

Neuester Testbericht: ... Ich hatte auf Malta allgemein den Eindruck, dass man es mit Kundenservice nicht so hat und die Air Malta gibt da schonmal einen Vorgeschma... mehr
Untat für die Beine
Air Malta

Name des Mitglieds: offerendum79
Produkt:
Air Malta
Datum: 29.03.08
Bewertung:
Vorteile: Preis
Nachteile: Platzangebot
Heute mal ein "Kurzbericht" über meinen Flug mit Air Malta. Ich beschränke mich dabei auf meine Erfahrungen, Geschichte und so was kann man auf der Seite der Gesellschaft (airmalta.com) abrufen.
Entscheidung und Buchung
Wenn man nach Malta möchte wird man unweigerlich über die Angebote der maltesischen Fluggesellschaft stolpern, die sozusagen das Expertenimage hat. Daneben fliegen natürlich noch Air Berlin, Lufthansa usw. Wir wollten von Düsseldorf (oder der Nähe) aus fliegen, hatten uns schon früh festgelegt. Air Malta bot das Ganze für 2 Personen zum Preis von knapp 200 Euro an, der zweitgünstigste Anbieter war Air Berlin mit fast 400 Euro. Dabei gab es jeweils nur Economy-Tickets, die günstigste Business-Klasse lag schon bei fast 1000 Euro. Auf unseren Flügen wurde so etwas erst gar nicht angeboten. Wir buchten den Flug online, die Buchung verlief problemlos, die Seite war übersichtlich. Man konnte alles in deutscher Sprache abwickeln. Tickets gab es wie üblich nicht in Papierform, sondern als E-Ticket.
Hinflug
Der Hinflug ging um 11.10 Uhr von Düsseldorf aus, an besagtem Tag streikte leider das Flughafenpersonal. Dafür kann allerdings Air Malta nichts, so dass der Gesellschaft die einstündige Verspätung nicht anzulasten ist. Bei Check-In wurden wir übrigens nicht nach einem Sitzplatzwusch gefragt, Plätze gab es einfach so. Die E-Tickets funktionierten einwandfrei. Von unseren je 20 KG Freigepäck nutzen wir zusammen rund 36.
Die Maschine parkte nicht direkt am Terminal, so dass wir nicht direkt durchgehen konnten, sondern mit dem Bus gefahren wurden. Auf dem Rollfeld erwartete uns ein Airbus 320-200, größere Maschinen hat die Fluglinie nicht. Laut Wikipedia finden in der Maschine bis zu 180 Personen Platz.
Als wir das Flugzeug betraten schwand meine Begeisterung schon deutlich, denn die Sitze standen doch recht eng zusammen. Immerhin hatten wir noch Glück, da wir zusammen saßen. Einige Ehepaare saßen recht weit auseinander. In meinem Ledersitz (leider schon etwas älter) Platz genommen war ich mal wieder froh, dass ich nicht unter Platzangst leide. Mag der Sitzabstand für kleine Personen noch gehen, war ich doch ordentlich eingeklemmt, Platz bestand kaum. Erschwerend kam noch hinzu, dass der Vordermann gerne mal den Sitz nach hinten drückte, so dass es noch etwas unangenehmer wurde. Durch die Rückwand wird man mein Knie wohl nicht schmerzhaft gespürt haben...
So sitzend begann schon vor dem Abflug mein Referat zum Thema: "Warum ich mich zukünftig weigere Economy und Billigfluglinie zu fliegen", was meine Frau aber gemeiner Weise beendete. Der Start verlief erst einmal OK, die Begrüßung durch den Piloten erfolgte auf Maltesisch und Englisch. Die Sicherheitshinweise vom Band und auf Fernsehen gab es in Englisch und Deutsch. Einmal in der Luft sollte auch bald schon der Service beginnen.
Während des gesamten Fluges (wie auch auf dem Rückflug) ertönte immer wieder das Warnsignal der Bordinformationen, wobei immer nur das Rauchen Verboten Schild leuchtete. Etwas nervig. Nach einiger Zeit kam dann auch unser Mittagessen samt Softdrink (ich wählte 1,25 l Pepsi light). Es handelte sich um Bohnensalat (ungenießbar) mit kaum zu schneidender kalter Hähnchenbrust (das Tier hatte wenigstens ein langes, erfülltes Leben), einem sehr weichen Brötchen samt Butter und einem Stück Kuchen. Wer wollte konnte noch Tee oder Kaffee haben.
In der Luft angekommen gab es für eine Stunde auch Fernsehen. Zum einen liefen Tom & Jerry Sketche, zum anderen Ausschnitte aus der mir bisher unbekannten Seiri Just Joking (eine Art Versteckte Kamera). Danach sah man auf den Bildschirmen die Flugroute und Informationen.
Das Flugpersonal war insgesamt freundlich, wenn auch teilweise etwas ungeduldig. So stand eine Dame mitten im Weg und dachte erst einmal nicht daran, der Stewardess Platz zu machen (nicht nur ihre Leopardenbluse ließ vermuten, dass sie bisher in ihrem Leben wohl keine Probleme mit Hochbegabung hatte). Die Stewardess schob sie daraufhin sehr unsanft zu Seite, das hätte man auch eleganter machen können. Ansonsten bestand das Publikum des Fluges zu gut 90 % aus Rentnern.
Die Landung in Malta verlief nach knapp 3 Stunden Flugzeit problemlos, die 50 Meter bis zum Terminal hätte man fast schneller zu Fuß zurückgelegt, als mit den Bussen. Das Gepäck kam recht schnell, es fehlte nichts (angeblich ist Air Malta eh die Gesellschaft mit den zweitwenigsten Gepäckverlusten).
Rückflug
Der Rückflug ging um 7:25 Uhr von Luqua und wieder gab es beim Check-In nichts zu wählen. Immerhin wurden unsere 40,5 KG Gepäck nicht beanstandet. Dafür stand diesmal ein netter Pauschaltourist neben uns, der mit anderen Rentnern dem scheinbaren und aus früheren Reisen bekannten Lieblingshobby deutscher Touristen nachging: Preisvergleich! Nun gut, nachdem er von Weinprobe, Luxusessen und weiterem erzählt hatte (stets mit Hinweis auf den Preis!), kam auch unsere Stunde zum Boarding. Warum wir diesmal wieder eine halbe Stunde Verspätung hatten ist mir unerklärlich, wirklich viele Flüge gehen von Luqua eigentlich nicht.
Wieder war alles hübsch eng, aber wir saßen zusammen. Als Essen gab es diesmal 2 Brötchen, Käse und Schinken sowie einen Muffin. Zu trinken Orangensaft und zusätzlich Tee oder Kaffee, später einen Softdrink. Das Unterhaltungsprogramm war exakt das Gleiche wie auf dem Hinflug (kreativ!) und auch meine Beine fühlten sich gleich an. In Düsseldorf war das Gepäck schneller auf dem Band als wir aus dem Flugzeug, alles war noch da.
Fazit
Sicher gehört Air Malta nicht zu den Premiumfluggesellschaften, doch habe ich mich insgesamt auf dem Flug zumindest sicher gefühlt. Hinzu kommt natürlich, dass der Preis meist sehr günstig ist und man im Vergleich zu anderen Anbietern eine Menge sparen kann. So kann man Air Malta generell empfehlen, ob es bei anderen Gesellschaften auf dieser Route wirklich besser ist, vermag ich nicht zu sagen.
Fazit: Generell nicht schlecht
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