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Malta - Popeye Village - hier wurde der Popeye-Film gedreht
Popeye Village Funpark Malta

Autor-Name: kuschelchen1978
Produkt:
Popeye Village Funpark Malta
Datum: 20.11.08
Bewertung:
Vorteile: siehe Text
Nachteile: siehe Text
In der Anchor Bay liegt die Kulisse der 1980 entstandenen Popeye-Verfilmung, das Dorf Sweethaven. Popeye Village, ein romantisches Piratendorf aus Holzhäusern und Plankenwegen, welches der Regisseur Robert Altman 1979 als Filmkulisse für "Popeye" errichten ließ.
In dem Film, mit Robin Williams (Popeye), Shelley Duvall (Olive Oyle) und Paul L. Smith (Bluto) in den Hauptrollen, entdeckt Popeye "Neufundland" und nennt es "Sweethaven". Das Attrappendorf wurde nach Bränden zweimal wieder völlig originalgetreu aufgebaut und begeistert vor allem Kinder und Fotografen.
Dieses Dorf besuchten wir bereits vor ein paar Jahren und waren begeistert. Der Eintritt war billig, man konnte die Filmkulisse anschauen, in die verschiedenen Häuser, die alle nach den Filmmotiven eingerichtet waren gehen, Souvenirs kaufen, was essen, am Felsplateau baden und das war's. Dafür war es nicht sehr überlaufen und wie gesagt günstig. Das war vor 10 Jahren.
Heute ist das ganze sehr kommerziell aufgebaut und ein richtiger Funpark (die Malteser müssen dieses Wort lieben).
Die Anfahrt gestaltete sich für uns etwas schwierig. Der Busfahrplan hat sich schwer gelesen (bei dieser Sache). Nach Erklärungen haben wir es dann aber später tatsächlich verstanden. Man nimmt die Busroute zur Mellieha Bay. Als wir dort ankamen, fragte ich den Busfahrer, ob wir dann an der nächsten Station aussteigen müssten und er sagte, nein, wir müssten jetzt aussteigen und dann eineinhalb Stunden nach links laufen (war aber Fels, also halben Weg die enge gewundene Straße zurück). Ich meinte daraufhin, dass doch im Plan steht, dass dieser Bus da hin fahren würde. Da wurde er wütend, meinte, ein Bus wurde auf der gegenüberliegenden Seite abfahren, aber erst in einer Stunde. Sein Bus nicht und das steht auch nicht auf dem Plan und er muss jetzt auch weiter, also entweder raus oder weiter.
Wir sind dann entsetzt ausgestiegen und nun standen wir da wie doof. Nach unserer Pleite mit dem Playmobilfunpark wollten wir nicht schon wieder eine Stunde auf der Straße verbringen. Badesachen hatten wir nicht mit, sonst hätten wir glatt an den Strand gehen können, der übrigens hier sehr schön ist. Wir sind dann auf die Idee gekommen, ein Taxi zu nehmen, kam aber natürlich keins.
In der Nähe war dann ein Hotel und dort sind wir einfach hin, haben unsere Lage erklärt und nach einem Taxi gefragt. Die hatten für so etwas extra eine Dame von so einem Reisebüro, die auch Fahrten buchen, da sitzen und bei ihr haben wir dann ein Taxi bestellt, 7 Euro für 15 Minuten Fahrt bezahlt und waren damit durch. Ist kein Wahnsinnspreis und die Fahrt war angenehm. Der Fahrer fragte extra, ob er uns wieder abholen solle. Bis Bugibba wäre uns das aber zu teuer geworden und so lehnten wir dankend ab mit dem Hinweis, dass wir den Bus zurück nehmen würden.
Nun waren wir aber wenigstens da.
Den Eingang bildet ein großes Gebäude, der Eintritt sollte laut Reiseführer für mich und meine Kleine 13 Euro betragen, bezahlt habe ich aber 22 Euro. Fand ich ganz schön fett. Dann bekommt man hier noch die einzelnen Stationen erklärt und einen Zettel, wo und wann die Shows stattfinden und verschiedene Gutscheine (später im Text erklärt).
Wir sind dann los, den steilen Weg runter zum Dorf. Der Anblick ist wirklich schön, guckt Euch ruhig mal die Internetseite an. In einige Häuser kann man auch noch reingehen, leider nicht mehr in alle. Viele wurden auch umfunktioniert in Souvenirshops und Häuser für Veranstaltungen. Zum Fotografieren eignet sich dieser Ausflug wirklich. Neben der schönen Kulisse hat man noch eine traumhafte Aussicht aufs Meer.
Es gibt verschiedene Schausteller, die als Filmfiguren verkleidet die Kinder ansprechen und Späße machen. Leider nur auf Englisch - nichts für meine Kleine. Außerdem kennt sie den Film nicht, denn sollte man vielleicht vorher doch gesehen haben. Ihr war das ganze nicht so wirklich was, dabei sind wir nur wegen ihr hingefahren, so ist das eben manchmal. Die Häuser fand sie aber doch ganz schön, reingehen mochte sie in die Filmkulissen nicht so wirklich, weil innen alles sehr dunkel war.
