Polar RS800 G3
Die Spitze von Polar - Polar RS800 G3 Fitness

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Produkttyp: Polar Fitnessprodukte

Neuester Testbericht: ... Die 2 Wochen Wartezeit bis das Ding durch den Zoll ist, konnte ich warten. So jetzt das Ergebnis: - Wie schon erwähnt die (extr... mehr

Die Spitze von Polar
Polar RS800 G3

jzach

Name des Mitglieds: jzach

Produkt:

Polar RS800 G3

Datum: 22.06.08

Bewertung:

Vorteile: Funktionalität

Nachteile: Bedienung kompliziert, Gerät teuer, kann trotzdem nicht alles

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Inhalt
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* Die kleine persönliche Geschichte - Wie ich dazu kam
* Funktionsweise - Überblick
* Die Gebrauchsanweisungen
* Eigene Gebrauchsanleitung für Einsteiger
* Polar Pro Trainer Software
* Weitere Funktionen der Polaruhr. Own Zone, Own Index und Own Optimizer
* Übersicht aller Funktionen des RS800G3
* Was ich für nutzlos halte
* Fazit

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Die kleine persönliche Geschichte - Wie ich dazu kam
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Polar RS 800 G3 Multisportcomputer mit GPS, das beste vom besten.
Also gerade gut genug für mich?

Endlich einmal hat meine Frau ein Geburtstagsgeschenk für mich gefunden.
Ob ich das wirklich will, ein Pulsmessgerät, fragt sie mich sicherheitshalber vorher.
--- Hm, na ja, weiß nicht. Brauch ich ja eigentlich gar nicht unbedingt.

Dieses Instrument hätte aber auch GPS, damit kann man dann die Höhenmeter ablesen, das hätte ich doch schon immer gewollt.
--- Aha, na ja, nicht schlecht, stimmt. Ich dachte GPS würde automatisch auch eine GPS Ortung bedeuten. Immerhin, in den Bergen wäre so eine GPS Ortung schon sinnvoll, schließlich ist es ja schon ein paarmal vorgekommen, dass ich mich in den Bergen verlaufen habe. Nun gut, also ja.

Das Gerät wäre das neueste auf dem Markt, und absolut das beste, was es gibt, sagt sie.
---- So, so, ja dann, dann ist es ja gerade gut genug für mich.

Ich solle es dann aber auch benutzen, denn schließlich wäre das schon ein ziemlich teures Geschenk.
--- Hmm, macht nichts, sage ich, es wird sein Geld schon wert sein.

Schön und gut, der Geburtstag kommt, das tolle Teil auch, und bei nächster Gelegenheit fange ich an, die Gebrauchsanweisungen zu studieren. Wie sich bald herausstellt, besteht das Gerät aus drei Teilen. Zum einen die Pulsuhr RS800 von Polar, davon hat man ja schon viel gehört. Polar ist der einzige Hersteller mit der sogenannten "Own Zone". Das ist ein Bereich der Herzfrequenz, der individuell für jeden Benutzer erstellt wird, und jeden Tag aktuell und formabhängig angibt, welcher Pulsbereich für ihn derjenige ist, bei dem man den besten Trainingseffekt erzielt. Doch dazu später mehr. Das zweite Teil ist der Pulsgurt Polar WearLink W.I.N.D. (2,4 GHz), den man sich um die Brust schnallt, damit die Herzschläge wahrgenommen werden können. Das ist anscheinend ein besonderer Pulsgurt, denn er ist nicht hart im Brustbereich, so wie die Gurte, die ich kannte, sondern weich und schmiegt sich angenehm dem Körper an. Ja, und der dritte Teil, das ist das GPS Meßgerät G3, das man sich an den Arm binden kann.

