Viaggio Air
Flug VM 552 - Ein abenteuerliches Erlebnis - Viaggio Air Fluglinien

Neuester Testbericht: ... nach wiederholtem Stopfen nicht ins Gepäckfach hineinpassen. Plötzlich knarrte es bedächtig im Fach. Ich öffnete es, nahm meine Tasche hera... mehr

Flug VM 552 - Ein abenteuerliches Erlebnis
Viaggio Air

pkw21

Name des Mitglieds: pkw21

Produkt:

Viaggio Air

Datum: 17.07.08

Bewertung:

Vorteile: Catering, heil gelandet

Nachteile: Ausstattung,... siehe Bericht

Wien - Sofia mit Viaggio Air am 28.1.2007

BUCHUNG:
Meine Firma buchte kurzfristig (Donnerstag 25.1. gebucht; Sonntag 28.1. geflogen) den Flug Wien-Sofia bei Intropa. Der Preis betrug 95Euro (138Euro inkl. Taxen) und sollte von Hemus Air mit einer BAE 146 durchgeführt werden. Bei dem folgenden Bericht handelt es sich um diesen Flug mit der Flugnr. VM/DU 552 um 19:05.

VOR DEM FLUG:
Das Check-In fand im Terminal 2 statt und das Gate für den Hemus Air/Viaggio - Flug war A45. Obwohl die Maschine auf dem Flug nach Wien Verspätung hatte, war das Boarding relativ pünktlich und mein Kollege und ich wurden zum Flugzeug, einer ATR 42-300 von Viaggio Air, gebracht. Der Einstieg war im hinteren Teil der Maschine, denn vorne waren Fracht und Koffer hinter einem Netz untergebracht. Die ATR war schon ziemlich alt und sah einigermaßen abgenutzt aus.

BIS ZUM START/ ALLGEMEINES ZUR MASCHINE:
Die Gepäckfächer waren sehr klein und hatten anscheinend schon einmal bessere Zeiten gesehen. Sie waren teilweise gebrochen und mein Trolley, der eigentlich als Handgepäck geeignet sein sollte, wollte auch nach wiederholtem Stopfen nicht ins Gepäckfach hineinpassen. Plötzlich knarrte es bedächtig im Fach. Ich öffnete es, nahm meine Tasche heraus und versuchte es erneut. Die Stewardess schnappte sich kurzentschlossen meinen Koffer und verschaffte ihm einen Sitzplatz ein paar Reihen weiter hinter mir. Kaum hatte ich mich hingesetzt, fiel mir auf, dass mein Sitz ziemlich wackelte. Ein Bulgare schaffte es sogar, sich so gegen eine Sitzreihe zu lehnen, dass sich die Rückenlehnen nach vorne kippen ließen (ob das so vorgesehen war?).
In der Maschine flogen hauptsächlich Bulgaren und ein paar verirrte Ösis mit, sodass das Flugzeug ca. zu 50% besetzt war. Der Sitzabstand betrug 24cm und die Sitzbreite 45cm. Die Motoren wurden angelassen und die ATR wackelte Richtung Startbahn.

FLUG:
Obwohl wir schon auf der Startbahn standen, mussten wir wegen des starken Sturmes "Olli", der an diesem Abend über Ostösterreich fegte, noch 10min warten. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich aber noch nicht, dass dieser Sturm den Flug am Anfang ziemlich ungemütlich werden lassen sollte. Plötzlich wurde es unerträglich laut in der Kabine, die Motoren liefen auf Hochtouren (sie wirkten zu dem Zeitpunkt sehr unrund) und wir begannen zu starten. Doch das Flugzeug gewann wegen des starken Windes nur sehr langsam an Höhe. Diese erste ¾ Stunde verlief sehr unangenehm. Die ATR wackelte immens und man fühlte sich wie in der Hochschaubahn. Zu der Zeit kam mir Einiges hoch... aber es war nicht die Freude mit Viaggio zu fliegen. In der Kabine war es nicht nur wegen der Propeller sehr laut. Denn über meinem Sitz schaltete sich der Stewardessenrufschalter (aus welchem Grund auch immer) regelmäßig an und machte sich mit einem unüberhörbaren Pfeifen bemerkbar. Die ersten beiden Male kam die Flugbegleiterin angelaufen und weckte meinen Kollegen, der vor mir saß. (der Glückliche war eingeschlafen). Denn sie war der festen Meinung , dass nur er sie gerufen haben könne und fragte ihn zum wiederholten Male "was er wolle". Es war für ihn nicht einfach zu erklären, dass nicht er den Rufschalter betätigt hatte. Bei den nächsten Malen kam sie erst gar nicht mehr nachsehen.
Außerdem war die Belüftungsregelung über dem Sitz meines gequält wirkenden Kollegen kaputt, sodass ungebremst eiskalte Luft aus dem Ventil strömte. Desweiteren flackerte die Leselampe kläglich, wie ein Stroboskop. Tipp: Meidet Sitz 7C!!!
Nach dieser ¾ Stunde verlief der Flug sehr ruhig, was zeigte, dass die Turbolenzen nicht an der Maschine lagen.

VERPFLEGUNG:
Zu essen bekamen wir 3 Scheiben kalte Hühnerbrust, und 2 Scheiben Speck mit Senf und Butter, Tomatensalat mit Dressing, sowie 2x Gebäck dazu und Nachspeise. Es schmeckte sehr gut und war ausreichend. Dazu gab es ein alkoholfreies Getränk gratis. Zusätzlich gab es nichts zu kaufen, aber das war bei diesem Flug auch nicht notwendig.

ENTERTAINMENT:
Bulgarische Tageszeitung, Safetycard und Kotztüte., sowie "Light and Sounds" made by Viaggio.


ANKUNFT:
Die ATR landete pünktlich in Sofia am neu eröffneten Terminal 2, das für Inlandsfluggesellschaften reserviert ist. In Sofia standen Bulgaria Air B737; Hemus Air Bae 146,B737; Ukraine Int. B737; Aero Svit, Olympic B717, LOT ATR,...

RESUMÉ:
Die Unannehmlichkeiten in der Luft lagen nicht an der Airline, doch die Einrichtung der ATR sollte man einmal erneuern.
Jedoch bezweifle ich, dass mein Kollege je wieder einen Fuß in eine Viaggio-Maschine setzen wird.

Fazit: Viaggio Air ist wirklich nicht zu empfehlen.

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