Die Toiletten sind ziemlich am Anfang und von der Sauberkeit OK, ich habe aber für unterwegs sowieso immer meine Sagrotantücher mit.
Wir sind dann weiter zu einem kleinen Theater. Hier finden eigentlich laufend Vorführungen statt, leider alle auf Englisch und man muss schon verstehen können, was gesagt wird, um dem Verlauf folgen zu können.
Neben dem Theater gibt es jetzt einen kleinen Poolbereich für Kinder mit Wasserrutschen und verschiedenen Spielmöglichkeiten. Die Erwachsenen können sich dann hier nebenbei sonnen. Badesachen hatten wir aber wie gesagt leider nicht mit und in Unterwäsche wollte meine Kleine nicht, also planschte sie nur mit den Füßen. Da aber sehr viele Kinder dort waren, wäre der Spaßfaktor eh auf der Strecke geblieben. Der Poolbereich war echt super voll, wir hatten das Gefühl, das die Malteser nur deshalb herkamen.
Auf dem Rückweg kam man dann an verschiedenen Geschäften vorbei, die schön in die Kulissenhäuser eingebaut waren. So kann man hier neben Souvenirs auch einem Handwerker zugucken, wie er aus Silberfäden den typisch maltesischen Filigranschmuck herstellt. Sehr interessant und die Preise dort gehen auch noch.
Der Souvenirshop selber ist ganz schön teuer. Hier haben wir nichts gekauft, für eine Popeye-Figur muss ich keine 40 Euro löhnen. Vom Laden aus kommt man in ein Kino, in dem rund um die Uhr der Popeye-Film läuft (natürlich auch auf Englisch).
Das Restaurant bietet sehr viele Sitzmöglichkeiten, verschiedene Speisen und Getränke. Die Preise sind halt Freizeitpark-Modell aber die Aussicht ist wirklich schön.
Zu verschiedenen Uhrzeiten gibt es dann noch Aufführen, die vorher immer über Lautsprecher angekündigt werden. Fürs Auge ist das auf jeden Fall etwas und selbst mit Touristenenglisch und dem Wissen über die Hintergrundgeschichte, versteht man, was gemeint ist.
Am ehemaligen Felsplateau gibt es dann eine große Luftinsel im Wasser, auf der die Kinder toben können. Dafür bekommt man mit dem Eintritt auch einen Gutschein. Die Kinder sollten hierfür allerdings schon schwimmen können.
Außerdem kann man noch eine Bootstour machen, nur war das Boot bei uns kaputt.
Dann soll es noch eine Weihnachtswelt geben, die haben wir nicht gefunden und man kann sich im Souvenirshop noch in Popeye-Verkleidung fotografieren lassen.
Außerhalb des Dorfes kommt man dann zum Funpark, für den man auch zwei Freikarten bekommt. Hier kann man mit einem Gummiboot (wie Autoscooter) im Wasserbecken fahren, Autoscooter fahren, oder mit dem Zug. Dann gibt es noch eine Art Achterbahn und verschiedene kleine Aktivitäten. Der Funpark sieht allerdings schon sehr brüchig und veraltert aus, obwohl es ihn vor 10 Jahren noch gar nicht gab. Meine Tochter ist dann zwei Mal Eisenbahn gefahren, nachdem wir 10 Minuten suchen mussten, bevor wir jemanden fanden, der die bedienen kann. Zum Rest hatte sie keine Lust und in die Achterbahn wollte ich sie nicht alleine setzen und ich war mir nicht sicher, ob die mich aushält, oder bricht.
Alles in allem, der Funpark lohnt sich nicht wirklich.
Wir hatten nun noch eine dreiviertel Stunde bis der Bus fuhr und suchten nun nach dem Ballbad, das auch angepriesen wurde, allerdings nirgends zu finden war. Beim Parkplatz, wo auch der Bus abfährt, gibt es noch ein Restaurant und dort drinnen befindet sich dann das Ballbad mit Klettermöglichkeiten - ein Indoorspielplatz. Na von dem war meine Kleine ja total begeistert. Für den Eintritt bekam man mit dem Eintritt ebenfalls einen Gutschein. Wir hatten dann echt Probleme, sie pünktlich zum Bus da raus zu bekommen.
So war es dann auch für sie noch ein gelungener Tag - so sollte es auch sein.
Der Bus kam dann mit ein bisschen Verspätung und fuhr dann wieder den kurzen Weg runter zum Strand. Laufen hätte ich das Ende aber doch nicht mögen - schon gar nicht bei der Straße und dem Fahrstil der Malteser.
Von dort fahren dann wieder die Busse in alle möglichen Richtungen.
Fazit: Wenn man auf Malta ist, sollte man das mal gesehen haben.
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27.05.09
Krone .......liebe Grüße.....