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Funktionsweise - Überblick
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Der angelegte Pulsgurt nimmt die Herzschläge wahr und sendet diese an die Polar-Uhr. Die misst in erster Linie den Herzschlag. Und zwar nicht nur die Herzfrequenz, sondern auch die Gleichmäßigkeit der Schläge. Ich weiß zwar nicht warum, aber es scheint eine gewisse Beziehung zu geben zwischen dieser Gleichmäßigkeit und dem Trainingszustand: Wenn man gut trainiert ist, ist der Ruhepuls langsamer als bei Untrainierten, das liegt daran, dass das Herz kräftiger und die Sauerstoffaufnahme effizienter wird. Darüberhinaus steigt aber auch die Unregelmäßigkeit der Herzschläge in Ruhe. Woran das liegt, konnte ich bisher noch nicht herausfinden. Man kann also den Puls messen, während man im Bett liegt, und daraus feststellen, ob man gut oder weniger gut trainiert ist. Sensationell eigentlich, ein Fitnesstest im Schlaf sozusagen! Auf die vielen Funktionen der Polaruhr sei später noch detaillierter eingegangen.

Das GPS Gerät nimmt tatsächlich Satellitensignale auf, und kann aus der Satellitenortung heraus die Geschwindigkeit und die Distanz ermitteln, nicht aber die Meereshöhe, wie ich zunächst irrtümlich angenommen hatte. Beides wird an die Polaruhr gefunkt, und kann dort abgelesen werden.
Was das G3 GPS Gerät jedoch nicht angibt, und hier habe ich mich offenbar nicht gut genug informiert, das ist die momentane Position auf unserer Erdenkugel, so dass ich mich anhand von Kartenmaterial orientieren könnte. Das war ein Irrtum, und hier muss ich mir nun überlegen, ob nicht noch ein zweites GPS Gerät sinnvoll wäre. Denn das wäre doch mein Traum: Eine genaue Wanderkarte, und darauf ein roter Punkt, damit ich endlich einmal sicher sein kann, wo genau ich mich befinde. Besonders in den Bergen wäre das manchmal sehr hilfreich. Man stellt zwar aufgrund von Ausgangspunkt und Richtung gewisse Vermutungen an, aber so ganz sicher bin ich mir nicht immer, und zwar besonders dann, wenn ich auf den kleineren Wegen unterwegs bin, die auf der Karte nicht mehr zu sehen sind.

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Die Gebrauchsanweisungen
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Als analytischer Mensch will ich natürlich alles richtig machen, und lege nicht gleich los mit meinen drei Geräten, sondern studiere die Gebrauchsanleitung. Die sieht ja auch ziemlich dick aus, da kann man schon davon ausgehen, dass das was ich brauche auch drinsteht.
Pustekuchen.
Die Dicke der Anleitung rührt nur von den vielen Sprachen. Im Grunde steht in diesem gedruckten Büchlein auch nichts anderes, als was ich sowieso schon auf der Uhr erkennen kann. Dämlicherweise wird dort auch gar nicht auf meinem G3 GPS Sensor eingegangen, sondern nur auf die Laufsensoren S1 und S3.

Also wie gesagt, was in diesem Büchlein steht, kann ich mir auch selber herleiten:
Dass ich erst einmal meine eigenen Daten eingeben soll (Größe, Gewicht usw.)
Wie ich den Pulsgurt anlege und dass ich die Uhr am Arm tragen soll
Die Menüstruktur (Datei, Eingaben, Test, Übertragung ). Hoppla: Das Heft führt auch noch die Rubriken "Heutiges Trainingsprogramm" und "Trainingsprogramm", die ich gar nicht auf der Uhr habe. Muss ich wohl erst programmieren, aha.
Die Einstellung des Laufsensors, den ich nicht habe.
"Trainingsaufzeichnung": Ich soll die OK Taste drücken, um mit dem Training zu beginnen. Nach einiger Zeit habe ich herausgefunden, dass es nicht nur die vier Knöpfe seitlich am Gerät gibt, sondern dass das große rote Dreieck unterhalb des Displays auch ein Knopf ist, dem ist die Anzeige "Start" zugeordnet ist. Ein Zeichen "OK" suche ich vergeblich.
Vergeblich suche ich auch in dem Heftchen, das sich "Kurzanleitung" nennt, wie es nun weitergeht mit mir und meinem Polar. Hier darf ich einmal zitieren: "Verschiedene Anzeigen und Daten erscheinen im Display. Blättern Sie durch Drücken der UP- oder DOWN- Taste durch die Anzeigen. 4. Beenden Sie die Trainingsaufzeichnungen durch zweimaliges Drücken der STOP Taste." !!!
Na danke, das war ja nun super hilfreich. Da hätten Sie statt der Kurzanleitung gleich einen kleinen roten Zettel reinlegen können: "Sehr geehrter Käufer, herzlichen Glückwunsch zum Kauf des modernsten Trainingsgerätes der Welt. Leider können wir ihnen zur Polaruhr nicht mehr erläutern, als sie selber herausfinden können, wenn Sie geschickt die verschiedenen runden und dreieckigen Knöpfe der Uhr im Wechsel bedienen. Für genauere Details müssen Sie schon die mitgelieferte CD auf ihrem Computer herunterladen und studieren."
Mitgelieferte CD? Aha, schauen wir halt da einmal hinein. Wer Glück hat, der hat gerade einen PC in der Nähe, und kann die CD lesen und installieren. Wer zuerst das Gerät mit in Urlaub oder ins Wochenende genommen hat wie ich, der sitzt nun ein wenig im Dunkeln, bis zum darauffolgenden Wochenende, nachdem er zuhause die CD gelesen hat.
Auf der mitgelieferten CD erfahren wir ein klein wenig mehr. Und nach mehrmaligem Kontaktieren des Polarkundenservice, die mir auch die PDF Datei der G3 Gebrauchsanleitung nachreichten, habe ich nun alles, um mein Wunderinstrument durch und durch zu verstehen.

Daher auch hier endlich meine
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Eigene Gebrauchsanleitung für Einsteiger
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Pulsgurt unter der Brust anlegen, Schrift zeigt nach oben.
Pulsuhr an den Arm legen.
G3 um den Oberarm zurren. (angenehmer, wenn noch Stoff dazwischen ist).

Zuerst den G3 kalibrieren: Im Freien etwa eine Sekunde lang die einzige Taste des G3 drücken, Licht blinkt. Danach blinkt ein rotes Licht, solange, bis der Satellit gefunden ist. Dann blinkt ein grünes Licht. Das zeigt an, dass es funktioniert hat. Danach blinkt gar nichts mehr, man kann also nur davon ausgehen, dass alles okay ist. Solange der G3 Verbindung mit dem Satellit hat (also Sichtkontakt), bleibt das Gerät in Betrieb. Wenn man es wegsteckt, schaltet es sich innerhalb von 10 Minuten aus.

Wer mit dem Fahrrad losziehen möchte, kann eigentlich auf den G3 verzichten. Da tut es ein Tacho im Grunde genauso gut. Zum Wandern, Bergsteigen oder Laufen allerdings ist das G3 Armband schon eher sinnvoll. Nun ja, das Tempo will man eigentlich nur beim Laufen wissen. In den Bergen rechnet man ja viel mehr nach Höhenunterschied, und da braucht man den G3 wie gesagt nicht.

Nun auf der Polaruhr Start drücken, das ist die dreieckige rote Taste, wie wir inzwischen wissen. Die OwnZone wird automatisch ermittelt, dabei sollte der Puls jede Minute etwa um 10 Schläge gesteigert werden. Man beginnt dabei mit einem Puls von unter 100, hält diesen Puls für eine Minute und steigert dann um etwa 10 Schläge. Das ganze dauert 5 Minuten, und ist nichts für ungeduldige Gemüter. Manchmal ist es auch innerhalb von einer Minute vorbei, aber dann hat die Messung nicht richtig funktionert. Man kann auf der Polar Uhr auch viele andere Arten des Trainings vorherbestimmen (etwa Intervalltraining, freies Training oder Basistraining), das habe ich aber noch nicht ausprobiert. Zur OwnZone später noch mehr.

Im weiteren Verlauf des Trainings braucht man gar nichts zu machen. Die Polaruhr mißt die genaue Meereshöhe, allerdings nicht sonderlich zuverlässig genau. Man sollte schon immer wieder mal nachjustieren. Ursprünglich hatte ich gedacht, dass für die Höhenmessung das GPS zuständig ist, das würde ich mir auch als das Ideal vorstellen. Dann wäre sie ja wetterunabhängig und somit sehr exakt anders als bei herkömmlichen Höhenmessern. So aber haben wir hier einen Höhenmesser wie alle anderen auch: Wenn das Wetter sich ändert, und somit der Luftdruck, ändert sich die Höhenangabe, und muss nachgestellt werden. (das geht so: Eingaben, Funktionen, Höhe, Kalibrieren, Höhe eingeben mit den beiden Tasten rechts).

Während des Trainings kann man die unterschiedlichsten Sachen ablesen, nur nicht alle auf einmal: Also entweder Meereshöhe und Puls (das habe ich meistens an) , oder Kalorien und Geschwindigkeit, beides mit Stoppuhr, oder ein paar andere, die für Runden-wettkämpfe gedacht sind, oder aber für Läufer mit Laufsensor, für mich nicht nutzbar.

Am Ende des Trainings drücken wir die Stopptaste. Wir können sofort im Menü unter Datei die Ergebnisse auf der Uhr ablesen: größte und kleinste Meereshöhe, Höhenunterschied, Kalorien, Distanz, Geschwindigkeit (größte, kleinste, Durchschnitt) und natürlich die Herzfrequenz (Minimum, Maximum, Durchschnitt).

Viel mehr kann man natürlich mit der
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Polar Pro Trainer Software
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herausholen. Die lässt sich einfach mit der beigelieferten CD installieren, und ermöglicht uns, die Daten aus der Uhr in Graphik umzusetzen. Die Übertragung geht über Infrarot, mit einer zweiten kleineren CD installierbar, und durch einen Infrarotadapter IRDA nimmt man Verbindung mit der Uhr auf. Auch hier muss man rumprobieren: Die Uhr auf Infrarot Übertragung zu stellen reicht nicht, ist aber nirgends beschrieben. Inzwischen weiß ich:
Zuerst den IRDA in den USB Stick stecken: Er fängt an zu blinken. Dann die Polaruhr mit der Infrarotseite (oben) zum IRDA legen, oder noch viel besser: Den Infrarot stick mit der Hand direkt über die obere Seite der Uhr halten! Dann auf Datei, Übertragen klicken. Anschließend die Polar Pro Trainer Software öffnen, dann auf Werkzeuge, Übertragen klicken. Nun geht, wenn man Glück hat, das Blinken in ein permanentes Leuchten über, der PC meldet auch Übertragung und nach wenigen Sekunden sind die Daten im PC. Das funktioniert bei mir selten beim ersten mal, und ich bedauere, dass es keine Kabelverbindung zur Uhr gibt. Dann muss ich den USB Stick nochmal trennen und wieder zusammenstecken, nochmal auf der Uhr und dann auch Polar Pro Seite Übertragen klicken, dann geht's meistens.

Wer mit Excel umgehen kann, der findet sich auch hier schnell zurecht. Man kann sich mit der Software alle Daten anzeigen lassen, oder auch automatisch Kurven erstellen.
Ich kann inzwischen wunderbare Kurven ausdrucken, bei denen auf einem Ausdruck gleichzeitig das zurückgelegte Höhenprofil, die Herzfrequenz, Geschwindigkeit über die Zeit hinweg aufgezeigt werden, außerdem kann ich Datum, maximale und minimale Herzfrequenz, Dauer, Distanz sowie den Höhenunterschied sehen.

Allzu hohe Erwartungen darf man andererseits auch nicht an die Einstellungsmöglichkeiten haben. Die Kurven und Beschriftungen lassen sich nicht so üppig wie in Excel modifizieren. Sehen aber trotzdem ganz brauchbar aus.

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Weitere Funktionen der Polaruhr. Own Zone, Own Index und Own Optimizer
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Die Own Zone ist das Kernstück und Aushängeschild von Polar. Die OwnZone-Funktion ermittelt die persönliche Trainingszone auf Grundlage der Herzfrequenz-Variabilität. Das ist der variable zeitliche Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Herzschlägen in Millisekunden. Bei gesunden Menschen befindet sich die Herzfrequenz-Variabilität im Ruhezustand auf dem Höchststand. Unter Trainingseinfluss nimmt die Herzfrequenz-Variabilität ab. Die OWN ZONE kann nur unter körperlicher Belastung ermittelt werden. Sie ist abhängig von der körperlichen und psychischen Befindlichkeit und variiert täglich. Deshalb sollte die OwnZone bei jedem Ausdauertrainings neu bestimmt werden. So weit ich das heute verstehe, gibt das mein RS800 eine OwnZone mit mittlerem Niveau an. Das nennt sich dann Own Zone Medium. Bei dieser Intensität wird laut Polar das Herz-Kreislauf-System gezielt verbessert und die Versorgung der Muskulatur optimiert. Die Energie wird auch in dieser Trainingszone aerob aus Fetten und vermehrt aus Kohlenhydraten bereitgestellt.
Einfacher gesagt: Die OwnZone gibt den Pulsbereich an (z.B. 110-140), bei dem man den besten Trainingseffekt erzielt. Das entspricht etwa 60-85 % der maximalen Herzfrequenz. Wenn man beim Trainieren in diesem Pulsbereich bleibt, ist es das beste.
Mein Polar gibt mir eine OwnZone von etwa 110 bis 140 an, das halte ich für erstaunlich niedrig. Kann ich auch irgendwie gar nicht glauben, dass ich bei so niedrigem Puls den besten Trainingseffekt erreichen soll. Gesunde Skepsis, aber wer weiß, vielleicht hat Polar doch Recht, und ich sollte besser bei einem niedrigerem Puls von 140 bleiben. Fühlt sich ja auch irgendwie besser an, oder?
Es gilt die Regel, wenn man eher im unteren Bereich der OwnZone trainiert, wird mehr die Fettverbrennung aktiviert, im mittleren Bereich die Ausdauer und im oberen Bereich (in dem man nur kurze Zeit bleiben kann) die Leistungsfähigkeit im Hinblick auf Wettkämpfe.
Wie man die eigene OwnZone ermittelt, habe ich oben schon erklärt ( eigene Gebrauchsanleitung...).

Der momentane Leistungszustand wird mit dem OWN INDEX dargestellt. Er basiert auf der Messung der Herzfrequenz-Variabilität im Ruhezustand, das heißt also das kann man zuhause im Bett oder auf dem Sofa durchführen. Je höher diese ist, desto besser ist der momentane Ausdauerleistungszustand.
Durchführen kann man diesen Fitnesstest einfach, indem man auf der Polaruhr Test, Fitnesstest, Start einstellt, mit angelegtem Gurt natürlich, und die Anweisungen befolgt. Nach fünf Minuten ist alles vorbei, und man weiß, wie fit man ist (falls man das nicht vorher schon ahnt). Für mich ziemlich enttäuschend, ich dachte ich wäre gut trainiert, und wenn ich einen Fitnesstest in meinem Sport-Studio durchführe, am Ergometer, kommen immer wesentlich bessere Werte heraus als mit der Polaruhr. Woran das liegt, kann ich nicht sagen. Vielleicht schlägt beim Herz anders als bei den meisten. Es gibt ja hier laut Polar viele Einflußfaktoren, daher sollte dieser Fitnesstest möglichst immer zur gleichen Tageszeit und in der gleichen Umgebung durchgeführt werden (am besten immer abends daheim).

Ja, und dann gibt es noch den OWN OPTIMIZER. Der wird so ähnlich wie der Fitnesstest für den Own Index ermittelt, nur man muss dabei auch mal aufstehen. Dieser Own Optimizer ist für Menschen, die regelmäßig trainieren gedacht. Im Grunde wird auch hier die Herzfrequenz und ihre Variabilität gemessen, allerdings im Vergleich zu den Werten der letzten Tests. Auf diese Weise kann man erfahren, in welchem Trainingszustand man sich befindet: Gut erholt, normal, stagniertend, überlastet oder noch so einiges andere. Hab ich jetzt auch schon ausprobiert, an einem harten Trainingstag stellt das mein kleiner Computer tatsächlich auch fest.

Und hier noch eine
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Übersicht aller Funktionen des RS800G3
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Ohne auf die Einzelheiten einzugehen, hier noch einmal alle Funktionen, zum Vergleich mit anderen Systemen:

POLAR-TRAININGSFUNKTIONEN

EKG-genaue Herzfrequenz-Messung
Exercise Set (Speicherung von Trainingsabläufen)
Polar OwnZone®
Polar OwnCal®: Also das ist die Kalorienmessung.
Polar OwnIndex® Fitness Test
Polar RunningIndexTM: Hui, was ist das?
Polar OwnCode® (2,4 GHz): Verhindert Störungen mit anderen Herzfrequenzgeräten. Das kann im Studio mit billigen Geräten richtig nervig sein.
Polar OwnOptimizerTM
Drei Zielzonen mit visuellem oder akustischem Alarm
ZonePointer
HF max (auf Basis des Polar OnwIndex Fitness Test)
HF max (Ermittlung durch Altersformel)
Intervalltrainer
Maximale HF der gesamten Trainingseinheit
Durchschnittliche HF der gesamten Trainingseinheit
Minimale HF der gesamten Trainingseinheit
Durchschnittliche HF je Zwischenzeit
Maximale HF je Zwischenzeit
RLX-Wert: Der Entspannungszustand.
Erholungsmessung (HF / Zeit)
99 Speicherbare Rundenzeiten
Trainingsdatum
Höhen- und Aufstiegsmessung
Alternierende Countdown-Timer
Kompatibel mit dem Polar Running/Cycling Coach Web-Service

LAUF-FUNKTIONEN (nur durch G3 gewährleistet)
Geschwindigkeit und Strecke
Geschwindigkeitsanzeige in min/km (Pace) und km/h
Ziel-Pace
Abweichung von der Ziel-Pace
Ziel-Pace-Alarm
Tageskilometer-Zahler
Trainingseinheiten-Kilometerzähler
Zeit- und Streckenbasierter Intervalltrainer
Speicherung Gesamtstrecke, -energieverbrauch, -trainingszeit


RAD-FUNKTIONEN (ebenfalls mit G3)
Tageskilometerzähler
Gesamtkilometerzähler
Streckenbasierter Intervalltrainer
Streckenbasierte Erholungsmessung
Odometer
Geschwindigkeit (aktuell, durchschnittlich and maximal)
Radhalterung optional
Temperatur und Höhe

GEWICHTS-KONTROLL-FUNKTIONEN
Polar OwnCal®

WETTER-FUNKTIONEN
Höhe mit Verlaufsgrafik Höhe
Kumulierter Auf- und Abstieg
Barometer-Funktionen: KEINE
Kompass-Funktionen: KEINE
Schließlich kann man ja nicht alles haben, da muss man schon auf andere Polargeräte zurückgreifen, wie etwa das AXN 700, mit allen Wetterfunktionen.

COMPUTER-AUSWERTUNG
Datenübertragung vom Armbandemfänger an den Polar Personal Trainer
Kompatibel mit der Polar ProTrainer TM Software
Infrarotübertragung mittels Polar IrDA Interface (Zubehör)
Infrarotübertragung über einen beliebigen IrDA-Port
KEIN SonicLink
KEIN UpLink
Ein kleiner Stecker wäre mir ja ehrlich gesagt lieber, bei der kabellosen Datenübertragung bin ich immer ein wenig skeptisch.

SPEICHERFUNKTIONEN
R-R Aufzeichnung: Datenaufzeichnung im Millisekundenbereich.
99 speicherbare Trainingsdateien
Datum und Uhrzeit der letzten Trainingseinheit
Gesamttrainingszeit
Zeit in der HF-Zielzone
HF-Zielzonen
Durchschnittliche HF des gesamten Trainings
Letzter OwnIndex
Kalorienverbrauch (akt. Training / Gesamt / % Fett) / / -
Trainingsübersicht (die älteste Einheit wird automatisch gelöscht)
Aufzeichnungsintervall (in Sekunden) 1/5/15/60
Anzeige des noch freien Speicherplatzes
Runden-Info
Übersicht der letzten Trainingseinheiten
Strecke Gesamt

BASIS-FUNKTIONEN
Herzfrequenz (Schläge pro Minute)
Herzfrequenz (in % von HFmax)
Herzfrequenz (grafischer Verlauf)
Akustischer und visueller Zielzonen-Alarm
Wasserbeständig bis 50m
Beleuchtung
Exercise Sets (Speicherung von Trainingsabläufen)
Manuell einstellbare HF-Zielzone (% / bpm) /
Automatische Einstellung der HF-Zielzone auf Altersbasis (% / bpm) /
Easy Start (Grundeinstellungen werden bei der ersten Benutzung abgefragt)
Große Anzeige
Benutzerkonfigurierbare Anzeige

UHREN-FUNKTIONEN
Uhrzeit (12/24h) mit Alarm
Zwei Zeitzonen
Datum und Wochentagsanzeige
Stoppuhr
Automatischer Exercise Reminder (visuell)
Exercise Reminder (visuell/akustisch)
Warnanzeige bei niedriger Batteriespannung
Alarm mit Schlummerfunktion
Countdown-Timer
Terminerinnerungsfunktion / Event Timer
Batterie durch den Benutzer austauschbar

SPRACHFUNKTIONEN
Displaytext in Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch

SENDER-BRUSTGURT
Polar WearLink W.I.N.D. (2,4 GHz): Hier ist anzumerken, dass der Gurt nicht unter Wasser funktioniert.


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Was ich für nutzlos halte
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Die Polaruhr bietet auch sogenannte Sportzonen an, die man selbst erstellen kann: Fünf Zonen, die unterschiedlichen Pulsbereichen zugeordnet sind. Diese Zonen lassen sich auch auf der Grafik anzeigen, damit kann man noch einmal sehen, wie lange man in welchem Bereich gelegen hat. Eine überflüssige Spielerei, denn wenn man seine Own Zone kennt, und auch mit dem Wort Puls etwas anfangen kann, dann braucht man das nicht. Die Uhr ist ja schon kompliziert genug.

Zum Radfahren ist das G3 Gerät ziemlich überflüssig. Die Satellitenmessung funktioniert ja nur mit einigen Sekunden Verzögerung, das merkt man bei Geschwindigkeits-wechseln. Da ist also ein ganz normaler Tacho genauso gut, und man muss sich nichts an den Arm binden. Ok, ein Tacho zeichnet die Geschwindigkeit nicht auf, sondern nur an, somit ist sie ohne das G3 nicht auf der Graphik abzulesen, doch im Grunde ist das doch nicht notwendig: Höchst- und Durchschnittsgeschwindigkeit ermitteln ja auch die meisten Tachos.

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Fazit
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Die Kombination aus Polaruhr RS800, GPS G3 und Pulsgurt mag tatsächlich das beste und Neueste zu sein, was es zur Zeit auf dem Markt gibt, insbesondere für Multi-Sportler wie mich, der ich das Gerät zum Radfahren, Mountainbiken, Joggen und Bergsteigen benutzen möchte.

Für mich ist das mit zwiespältigen Gefühlen verbunden: Auf der einen Seite ist es eindeutig ein Ansporn, regelmäßig Sport zu betreiben, und die Werte mit den vorigen zu vergleichen, um zu sehen, wie ich mich noch weiter verbessern kann. Das ist eindeutig spannender als einfach nur loszurennen ohne Leistungsmessung.
Auf der anderen Seite bin ich auch enttäuscht. Das GPS Gerät kann ja gar nicht direkt die Höhe messen, von einer Ortung mithilfe von Kartenmaterial ganz zu schweigen. Das ist wohl noch sehr Zukunftsmusik. Auch das Anlegen des GPS Sensors am Arm mithilfe eines Gummibandes ist auch ein wenig gewöhungsbedürftig und direkt auf der Haut etwas unangenehm.
Schwer verbesserungsfähig ist natürlich wie oben beschrieben die Gebrauchsanleitung. Da bin ich ja immer noch am diskutieren mit dem Kundenservice. Der ist allerdings bisher immer sehr detailliert und freundlich gewesen.

Letztenendes lerne ich jeden Tag noch ein bisschen mehr über dieses Gerät. Deshalb bin ich auch dankbar für Ergänzungen und Anregungen, falls irgendetwas in diesem Testbericht nicht ganz korrekt sein sollte.

Außerdem gibt es von Polar inzwischen eine Fülle von Geräten, je nach Anspruch und Bedarf muss jeder für sich das passende herausfinden. Ob es gleich so ein Spitzengerät sein muss, ist somit die Frage. Der Preis für dieses Gerät neu liegt bei etwa 450 Euro, bei ebay kann man ein neues aber "schon" für 350 Euro bekommen.

Fazit: An Polaruhren gewöhnt man sich schnell, dieses Modell ist noch gewöhungsbefürftig.