Lufthansa
Die den Kranich tragen ... - Lufthansa Fluglinien

Neuester Testbericht: ... sie total verrostet wären. Allgemeines °°°°°°°°°&de g;°°° Die Firma Lufthansa ist nun schon 75 Jahre alt, und ihre Flieger die s... mehr

Die den Kranich tragen ...
Lufthansa

schmusenase

Name des Mitglieds: schmusenase

Produkt:

Lufthansa

Datum: 01.09.09

Bewertung:

Vorteile: s. Bericht

Nachteile: s. Bericht

Liebe Dooyoos,
Liebe Leserinnen und Leser,

nachdem ich mich nun gut eine Woche um weitere Urlaubsreports herumgedrückt habe, weil mir der Sinn einfach nicht danach stand, habe ich heute beschlossen, nun doch den ein oder anderen zu verfassen.

Der erste, den ich nun zum Besten geben möchte, beinhaltet unsere Erfahrungen mit der von uns genutzten Airline, wobei ich den Bericht vordergründig auf unsere Erfahrungen auf den Hin- und Rückflug nach Los Angeles im vergangenen Monat stützen möchte.


***Vorgeplänkel***
Seit ich denken kann, haben bereits meine Eltern Flugreisen vordergründig mit Lufthansa bzw. deren Tochterunternehmen vorgenommen, sowohl im Inland als auch im Ausland, weil sie einfach mit dem Service und den eingesetzten Fluggeräten bei dieser Airline zufrieden waren, wenngleich Lufthansa nie der günstigste Anbieter war.

Irgendwie habe ich diese Tradition fortgeführt, und nur in seltenen Fällen Reisen mit anderen Fluggesellschaften unternommen, wobei ich ehrlich gestehen muss, dass neben KLM, die auch einen hervorragenden Service bieten mir die Lufthansa bisher am meisten zugesagt hat.


***Informationen zu Lufthansa***
Eigentlich ist es müßig, zu dieser Airline und ihrer Geschichte Anmerkungen zu machen, denn ich glaube, dieses Traditionsunternehmen ist weltweit bestens bekannt, dennoch möchte ich einige Eckpunkte der Geschichte noch einmal ins Gedächtnis rufen.

Da ich ein kleines, faules Luder bin, habe ich hier die Informationen von der Homepage des Lufthansa-Konzerns übernommen!
(Quelle: http://konzern.lufthansa.com)

« 1926:
Am 6. Januar entsteht durch den Zusammenschluss des Deutschen Aero Lloyd (DAL) mit dem Junkers Luftverkehr die "Deutsche Luft Hansa Aktiengesellschaft" (ab 1933 "Lufthansa" in einem Wort). Das Firmenlogo, 1919 von der Deutschen Luftreederei eingeführt, wird vom DAL eingebracht, die Hausfarben Gelb und Blau von Junkers.
Der Liniendienst beginnt am 6. April, für den zunächst 162 Flugzeuge 18 verschiedener Bauart zur Verfügung stehen. Herausragendes Ereignis des Jahres ist eine Flugexpedition nach China.

1927 - 1930
Nachdem bereits 1926 Anteile an der 1921 entstandenen Deutsch-Russischen Luftverkehrsgesellschaft (Deruluft) übernommen wurden, beteiligt sich Lufthansa maßgeblich an den Gründungen der spanischen "Iberia", der brasilianischen "Syndicato Condor" und der chinesischen "Eurasia".

1934:
Als erste Luftverkehrsgesellschaft der Welt richtet Lufthansa über den Südatlantik einen nur auf den Luftweg abgestellten Transozean-Postflugdienst ein. 1936-1938 wird über den Nordatlantik ein planmäßiger Probeluftverkehr durchgeführt.

1939 - 1945
Nach der größten Ausdehnung des Streckennetzes 1939 -- unter anderem bis Bangkok und Santiago de Chile -- beschränkt sich der Kriegsluftverkehr auf einige europäische Länder. Der vollständigen Einstellung des Flugbetriebs 1945 folgt die Liquidation der Lufthansa, die 1965 mit der Streichung aus dem Berliner Handelsregister endet.

1951 - 1955
Der Bundesverkehrsminister beruft 1951 einen "Vorbereitungsausschuss Luftverkehr", dem das "Büro Bongers" zuarbeitet. Am 6. Januar 1953 entsteht in Köln die "Aktiengesellschaft für Luftverkehrsbedarf" (Luftag), die 1954 den Traditionsnamen "Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft" übernimmt.

