Augsburg Airways
Mit Schwaben von Hessen nach Franken fliegen - Augsburg Airways Fluglinien

Neuester Testbericht: ... 8-300 und DASH 8-400. Ich flog sowohl hin als auch zurück mit einer DASH 8-300 mit 50 Sitzplätzen. Naturgemäß sind die kleinen Regionalfl... mehr

Mit Schwaben von Hessen nach Franken fliegen
Augsburg Airways

squarerigger

Name des Mitglieds: squarerigger

Produkt:

Augsburg Airways

Datum: 18.10.03, geändert am 19.10.03 (1512 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Guter Service, einwandfreie Flugzeuge

Nachteile: Hohe Geräuschbelästigung durch Turboprop

Neulich hatte ich einen geschäftlichen Termin in Hof, in der nordöstlichsten Ecke Bayerns oder vielmehr Frankens gelegen. Eine Anreise per Zug hätte von Karlsruhe aus ca. 5 ½ Stunden gedauert und hätte mich von Karlsruhe über Frankfurt und Würzburg nach Hof geführt; ab Würzburg hätte ich mit einem Bummelzug fahren müssen. Darauf hatte ich nun wirklich keinen Bock.

Aber dann kam bei den Kollegen die Idee auf, daß wir ja fliegen könnten. Und tatsächlich gab es am betreffenden Tag Verbindungen, die für uns passend waren; da Hof einen kleinen Flughafen hat (ein Bericht hierzu folgt noch), konnten wir von Frankfurt aus direkt dorthin fliegen.

Gebucht wurde der Flug bei Lufthansa, d.h. er hatte eine LH-Flugnummer. Auf der Buchungsbestätigung stand jedoch folgendes: Operated by Augsburg Airways.

Augsburg Airways ist zusammen mit anderen Fluggesellschaften Mitglied von "Team Lufthansa" bzw. seit 16.10.2003 "Lufthansa Regional". Im "Team Lufthansa" bzw. in "Lufthansa Regional" sind kleinere Regionalairlines zusammengefasst, die für Lufthansa Regionalflüge, meistens zu kleineren Regionalflughäfen, durchführen.

Augsburg Airways, gegründet 1986, ist seit 1996 Mitglied im "Team Lufthansa" bzw bei "Lufthansa Regional". Ausgehend von den Stützpunkten Augsburg und München werden Ziel in Deutschland, Großbritannien, Belgien, den Niederlanden, Frankreich, der Schweiz, Italien, Ungarn und Tschechien angeflogen. Eingesetzt werden hier 12 Maschinen des britisch-kanadischen Flugzeugbauers De Havilland: In der Flotte findet man DASH 8-300 und DASH 8-400. Ich flog sowohl hin als auch zurück mit einer DASH 8-300 mit 50 Sitzplätzen.

Naturgemäß sind die kleinen Regionalflugzeuge, wie sie Augsburg Airways einsetzt, relativ eng. Dennoch ist der Komfort in den Kabinen durchaus akzeptabel. Die Sitze sind ausreichend breit, der Sitzabstand ist vollkommen okay. Beim Sitzkomfort ist der einzige U
nterschied zu den großen Maschinen der Lufthansa eigentlich nur, daß man die Rückenlehne nicht verstellen kann. Auch der Stauraum in den Fächern in der Kabine ist absolut ausreichend. Allerdings ist es in den Kabinen der DASHs doch recht laut, da es sich hierbei um Propeller- bzw. präziser um Turboprop-Maschinen handelt; die DASHs sind noch dazu Hochdecker, so daß die Propeller bzw. Motoren direkt vor dem Kabinenfenster dröhnen. Da kriegt man schon ein bißchen mehr Lärm als in einem modernen Düsenjet ab. Aber gut, wenn die Maschine nicht voll ist, dann kann man sich ja einen Platz weit weg von den Tragflächen suchen.

Stichwort "nicht voll": Sowohl auf dem Hinflug von Frankfurt nach Hof (12 Passagiere) als auch auf dem Rückflug von Hof nach Frankfurt (20 Passagiere) konnte man sich im Flieger so richtig breit machen, also locker mal zwei Sitze für sich beanspruchen und so z.B. die Zeitung ausbreiten. Ich frage mich allerdings ernsthaft, wie sich eine solche Strecke wie Frankfurt-Hof mit solch geringen Passagierzahlen rechnet.

Kommen wir nun zum Service: auf dem Hinflug gab es einen Getränkeservice, dazu noch "etwas Süßes", also einen kleinen Schokoriegel, eine kleine Tüte Gummibärchen oder auch als salzige Variante eine kleine Tüte Gold-Fischli. Auf dem Rückweg kam zudem noch ein zweiter Getränkeservice, allerdings nur mit Kaffee oder Tee dazu; ich vermute mal, daß der deshalb durchgeführt wurde, weil wir Verspätung hatten. Doch dazu später mehr. Für den Service ist in den DASHs eine einzige Flugbegleiterin verantwortlich, was aber in einem solch kleinen, noch dazu wenig ausgelasteten Flugzeug vollkommen ausreichend ist. Die Stewardess war auch sehr freundlich und nahm sich, was wegen der wenigen Passagiere gut möglich war, auch Zeit für das ein oder andere Schwätzchen mit den Fluggästen.

Die Maschine, mit der ich flog, hatte die Registrierungsnummer D-BDTM. Wer wissen will, wie so eine DASH aussieht, dem sei www.airliners.net empfohlen. Da kann man in der Fotosuche u.a. nach der Registriernummer suchen.

Soweit ich das als Laie beurteilen konnte, machte die Maschine einen guten Eindruck, es waren keinerlei Defekte, etc. festzustellen, so daß ich mich an Bord durchaus sicher fühlte.

Alles in allem kann ich Augsburg Airways vier von fünf möglichen dooyoo-Sternen geben. Die Maschinen sind bequem und nach meinem Dafürhalten sicher, der Service ist okay. Lediglich die hohe Geräuschkulisse durch die Triebwerke der DASHs führen zu einem Stern Abzug.

Erwähnen möchte ich noch, daß ich bei den Flügen mit massiven Verspätungen zu kämpfen hatte. Hierfür möchte ich aber ausdrücklich Augsburg Airways NICHT die Schuld geben. Der Hinflug startete pünktlich um 08.05 in Frankfurt und hätte dann in Hof um 09.00 landen sollen. Das klappte jedoch nicht, da in Hof starker Nebel herrschte und dort keine Instrumentenlandung, sondern nur ein Sichtanflug möglich ist. Also konnte die Maschine nicht runter, sondern mußte Warteschleifen drehen. Vom Piloten kam zuerst mal die Ansage, daß wir nicht landen könnten und entweder zu einem Ausweichflughafen (Erfurt oder Nürnberg) umgeleitet werden würden oder aber zurück nach Frankfurt fliegen müssten. Ich sah in Gedanken schon meinen geschäftlichen Termin platzen. Aber letztlich konnten wir dann doch mit 40 Minuten Verspätung landen und ich kam noch rechtzeitig.

Abends kam die Maschine dann schon mit 40 Minuten Verspätung in Hof an - es war die gleiche Maschine wie morgens, so daß man vermuten kann, daß sich die 40 Minuten Neben-Verspätung einfach den Tag über durchzogen, was bei straffen Flugplänen ja nicht verwunderlich ist. Da bleibt keine Zeit, um die Verspätung aufzuholen. Und als Airline mit 12 Maschinen kann Augsburg Airways dann halt nicht mal eben eine Ersatzmaschine stellen. Aufgrund dieser 40minütigen Verspätung gab es dann keinen Slot für die Landung in Frankfurt, so daß weitere 20 Minuten Warteschleife über Hessen dazukamen. Aber wie gesagt, letztlich war der Nebel die Ursache, und da kann Augsburg Airways nix dafür.

Wer sich tiefergehend über Augsburg Airways informieren will, kann dies im Web unter www.augsburgair

Fazit:

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