Tower Air
TowerAir - billig und anspruchslos reisen - Tower Air Fluglinien

TowerAir - billig und anspruchslos reisen
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Scoobedoo

Name des Mitglieds: Scoobedoo

Produkt:

Tower Air

Datum: 26.05.00, geändert am 26.05.00 (353 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: billig, Nachtflug, Flugzeuge sehr alt

Nachteile: oft große Verspätungen, kein Srvice (kann man mit leben), kalt, schmuddelige Sitze

Meine TOWER AIR betreffende Mitteilung ist etwas überflüssig geworden. Die Airline hat Mitte Mai die Linienflüge eingestellt und fliegt noch ein wenig Charter (Restverträge) – der Grund: Bankrott.
Mit ihren alten Boeing 747, müffeligen bzw. fehlenden Service hat sie Ihrem Namen als Low-Cost-Airline allen Ehre gemacht.

Ich bin mit Air France in die USA geflogen und habe bei TowerAir einen inneramerikanischen Flug von San Francisco nach New York gebucht. Mein Flug im Oktober 1999 (lt. Plan 12:40 Uhr nachts von SFO nach JFK) hatte nur 250.—DM gekostet. (Mit der og. Verbindung habe ich alter Pfennigfuchser 60 DM gegenüber einem Continentalflug mit Gabelflug gespart.)
Das Schalterpersonal in SFO war hektisch und unfreundlich, raunte mir in Kauderwelsch-Englisch Fragen der Sorte: Haben Sie eine Bombe im Gepäck? zu. Am Gate angelangt, wartete ein kunterbunt gemischtes Publikum auf den Abflug: französische Touristen, Inder, Pakistani, ich halt auch und viele Menschen mehr. Das macht ja alles nichts; sehr merkwürdig war allerdings dann doch, dass ich anscheinend an diesem Gate die einzige englischsprechende Person war.
Als nächstes bemerkenswert waren mehrere Startzeitverschiebungen: an Bord waren wir dann zwischen 1:45 und 2:15 Uhr. Mit dieser geringen Verspätung hatte mein Sitznachbar nicht gerechnet; an der Tagesordnung seinen durchaus 2, 3 oder auch mehr Stunden Verspätung.
Die alte ex-PanAm-Boeing 747 war nicht voll besetzt. Für das Flugzeug gab es – glaube ich- 4 Bordbegleiter. Als wir zur Startbahn rollten, füllte sich die Kabine langsam mit Kerosindämpfen. Die nicht ganz intakte Klimaanlage senkte die Temperatur extrem ab (und ich hatte bestimmt nichts „Kurzes“ an !). Zum Glück lagen auf den schmuddeligen Sitzen „hygienisch abgepackte“ Decken, die ich dann nutzte, während es zu einem erneuten Stop auf dem Rollfeld kam.
Während des Starts bebte und zitterte die Maschine extrem; die Gepäckfächer v
ibrierten stark und zwei Fächer öffneten sich. (Diese Art Vibrationen habe ich bei keinem meiner anderen 5 Flüge mit diesem Flugzeugtyp (AF,LH) erlebt.)Nach ca. 10 Minuten kam das Kabinenpersonal mit unserer Mahlzeit: weniger als 250 ml Milch und ein süsses Gebäckstück (!) mussten für die 5 –6 Stunden bis New York nun ausreichen. Danach ward das Kabinenpersonal nicht mehr gesehen.
Der Flug an sich war ruhig, kalt und etwas kerosinstinkig.
Morgens gegen 10 Uhr sind wir dann in New York gelandet- auch das verlief gut. Wir hatten – entgegen Tower Air’s Devise – die Verspätung reduziert und waren nur ca. 20 Minuten zu spät. Im ex-PanAm-Terminal (jetzt: ex-TowerAir) gab’s das Gepäck zurück. Da ich nicht wusste an welchem Gate in JFK wir waren, fragte ich einen TowerAir-Angestellten, der mir doch glatt sagte: „We are here at JFK-Airport!“. Schlaumeier! Ich suchte wie wild weitere Ansprechpartner der Gesellschaft, doch keiner war zu finden – nicht am Gepäckband, nicht am Informationsschalter – nirgends.


Fazit:
- Interessante Menschen getroffen
- wirklich billig (gewesen)
- Flüge von Westen nach Osten der USA nur noch
nachts: man beendet seinen Tag abends in SFO,
schläft im Flugzeug und ist morgens „putzmunter“ in
New York und kann sofort durchstarten.
- wer keinen Wert auf „großen Service“ legte, kam auf
seine Kosten
- Verspätungen musste man einkalkulieren
===>>>> Man bekommt dass, was man zahlt als Dienstleistung
zurück: nicht mehr – nicht weniger (YOU GET WHAT
YOU PAY FOR- wie mein Nachbar treffend bemerkte).
Alternativflüge mit UAL etc. hätten, als Einzelflug
gebucht, 700-800 DM in der Economy gekostet.



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