Virgin Blue
gute Alternative zu Qantas-Inlandsflügen - Virgin Blue Fluglinien

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gute Alternative zu Qantas-Inlandsflügen
Virgin Blue

hailong

Name des Mitglieds: hailong

Produkt:

Virgin Blue

Datum: 06.07.02, geändert am 06.07.02 (616 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: günstiger Preis, pünktlich

Nachteile: Streckennetz nicht komplett

Wer innerhalb Australiens größere Entfernungen zurücklegen will, kommt nicht um einen Inlandsflug herum. Doch da liegt im Moment das Problem: Qantas verlangt z.T. extrem hohe Preise, Ansett ist pleite, Regional-Airlines haben nur ein kleines Streckennetz. Eine Alternative dazu ist VirginBlue-Airlines.
Wie der Name schon sagt, gehört diese Fluggesellschaft zum Virgin-Firmenimperium, in Europa auf dem Flugmarkt mit Virgin-Express und Virgin-Atlantic vertreten.

VirginBlue bietet nur Verbindungen innerhalb Australiens an, wobei alle großen Städte angeflogen werden. Flüge nach Alice Springs bzw. Ayers Rock gibt es leider nicht.

Das Buchen der Flüge ist denkbar einfach:
- unter www.virginblue.com.au die entsprechende Verbindung suchen
- Flug auswählen, wobei innerhalb eines Tages der Preis auf einer Verbindung extrem schwankt, Touristen können ja die Geschäftsflugzeiten meiden
- Daten und Zahlungsmodalitäten eingeben; Zahlung nur mit Kreditkarte möglich, wurde bei mir korrekt abgerechnet
- sofortige online-Buchungsbestätigung

VirginBlue ist eine vollständig ticketlose Airline. Man erhält per Email eine Buchstaben-Zahlen-Kombination, welche beim Check-in anzugeben ist. Dort muß zur Identifizierung nur noch irgend ein Dokument mit Paßbild (Paß, Ausweis, Führerschein) vorgelegt werden. Als Boardingpaß erhält man dann eine Art Kassenzettel. Fertig !

Der Flughafen Sydney ist in den International- und Domestic-Airport aufgeteilt, VirginBlue fliegt vom letzteren ab. Dort speziell vom Express-Terminal, welcher vom International-Airport mit dem Airport-Express-Bus erreichbar ist (ab 6:30 Uhr, ca. alle 20 min, Fahrpreis 3A$ beim Fahrer zahlbar, Fahrzeit ca. 5 min).

Der Name Terminal ist etwas übertrieben. Es ist eine Art Wellblechhalle, wie so ein Aldi-Markt im Gewerbegebiet, mit einem großen Parkplatz davor, was das Rollfeld sein soll. Diese Halle ist äußert einfach eingerichtet, eben wie bei Aldi. Dort gibt e
s einen Imbiß, Souvenir- und Zeitungsshop und ein Sportgeschäft. Für die wartenden stehen Plastiksitze zur Verfügung. Anzeigetafeln (funktionierende) mit den Flugdaten gibt es nur wenige.

Und nun zum Flug:

Das Boarding erfolgt sehr zügig, da am Gate nur ein Stück vom Boardingpaß-Kassenzettel-abgerissen und gescant wird und die Maschine faßt bis ins Terminal herein fährt. Da es sich beim eingesetzten Flugzeug um eine kleine Boing 737 handelte waren die paar Leute schnell eingestiegen.
Es gab nur die mit recht engen Kunstledersitzen ausgestattete Economy-Class. Alle Getränke und Speisen (Donuts, Schokoriegel usw.) müssen selbst bezahlt werden, ebenso die Kopfhörer für das Radioprogramm. Die Fluggäste werden bei jeder Durchsage mit "Hello Girls and Boys..." begrüßt. Der ganze Flug hatte den Flair einer Art Schulausflug, wozu auch das Alter der freundlichen Crew paßte. Uniformen hatten die keine, nur ein Sweatshirt mit Firmenlogo, welches dann auch gleich zusammen mit anderen "nützlichen" Sachen (Bierdosenkühler, Werbekugelschreiber, Werbe-T-Shirts, Kartenspiele usw.) zum Kauf angeboten wurde. (ein bißchen wie Kaffeefahrt). Am Ankunftsort wurde dann das Gepäck wieder in einer Art Wellblechgarage ausgegeben. Das dortige Terminal sah nicht anders aus.

Der Preis von ca. 75 € für ca. 2000 Kilometer ist völlig OK. Qantas hat mehr als den doppelten Preis verlangt. Da verzichtet man gern auf Essen, teure Meilenprogramme und VIP-Lounges.

Insgesamt gab es nichts auszusetzen. Der Flug war pünktlich, billig, ich meine auch sicher und eben nur auf das notwendigste beschränkt, völlig ausreichend.

Fazit:

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