Biodome
Anakondas und Lüchse inmitten von Baseball und olympischem Geist - Biodome Freizeitpark / Zoo international

Neuester Testbericht: ... der Putz bröckelt, die Flächen um den Bau herum wirken langweilig und alt. Biodome: Im damaligen Velodrom befindet sich nun eine der Ha... mehr

Anakondas und Lüchse inmitten von Baseball und olympischem Geist
Biodome

ESPN

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Produkt:

Biodome

Datum: 23.08.01, geändert am 23.08.01 (503 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Tolle Stadt, Hotelpreise

Nachteile: Sanierung sollte recht bald erfolgen

Während meines kurzen Kanadatrips Ende Mai hatte ich leider nur einen Tag Zeit, um Montreal ein wenig zu erkunden, unbedingt wollte ich jedoch den Olympischen Park mitsamt des Biodomes besuchen.

Anfahrt:
Das ehemalige olympische Gelände liegt an der Sheerbrooke Avenue, etwa 15 Kilometer außerhalb der Innenstadt, sowohl mit der Metro als auch mit Bussen bestehen aus der Innenstadt gute Verbindungen, mit dem Auto relativ leicht zu finden, allerdings nur, weil der Olympiaturm weit sichtbar ist.Die Beschilderungen lassen arg zu wünschen übrig, auch die Qualität der Straßen ( wohl bedingt durch harte Winter ) ist katastrophal.Parken kostete erstmal CAD 6, auch unter der Woche an einem Montagmorgen, wo die Parkflächen leer waren.

Erster Eindruck:
Ein wenig befangen von Nostalgie und olympischem Geist macht sich Autor auf, zur Linken das ehemalige olym. Dorf, vor 25 Jahren sicherlich architektonisch herausragend in Terrassenform angelegt, wirkt es heute eher alt und recht vergammelt.Leider präsentiert sich der gesamte Olympiapark in sehr schlechtem Zustand, alles trägt noch den cremefarbigen Anstrich, der jedoch unübersehbar seine besten Tage gesehen hat.Vom Parkplatz aus macht sich auf den Weg zum Stadion , vorbei an einer Sporthalle ( Yolley/Basket)an weiteren kleineren Halle und dem Aufwärmgelände der Leichtathleten vorbei.Vor dem Stadion erinnern Gedenktafeln an alle Medaillengewinner der Spiele von 1976.

Olympiastadion:
Das Stadion faßte damals etwa 70000 Zuschauer, ist vor 15 Jahren jedoch komplett überdacht worden, heute spielen das MLB Team der Montreal Expos im weiten Rund, über dem Dach wacht der Olympiaturm, der mit einer Zugbahn zu erklimmem ist, den Weg nach oben habe ich mir gespart, doch die Sicht wurde durch einige Besucher herausragend kommentiert.Das Stadion beheimatet auch einen Infokomplex, wo Touren und Tickets zu erwerben sind, desweiteren erinnern große Fotos an alle Großveranstaltungen des Baus, auch der jetzig
e Papst gab sich schon die Ehre.
Selbst das Stadion wirkt sehr trist und äußerst baufällig, der Putz bröckelt, die Flächen um den Bau herum wirken langweilig und alt.

Biodome:
Im damaligen Velodrom befindet sich nun eine der Hauptattraktion Montreals, der Biodome, eine überdachter Zoo, der dem Besucher vier Klimazonen, Tür an Tür bietet.
Der Eintritt kostet CAD 10 ( DM 14 ), der geneigte Nordamerika fan wundert sich uber die fairen Preise, amerikanische Zoos sind gerne 3-4 mal so teuer.Man kann das Ticket noch mit anderen zoo-oligischen Attraktion kombinieren, in unmittelbarer Nähe befinden sich ein botanischer Garten und ein Insekttarium.

Tropischer Regenwald:
Zuerst einmal wird es warm und schwül, der tropische Regenwald empfängt den Besucher mit zwei Terrarien, zum einen tropische Fische, zum anderen räckeln sich zwei gelbe Anakondas. Diese kleine Anakonda wird nur drei Meter lang und man findet sie im Gegensatz zur wesentlich größeren Schwester, der sagenumworbenen Anakonda in recht vielen Zoos.
Eine große Anakonda konnte ich bisher nur im World Reptile Serpentarium in Orlando/Kissimmee und im Vancouver Aquarium bestaunen.
Im Regenwald tummeln sich einige Tapire aber auch das eine oder andere Faultier hängt träge im Baum, auf dem Boden warten auch ein paar Brillenkaimane.Während die Fauna eher Durchschnitt ist, überzeugen die Flora wesentlich eher, große Bäume ebenso wie bunte Blumen und Sträucher in allen erdenklichen Farben.

Laurentanischer Wald:
Die kanadischen Wälder warten im nächsten, durch eine Drehtür, abgetrennten Abschnitt, es grünt und blüht, in den Bächen schwimmen Forellen und Gänse daher, auch ein Luchs dreht seine Runden, sehr schönes großes Tier mit den typischen Spitzohren.
Gut ist der typische Biberbau und die verschieden Flußbewohner vom Waschbär bis den Ottern dargestellt

St.Lawrence Strom „Marine Ecosystem“
Der gewaltige St.Lorenzstrom wird im nächsten Abschn
itt dargestellt, neben den typischen Hummern findet man Muscheln, Seeanemonen, aber auch Seeigel und Lachse vor, der große Teich mit vielen Felsen zeigt recht eindrucksvoll die Fische und kleinen Wale der Gegend.

Polar World:
Noch kälter wird es um den Polarkreis, sowohl Arktis als auch Antarktis sind dargestellt, Pinguine, Schnabeltaucher und viel Eis enttäuschen ein wenig.

Kinos:
Inmitten aller Ökosysteme befindet sich ein kleines Kino, in Englisch und Französisch laufen zwei Filme, einer zu den Walen im Lorenzstrom, der andere zum Leben im Regenwald.

Montreal:
Auch ein kurzer Überblick über Montreal soll nicht fehlen, zum Airport „Dorval“ findet man bereits einen Bericht.
Die europ. Einflüsse sind unverkennbar, kulturell sicherlich eine der bedeutensten Metropolen Nordamerikas.Allerdings fällt doch der relativ schlechte Zustand der Gebäude und einiger Sehenswürdigkeiten ins Auge, man merkt deutlich, dass der touristische Boom schon 25 Jahre her ist.
Während im Winter selbst die 4* Häuser Hilton Bonaventure und Sheraton ab 120 DM zu haben sind , sogar das mondäne Intercontinental ab DM 180, ist vor allem der Formel 1 Grand Prix sehr überlaufen, ansonsten rangieren die Hotelpreise sehr angenehm deutlich unter Toronto oder Vancouver.
Die Winter sind sehr kalt, jedoch befinden sich wesentliche Attraktionen überdacht wieder, so auch die Shoppingmeilen in der City.

Hoteltipp.
Ich war zwei Nächte im Hilton Laval, einem Hotel, etwa 15 Minuten außerhalb der Innenstadt in einem Industriegebiet, jedoch unmittelbar zur riesigen Carrefour Center Shoppingmall
Solides 4* Haus, sehr nette junge Crew ( Late Check Out bis 16.30 kein Problem ), große Zimmer , riesiges Marmorbad.
Sehr häufig ab DM 140 zu bekommen, permanente Sonderaktionen mit diversen Vielfliegerprogrammen.

Flüge:
Flüge nach Montreal bieten alle großen europ. Airlines , die Lufthansa selber fliegt nicht mehr, * Alliance
partner Air Canada jedoch täglich ab Frankfurt.Gute Verbindungen auch mit Air France und KLM ab DM 560 plus DM 45 Steuern in der Nebensaison.

Fazit:
Während Montreal immer einen Besuch wert ist, enttäuscht der Olympische Park jedoch ein wenig, hier sollte man dringend den einen oder anderen Dollar investieren, der Biodome selber ist klein, aber durchaus sehenswert, sehr günstig in jedem Fall.Mehr als einen halben Tag braucht man jedoch nicht einzuplanen, ev. für ein Spiel der Montreal Expos, hier sind Karten ab 10 DM zu haben, die Saison läuft von April bis Oktober.



Fazit: