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das Tal der Tränen
Quito-Mariscal Sucre Airport UIO

Name des Mitglieds: kroeberle
Produkt:
Quito-Mariscal Sucre Airport UIO
Datum: 26.06.01, geändert am 26.06.01 (255 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: übersichtlich, gut zu erreichen
Nachteile: innen etwas düster
Diesen Namen habe ich dem Quitoer Flughafen gegeben, weil ich noch nie auf einem Flughafen so viele Leute gleichzeitig habe weinen sehen. Die Ursache liegt darin, dass sich hier ganze Familien versammeln, um ein Mitglied, meist Männer im arbeitsfähigen Alter, um sie nach Europa oder in die USA zu verabschieden. Oft wurde von allen das Geld zusammengespart, um die Reise zu finanzieren, in der Hoffnung, dass damit der eigene Wohlstand etwas wächst. Bei diesen Familien handelt es sich meist um Indigenos, die eigentlichen indianischen Ureinwohner, die aber in Ecuador leider immer noch die unterste soziale Schicht darstellen.
Aber nun zum Flughafen.
Er liegt mitten in Quito,im wohlhabenderen nördlichen Teil der Stadt und ist damit mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen, zum wirklich günstigen Preis von ca. 20 Pf,je nachdem , woher man kommt. Da man aber in Quito selten mehr als 2 $ für eine Taxifahrt bezahlt, ist auch diese Variante sehr günstig.
Ebenfalls positiv ist, dass der nationale und der internationale Flughafen gleich nebeneinánderliegen, ihre Eingänge sind keine 100m voneinander entfernt, so dass ein
Anschlussflug z.B. nach Galapagos unproblematisch ist, was Zeitfaktor und
Gepäcktransport betrifft.
Der internationale Flughafen, über den ich mich hier äußere hat, wenn auch nicht sehr modern, alles, was man braucht.
Im Außenbereich bzw. außerhalb des Transitraumes gibt es mehrere Imbissstände, von fast food über einheimische Küche , die auch von fliegenden Händlern (Indigenos)angeboten wird.Das ist sehr preiswert und lecker.
Die Abfertigungshalle ist einstöckig und beherbergt die Fluggesellschaften Iberia,KLM und Avianca (Kolumbien) mit sehr großen Schaltern, andere Fluggesellschaften, auch Lufthansa, sind mit kleineren Filialen vertreten. Die Bedienung nach Flugaufruf geht sehr freundlich und zügig vonstatten. Man sollte , wenn man über Kolumbien fliegt, sein Gepäck verschweißen lassen, um " nette Mitbrings
el "der Drogenmafia zu vermeiden. Das kostet 3$ pro Gepäckstück und schützt vielleicht auch vor unerwünschtem Griff in unverschlossene Gepäckstücke.
Die Zoll- und Passkontrollen gehen sehr gründlich und gewissenhaft vonstatten, aber nicht unfreundlich und unhöflich.
Insgesamt hat die Flughafenhalle außerhalb der Transitbereiches den Charme einer Bahnhofshalle und ist auch nicht sehr hell und freundlich. Sein letztes Geld kann man dann auch noch an einigen Kiosken loswerden.
Der Transitraum ist freundlicher, heller und
ziemlich bequem ausgestattet, was für längere Wartezeiten schon wichtig ist. Auch hier gibt es duty free shops und auch Läden mit landestypischen Souveniers, von denen man aber die Finger lässt, wenn man das Land bereist hat, da sie hier um ein Vielfaches teurer sind.
Das Personal nimmt auch hier seine Aufgabe sehr ernst, und Bordkarten,Leute und alles, was wichtig ist, wird immer wieder nachgezählt, damit auch alles stimmt. Man kann auch noch in einem Restaurant etwas trinken oder essen, aber die Preise sind wie auf allen Flughäfen ziemlich gepfeffert. Außerdem werde ich nie begreifen, warum Ecuador als führendes Kaffeeanbauland so einen miesen Kaffee serviert.
Eine Wechselstube hat der Flughafen auch, die man aber meiden sollte, denn eine Angestellte bedient die beiden Schalter gleichzeitig. Der eine ist von der Ankunftshalle aus zu erreichen, der andere von der Straße .Außerdem wird in den meisten Wechselstuben und Banken nur bis Mittag Geld getauscht, warum? das habe ich nie herausbekommen. Aber da in Ecuador der US$ das offizielle Zahlungsmittel ist, kann man sich ja vorher eindecken.
Ein Postamt liegt vor dem Eingang des Flughafens, mehr ein Guckfenster mit einer Frau dahinter, wo man die selten in Quito erhältlichen Briefmarken kaufen kann.
Empfehlenswert ist es , wie fast überall, den Abflug ca.2-3 Tage vorher bestätigen zu lassen. das tut man am besten persönlich im Flughafengebäude gleich neben den Hau
pteingang der Eingangshalle im Büro seiner Fluggesellschaft. Man bekommt dann einen Beleg mit, denn die Flüge sind meist überbucht.
Der Quitoer Flughafen ist nicht ganz ungefährlich. Das liegt an der Lage der Stadt, in 2800 m Höhe mitten in den Anden, und die umgebenden Berge sind so um die 5000 m hoch. Der Flughafen darf nur von Piloten mit besonderer Lizenz angeflogen werden, denn davor und dahinter ragen steil und bedrohlich ziemlich hohe Berge auf, was natürlich auch einen herrlichen Blick bei An- und Abflug bedeutet.
Von außen kann man den Flughafen fast vollständig umwandern, er ist nur durch einen Maschendrahtzaun von der Straße abgeschirmt, und die Flugzeige donnern fast greifbar über einen hinweg,ich find das toll. Luftfahrtfreaks kommen hier voll auf ihre Kosten.
Auf Grund dieser Lage und um die Sicherheit zu gewährleisten, wird bei Nebel sofort der Flugbetrieb unterbrochen oder eingestellt, so dass man mitunter mit Verspätung rechnen muss. Da sind dann wieder die weichen Sessel im Transitraum von Nutzen.
Ich mag den Flughafen von Quito, auch wenn er von internationalem weit entfernt ist. Aber man fühlt sich einfach sicher und gut betreut.Und das zählt.
Fazit:
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