
Neuester Testbericht: ... in dieser CF. Nun gut, wer es denn unbedingt so dicke hat? Abschließend kann ich sagen, dass der Flug mit LTU ganz in ordnung war. Es will... mehr
Macht mal (bitte mehr) Platz!
LTU

Name des Mitglieds: alphapeter
Produkt:
LTU
Datum: 24.08.11
Bewertung:
Vorteile: Sicher, zuverlässig
Nachteile: Das Platzangebot ist arg knapp bemessen
Im Mai diesen Jahres feierten meine Frau und ich unsere Silberhochzeit. Zunächst war bei uns die Frage zu klären, ob wir denn eine Riesenfeier mit viel Stress und Arbeit für uns veranstalten, oder ob wir einfach die "Biege" machen sollten. Wir haben uns für letzteres entschieden. Da der Anlaß nun ein ganz besonderer war, suchten wir auch nach einem besonderen Urlaubsziel. Wir würden schnell fündig und entschlossen uns für eine Reise in die Dominikanische Republik. Die Reise war schnell gebucht und der Termin stand für den 18. Mai 2004 an. Am 25 Mai war dann unserer Hochzeitstag.
Reiseveranstalter war die TUI und der Carrier dazu die LTU. Gestartet sind wir dann in Frankfurt am Main. Dort hatten wir gleich unser erstes Highlight. Morgens um 5 Uhr auf dem Flughafen angekommen, herrschte dort noch ziemlich gähnende Leere. Ebenso am Schalter der LTU, welcher schon geöffnet hatte. Obwohl wir Sitzplätze reserviert hatten, das kostete uns insgesamt 32 Euro, bot man uns an, erneut Plätze aus zu suchen. Wir nahmen dieses Angebot dankend an und entschieden uns für 2 Plätze am Notausgang, im vorderen Bereich der Maschine. Die Sitzpläne hatte ich mir vorher aus der Homepage www.ltu.de herausgesucht und da ich auch um unserem Flugzeutyp wusste, war es recht einfach, die besten Plätze aus zu machen. Bei unserem Flieger handelte es sich um einen Aurbus A 330-300. Ein recht großer Vogel, welcher bis für lange Mittelstreckenflüge eingesetzt wird. Langer Mittelstreckenflug!? Genau! Alle Flüge bis 12 Stunden Flugzeit, fallen unter die Mittelstrecke. Das bedeutet, dass die eingesetzten Flugzeuge ebenso nach Spanien oder in die Türkei fliegen. 3 - 12 Stunden Flugzeit. Egal wie lange, die Bestuhlung ist immer die gleiche. Insbesondere was die Sitzabstände angeht. Ich hatte zwar kein Maßband mit, aber ich würde einmal behaupten, dass der Sitzreihenabstand ungefähr 85 cm betragen haben wird. Zum Glück hatten wir damit keine Probleme, da wir ja am Notausstieg saßen und somit gut 2 m Platz hatten.
Aber nun zurück zum eigentlichen Flug und dem Drumherum. Am Eingang zum Flugzeug erwarteten uns gleich mehrere Stewardessen, die uns die plätze zuwiesen. Ausserdem reichten sie aktuelle Tagesszeitungen. Dazu sei jedoch angemerkt, dass eine FAZ oder Welt nur schwerlich in dem recht spärlich bemessenen Sitzplatzraum des einzelnen Fluggastes zu lesen ist. Aber man kann sich ja mit dem Nachbarn einigen und jeder liesst eine Hälfte der aufgeschlagenen Seite. Die Bestuhlung war in dem Flieger nämlich mit 3-4-3 präsent und daher ergab sich doch eine gewisse Enge.
Die Einzelheiten zu dem Flug erspare ich Euch und mir. Kommen wir lieber zum Praktischen. An Bord wurde Verpflegung gereicht. Diese bestand aus einem warmen Essen, das so ungefähr 2 Stunden nach dem Start, also gegen 9 Uhr, und einem kalten Imbiß so ca. 2,5 Stunden vor der Landung. Bei dem warmen Essen, konnte aus 2 Menüs ausgewählt werden. Bei uns gab es einmal Hähnchenbrust und einmal Nudelauflauf. Der kalte Imbiß war die eigentlich übliche Bordverpflegung mit diesen kleinen, trockenen Brötchen, einem Klecks Marmelade, einem Stückchen Käse, 2 Scheiben Wurst und einem Stück Kuchen. Dazu wurden dann immer kalte und warme Getränke gereicht.
