
Neuester Testbericht: ... 23kg bestücken könnte, doch am Flughafen angekommen, belehrte mich die Dame am Check In Schalter eines besseren: 21,5 kg-nicht mehr und auc... mehr
Delta Airlines: Die günstigsten Flüge nach Nordamerika
Delta Airlines

Name des Mitglieds: Carparkescape
Produkt:
Delta Airlines
Datum: 05.11.05
Bewertung:
Vorteile: Sehr günstig, freundliches Personal, pünktlich
Nachteile: Schlechte Unterhaltungsqualität, alte Kabinenausstattung, nerviger Sicherheitscheck
Bisher flog ich zweimal mit Delta Airlines. Nicht nur interkontinental sondern auch regional. Generell bewerte ich die Leistungen als befriedigend.
Im Februar 2005 flog ich zum zweiten Mal mit Delta von Zürich nach Atlanta. Der Check-in Schalter in Zürich ist etwas schwierig zu finden, gilt auch für andere Fluggesellschaften. Im Detail kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Was ich noch weiss ist, dass die Schlange sehr lang war. Ich musste etwa 45 Minuten warten, bis ich an der Reihe war.
Vor dem einchecken wurde jeder Passagier eingehend befragt, ja beinahe verhört, um herauszufinden, ob sein Gepäck möglicherweise verdächtigen Inhalt hat. Die Fragen waren ungefähr so: Wieviele Gepäcksstücke nehmen sie mit? Gehören alle Ihnen? Was ist drin? Wann packten Sie ihre Koffern? Wo waren die Koffern seither gewesen? Nehmen Sie Geschenke mit? Wenn ja, für wen?
Wenn man nicht weiter verdächtigt wird, erhält man einen Kleber auf den Reisepass und darf einckecken. Dann geht es weiter zur Passkontrolle. Die Zollbeamten schauen kurz den Pass und das Ticket an und man darf passieren. Nachher wird einem wie immer das Handgepäck durchleuchtet und man muss den Metalldetektor passieren. Für Flüge nach Nordamerika werden sogar die Schuhe durchleuchtet.
Später vor dem betreten des Flugzeuges, werden zuerst die Passagiere der ersten Klasse aufgerufen. Es folgt kurz darauf die Business-Klasse, dann die erste und zuletzt die zweite Hälfte der Economy-Klasse. Zwei Dinge kritisiere ich hier:
Erstens: Das Flugzeug sollte in umgekehrter reihenfolge betreten werden. Die hintersten Passagiere zuerst.
Zweitens: Den Passagieren mehr Zeit geben. Im Flugzeug steht man immer noch Schlange.
Die Plätze sind eng und die Kabinenausstattung sah alt aus. Billig eben. Der Flug verlief planmässig. Sobald die Reiseflughöhe erreicht worden war, begann die Kabinenbesatzung mit der Austeilung von Snacks und Getränken. Alkoholische Getränke müssen bezahlt werden.
Mit erreichen der Reiseflughöhe erlischt auch die Anschnallpflicht. Nervig war daran, dass erst ein lautes akustisches Signal erklang, dann die "maître de cabine" mündlich per Durchsage auch noch darauf hinwies, die Anschallpflicht sei aufgehoben, sie (Delta) aber aus Sicherheitsgründen empfiehlt, weiterhin angeschnallt zu bleiben. Kurz darauf gab auch noch der Kapitän das Gleiche zum zweiten mal bekannt. Zuerst in Englisch und dann noch in fürchterlichem und unvollständigen Deutsch und Französisch.
Ein kleines Highlight war das Essen. Man durfte zwischen Rindfleisch oder Geflügel wählen. Meine Empfehlung ist Geflügel, weil zarter. Das Essen war lecker, aber leider zu wenig. Wer Hunger hat, wird garantiert nicht satt.
Um den Flug etwas kurzweiliger zu gestalten, hat jede Fluggesellschaft ein Unterhaltungsprogramm. Verschiedene Musikkanäle und einen Film. Bei Delta ist beides von schlechter Qualität. Die Fernseher flimmern stark, die Bildqualität ist farbstichig und miserabel. Ein stark abgenutztes VHS-Band eben. Wer trotzdem hinschaut, bekommt garantiert Augenbrennen und/oder Kopfschmerzen.
Während dem Flug verteilte das Kabinenpersonal immer wieder kühles Wasser. Sehr gut, denn auf den Flügen ist die Luft immer sehr trocken. Auch ist es etwas kühl, besonders, weil man sich in den engen Sitzplätzen kaum bewegen kann. Wenigstens hat es auf jedem Sitzplatz eine Decke und ein kleines Kissen.
Kurz vor dem Landeanflug wurde das Frühstück serviert. Ein kleines Brötchen, gesalzene Butter, Konfitüre, O-Saft und Cornflakes. Zum trinken gibt es Kaffee, Schwarztee oder kalte Milch.
Am Flughafen in Atlanta war alles sehr gut signalisiert. Auch im Flugzeug wurde ein Video gezeigt, wohin man gehen muss. Wer es nicht schon im Flugzeug getan hatte, musste jetzt noch die Einreiseformulare ausfüllen. Ein paar der Fragen waren amerikanisch typisch doof. Oder würdest du die Frage, ob du terroristische Anschläge planst, mit "ja" beantworten?
Ziemlich lange musste ich warten, bis ich endlich bei der Einreisekontrolle an die Reihe kam. Der Beamte stellte mir Fragen, wohin ich reise, wo ich mich aufhalte und wie lange mein Aufenthalt dauert. Zusätzlich musste jeder einen Figerabdruck geben und ein Bildchen von sich machen lassen. Für die ganze Prozedur nahm sich der Beamte viel Zeit. Typisch Südstaatler.
Für den Weiterflug musste ich erst mein aufgegebenes Gepäck suchen, den Zoll passieren und es dann wieder aufgeben. Dabei hatte ich Mühe. Es war für mich nicht verständlich, wo ich hingehen musste. Also fragte ich einen Aufseher. Der wies mich an einen bestimmten Ort. Während ich in der Schlange wartete, kam ein anderer Aufseher auf mich zu. Er sah wohl meinen Schweizer Pass (der ist rot und fällt auf). Er fragte mich wo ich hinfliege, und ob ich deklarationspflichtigen Artikel dabei hätte. Ich hatte vakuum verpackten Käse dabei. Er wies mich dann einer anderen Schlange zu. Wo ich nun wirklich hin musste, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Aber ich kam ans Ziel. Das erneute einchecken des Koffers nach dem Zoll, war aber kein Problem.
Auf meinen Anschlussflug nach Valdosta musste ich noch etwa zwei Stunden warten. Wer Hunger hat, kann zwischen allerlei Fastfood Restaurants wählen. Wer etwas zum Lesen haben möchte, kann sich amerikanische Presse und Bücher kaufen. Natürlich fehlen auch Souveniers nicht.
Für Regionalflüge werden natürlich nur kleine Flugzeuge verwendet. Eine niedrige und sehr enge Propellermaschine. Vor dem Abflug gab es wieder Snacks und ein Getränk. Die Propellermaschine machte einen höllischen Lärm und starke Vibrationen. Zum Glück dauerte der Flug von Atlanta nach Valdosta nur knapp eine Stunde. In Valdosta waren keine Kontrollen mehr von nöten.
Die Ganze Reise dauerte etwa 16 Stunden (exklusive Anreise an den Flughafen Zürich). Danach war ich sehr hungrig und sehr müde.
Fazit: Wem der Preis das Wichtigste ist, ist mit Delta gut bedient. Mehr Komfort u. Luxus haben ihren Preis

