neues Fett einfüllen, fertig !!! 5 Minuten, wenn`s hoch kommt.
Na ja, wenn ich das Fett nur reinigen will, dann laß`ich es wie gehabt in einen Topf durch ein Sieb mit Küchenrolle laufen.

Gut, was hätten wir da noch ? Die Rotation. Die ist auch praktisch.
Der Fritierkorb wird schräg in den Innentopf eingelassen un
d dreht sich, er rotiert. Durch dieses System wird nur etwa die Hälfte des bei anderen Geräten nötigen Fettes oder Öls benötigt.
Ich benutze festes Fett in Stangen, 1 kg reicht hier aus, obwohl der Topf gut die doppelte Menge fassen würde, 2,2 l um genau zu sein.

Die thermostatisch gesteuerte Heizung weist eine Leistung von 1800 Watt auf, stufenloser Temperaturregler von 0-190 Grad.
Nützlich auch, dass der Fritierkorb über eine Absenkmechanik im Klappgriff verfügt, die das Absenken und Ausheben des Fritiergutes bei geschlossenem Deckel ermöglicht.
Zeitschaltuhr, Kabelfach, versenkbarer Einstellknopf und der herausnehmbare Kondenswasserbehälter runden das erfreuliche Bild ab.
Tja, und zwei Dunstfilter im Deckel sind auch noch da.

Die kulinarischen Genüsse sind eigentlich bei allen Friteusen gleich gut gelungen, jedoch die Handhabung weist, wie ich hoffentlich bewiesen habe, erhebliche Unterschiede auf.
Einen weiteren erheblichen Unterschied muss ich doch noch erwähnen, man muß eine Stange Geld hinlegen für ein solches Luxusteil, nämlich schlappe 250,--DM. Ich finde, es hat sich gelohnt. Weniger Fett, keine Ako-Pads, weniger Wasser, weniger Zeitaufwand und keine ramponierten Nerven.

Die Privileg Rotor-Filter-Friteuse ist also bestens geeignet für solche wie ich, die lieber bei Ciao schreiben und die saubermachen wenn, ja wenn`s...nötig ist !!!

Harmonbaker ohne Fettfinger.


Fazit: