Polar S210
drück den roten Knopf, der Countdown läuft! - Polar S210 Fitness

Produkttyp: Polar Fitnessprodukte

Neuester Testbericht: ... zum Starten der Pulsmessung. Das Display ist vierzeilig und kann grünblau beleuchtet werden. (Polar NightVision) 2. Funktionen Wird die... mehr

drück den roten Knopf, der Countdown läuft!
Polar S210

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Produkt:

Polar S210

Datum: 12.04.04, geändert am 10.09.04 (2612 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: kann fast alles

Nachteile: hoher Preis

*Die Vorgeschichte*
Seit gut anderthalb Jahren bin ich im Besitze des Pulsmessgerätes M 52 von Polar, da mir die Trainings- und Einstellmöglichkeiten nicht ausreichten kaufte ich im vergangenen Dezember ein weiteren Pulsmesser das Modell S 210 ebenfalls von Polar. Bevor es zu Funktionen und Erfahrung geht sind, wie üblich, noch ein paar allgemeine Informationen an der Reihe:

*Der Hersteller*
Polar Electro GmbH Deutschland
Hessenring 2
64572 Büttelborn
Tel.: 06152 / 92 36 – 0
Mail: info@polar-deutschland.de
http://www.polar-deutschland.de

*Der Lieferumfang*
Der Pulsmesser wird, wie bei Polar üblich, in einer schwarzen Kunststofftasche geliefert. In dieser befinden sich die Pulsuhr, der Brustgurt (Sender) mit einem elastischen Band, die Gebrauchsanweisung, Garantiekarte und ein Registrierungsformular. Diese dient der Registrierung der Pulsuhr bei Polar, die Karte sollte ausgefüllt und in einem beiliegenden Umschlag eingeschickt werden.

*Der Preis*
Die Polar S 210 kostet zurzeit ungefähr 179,- EUR im Handel, selbst bei Ebay ist sie in der Regel nicht für unter 150,- EUR zu bekommen. Schon ein stattlicher Preis :-(

*Der Brustgurt (Sender)*
Damit die Uhr den Puls anzeigen kann ist das anlegen eines Brustgurtes notwendig. Dieser besteht aus schwarzem Kunststoff und wird mit einem elastischen und in der Länge verstellbaren Textilband „angezogen“. Über eingebaute Elektroden wird der Puls gemessen und an die Uhr zur Anzeige gefunkt. Um diese Übertragung zu gewährleisten ist in den Brustgurt zusätzlich zu den Elektroden noch ein Batterie eingebaut und hierbei liegt auch schon einer der Minuspunkte: Um die Batterie zu wechseln muss der Sender zu Polar geschickt werden und hierfür werden dann 49,95 EUR fällig. Allerdings soll die eingebaute Batterie ungefähr 2.500 Stunden halten, was bei einer Stunde Training pro Tag immerhin über sechs Jahre bedeuten würde. Wenn´s stimmt geht wohl eher die Uhr kaputt…
Die Übertragung vom Sender zur Uhr ist codiert, dadurch kann es nicht zu Störungen oder Überschneidungen mit anderen Pulsmessern kommen (besonders im Fitnessstudio ist dies wichtig)

*Die Uhr*
zur besseren Übersicht habe ich diesen Punkt noch einmal wie folgt gegliedert:
1. Design
2. Funktionen
3. Einstellmöglichkeiten
4. Menuführung in der Uhr
5. Benutzung während des Trainings


1. Design
Die Uhr ist an der Oberseite anthrazit mit hellgelben Linien Die Seiten sind schwarz mit je zwei schwarzen Knöpfen pro Seite. Die Unterseite der Uhr hat eine silbergraue Metallabdeckung mit gravierter Modellbezeichnung, Registrierungsnummer und Herstellerangabe, ebenso den Bundesadler mit dem Zulassungszeichen des Bundesamtes für Post und Telekommunikation.
Das Display ist perlmutfarbend eingerahmt, mittig darunter ist der rote Startknopf zum Starten der Pulsmessung. Das Display ist vierzeilig und kann grünblau beleuchtet werden. (Polar NightVision)

2. Funktionen
Wird die Uhr nicht zur Pulsmessung benutzt zeigt sie den Wochentag mit Datum und die Uhrzeit an, kann somit auch als normale Armbanduhr getragen werden. Aber nun zu den eigentlichen Funktionen:
Vornehmlich dient das gute Stück ja der Messung und Kontrolle der Herzfrequenz, dieser wird in der dritten Zeile des Displays angezeigt. Nach Beendigung des Trainings lassen sich der durchschnittliche und der maximale Puls der Trainingseinheit bzw. jeder Runde anzeigen, dazu komme ich aber gleich.
Auf Grundlage der gemessenen Herzfrequenz ermittelt die Uhr außerdem den Wert der verbrauchten Kalorien, gibt allerdings im Gegensatz zu den Modellen der M-Serie nicht den prozentualen Anteil der Fettkalorien an.
Mittels des Fitnesstestes kann ein Wert ermittelt werden, der der maximalen Sauerstoffaufnahmekapazität (VO2max) des Blutes entsprechen soll, hier gilt je höher desto fiter :-) Dieser funktioniert ganz einfach, man sucht sich ein ruhiges Plätzchen legt sich ungefähr fünf Minuten hin, darf nicht reden oder fernsehen und schon ist fertig.
Außerdem kann man sich ein Intervalltraining auf der Grundlage der gewünschten Herzfrequenzen programmieren.
Des Weiteren lassen sich während des Trainings bis zu 99 Runden abstoppen, die mit den zugehörigen Werten Rundenzeit, maximale und durchschnittliche Herzfrequenz abgespeichert werden.