Für das leibliche Wohl und dessen Bedürfnisse war somit gesorgt. Befriedigt war es nicht unbedingt worden. Immerhin waren wir auf dem Hinflug 10 Stunden unterwegs und das zur Tageszeit.
Um die Langeweile ein wenig zu vertreiben, konnte man sich auf den Monitoren div. Filme ansehen und/oder sich über einen Kopfhörer diverse Musikprogramme anhören. Mir persönlich war jedoch aufgefallen, dass sich diese Programme, ich hatte mir klassische Musik angehört, nach knapp 2 Stunden wiederholten.
Der Flugkapitän hatte sich am Anfang des Fluges kurz vorgestellt und einen kurzen Verlaufsbericht über den anstehenden Flug abgegeben. Ein weiteres Mal hörten wir ihn dann kurz vor der Landung. Ansonsten war es recht ruhig aus dem Cockpit heraus. Nun gut, da sollte ja auch keine Show veranstaltet werden. Recht ruhig war es aber auch um das Kabinenpersonal herum. Dazu muss ich jedoch anmerken, dass diese Crew das erste Mal gemeinsam flog und es da ganz offensichtlich gravierende Abstimmungsprobleme gab. Ich habe es daran gemerkt, dass ständig über die Bordanlage telefoniert wurde und irgendwelche Sachen von vorne nach hinten und umgekehrt getragen worden sind. Ausserdem gab es die eine oder andere Diskussion, als es zur Essensausgabe kam, oder auch Getränke verteilt wurden. Das sah nicht ganz so gut aus und hätte vielleicht eher in der Kombüse abgewickelt werden können und nicht vor den Fluggästen. Aber keiner ist perfekt und letztendlich sind wir heile angekommen.
Die 7 Mädels und auch die beiden Flugbegleiter haben sich bemüht und wir waren alle versorgt. Wobei ich die Zahl bei ungefähr 320 Passagieren und 10 Stunden Flugzeit ein wenig zu knapp bemessen hielt. Aber wo wird nicht gespart?
Das war auch das Stichwort: Gespart. Vor unserer Reise waren wir ernsthaften Überlegungen verfallen, ob wir nicht eventuell die CF (Comfort Class) buchen sollten. In der Maschine gab es im vorderen Teil 24 Plätze für die CF. Der Mehrpreis hätte aber, pro Person, 625 Euro betragen. Ich habe mir dann mal die "Vorteile" dieser CF angeschaut und kam ganz schnell zu dem Ergebnis, dass das herausgeworfenes Geld gewesen wäre. Trotzdem saßen 7 Personen in dieser CF. Nun gut, wer es denn unbedingt so dicke hat?
Abschließend kann ich sagen, dass der Flug mit LTU ganz in ordnung war. Es will mir aber nicht begreiflich sein, warum ein 10 Stundenflug noch eine Mittelstrecke ist und daher eine entsprechend enge Bestuhlung zulässig ist. Mit taten die Menschen in den "normalen" Sitzreihen echt leid und es wäre für mich eine echte Qual gewesen. Ich bin kein Riese, aber bei 188 cm braucht man nun einmal ein wenig mehr Platz. Davon abgesehen, war der Flug aber in ordnung. Mein subjektives Sicherheitsgefühl war in Ordnung und ich fühlte mich in keiner Sekunde unwohl oder auch nur ansatzweise gestresst. es sollte ein wunderschöner Urlaub folgen und auf den Rückflug konnten wir uns auch gelassen hintreiben lassen, da der Service ansprechend war. Er war nicht perfekt, aber wer ist das schon? Trotzdem würde ich bei einem nächsten, langen Mittelstreckenflug, wenn es irgend wie möglich ist, mit Condor fliegen. Das ist einfach mehr Platz. Auch die "Neue Condor", mit ihr waren wir im August in der Türkei, bietet den gleichen Platz die die "alte" Condor. LTU konnte daher meinen persönlichen Favoriten nicht vom ersten Platz verdrängen.
Wer sich für weitere Infos der LTU interessiert, der möge bitte die Homepage anklicken. Da sind immer die neuesten Infos einsehbar und auch der aktuelle Stand der Luftflotte. Weiterhin gibt es dort die einzelnen Flugzeugtypen mit der entsprechenden Bestuhlung. Das ist ganz hilfreich bei einer eventuellen Buchung und Sitzplatzreservierung. Angeblich soll seit Juli diesen Jahres auch die Reservierung von den plätzen an den Notausgängen möglich sein. Wenn das so zutrifft, kann ich es nur wärmstens empfehlen.
VIelen Dank! Testbericht von mir auch in CIAO und yopi...
Fazit: Siehe Bericht!


