
Neuester Testbericht: ... investieren, die für die 3km Strecke etwa 45 Minuten benötigt. Die Bahn ist sehr leise und fährt durch den nur durch das Mondlicht erh... mehr
Wenn des nachts die Löwen brüllen...
Night Safari Park

Name des Mitglieds: catweazlecat
Produkt:
Night Safari Park
Datum: 01.02.02, geändert am 01.02.02 (91 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Super Anlage, Einzige dieser Art weltweit, Ein unvergessliches Erlebnis
Nachteile: Besonders am Wochenende leider sehr voll
... und man das Gefühl hat sie liegen hinter einem im Gebüsch auf der Lauer um sich mit uns den Mitternachtssnack zu holen, dann kann man sich entweder in Afrika befinden oder im ersten und einzigen Nachtzoo der Welt in der Night Safari in Singapur.
Bei der Night Safari handelt es sich um den ersten Tierpark der nur nachts geöffnet wird um den Besuchern besonders nachtaktive Tiere wie z.B. Raubtiere, Wild, Schlangen, Fledermäuse, Otter etc. in Aktion näherzubringen da viele dieser Tiere nur nachts fressen und man sie in gewöhnlichen Zoos tagsüber kaum zu sehen bekommt.
Überhaupt ist die Anlage dieses Zoos wie auch der nebenan liegende tagsüber geöffnete Singapore Zoo einzigartig in seiner Art. Hier gibt es keine Käfige oder vergitterte Gehege. Die Tiere sind entweder durch Wassergräben von den Besucherwegen getrennt oder auch einfach über Stege zu erreichen. Manche Tierarten verbergen sich hinter Glasscheiben, andere laufen einem teils über die Füsse. Ich musste z.B. meine Freundin einmal zurückreissen weil sie fast auf eine Schlange getreten wäre, die vor uns den Weg überqueren wollte. Da wurde mir schon anders. Wir sind halt mal davon ausgegangen das es sich dabei um eine harmlose, ungiftige Art gehandelt hat.
Die komplette Anlage ist in 8 geografische Zonen geteilt und umfasst insgesamt ein Gelände von 40ha. Alleine daran kann man schon erkennen das dieser Tierpark nicht unter Platzmangel leidet und die Wege innerhalb recht lang werden können. Deshalb gibt es auch eine Bahn die hindurch fährt. Aber dazu später mehr.
Im Zoo existieren 1000 Tiere aus 100 verschiedenen Arten die in den folgendn 8 Zonen untergebracht sind:
- Himalayan Foothills
- Nepalese River Valley
- Indian Subcontinent
- Equatorial Africa
- Indo Malayan Region
- Asian Riverine Forest
- South American Pampas and
- Burmese Hillside
Z.B. findet man den malaysischen Tiger natürlich in der "Indio Malayan Region&q
uot;, den Elefanten und die Giraffen natürlich in "Equatorial Africa".
Der Park ist täglich von 19:30 bis Mitternacht geöffnet und man benötigt für einen kompletten Besuch in etwa 3 Stunden.
Um das komplette Erlebnis in relativer Ruhe zu erleben, empfiehlt es sich frühzeitig im Zoo zu erscheinen. Ab etwa 20.00 Uhr kommen meist ganze Besuchergruppen mit Bussen und auch Schulklassen und es wird besonders im Eingangsbereich sehr voll und teils ungemütlich wenn man längere Zeit in der Warteschlange stehen muss am Eingang oder auch beim Besteigen der durch den Park fahrenden Elektrobahn.
Auf jeden Fall sollte man den zusätzlichen Betrag von 5S$(Kinder 2S$)für die Bahnfahrt investieren, die für die 3km Strecke etwa 45 Minuten benötigt. Die Bahn ist sehr leise und fährt durch den nur durch das Mondlicht erhellten Zoo. Zwischendurch gibt es einen Stop an der East Lodge von wo man dann die sogenannten "Walking Trails" im Spaziergang erleben kann. Dabei handelt es sich um Spazierwege, ebenfalls nur durch den Mond und einzelne spärliche Lichtquellen beleuchtet die direkt durch den Dschungel führen und rechts und links davon die Tiergehege beherbergen.
Später kann man dann wenn man möchte wieder in die Bahn steigen und den zweiten Teil des Zoos besichtigen der den Fussgängern nicht zugänglich gemacht wurde und durch Regenwald und weiter entlegene Gehege führt.
