Waldhochseilgarten Rutesheim
Eine ganz neue Erfahrung - Waldhochseilgarten Rutesheim Freizeitpark national

Neuester Testbericht: ... wusste vorher gar nicht, dass es bei mir in unmittelbarer Nähe so was gibt. Irgendwann hat mir eine Kollegin davon erzählt und dann w... mehr

Eine ganz neue Erfahrung
Waldhochseilgarten Rutesheim

Ela675

Name des Mitglieds: Ela675

Produkt:

Waldhochseilgarten Rutesheim

Datum: 13.02.12

Bewertung:

Vorteile: Adrenalin, Herausforderung, Mut

Nachteile: nur wenn man Höhenangst hat

Wie im Barometer-Bericht von mir erwähnt, war ich im Juni 2011 im Waldhochseilgarten in Rutesheim. Über diesen Freizeitpark möchte ich Euch heute etwas erzählen.


***Unternehmen***

Der Waldhochseilgarten wurde im April 2009 mit 7 Parcours und 68 Übungen eröffnet. Im Jahr 2010 wurde der Klettergarten auf 12 Parcours und 110 Übungen auf eine Gesamtkletterstrecke von 1600 Metern erweitert. Somit ist er der größte in der Region Stuttgart und gehört gleichzeitig zu den größten Kletterparks in Deutschland. 22 Trainer/-innen arbeiten zur Zeit dort.


***Kontakt***

Freizeitpark Rutesheim GmbH & Co. KG
Pforzheimer Straße
71277 Rutesheim

Tel: 07152/9084715
Fax: 07152/3329516

Internet: www.freizeitparkrutesheim.de


***Anreise / Parken***

Der Hochseilgarten liegt direkt am Waldrand zwischen Rutesheim und Perouse, direkt an der Autobahn A8, Ausfahrt Rutesheim.

Am besten, man fährt immer Richtung Minigolf, der Freizeitpark ist auch ausgeschrieben. Fährt man auf das Gelände, ist rechts der Minigolfplatz mit einem kleinen Kiosk, links ist ein Parkplatz. Diesen jedoch nicht nehmen, sondern weiter geradeaus fahren. Dann kommt auf der rechten Seite noch einmal ein Parkplatz und etwas weiter vorne links ist dann der Eingang zum Klettergarten.


***Öffnungszeiten***

Die Saison 2011 hat am 26.03.2011 begonnen und endet am 06.11.2011, danach hat der Kletterpark Winterpause bis März 2012.

Montags ist Ruhetag. Unter der Woche öffnet der Kletterpark um 13 Uhr, am Wochenende um 10 Uhr. Je nach Monat schließt er um 19, 20 oder 21 Uhr. Letzter Einlass ist immer 3 Stunden vor Ende der Öffnungszeiten. In den Ferien ist auch unter der Woche ab 10 Uhr geöffnet. Und für Gruppen wird nach Absprache auch außerhalb der Öffnungszeiten geöffnet.


***Preise***

Kleinkinder 3-5 Jahre: 9 Euro
Kinder 6-12 Jahre: 14 Euro
Jugendliche 13-17 Jahre: 19 Euro
Erwachsene ab 18 Jahren: 23 Euro

Für Gruppen und Familien gelten andere Preise, diese kann man auch auf der Homepage nachschauen. Ebenso gibt es eine Kombikarte, die dann noch Minigolfen und ein Getränk und Essen nach Wahl beinhaltet. Zudem ist es auch möglich, eine Saison- oder 5er-Karten zu erwerben.

Für Schulklassen und Kindergeburtstage gibt es auch spezielle Preise. Und es werden spezielle Interaktion- und Teamtrainings für Schulklassen, Azubis und Firmen angeboten. Eine Programmübersicht und Preise finden sich auf der Homepage.

Im Eintrittspreis ist der Verleih der Sicherheitsausrüstung und eine Einweisung durch einen Klettertrainer enthalten für eine Kletterdauer von 3 Stunden.


***Einschränkungen***

Für Kinder zwischen 3 und 17 Jahren muss eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern vorliegen. Pro Erwachsene sind max. zwei Kinder zugelassen und die Mindestgröße liegt bei 1,10 Meter.

Kinder zwischen 10 und 14 dürfen nur mit einer erwachsenen Person klettern, ab 15 Jahren muss die schriftliche Erklärung der Eltern vorliegen.


***Höhenangst***

Wer Höhenangst hat oder Hilfestellung benötigt, kann einen Trainer buchen. Für 90 Euro zusätzlich zum Kletterpreis begleitet er einen dann beim Klettern.


**Wie kam ich dazu ? ***

Ich wusste vorher gar nicht, dass es bei mir in unmittelbarer Nähe so was gibt. Irgendwann hat mir eine Kollegin davon erzählt und dann war da dieser 10%-Gutschein im Barometer. Also habe ich beschlossen, da mal hinzugehen. Frau ist ja auch von Haus aus neugierig und immer offen für Neues ;)


***Was gibt's da ***

Der Waldhochseilgarten ist ein Hindernisparcours aus Seilen, Seilbrücken, Flying Fox-Rutschen und Holzstegen, auf denen man sich in luftiger Höhe von Baum zu Baum bewegt. So kann man den Wald aus einer völlig neuen Perspektive erleben. Das Bewältigen des Parcours vermittelt Vertrauen, Selbstbewusstsein, Geschicklichkeit, Körperbeherrschung und Mut und dient auch der Aggressionsbewältigung.

Es gibt 12 Parcours, zwei Einweisungsparcours und 110 Übungen.


***Sicherheit***

Die Sicherheit steht laut Firma an erster Stelle. Die Anlage wurde nach den neuesten Sicherheitsstandards und Sicherheitsrichtlinien erbaut. Die Einrichtung des Parks wurde von einer der bekanntesten deutschen Firma "faszinatour" durchgeführt. Die Anlage wird täglich vor Inbetriebnahme einer Sichtung von einem ausgebildeten Mitarbeiter unterzogen.

Jeder Gast erhält vor Antritt der Klettertour eine Einweisung durch speziell geschulte Trainer. Dieser haben die Besucher im Auge und können jederzeit helfend eingreifen. Die Besucher sind durch Stahlkarabiner und Stahlrollen an den Seilen doppelt gesichert, zudem ist ein Helm Pflicht. Die Anlage wird regelmäßig vom TÜV geprüft.


***Nachtklettern***

Der Kletterpark bietet auch ein Nachtklettern an. Jeder Besucher bekommt zusätzlich zur normalen Ausrüstung noch eine Stirnlampe und eine Leuchtweste. Die Termine für diese Veranstaltung kann man aktuell immer auf der Homepage sehen. Ab 15 Personen kann das Nachtklettern auch täglich gebucht werden. Möglich ist es ab 13 Jahren, eine Reservierung ist erforderlich und der Preis liegt bei 35 Euro pro Person.


***Meine Erlebnisse***

An einem Freitag im Juni war es soweit und ich bin mit meiner Begleitung nach Rutesheim gefahren. Der Park war durch die Ausschilderung leicht zu finden. Nur beim Parken mussten wir nachfragen, da wir zuerst vorne beim Minigolfen geparkt hatten (siehe auch mein Hinweis zum Thema Anfahrt).

Wir waren gleich morgens dort und die ersten Besucher vor Ort. Durch mein Barometer wurden uns 10% vom Eintrittspreis abgezogen. Dann bekamen wir die Ausrüstung, die Handschuhe haben wir für 2,50 Euro gekauft, falls man noch mal wieder kommen möchte. Die Trainerin hat uns geholfen, die Sicherheitsausrüstung und den Helm anzulegen. Dann gab es an einem kleinem Parcours eine Einweisung. Sie hat alles genau erklärt und uns darauf hingewiesen, dass wir bei Problemen laut "Trainer" rufen sollten.

Und dann gings los. Ich muss sagen, mein Herz hat schon etwas geklopft. In der Nähe des Kassenhäusle klettert man auf eine Plattform, von der 3 Parcours abgehen. Das waren alles leichte Parcours. Schließlich will man sich ja steigern. Zudem wollte ich erst gucken, wie das so ist, weil ich es noch nie gemacht habe. Da fängt dann nicht mit dem schwierigsten an.

Die Parcours sind in verschiedene Farben unterteilt und haben auch unterschiedliche Schweregrade. Die Farbe sieht man immer an dem Baum, an dem es hoch zur Plattform geht. Und es gibt auch ein paar kleine Parcours für Kinder.

Auf der Plattform oben entscheidet man sich dann für einen Parcour. Und die sind alle ganz verschieden. Man läuft über Holzstege, über schwingende Baumstämme, fährt auf einem Schlitten, muss eine Kletterwand überqueren, über Netze klettern, über Wackelbrücken laufen, sich sitzend fortbewegend,.... Ich wusste nicht, dass es so viele Möglichkeiten gibt, von einem Baum zum nächsten zu kommen. Der Schluss der Parcours ist meistens identisch: Man hängt an einem Seil und hält sich fest und fährt dann an einem Stahlseil nach unten.

Der Ablauf ist immer identisch: Bevor man auf eine Plattform klettert, holt man die Sicherheitsleine und klinkt sich ein. Ist man oben angekommen, hakt man sich in die 2 Haken am Baum ein und löst die andere Leine wieder. Dann geht man den Weg und alles wieder in umgekehrter Richtung (haken, lösen).

Mit jedem Parcours bzw. mit jedem Farbwechsel ändert sich auch die Höhe. Die Kletterei findet also immer weiter oben in den Bäumen statt. Ich bin knapp 1,60 Meter recht klein und hatte bei manchen Parcours echt Probleme, oben an die Haken zu kommen. Aber gottseidank stand da auf den meisten Plattformen immer ein abgesägter Baumstamm rum ;)

Ich hatte schon ein bissle Angst. Meine Hände waren feucht, mein Herz hat gebumbert und ich glaube, mein Adrenalin war noch nie so hoch. Je höher es ging, desto aufgeregter wurde ich. Irgendwann an einem schweren Parcours konnte ich nicht mehr. Da musste man auf so ein komisches rundes Teil stehen und mit Schwund an einem Drahtseil auf die nächste Plattform rüber. Und schon das hochkommen auf den Parcours war sehr schwer. Man musste an einem dünnen Stamm mit Ästen an der Seite hoch, ähnlich wie bei einem Strommasten. Man hat gespürt, wie sich das Ding im Wind bewegt... Auf jeden Fall hatte ich wohl nicht genügend Schwung, ich bin kurz vor der anderen Plattform hängen geblieben .Super, ich hatte gar keine Kraft mehr in den Armen und konnte mich kaum mehr festhalten. Ich hab Hilfe gerufen, aber es kam niemand (klar, man sollte ja auch Trainer rufen...). Mein Begleiter meinte, ich solle loslassen, aber ich hatte Angst dass ich runterfalle. Aber das hätte ja nichts gemacht, denn man ist ja doppelt gesichert. Aber ich hatte trotzdem Angst, mein Kopf wollte nicht loslassen und dann wär ich da hilflos rumgehangen. Nee. Ich hab mich hingesetzt und hab mich mit den Füßen irgendwie vorwärtsgeschoben. Ich war völlig entkräftet, als ich an der Plattform ankam und musste erstmal durchschnaufen. Mir haben danach die Knie gezittert. Aber ich habe es noch geschafft und kam heil unten an.

Danach war irgendwie die Luft raus. Ich habe zwar noch einen Parcours gemacht, aber ich hatte überhaupt keine Kraft mehr. Bei einem kam ich nicht mal mehr auf die Plattform hoch, weil ich in den Händen bzw. Fingern kein Gefühl mehr hatte. Also ich kann Handschuhe nur empfehlen, ohne wäre es sicherlich schmerzhaft. Zwei normale und den grauen Parcours habe ich nicht gemacht. Der Graue ist der höchste und schwierigste, da wurde mir schon beim Zugucken ganz schlecht... Aber ich habe Gründe, noch mal hinzufahren. Bin ja schließlich auch ehrgeizig und möchte alle Parcours geschafft haben. Aber ob ich den Grauen wirklich schaffen werde ?

Das Gefühl der Angst ist echt unbeschreiblich. Durch das Adrenalin ist man regelrecht aufgepusht, aber irgendwann merkt man, dass man keine Kraft mehr hat. Teilweise muss man sich echt verbiegen, um die die Parcours zu bewältigen. Aber hinterher ist man stolz wie Oskar, dass man es geschafft hat und seine Angst scheinbar "besiegt" hat.

Leider hat es irgendwann angefangen, leicht zu regnen, so dass es auf den Parcours etwas rutschig und glatt wurde.

Und nicht nur ich als Frau hatte Probleme. Es waren auch einige Männer, die völlig entkräftet in den Seilen hingen. Wo die Kumpels zureden mussten, dass dieser eine Parcours noch zu schaffen sei. Die dann auf allen vieren kletterten, um es irgendwie auf die andere Seite zu schaffen. Von daher hab ich mich auch "gefreut" dass es nicht an mir liegt, sondern dass auch Männer irgendwann ihre Kraft verlieren ;)

Mit Bildern kann ich leider nicht dienen, ich hatte beim Klettern keinen Foto dabei. Hätte auch gar nicht gewusst, wohin damit, da man am Anfang ein Schließfach bekommt, in das man alles einräumen muss. Man muss alle Taschen leeren.

Geraucht werden darf auch nicht beim klettern. Aber in der Nähe des Kassenhauses stehen ein paar Tische und Bänke, dort gibt es auch Aschenbecher. Kaffee und Kaltgetränke gibt es dort auch. Möchte man etwas mehr essen, muss man vor zum Minigolf.

Ich empfehle Sportkleidung anzuziehen. Eine Jeans wäre mir zum klettern zu steif und unbequem. Ich hatte eine Dreiviertelhose aus Stoff an, ein T-Shirt und Turnschuhe. Bei den Schuhen sollte man auf ein gutes Profil achten, keine ganz glatten Sohlen.

In den Ferien wäre es mir zu voll, da es dann auf den Plattformen immer zu Wartezeiten kommt. Auch am Wochenende ist es sehr voll. Von daher bevorzuge ich es, unter der Woche zu gehen und dann gleich wenn der Park öffnet. Ich fand es sehr angenehm, wir waren meist alleine auf den Plattformen und konnten uns von daher Zeit nehmen. Erst nach ca. 2 Stunden wurde es merklich voller.


***Fazit***

Ich werde auf jeden Fall noch einmal hin fahren (müssen), schließlich gibt es noch ein paar Parcours, die noch auf meine Erledigung warten. Es ist ein wirklich toller Park und man muss teilweise echt den inneren Schweinehund überwinden, da es doch auch Mut erfordert. Aber es lohnt sich auf jeden Fall ! Von daher vergebe ich die volle Punktzahl und spreche eine dicke Empfehlung aus.

Achso: ich konnte den Bericht erst jetzt einstellen, weil man nicht immer in allen Rubriken Produktvorschläge machen kann.

Fazit: Ich komme wieder, gar keine Frage !