Air Malta
Air Malta - hat was von einer Sardinenbüchse - Air Malta Fluglinien

Neuester Testbericht: ... Ich hatte auf Malta allgemein den Eindruck, dass man es mit Kundenservice nicht so hat und die Air Malta gibt da schonmal einen Vorgeschma... mehr

Air Malta - hat was von einer Sardinenbüchse
Air Malta

+kuschelchen1978

Autor-Name: kuschelchen1978

Produkt:

Air Malta

Datum: 30.10.08

Bewertung:

Vorteile: siehe Text

Nachteile: siehe Text

Geflogen sind wir mit der Air Malta, was ja auch nahe liegend ist.

Die Air Malta nahm ihren Flugbetrieb am 1. April 1974 auf, mit Linienflügen nach London, Birmingham, Manchester, Rom, Frankfurt, Paris und Tripolis. Heute fliegt die moderne Flotte der Airline mit 200 Flügen wöchentlich über 50 Ziele in Europa, Nordafrika und dem östlichen Mittelmeerraum an.

Air Malta hat das umfangreichste Flugangebot nach Malta und ist damit nach wie vor erste Wahl für eine Malta-Reise. Zudem ist keine andere Fluggesellschaft, die Malta anfliegt, der Gesellschaft und der Wirtschaft Maltas im selben Maße verpflichtet wie Air Malta.

Ein wenig entsetzt war ich beim Betreten des Flugzeuges aber dann doch über die Enge. Meine letzten Flüge sind schon einige Jahre her, aber so eng hatte ich es nicht in Erinnerung.

Es gab zwei mal drei Sitze, die von einem schmalen Gang voneinander getrennt waren. Man kam nur mit Müh und Not in die Gangreihen und das ging allen so, auch den schlanken Passagieren.

Wir verfrachteten also erstmal die Kleine auf ihren Platz und verstauten dann unser Gepäck, bevor auch wir uns auf unsere Sitze quetschten. Von der Sitzbreite her, sind die Sitze noch in Ordnung, Beinfreiheit gibt es hier aber leider nicht. Wenn man dann noch den Tisch unten hat und der Vordermann vielleicht auch noch den Sitz nach hinten schiebt, ist man echt gefangen. Da geht dann nichts mehr.

Es gab im Flieger keine Bonbons oder ähnliches für den Druckausgleich. Aber, selbst ist die Frau, wir hatten ja alles mit.

Das Personal war sehr freundlich, spricht aber zum größten Teil auch nur englisch, was aber bei einem Maltaflug nicht das Problem sein sollte, da muss man für Malta eh mit englisch gewappnet sein. Die Durchsagen kamen meist auch nur auf Englisch, nur die Standartdurchsagen wurden auf Deutsch wiederholt.

Was mich ein wenig gestört hat, auch der Sicherheitscheck fand nur auf Englisch statt. Hier lief auf den Fernsehern allerdings ein kleiner Videofilm dazu.

Nachdem alles verstaut und jeder seinen Platz gefunden hat, sind wir pünktlich um 9.45 Uhr abgeflogen.

Der Start verlief super, meine Kleine verlor auch recht schnell ihre Ängste. Aus dem Fenster konnte sie allerdings nur schlecht gucken, weil sie einfach zu klein war. Zwar gibt es die Möglichkeit, bestimmte Kindersitze mit in den Flieger zu nehmen. Die unterscheiden sich aber bei jeder Fluggesellschaft und ich denke, es lohnt nicht, sich für jeden Flug einen neuen anzuschaffen.

Auf der Internetseite wurde groß geworben, dass man für die Unterhaltung der Kinder sorgt. Hiervon habe ich leider nichts mitbekommen. Es wurde für Kinder nichts gemacht. Es gab keine Malsachen oder ähnliches - sie wurden einfach gar nicht beachtet.

Nach dem Start ging es auch recht zügig ans Servieren des Essens. Dieses hat sich in den letzten Jahren bei Air Malta nicht wirklich viel verändert. Es ist immer noch nicht besser geworden.

Es gab Reis mit Hünchen und einer süßlichen Soße. Hat wohl nicht jedem geschmeckt, die Schalen wurden auf den Tabletts selten geleert - unsere auch nicht.
Dazu gab es dann ein winziges Brötchen, dass man mit Butter und einer Art Schmelzkäse beschmieren konnte, war auch nicht wirklich gut. Ich hatte hier echt Mühe, dass meine Kleine überhaupt etwas isst. Zum Nachtisch gab es einen matschigen Schokokuchen, der auch schon bessere Zeiten gesehen hatte und zwei kleine Kekse, die nach nichts schmeckten.

Gleichzeitig mit dem Essen wurden Getränke serviert, die man frei wählen konnte. Zahlen mussten wir diese nicht, obwohl es vorher durch die Durchsage so mitgeteilt wurde - wer weiß.

Nach dem Essen ging die Crew noch zweimal mit Tee oder Kaffee durch den Gang. Problematisch war, dass vorher ja auch nicht abgeräumt wird und wir so sehr lange sehr beengt sitzen mussten.

Nachdem wir endlich wieder etwas mehr Platz hatten, nutzte ich mit meiner Tochter die Gelegenheit, noch vor dem großen Ansturm auf Toilette zu gehen. Die Toiletten im Flieger waren so eng, dass ich die Tür auflassen und mich bei geöffneter Tür davor hocken musste, um ihr zu helfen. Alleine hatte sie dann doch Angst da drin, was ich auch verstehen kann. Einladend sah die Kabine nicht aus. Zwar konnte keiner direkt in die Toilettenkabine sehen, unangenehm war das ganze für mich und meine Kleine aber doch, so von anderen Leuten beobachtet zu werden, wie man aufs Klo geht.

Der Flug selber verging sehr schleppend, zumal es keinerlei Ablenkung gab. Auf den Bildschirmen wurde immer wieder nur die Karte mit den Flugdaten angegeben, keine Unterhaltung.

Nach drei endlosen Stunden erreichten wir dann aber pünktlich unser Ziel.

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Beim Rückflug ging es uns nicht viel anders. Wir starteten um 6.00 Uhr alle völlig übermüdet.

Das Frühstück beinhaltete ein eiskaltes Brötchen, Butter warme gebackene Bohnen, eine Art Bratwurst und Rührei. Auch hier gab es einen Kuchen, der aber sehr trocken war.

Auf diese Art von Frühstück hatte wohl niemand nach einer ganzen Woche mehr Appetit. Meine Kleine hat unsere eigenen Kekse gegessen, ihr bekam ich schon im Urlaub diese Art von Frühstück nicht rein.

Dazu gab es einen sehr künstlich schmeckenden Orangensaft, der ebenfalls eiskalt war. Anschließend gab es dann noch Kaffee und Tee.

Das Unterhaltungsprogramm war dieses Mal etwas ansprechender. Es wurde eine Zirkusvorstellung gezeigt und hinterher noch eine Art von "Versteckte Kamera".

Die meisten Leute nutzten den Rückflug allerdings zum Schlafen, die Nacht war ja auch für alle sehr kurz gewesen.

An die Kinder wurde auch an dem Rückflug nicht gedacht, meine Kleine schlief aber die meiste Zeit. Kurz vor München gab es dann noch einmal Getränke.

Ohne große Vorkommnisse landeten wir dann nach drei Stunden wieder pünktlich in Hamburg.

Mein Fazit: Mehr als drei Stunden würde ich in diesem Flieger auch nicht aushalten.

Fazit: Mehr als drei Stunden würde ich in diesem Flieger auch nicht aushalten.

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