Nachdem ich diesen Zoo bereits mehrfach besucht habe kann ich folgende Vorgehensweise empfehlen:
Frühzeitig anreisen (von der Stadtmitte etwa 45Min Transfer mit Bahn und Bus) und direkt nach Öffnung des Zoos am Eingang in die Bahn steigen. Dann ist dort noch wenig los und man sitzt entspannt mit wenigen Menschen im Zug. Obwohl grossen Wert auf Stille innerhalb des Zoos gelegt wird um die Tiere nicht mit Blitz fotografiert werden dürfen, halten sich leider immer wieder mal Besucher nicht daran und stören damit die Tiere und anderen Besucher, da sich die A
ugen ja an die im Park herrschende Dunkelheit gewöhnt haben. Das passiert aber meist später in den volleren Zügen. Deshalb der Tip mit der frühen Tour.
Entweder fährt man dann direkt die komplette Tour mit dieser Bahn durch oder man steigt auf dem Zwischenstop an der East Lodge aus und geht die Trails zu Fuss ab. Da einer der Trails (alle etwa 500m lang) allerdings direkt zum Eingang zurückführt, muss man den eben auch wieder zurück zur Lodge um seinen zweiten Teil der Fahrt antreten zu können. Vom Eingang aus funktioniert das normalerweise nicht noch einmal. Wir haben es zwar später abends noch mal versucht da wir uns verlaufen hatten und eigentlich den ganzen Rückweg zur Lodge wieder antreten mussten um den zweiten Teil der Fahrt mitzumachen. Und siehe da, keiner wollte ein Ticket sehen und so sind wir die erste Etappe nochmals kostenlos gefahren und haben anschliessend den zweiten Teil der Fahrt genossen. Da war es aber auch schon recht spät, so etwa 23.00 Uhr.
Überhaupt scheinen viele Besucher wirklich nur die Bahnfahrt mitzumachen und vieleicht max. einen der Trails zu Fuss zu erkunden, denn ab etwa 23.00 Uhr leert sich der Park schlagartig und man findet sich z.T. völlig alleine in der Dschungellandschaft wieder. Ist wirklich ein einmaliges Erlebnis - vor allem ein absolut sicheres! Es sei denn der Löwe, der gerade hinter dem eigenen Rücken brüllt hätte die Witterung aufgenommen und wäre über den Graben auf unserer Spur um sich einen kleinen Snack zu gönnen <g>.
Wie sagte meine Freundin so schön: "Ich habe noch nie so einen aufgeräumten und sauberen Dschungel erlebt mit blitzsauberen Wegen und 0 Ungeziefer. Wir hatten wirklich zumindest die obligatorischen Moskitos erwartet aber ein wunderbares "NICHTS" umhüllte die klare, schwüle Nachtluft. Wahrscheinlich werden dort sämtliche Wasserlöcher, Flüsschen und Seen mit irgendwelchem Insektenmittel behandelt damit sich die Plagegeister nicht entwickeln können.
Mir persönl
ich gefällt an diesem Zoo die wirklich unglaubliche Atmosphäre im Dunkeln Tiere zu beobachten, andere Menschen zu treffen, die sich ebenfalls nur flüsternd unterhalten. Selbst Kinder haben einen faszinierten Ausdruck im Gesicht und benehmen sich so ruhig wie wohl kaum woanders auf der Welt. Die Geräuschkulisse ist wirklich total beeindruckend. Löwengebrüll, Elefantengetöse, kreischende Vogelstimmen, Fischotter beim Fressen etc. Echter kann es im wirklichen Dschungel auch nicht klingen. Man hat echt oftmals ein komisches Gefühl wenn hinter einem aus dem Gebüsch Tierstimmen erklingen obwohl man sicher ist das besonders die Raubtiere natürlich nicht frei herumlaufen - Gänsehaut bringt es trotzdem.
Ein weiteres Highlight ist die Voliere der Flughunde. Dabei handelt es sich um Riesen-Fledermäuse die in einem mit Netz überspannten Gehege leben und unter denen man auf Stegen hindurchläuft. Man muss sich schon des öfteren ducken wenn solch eine imposante Fledermaus mit bis zu 1m Spannweite über einen hinwegschiesst und dabei den eigenen Kopf streift oder an einem Ast direkt über dem eigenen Kopf hängt. Hatte schon öfters den Eindruck die machen sich einen Spass daraus die Besucher zu erschrecken, ist aber wohl Unsinn. Sie sind einfach sehr aktiv im Dunkeln und fliegen sowieso mit ihrem Ultraschall-Sinn.
Wo kriegt man denn schon solch einen Kick live geboten? Kleinere Kinder bekommen hier übrigens oft Angst also lieber nicht mit besonders schreckhaften Kindern dort reingehen. Grössere Kinder finden es dagegen oft total klasse und sind dort kaum wieder rauszubekommen.
Ein weiteres Highlight ist auf dem zum Eingang zurückführenden Trail die Überquerung der "Suspension Bridge". Dabei handelt es sich um eine etwa 100m lange freischwebende Holz-Hängebrücke die in 10m Höhe über eine kleine Schlucht zurück zum Eingang führt. Sollte man dort nicht drüber wollen, gibt es auch einen alternativen Weg - recht bewachsen - drumherum.
Es gäbe noch so vi
el zu erzählen über diesen einzigartigen Zoo aber ich habe sowieso schon wieder viel zu lange geschrieben. Man muss es einfach einmal selbst erlebt haben. Die Begeisterung lässt sich nur schwer rüberbringen.
Nun zum Schluss noch ein paar zusätzliche Infos.
Der Zoo hat natürlich ausser den Tieren noch ein 3 Restaurants zu bieten. Eines davon an der Station der East Lodge. Dabei handelt es sich um ein Selbstbedienungs-Restaurant das u.a. Sitzplätze im Freien an einem idylischen See hat und die Tische dort nur mit Kerzenlicht beleuchtet sind. Ist besonders kurz vor Zooschliessung sehr schön ruhig und romantisch dort.
Toiletten gibt es ebenfalls dort sowie am Eingang des Zoos. Sind auch ein Highlight des Besuches, denn man geht durch eine Tür in den Toilettenbereich und steht plötzlich mitten im Dschungel. Die Waschbecken und die Toiletten sind nicht überdacht und das bringt ebenfalls eine interessante Atmosphäre mit sich.
Wem das Entertainement noch nicht reicht dem wird um 20.00 und 21.00 Uhr am Eingangsplatz eine etwa 20minütige Tiershow geboten. Besonders die Show um 20.00 Uhr ist meist übervoll, deshalb hat man im Zoo um diese Zeit noch freie Wege und wenig Leute. Wir sind während der Tour einfach kurz vor der 21.00 Uhr Show wieder raus und haben diese besucht um danach den Zoobesuch wieder fortzusetzen.
Die Eintrittspreise liegen bei (in Singapur Dollar):
Erwachsene: SGD 15.45
Kinder: SGD 10.30 (3-12 Jahre)
Da der Zoo wirklich weit ausserhalb der Stadt liegt ist es nicht möglich mitten in der Nacht wieder problemlos zurückzufahren. Es stehen zwar Taxis vor der Tür, die nehmen aber ab Mitternacht stark überhöhte Preise sodas eine Fahrt zurück in die Stadt leicht etwa 25Euro kosten kann. Das sollte man einkalkulieren. Bei mehreren Personen eigentlich ja kein Problem wenn man die Kosten teilen kann.
Wir sind mit Bus und Bahn gefahren und waren auf dem Rückweg im Bus auch fast alleine. An der U-Bahn-Sta
tion angekommen, die uns zurück in die Stadt bringen sollte wurde uns leider mitgeteilt das die wir gerade die letzte U-Bahn in Richtung Stadtmitte verpasst hätten. Es gab zwar noch weitere Alternativen mit öffentlichen Bussen und weiteren 2x umsteigen, wir entschieden uns dann aber doch für ein Taxi das vor dem Bahnhof auf Kunden wartete. Kostete von dort aus auch nur noch etwa 5Euro.
Dieser Zoobesuch ist für mich wirklich ein solch einmaliges Erlebnis das ich bei jedem Besuch wieder gerne dorthin fahre.
Wer noch mehr wissen möchte oder Lust auf ein paar Bilder hat, die Webseiten-Adresse des Zoos lautet:
http://www.zoo.com.sg/safari/
Der Tageszoo ist übrigens ähnlich imposant, darüber werde ich noch gesondert berichten.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Freizeitpark / Zoo international