3. Einstellmöglichkeiten
Um mit der Uhr trainieren zu können muss man ihr erst mal ein paar persönliche Daten wie Gewicht, Größe, Geburtsdatum, Geschlecht verraten. Zusätzlich kann man noch eine maximale Herzfrequenz und den VO2max-Wert eingeben, den kann man allerdings auch über den Fitnesstest ermitteln lassen und dann berechnet die Uhr aus diesem Wert und dem Alter eine persönliche maximale Herzfrequenz. Es lässt sich außerdem noch einstellen ob die Uhr den Kalorienverbrauch anzeigen soll und ob sie „piepen“ soll, wenn man einen Puls höher des Maximalpulses erreicht. Für das Intervalltraining stehen fünf Speicherplätze zur Verfügung die persönlich eingestellt werden können, möchte man das nicht, startet die Uhr automatisch die Pulsmessung im „BasicUse“, zeichnet also Herzfrequenz, Kalorien, Trainingszeit auf.

4. Menuführung in der Uhr
Über die beiden linken Tasten an der Uhr lässt sich das Menu nach oben und unten durchschalten, Damit erreicht man die Menupunkte Fitnesstest mit dem Datum und dem gemessenen VO2max-Wert des letzten Tests; Optionen mit den persönlichen Einstellmöglichkeiten und Datei mit den Aufzeichnungen der letzten Trainingseinheit. Dies beinhaltet Datum, Uhrzeit und Dauer des letzten Trainings, maximale und durchschnittliche Herzfrequenz, Rundenzeiten, Kalorienverbrauch, außerdem Gesamtzeit und Gesamtkalorienverbrauch aller aufgezeichneten Trainingseinheiten. Zusätzlich zu dieser ausführlichen Datei können noch die letzten fünf Trainingseinheiten verkürzt, d.h. mit Datum, Uhrzeit, Dauer, maximaler und durchschnittlicher Herzfrequenz abgerufen werden.

5. Benutzung während des Trainings
Die Rundenzeiten lassen sich während des Trainings durch drücken der roten Starttaste abspeichern, dies wird aber auch im Display direkt über der Taste mit eine Pfeil nach unten und der Beschriftung „LAP“ angezeigt.
Die angezeigten Daten können während des Trainings wie folgt gewechselt werden: In der ersten Zeile kann durch drücken der linken oberen Taste zwischen den Anzeigen der Uhrzeit, der Stoppuhr (Dauer des Trainings), der Rundenzeit oder des Kalorienverbrauchs gewechselt werden. Die mittlere Zeile wird durch drücken der linken unteren Taste geändert und kann die aktuelle Uhrzeit, die Dauer des Trainings (Stoppuhr) und die Rundenzeit anzeigen. Durch gedrückt halten der linke unteren Taste kann in der dritten Displayzeile die aktuelle Herzfrequenz, oder der Prozentsatz dieser Herzfrequenz von der maximalen Herzfrequenz angezeigt werden.

*Der Service*
Der Service von Polar scheint gut zu funktionieren, in meinem Fall lag meiner Uhr eine spanische Bedienungsanleitung bei, ich rief kurz bei Polar an und hatte am nächsten Tag eine deutsche im Briefkasten.

*Fazit*
Um es vorweg zu nehmen, die Uhr ist ihr Geld schon wert. Für jemanden, der allerdings nur seine Herzfrequenz während des Trainings überprüfen will, oder der mittels Herzfrequenztraining abnehmen möchte ist diese Uhr mit Sicherheit zu teuer und weist Funktionen auf, die zu diesem Zweck nicht benötigt werden. In diesen Fällen lassen sich günstigere Exemplare (auch bei Polar) finden. Für jemanden der ein bisschen Leistungsorientiert trainieren möchten ist dies Uhr vollkommen ausreichend, es gibt bei Polar Uhren, die kaum mehr Funktionen aufweisen, aber dafür unverhältnismäßig teuerer sind. Ich kann die Polar S 210 nur empfehlen, da ich seit Dezember keine negativen Erfahrungen gemacht habe. Die codierte Übertragung funktioniert einwandfrei, auch wenn neben einem im Fitnessstudio andere mit Puls trainieren. Datenverluste hab ich noch nicht gehabt und es ist mir auch nicht bekannt, das andere Polarbesitzer so etwas erlebt haben. Die Uhr lässt sich durchaus auch mal als normale Armbanduhr tragen, sie ist allerdings schon recht groß und damit vielleicht für Frauen weniger gut geeignet. Das Display ist leider aus Plastik und ich befürchte es könnte schnell verkratzen, sollte dies passieren werde ich es hier nachtragen, bisher ist allerdings alle in Ordnung.
Schade finde ich, das die Polar S 210 im Gegensatz zu meiner anderen Uhr (Polar M 52) keine Fettkalorien angibt und sich Herzfrequenzober- und untergrenzen nur für den Intervallmodus einstellen lassen. Ansonsten bin ich mit der S 210 sehr zufrieden und hoffe auch, dass dies so bleibt. Sonst werde ich es Euch wissen lassen.

Abschließend möchte ich mich für Lesungen, Bewertungen und Kritik bedanken. Ich weiß dieser Bericht ist etwas länger geworden, aber Ihr könnt sicher sein: Ich hab noch länger gebraucht ihn zu schreiben, als Ihr ihn zu lesen :-)

© aqui (05.03.2004)

Fazit: