
Neuester Testbericht: ... um den Vertrag zu kündigen. Die verwiesen uns an unseren "Finanzberater". Seit Wochen versuchen wir bereits bei ... mehr
AWD - eigene Meinung durch Gespräch des Allg. Wirtschaftsdienst oder "AUCH WIR DRÄNGEN"
AWD

Autor-Name: bootle
Produkt:
AWD
Datum: 28.01.12
Bewertung:
Vorteile: Nette Erscheinung des Beraters, Höflichkeit, adrettes Äusseres
Nachteile: Erklärungsmangel bei Konditionen oder Vor- und Nachteile für den Kunden bleiben unvollständig
AWD ein Unternehmen das sich äusserlich als seriös unter Finanzdienstleistern gibt.
Schon die Webseite sieht glaubhaft aus und annehmbar, zumindest für Menschen, die einfach alles glauben.
So sollte das ja auch sein.
AWD ist allerdings mehr als das. AWD beratet gerne Kunden mit Geld, weil viel Geld für AWD rauskommt.
Freunde und ich haben ein Erstgespräch bei AWD führen lassen. Natürlich gaben wir uns als blauäugig aus und unser Interesse für AWD dennoch vorhanden.
Der Berater redet nicht mal im Smalltalk gerne darüber, was er denn früher so tat, also Ausbildung, Studium, etc. Hauptsache der junge Mann arbeitet jetzt bei AWD und sichtlich ist er sehr stolz darauf.
Allerdings war er auch zu freundlich, der Schleim zog sich von der Haustür bis zum Tisch. Soweit so gut.
Man lässt sich alles vorlegen, was es so gibt an Vorsorgen, Lebensversicherung, Sparmodelle, etc.
Natürlich hat der Berater gemerkt, dass wir scharf auf die Sachen von AWD sind.
Erstmal erzählte er von AWD und stellte uns das Unternehmen als sehr loyal und unabhängig vor.
AWD wäre ein großer Berater für die fianziellen Vorteile seiner Kunden. Ein Arbeitgeber, der sehr fair handelt und wo ich als Kunde eine Chance habe, wenn es mit meinem Job nicht mehr klappen täte.
Nach ein paar längeren AWD-Punkten, ging es weiter.
Auf einmal haben uns Fonds interessiert und die Vorsorgelücken, wie Schmidts Katze holte er Stift und Blatt raus um sich Notizen zu machen. Vorstellungen sammeln schadet bekanntlich nie - also Brainstorming betreiben.
Ein paar Ansätze gaben wir ihm für seine Beratertätigkeit. Denn es soll ja ein 50-seitiger Bericht geschrieben werden, der unsere finanzielle Situation und Vorstellungen auf "Private Finanzstrategie" abstimmt.
Nach sieben Tagen hatte der Mann tatsächlich Die 50 Seiten der Strategie dabei.
Natürlich waren wir so schlecht von Verstand und er erklärte uns die Vor- und Nachteile der Produkte mehrmals nacheinander. Ehrlich gesagt, es hörte sich nicht schlecht an, aber die Produkte in Kauf nehmen wäre mit Risiken verbunden. Leider war er erst so ehrlich, als wir mehrmals nachfragten.
Er dazu nüchtern: Ok, die Risiken sind da, aber selbst wenn, diese sind absolut vertretbar, wenn sie die Möglichkeiten des Gewinns sehen...
Nach mehrmaligem Hin und her hat er eine Ausrede gefunden, keine Beratung mit uns zu führen. Er bat um einen neuen Termin. Gut, denn wir mussten uns das sehr genau überdenken!
Mit seinem Auto brauste er dann schnell weg. AWD macht wohl Stressanfällig. Keine Ahnung woher ich auf sowas komme.
Dabei wollten wir ihm einen Gefallen tun und uns die Vor- und Nachteile der Produkte erklären lassen. Schade, unser Interesse war hoch.
Beim nächsten Termin lagen gleich Formulare zum Unterschreiben bereit, wir lasen das sehr langsam, um einen ersten Eindruck über Konditionen zu erlangen.
Da war viel, was man nicht gleich verstand. Nach 3 Minuten wollte er endlich eine Unterschrift, da dachte ich an die Abkürzung AWD - Auch wir drängen...so kann man das ggf. interpretieren.
Wenn ich was unterschreibe, muss ich wissen, was ich unterschreiben möchte. So einfach ist das!
Aber er verwies deutlich angespannt lieber auf das letzte Gespräch und er habe noch andere Kunden im kurzen Zeitfenster zu betreuen. Er wirkte auf mich ungeduldig und nach dem Motto: ist alles halb so wild, das läuft.
Natürlich war er uns sehr unsympatisch geworden, auch als wir uns das Wirtschaftsdeutsch erklären lassen wollten. Er wich immer wieder aus und fing mit neuen allgemeineren Sachverhalten an.
Ich gab ihm alles zurück an Vertragsdokumenten und begründete mit: Mehr Zeit für Kunden ist immer sinnvoll!
Es wurden ihm normale Fragen gestellt zu einzelnen Konditionen, warum, wieso, weshalb? Kündigungsklauseln und Rechte des Kunden kamen so gut wie nicht zur Sprache.
Mehr braucht man nicht dazu zu sagen.
Fazit: Wer Beratung braucht, kann auch zu seinem persönlichen Bankberater gehen.