Am 1. April 1955 wird der Linienluftverkehr wieder aufgenommen.

1960:
Mit der Indienststellung der Boeing 707 beginnt für Lufthansa der Düsenluftverkehr, zunächst auf Langstrecken. Die letzten Propellerflugzeuge, Vickers Viscount, werden 1971 aus dem Flugbetrieb genommen.

1964 - 1976:
Die Umstellung auf Düsengerät setzt sich mit der Boeing 727 für mittlere Strecken fort, und für Kurzstrecken mit der Boeing 737, deren Bau weitgehend von Lufthansa initiiert wurde. 1970 beginnt mit der Boeing 747 die Ära der Großraumflugzeuge, gefolgt von der McDonnell-Douglas DC10 und dem ersten Flugzeug eines neugegründeten Herstellers, dem Airbus A300.

In den Jahren 1992 bis 1997 überwindet Lufthansa ihre größte wirtschaftliche Krise mit einem umfangreichen Sanierungsprogramm. Das bislang weitgehend im Besitz der Öffentlichen Hand befindliche Unternehmen wird in mehreren Schritten vollprivatisiert. Technik, Fracht und Informatik werden zu eigenständigen Gesellschaften ausgegründet.

1997 schaffen Lufthansa, Air Canada, SAS, Thai Airways und United Airlines mit "Star Alliance" das erste multilaterale Bündnis im Weltluftverkehr, dem sich weitere Fluggesellschaften anschließen.

1997 - 2001:
Der Aviation-Konzern Lufthansa macht sich fit für das neue Jahrtausend und setzt dabei besonders auf Innovation und Qualität. Durch die Bestellung von 15 Airbus A380 im Dezember 2001 stellt Lufthansa die Weichen für die Zukunft.

2001 - 2005:
Lufthansa gewinnt auch in Krisenzeiten an Höhe: Die regionalen Märkte werden im Rahmen des Programms "Zukunft Kont" reorganisiert, während neue Partner das globale Netz der Star Alliance erweitern. Reisende erwartet eine völlig neu gestaltete Business Class und mit "FlyNet" gibt es künftig sogar Breitband-Internet.

Im Jahr 2005 feiert Lufthansa das Jubiläum zum 50. Geburtstag der neuen Lufthansa. Die Swiss wird als eigenständige Fluggesellschaft in den Lufthansa-Konzern integriert. Lufthansa festigt damit ihre Stellung als einer der führenden Netzwerk-Carrier in Europa.

2006 - 2008:
Lufthansa schafft Zukunftsperspektiven für den Standort Deutschland: Lufthansa hat als Erstkunde 20 Boeing 747-8 bestellt. Die Vorbereitungen für die A380 umfassen unter anderem das Route Proving mit Airbus, eine neue A380-Wartungshalle und einen neuen Terminalbereich in Frankfurt. Das Lufthansa Aviation Center wird ein architektonisches Aushängeschild. Lufthansa Cargo gründet mit DHL Express die Fracht-Fluggesellschaft AeroLogic. Weitere Partner verstärken die Star Alliance, die nun 21 Mitglieder umfasst."

Puuh, geschafft! Kopieren kann ja so anstrengend sein ...

Nach so vielen Informationen rund um die Chronik des Unternehmens möchte ich nun zu Praxis umschwenken, denn Geschichte ist ja bekanntermaßen bereits geschehen und daher ins Sachen Buchungsablauf, Service etc. weniger hilfreich.


***Buchungsablauf via Internet***
Das Buchungsverfahren ist inzwischen relativ simpel, man kann bequem vom Sofa aus seine Tickets buchen. Die Zeiten des Herumsitzens im Reisebüro gehören hier längst der Vergangenheit an.
Was jetzt aber nicht heißen soll, dass ich jeden, der nach wie vor gerne in einem Reisebüro bucht, missionieren und von seinem angestammten Wege abbringen möchte!

Online-Buchungsprofis können diesen Part getrost überlesen, denn sie haben das Procedere ja mindestens einmal hinter sich gebracht.

Allerdings möchte ich ihn nicht außer Acht lassen, denn mancher könnte diese kleine "Bedienungsanleitung" sicherlich gebrauchen, insbesondere, wenn er noch nie einen Flug bei Lufthansa oder einer anderen Airline gebucht hat.

