


Da greift sich der Heilige Paulus auf den Kopf - Sao Paulo besticht mit Komfortlosigkeit und Fadesse
Sao Paulo-Guarulhos International Airport GRU

Name des Mitglieds: celles
Produkt:
Sao Paulo-Guarulhos International Airport GRU
Datum: 21.02.11, geändert am 15.01.12 (140 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Gar keine
Nachteile: Mehr als man hier aufzählen kann
Im Februar 2011 haben wir eine Kreuzfahrt von Santos (Flughafen: Guarulhos, 2 Stunden entfernt) unternommen. So kamen wir erstmals nach Brasilien.
Unsere Ankunft in Guarulhos war ganz OK. Im Februar 2011 landeten wir mit LH um 7:00 morgens. Nach Brasilien muss man ein Einreiseformular ausfüllen, wie es blöder nicht geht. Was da gefragt wird, wie Arbeitgeber usw. machen nicht einmal die Amerikaner. Das Formular ist auch schwer lesbar und voller Fehler in der englischen Übersetzung. Es liest nachher eh niemand durch, daher ist es egal.
Danach muss man durch die Passkontrolle, wo auch kein freundliches Wort entkommt. Bei der Kofferabholung ist uns gleich ein Koffer abhanden gekommen, der vorher noch am Band zu sehen war. Nach 10 Minuten stand er dann plötzlich neben dem Band.
Am Ausgang stehen wie fast überall Leute mit Tafeln, fast mehr als irgendwo sonst. Von Taxifahreren wird man auch laufend angesprochen. Das WC haben wir dann auch mit Mühe gefunden, war etwas versteckt. Die Atmosphäre des Guarulhos ist eine Kreuzung aus Ostblock-U-Bahn und Lagerhalle. Ich habe selten vorher so etwa hässliches gesehen. Wer Hunger hat, kann dort zum Pizza Hut gehen. Nachdem wir auf Terminal 2 ankamen, mussten wir auf Terminal 1, wo unser Transfer zum Schiff nach Santos wartete. Dazwischen steht der Namen des Airports in großen Lettern. Das einzig schöne sind die Palmen davor.
In 10 Minuten ist man spätestens dort. Dabei kommt man an zahllosen Taxis und Bussen vorbei. Wer nach Sao Paulo will, kann den öffentlichen Bus nehmen.
Terminal 1 lernten wir besser auf dem Rückflug kennen. Der sieht genauso grausam aus, wie der erste und verteilt sich auf 3 Ebenen. Oben sind fast nur Reiseversicherungen und Travel Agencies. Unser Koffer wurde leider auf der Reise stark beschädigt, sodass er drohte, auseinander zu brechen. Wir brauchten ein Kofferband. Eines aufzutreiben, schien fast unmöglich.
Zuerst gingen wir in das Geschäft zwischen den Check-ins mit Reisezubehör, die hatten aber nur Schlösser und neue Koffer. Da waren kaum welche unter 150 Euro zu haben. Allgemein kann man sagen, dass die Preise sehr sehr hoch sind und keinesfalls zum shoppen anregen. Leider kann am Flughafen fast niemand verständliches Englisch und das von denen empfohlene Geschäft, ließ sich nicht finden.
Ein neuer Versuch bei der Flughafeninformation führte dazu, dass man mich zu einer Kollegin brachte, die ein paar Brocken Englisch stammeln konnte. Sie lieferte den entscheidenden Hinweis mit dem Geschäft auf der Ankunftsebene, wo sich dann doch noch ein Kofferband fand. Leider kann ich nur bescheidenes Portugiesisch, denn die Angestellten können rein gar nichts. Wir haben ein Band um 15 Euro genommen. Auch kein Schnäppchen ebenso wenig wie die Postkarten um 1,5 Euro / Stück.
Gastronomie:
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Viel gab es nicht. Wer Hunger hat kann eines der wenigen lokalen Cafés oder Pizza Hut, sowie Mc Donalds aufsuchen.
Einchecken:
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Wir flogen erstmals mit der TAM. Keine schlechte Entscheidung. Man kann dort Stunden vor dem Abflug einchecken, da immer ALLE FLÜGE steht. Bekamen auch gute Sitzplätze.
Bei den Gates:
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Bis man dorthin kommt, wird man mehrmals umgeleitet, obwohl oben die passenden Gates stehen. Paskontrolle unfreundlich und ewig zäh. Selbst die KLM Crew musste Geduld zeigen. Danach wird es noch schlimmer. Man fühlt sich auf einen Wald-und Wiesenflughafen versetzt und das in der größten Stadt Südamerikas.
Eine Business Lounge suchten wir vergebens. Dafür ein Duty Free mit unverschämten Preisen und Ramsch-Sortiment. Der erste war überhaupt lieblos sortiert, der zweite besser, aber ebenso stinksauer.
Hier Auszüge aus dem SONDERANGEBOT:
Tafel Schweizer Schokolade: 8 US-Dollar
M&M: 10 US-Dollar
Süßigkeiten vom Amazonas, 180 g rund 50 US-Dollar
Dann gab es noch DO BRASIL (aus Brasilien)
Die Preise waren fast auch unglaublich unverdaubar.
Kaum Aufrufe, wenn dann nur für den Last Call, am besten schauen, wo was los geht. Viele Flüge gibt es eh nicht. Dann rennen die Angestellte herum und versuchen, verlorene Schafe händisch einzusammeln. Südamerika PUR. Auch vor dem Betreten des Flugzeugs wird der Pass noch 2xangesehen und kommentiert.
FAZIT: Finde den Flughafen einfach nur grässlich
Fazit: Warum muss man hier mindestens einen Stern vergeben ?
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