Icelandair
Enttäuschender Service des Bodenpersonals - Icelandair Fluglinien

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Enttäuschender Service des Bodenpersonals
Icelandair

+qitsuk

Autor-Name: qitsuk

Produkt:

Icelandair

Datum: 23.07.10

Bewertung:

Vorteile: Interessante Verbindungen nach Nordamerika

Nachteile: Vollkommen ungenügender Service des Bodenpersonals

Von Zürich aus hat man wenige Möglichkeiten, nach Island zu kommen, besonders in der Nebensaison. So hat mein Weg mit SAS nach Kopenhagen geführt und von dort aus mit Icelandair nach Keflavik. So weit, so gut.

Das Unglück nach zweieinhalb Wochen später seinen Lauf, als ich in Kulusuk, Ostgrönland, wetterbedingt 2 Tage steckenblieb. Was macht man denn im März/April dort, wird man sich fragen, das ist doch voraussehbar, dass es wetterbedingte Unannehmlichkeiten geben muss. Ok, ist halt so. Die Umbuchung des Air Iceland-Fluges nach Reykjavik war kein Problem (klar, denn es waren ja die, die nicht bei dem Wetter fliegen wollten). Achtung: Icelandair und Air Iceland darf man nicht verwechseln; erstere Fluggesellschaft macht die internationalen Flüge, letztere die Binnenflüge.

Unser Weiterflug am nächsten Tag mit Icelandair war hingegen ein Desaster. Bereits am Wochenende, als ich in Kulusuk festsass und versuchte, meinen Flug umzubuchen, bekam ich entweder widersprüchliche Informationen oder gar Unhöflichkeiten zu hören, oder es war schon gar niemand erreichbar. Versuche, die Angelegenheit über Filialen in aller Welt zu regeln (mein kreativer Einfall: vielleicht ist ja in den USA noch ein Büro besetzt, oder vielleicht findet sich in Kanada eine hilfsbereitere Person) schlugen fehl. Kurz vor Abflug nach Reykjavik dann die Information: alles kein Problem; einfach in Keflavik um 6:00 einchecken, Bestätigung von Air Iceland vorweisen, den 2 Tage späteren Flug nehmen. Die Reiselaune war also vorerst gerettet und der Abend in Reykjavik konnte in vollen Zügen genossen werden.

Dann der Odysse zweiter Akt: beim Einchecken gerate ich an die Auszubildende, die lange an meinem Ticket herumwerkelt und sich erst auf Insistieren meinerseits eine erfahrene Person herbeizieht. Diese will mich zuerst auf einen späteren Flug vertrösten, den ich wohlweislich ablehne, da ich befürchte, in Kopenhagen für allfällige weitere Scherereien keine Zeitreserve mehr zu haben. Auf einen vorgetäuschten Wutausbruch hin gibt sie nach und lässt mich auf den frühen Flug, informiert mich aber darüber, dass sie mein Gepäck nur bis Kopenhagen einchecken könne, obwohl der Weiterflug nach Zürich mit SAS klargehe. Ich müsse nur mein Gepäck in Empfang nehmen und mich gleich wieder beim Transferschalter der SAS melden, dann sei meine Heimreise garantiert.

Der dritte Akt: In Kopenhagen will man bei SAS von meinem Weiterflug nichts wissen. Man stellt fest, dass mein Flug nicht umgebucht wurde. Sie seien aber nicht in der Lage, dies wieder zu ändern; das müsse durch Icelandair selber getan werden. Letztere hat in Kopenhagen keinen Schalter. Auf mein Bitten hin ruft aber der nette junge Herr selber bei Icelandair an und bittet um eine Änderung. Als ich mich nach 30 Minuten wieder bei ihm zeige, geht er ins System und stellt fest: der Flug wurde zwar umgebucht jedoch nicht für zwei Tage später, sondern früher, also kreuzfalsch. Und überhaupt sei SAS gar nicht für die Angelegenheit zuständig, sondern Icelandair (aus mir unverständlichen Gründen, bin ja auch Laie). Auf meinen Anruf hin erklärt sich Icelandair ebenfalls für nicht zuständig und schiebt die Sache zurück auf die SAS. Was für ein Chaos. Schliesslich schickt mich der freundliche Angstellte zum Swiss-Schalter.

Hier kommt es zur Epikrise, die eigentlich nicht mehr Icelandair betrifft, aber vielleicht diejenigen Leser interessieren mag, die bis zu dieser Stelle durchgehalten haben. Die (ebenfalls nette) Angestellte erklärt sich ebenfalls für weder zuständig noch überhaupt in der Lage, etwas zu unternehmen. Ich müsse halt einen neuen Flug kaufen (für ca. 1000 Euro). Auf meinen Gefühlsausbruch mit Weinen und wüsten Beschimpfungen hin lässt sie sich doch noch einen Geheimtipp einfallen und ruft eine graue Eminenz an, die eine Minute später mit dem Kickboard ankommt, einen Anruf tätigt und mich zum Check- in scheucht: sofort einchecken, in 20 Minuten geht mein Flug. So kam ich doch noch nach Hause, musste nichts draufzahlen ausser ein paar kaputten Nerven.

Mein Fazit zu Icelandair: so lange alles gut läuft, alles bestens, der Service an Bord reserviert-freundlich; das Bodenpersonal unfreundlich bis unflätig sowie inkompetent.

Fazit: solange alles gutgeht, alles bestens; wenn es Probleme gibt, dann Gnade Gott!

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