Über www.lufthansa.de kann man zunächst im Navigationsbereich "Buchung" direkt auf der Startseite seine gewünschten Reisedaten eingeben (Abflugort und Abflugtermin, Zielort und Rückflugtermin).
Wer sich nicht sicher ist, ob in der Nähe seiner Stadt bzw. des gewünschten Reiseziels ein Flughafen existiert, der von Lufthansa angeflogen wird, kann durch Klicken auf den blau markierten Menüpunkt "Städte" den entsprechenden Flughafen auswählen.
Sind die entsprechenden Daten nun eingegeben, so folgen nun weitere Vorab-Buchungsangaben wie Flexibilität hinsichtlich des Reisetermines, Anzahl der Reisenden und Buchungsklasse.

Hat man nun diese Angaben vervollständigt, sendet man die gewünschten Daten ab.

Alsdann erscheint eine Maske, die einen um ein wenig Geduld bittet, während das Buchungssystem nach den günstigsten und den Suchparametern entsprechenden Flugstrecken und den dazugehörigen Preisen sucht. In der Regel dauert dieser Vorgang keine 2 Minuten, schnelle Surfanbindung vorausgesetzt.

Danach erhält man eine Übersichtsliste, aus der sich die ausgewählte Flugstrecke, die Flugdaten (Zeitraum: angegebene Wunschtermine sowie 3 Tage vor Abflug-Wunschtermin bzw. 3 Tage danach sowie 3 Tage vor Rückflug-Wunschtermin bzw. 3 Tage danach) sowie der entsprechende terminzugehörige Preis (Hin- und Rückflug) inklusive aller Steuern und Gebühren ergeben.

Nun wählt man den Hinflug sowie den Rückflug zu dem ausgewiesenen Preis aus, den man buchen möchte. Sodann den "WEITER"-Button betätigen.

Sodann landet auf einer weiteren Übersichtsseite, die noch einmal die ausgewählten Buchungsdaten im oberen Feld anzeigt.
Darüber hinaus folgt dieser Auswahl mit einer mehrspaltigen Tabelle, in der nähere Angaben zu dem ausgewählten Flugtermin angegeben sind. In der linken Spalte findet sich die Übersicht über mögliche Hinflugtermine am ausgesuchten Tag inklusive Abflugzeit, Ankunftszeit, Flugnummer und Flugdauer. In der Rechten Spalte Rückflugtermine analog zur linken Spalte.

Hier kann man sich nun noch einmal individuell Hin- und Rückflug zusammenstellen, wobei die gelb unterlegten Daten die zu dem gewünschten Termin günstigsten Varianten ausweist. Hinweis: Nicht immer handelt es sich bei den Günstigsten Preis und einen Direktflug. Oft, insbesondere in der Ferienzeit, werden Gabelflüge (sprich Strecken mit Umsteigen) die preiswertesten sein!

Sobald man die endgültige Auswahl festgelegt hat, wird einem auf dieser Seite noch einmal der endgültig anfallende Flugpreis inklusive aller Steuern und Gebühren ausgewiesen.

Hat man diese Hürde überwunden, öffnet sich die eigentliche Buchungsseite. Hier sind im oberen Bereich noch einmal alle Flugdaten, der Endpreis sowie weitere Informationen um Buchungsklasse etc. aufgeführt.

Im unteren Bereich stehen dann zwei Möglichkeiten der Buchung zur Verfügung: als Miles and More User bzw. für Bucher ohne Anmeldung bei Miles and More.
Auf die Buchung als Miles and More User brauche ich nicht weiter einzugehen, denn diese kennen das Procedere, Nicht-User allerdings höchstwahrscheinlich nicht.

Man wählt sodann das Land aus, in dem man seinen Hauptwohnsitz unterhält und klickt auf "WEITER".
Sodann öffnet sich eine Site, in der man die Passagierangaben hinterlässt, sprich Name, Anschrift, Mailadresse etc. Hat man diese Daten vervollständigt und den "WEITER"- Button betätigt, öffnet sich erneut eine Seite. Hier füllt man dann die gewünschten Zahlungsdaten an.

Möglich sind grundsätzlich nur die Zahlung per Lastschrift und Kreditkarte:
WICHTIGER HINWEIS: Für sich selbst kann man mit Lastschrift zahlen, bucht man aber für andere Mitreisende, wie z.B. Ehegatten und Kinder, so wird immer nur die Zahlung per Kreditkarte akzeptiert. Im Vorhinein also prüfen, ob die Kreditkarte, die man nutzen möchte, das erforderliche Limit ausweist. Wer keine hat, kommt an dieser Stelle nicht weiter und muss entweder für jeden Reisenden eine eigenständige Buchung vornehmen und diese dann per Lastschrift begleichen; alternativ bleibt dann nur der Anruf im Reisebüro oder der Gang dorthin!

Ist die Buchung erfolgreich abgeschlossen, so erhält man eine entsprechende automatisierte Buchungsbestätigung, aus der sich noch einmal die getätigte Flugbuchung nebst Buchungscode sowie reservierter Sitzplatz ergeben. Diese sollte man sich sichern und rechtzeitig vor Abflug ausdrucken, denn sie ist das ETIX (Elektronisches Ticket) und ersetzt das bisherige Papierflugticket (wobei: wenn man es ausdruckt, ist es ja doch wieder Papier).

Juchu, auch dieser Part ist geschafft. Klingt lang und umständlich, dauert aber in der Regel nur wenige Minuten und ist eigentlich kinderleicht, wenn man weiß, wie es geht!

Jetzt heißt es nur noch: auf den Flug freuen!


***CHECK-IN***
So nun ist er gekommen, der lang ersehnte Abflugtag und man steht pünktlich zwei Stunden vor Abflug am Terminal 1 des Frankfurter Flughafens - aufgeregte Geister so wie meine Anhängsel drängen auf einen früheren Termin; ergo standen wir bereits 3 Stunden vor Abflug in besagter Halle ***Augenroll***.

Der geübte Vielflieger hat natürlich neben seinem ETIX auch schon die einige Stunden vor Abflug online ausgedruckten Bordkarten in Papierform in der Hand - wir tun aber so, als seien wir "noch grün hinter den Ohren" und hätten selbige noch nicht.

Im Terminal 1 gibt es, unabhängig vom Reiseziel, unzählige CHECK-IN-Schalter der Lufthansa, die man alsdann mit Säckle und Gepäckle ansteuert. Vor diesen Schaltern ist eine Reihe von Automaten aufgebaut. Dies hat auch seinen Grund: An diesen Schaltern erhält man seine BORDKARTEN.

Früher gab es die noch am Schalter selbst, heutzutage hat man, um die Wartezeiten an selbigen zu verkürzen, diese Automaten aufgestellt, deren Nutzung auch relativ simpel ist:
Man tippt seinen Buchungscode und den Nachnamen ein, sodann erhält man die Übersicht über den entsprechenden Sitzplatz und die Flugdaten. Dann wird man höflich aufgefordert, dass dazugehörige Ausweispapier in den dafür vorgesehenen Leseschacht einzulegen.
Dieser wird gescannt. Bei mehreren unter ein und demselben Buchungscode gebuchten Passagiere wird die Reihenfolge, in der die Reisepässe der Reisenden gescannt werden sollen, vorgegeben.
Stimmen alle Daten überein, druckt der Automat die entsprechende Bordkarte/n aus.

Wer hier im Übrigen gar nicht durchsieht, kann sich gerne an einen der Helfer wenden, die in der Nähe der Automaten gerne zu Hilfestellung bereit sind. Wir haben diese Hilfe zwar nicht benötigt, aber es gab Passagiere, die schon länger nicht mehr geflogen waren und nun ein wenig hilflos vor den Automaten standen.
Sofern es mir aus der Distanz möglich war, dieses zu beurteilen, so wurde diesen Passagieren wohl zu ihrer Zufriedenheit geholfen, denn diese folgten uns in geringen Abständen wenig später zum CHECK-IN.

Dort angekommen händigt man der freundlichen Mitarbeiterin - in unserem Falle war es eine - die Bordkarten sowie die Ausweise aus und nennt die Anzahl der insgesamt mitgeführten Gepäckstücke, die man aufgeben möchte.
In unserem Fall waren es derer 4 inklusive Kindersitz; wir hätten jedoch pro Person je 2 Gepäckstücke à 23 kg Geicht mitnehmen können, denn unser Flug war in der Economy ein "Two-Piece-Concept" Flug. Wer sich hier schlau machen möchte, der lese bitte unter der entsprechenden Rubrik auf der Homepage der Lufthansa nach. Für Suchfaule nenne ich dennoch gerne den Link: http://www.lufthansa.com/online/portal/lh/de/info_ and_services.

Die Gepäckstücke werden mit den obligatorischen Klebeschildchen versehen und wandern auf dem Fließband hinter dem Schalter in die Katakomben.

Den Check-in haben wir nun auch hinter uns gebracht, nun heißt es Abfluggate suchen und warten.

Zu den Sicherheitskontrollen hatte ich mich schon in meinen "Kalifornien-Tipps" ausgelassen, ebenso zu Zoll etc., daher möchte ich mich hier nun nicht noch einmal damit beschäftigen.

Springen wir also weiter, zum


***Boarding***
Etwa 45 Minuten vor Abflug beginnt dann das Einsteigen in das Flugzeug, das neudeutsch genannte "Boarding". Hier werden von den Mitarbeitern zunächst behinderte, ältere und Personen mit kleinen Kindern - so wie wir - zum Einsteigen gebeten. Wer Säuglinge und Kleinkinder nebst Buggy dabei hat, kann diesen dann an das Personal abgegeben; selbiges verbringt die Vehikel an Bord, wo sie bei den Flugbegleitern bis nach der Landung und dem Ausstieg verwahrt werden.

Man betritt sodann die Maschine, wobei man an mehreren Stellen freundlich von den Flugbegleitern begrüßt wird und sucht sich die auf der Bordkarte zugewiesenen Plätze.
Wir saßen jeweils ganz hinten - immer in unmittelbarer Nähe der Notausstiege, versteht sich; nicht dass ich ein ängstlicher Mensch bin, aber sicher ist sicher! - und wurden dementsprechend häufig begrüßt. An unserem Bestimmungsplatz angenommen heißt es sodann Handgepäck verstauen und hinsetzen!

Während wir uns also schon einmal gemütlich eingerichtet hatten, stiegen sodann die übrigen Passagiere ein.


***Das Flugzeug selbst***
Während wir also saßen und warteten, dass endlich alle anderen ihre Plätze eingenommen haben - es ist schon enorm, wer plötzlich mit seiner Reservierung nicht glücklich ist und auf die Suche nach Sitzplatz-Tauschwilligen geht; ich bewundere immer wieder die stoische Ruhe, mit der die Flugbegleiter dieses Treiben zu begleiten und zu beenden versuchen - hatten wir sodann Zeit, uns dank der in der vor uns befindlichen Sitztasche enthaltenen Lektüre mit dem Fluggerät selbst ein wenig vertrauter zu machen.

Bislang waren wir immer mit der guten alten Boeing 747 nach Übersee geflogen, nun aber saßen wir erstmalig im Airbus A340-600.

Das Fluggerät ist auf den ersten Eindruck hin schon beeindruckend: sehr neu, sehr modern und schlanker als die bisher gewohnte 747.
Man sitzt bequem, die Beinfreiheit ist ausreichend - keiner von uns ist über 1,90 m; ich glaube ab dieser Länge ist Beinfreiheit dann nicht mehr vorhanden. Besonderes Aha und Oho lösen natürlich die im Vordersitz eingelassenen Monitore aus.

Der A340-600 verfügt auf Langstreckenflügen über ein sog. Inflight-Entertainement (während des Fluges wird Unterhaltung angeboten, so meine freie Übersetzung), welches man über den Monitor vor einem selbst anwählen kann. Hier gibt es neben einem Bereich für Kinder inklusive aktueller Filme und Cartoons auch für Erwachsene ein entsprechendes Unterhaltungsangebot. Jugendfrei, versteht sich!
Wer hierüber mehr erfahren möchte, der besuche bitte den Service-Bereich auf der Website der Lufthansa. Hier erfährt man auch weitere technische Details zum Fluggerät selbst.

Nachdem wir sichergestellt haben, dass uns die Umgebung zusagt, nach wirklich Alternativen bieten sich bei Nichtgefallen eh nicht mehr ***Schmunzel***, harren wir nun dem Service.


***Service an Bord***
Für viele Leser wird dies nun der interessanteste Part in meinem Bericht sein.
Der Service ist, dies sage ich gerne und ausdrücklich vorweg, sehr gut, von deutscher Seite sogar ausgezeichnet!

Lassen wir nun das "Warum" folgen.

Wir als Miles and More Nutzer hatten im Vorfeld unser Wunschessen ausgewählt. Hier sind alle erdenklichen Optionen inklusive veganes Essen so wie spezielle Diätessen möglich. Natürlich kann man auch nehmen, was man generell an Bord ausgehändigt bekommt, jedoch sind wir seit Jahren schon darauf aus, vegetarisch verköstigt zu werden, daher bestellen wir dementsprechend rechtzeitig diese Verpflegungsart vor bzw. haben diese im Userprofil fest hinterlegt.

Für unsere Kinder, die erstmalig geflogen sind, hatten wir vorab die Anmeldung bei JetFriends, dem speziellen Kinderbereich der Lufthansa vorgenommen. Kinder bekommen an Bord dann automatisch ein spezielles Kindermenü.

Kaum an Bord, nicht alle Passagiere waren eingestiegen, wurden meine Kinder von der für unsere Sitzreihe zuständigen Stewardess aufgesucht und bekamen ein paar Kleinigkeiten zur Belustigung an Bord: eine Ausgabe des National Geographics für Kinder, ein Reisespiel, ein Puzzle, Malstifte und ein kleines Malbuch.
Zwar blieben diese Aufmerksamkeiten zunächst unbeachtet, die Glotze war wichtiger, immerhin wurden auf dem Hinflug u.a. der Film "Bolt" und "Hexe Lilli" gegeben, die man noch nicht kannte, dennoch haben wir Eltern die nette Geste wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Alsdann suchte uns ein Flugbegleiter auf, um sich zu vergewissern, wem er welches vorbestellt Menü aushändigt. Durch den Platztausch um uns herum gar keine so leichte Aufgabe, stimmt doch die Passagierliste nun nicht mehr!

Während des Fluges wurden wir alsdann in regelmäßigen Zyklen mit Getränken, Knabberzeug sowie Erfrischungstüchern versorgt.
Die erste Mahlzeit war ein warmes Essen, wobei die Kinder als erste bedient wurden. Danach erfolgte die Ausgabe der Spezialmenüs. Uns wurde eine Leckeres mediterranes Menü mit Kartoffeln in einer delikaten Gemüse-Tomatensauce serviert, dazu ein kleiner Salat, als Nachtisch ein Obstsalat sowie Brötchen und Aufstrich. Die Kinder bekamen ein lustiges buntes Nudelgericht mit Fleischbällchen nebst Ketchup, Obst und Pudding sowie ein Trinkpäckchen. Geschmeckt hat es uns allen sehr gut, zumindest haben wir alle die Platte geputzt.

Nach dem Essen wurden Kaffee und Tee ausgeschenkt, natürlich bekam man auch einen Nachschlag an Softgetränken bzw. Tafelwein.

Kleine Randbemerkung: Das hinten Sitzen hat noch einen weiteren angenehmen Nebeneffekt, denn eine Bordküche befindet sich direkt im Heck des Airbus, und wenn man sich die Flugbegleiter sozusagen anfüttert - mir ist das mit meiner sehr beliebten Tüte Colorado von Haribo gelungen ***Grins*** -, kann man sich das ein oder andere Extra wie z.B. eine Zusatzstange Toblerone oder weiteres Knabberzeug bei Bedarf und Verfügbarkeit organisieren!!!

Auch das zweite Essen, wiederum eine warme Mahlzeit, denn immerhin landeten wir Ortszeit Los Angeles ja am späten Nachmittag, war sehr lecker! Diesmal gab es leckeren Wildreis mit viel Gemüse (Zucchini, Aubergine, Tomaten etc.), dazu ansprechend zubereiteten Tofu nebst dem obligatorischen Obst, einem kleinen Salat, Brötchen und Brotaufstrich und Dessert.

Die Kinder verputzen Fischstäbchen mit Kartoffelpüree, das mit verschienen Lebensmittefarben lustig bunt gestaltet war, eine kleine Portion Gemüse, ein Schälchen Möhren und Gurken sowie einen Pudding nebst dazugehörigem Softgetränk.

Wer hier noch von "Holzklasse" spricht, dem ist nicht mehr zu helfen. Der Service war einfach top. Und viel besser sitzt man für den fast dreifachen Preis des Business-Class Tickets nun wahrlich auch nicht!

Auf dem Rückflug saßen wir übrigens auch hinten, was wiederum so seinen Vorteil in Bezug auf die Bordküche hatte ***immichhineingrins***, allerdings war das Essen nicht ganz so toll, aber das liegt am amerikanischen Catering, die kriegen das einfach nicht hin.
Meine Kinder hatten zwar ein Nudelgericht mit Hühnchen, was ihnen wohl auch schmeckte, zumindest blieben kaum Reste, uns servierte man eine undefinierbare Masse aus Kartoffeln Gemüse und Sauce, die nicht nur seltsam roch, sondern ebenso schmeckte, daher haben wir das Menü nicht weiter beachtet, uns auf Brötchen und Obst beschränkt, denn auch der Salat war ungenießbar, aber das tat der Sache keinen wesentlichen Abbruch.

Zum Frühstück gab es dann wie üblich Brötchen, Marmelade sowie Milchreis - allerdings war letzterer auch zum Vergessen -, aber auch ein Brötchen macht durchaus satt, wenn man eh 10 Stunden nur auf dem allerwertesten zubringt. Die Kinder bekamen Pancakes mit Erdbeersauce sowie einen Kakao, ebenfalls zusätzlich ein Brötchen nebst Aufstrich, welches sie uns gerne abtraten, weil die Pancakes schon reichlich genug waren.

Alles in allem gab es auch hier nichts weiter zu beanstanden, die Crew war sehr nett, sehr hilfsbereit und stets zu Späßen aufgelegt.

Hinsichtlich des Caterings in USA möchte ich mir noch folgenden Zusatz erlauben: Wir haben noch keinen Flug erlebt, auf dem das Essen gut war. Hier sollte die Lufthansa vielleicht einmal einen Anbieterwechsel überdenken. Wir reklamieren dies auch regelmäßig beim Management in Los Angeles, doch offenkundig tun das immer noch die wenigsten Passagiere, denn bisher ist keine Verbesserung der Speisen erfolgt.


***Sanitäre Anlagen***
Irgendwann muss man auch an Bord gerade bei der Flugzeit das gewisse "Örtchen" aufsuchen. Dies ist in den ersten 3 Stunden nach Abflug auch noch ein Vergnügen, danach allerdings wird das dringende Bedürfnis eines, auf das man gerne verzichten möchte. Nun muss man bedenken, dass insgesamt ca. 300 Passagiere die Toiletten an Bord aufsuchen.

Ihr habe ja keine Vorstellung davon, welche Schweine - ja, so muss man diese Vertreter unserer Gattung einfach nennen - sich hierunter befinden.

Ich möchte hier nicht weiter ins Detail gehen, zusammengefasst erlaube ich mir nur folgende Bemerkung: Sagrotan-Tüchlein reichen nicht, um einigermaßen hygienisch die dringende Notdurft zu verrichten.

Ohne festes Schuhwerk sprich auf Socken sollte man die Toiletten auch nicht mehr betreten, denn man watet bisweilen in Körperflüssigkeiten, die keiner gesonderten Beschreibung bedürfen.

Mir tun hier nur Crew und Reinigungspersonal leid, die sich dieser Räume annehmen müssen. Wahrscheinlich kommt nach jedem Flug hier ein Hochdruck-Reiniger zum Einsatz, den anders wird man der Lage am "Örtchen" sicher nicht mehr Herr.

Meine Kinder waren auch sprachlos und angeekelt, selbst manche Schultoilette ist eindeutig sauberer als eine Toilette auf einem Langstreckenflug, und das will etwas heißen!!!


***Zusammenfassung***
Alles in allem waren wir auch auf dieser Reise mit Lufthansa sehr gut bedient. Der Preis war zwar ansehnlich - die Tickets kosteten alles in allem knappe 3.500,-- Euro für 4 Personen (habe mal überschlagen, denn für die Kinder hatte ich ja Meilen eingesetzt und Prämien gebucht), dafür sind wir aber gut hin und zurück gekommen - logisch, denn sonst könnte ich jetzt nicht mehr darüber berichten.

Unser Gepäck war stets da, wo es sein sollte, die Bewirtung bis auf das Essen, das in USA an Bord kam, lecker. Die Crews auf beiden Flügen waren spitze, der Flug selbst ebenso. Wir waren stets überpünktlich gelandet, sodass wir erst einmal auf das Aussteigen vor Ort in der Maschine warten mussten.

Wegen des Preises und des schlechten Essens auf dem Rückflug vergebe ich nur 4 Sterne, dennoch kann ich jedem einen Flug mit Lufthansa nach Übersee empfehlen!

Ich danke nun all meinen Lesern für die ungeteilte Aufmerksamkeit und nehme Kommentare und Bewertungen wie immer gerne entgegen!

schmusenase

Fazit: Das Fazit geht mit denen gerne in die Luft!

Weitere Produkte: