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Warnung vor dem Finanzdienstleister AWD ! - AWD Finanzberatung

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Warnung vor dem Finanzdienstleister AWD !
AWD

der_gecko

Name des Mitglieds: der_gecko

Produkt:

AWD

Datum: 12.07.05

Bewertung:

Vorteile: große Produktpalette

Nachteile: Struktorvertrieb, Betrug, Fehlberatung, falsche Versprechungen, Ausbeutung, ...

Ich fing damals bei AWD an, weil ich nach dem Studium in den neuen Bundesländern nicht sofort einen Job fand. Mir wurde damals ein „festes Einkommen“ von 3500 DM versprochen, zuzüglich eine DM pro Einheit die ich schreiben würde. Da man mir ferner mitteilte dass AWD-Mitarbeiter im Schnitt über 1500 Einheiten pro Monat schreiben würden sagte ich spontan meine Mitarbeit zu.
Außerdem wurde mir versprochen dass ich „einen eigenen Laptop“ von der Firma bekäme und einen bestehenden Mandantenstamm übernehmen könne.

Mir wurde wissentlich verschwiegen dass es sich nicht um eine Festanstellung sondern um eine (Schein-?)Selbständigkeit handelt. Dies erfuhr ich erst als ich bereits knapp zwei Monate für AWD gearbeitet und bereits sämtliche Jobangebote seitens des Arbeitsamtes abgelehnt hatte. Ich hatte dann nur noch die Wahl zwischen einer ASS-Stelle (=Arbeit statt Sozialhilfe) oder AWD.

Des weiteren wurde mir verschwiegen, dass es sich nicht um ein festes Einkommen handelt, sondern nur um einen Provisionsvorschuß, der mit meinen Provisionen verrechnet würde und dass ich diese zurückzuzahlen hätte, falls ich zu wenig Umsatz schreibe. Dies erfuhr ich erst, als ich den Handelsvertreter-Vertrag bereits unterschrieben und ein eigenes Gewerbe bereits angemeldet hatte. Dann teilte man mir jedoch mit dass ich im Falle eines Scheiterns nur die halbe Provision zurückzuzahlen hätte. Die andere Hälfte würden mein Teamleiter, der Büroleiter und der Direktor übernehmen. Dies wurde vertraglich vereinbart. Ich ging davon aus, dass sie dies nur tun würden, wenn es für sie ein sicheres Geschäft wäre und dass sie folglich motiviert wären mich erfolgreich zu machen.
Da uns in der AWD-internen Ausbildung (Powerpoint-Präsentationen direkt aus Hannover) immer wieder 1500 bis 3000 Einheiten als Durchschnitt und leicht zu erreichendes Ziel verkauft wurden hatte ich damals auch keine Bedenken ausreichend Umsätze zu machen.

Was mir jedoch auch verschwiegen wurde war, dass kein einziger Mitarbeiter in unserem Büro über 800 Einheiten schrieb (selbst die Mitarbeiter nicht, die einen Kundenstamm von mehreren hundert „besserverdienenden“ Klienten hatten). Damit ist eine Verschuldung die logische Konsequenz und wurde von den „Führungskräften“ wissentlich in Kauf genommen.
In nur 2 Jahren vor und nach mir sind allein in unserem Büro mehrere Dutzend Mitarbeiter mit Schulden von über 10.000 DM von AWD weggegangen während kein Einziger dauerhaft die 1500 Einheiten erreicht hat. Die Quote von Erfolgreichen Mitarbeitern zu dauerhaft Ruinierten Karrieren steht in keiner vertretbaren Relation.

Aber damit noch nicht genug: Mir wurden bis nach der Unterzeichnung des Handelsvertreter- und Linearisierungs-Vertrages auch sämtliche Nebenkosten verschweigen, die bei AWD anfallen: Bürokostenbeteiligung (500 DM/Monat), Telefonkosten, Arbeitsmaterial, Werbekosten, Krankenversicherung (500.- DM/Monat), Fahrtkosten (300.-DM/Monat), Haftpflicht, Lehrgangsgebühren, Prüfungsgebühren, ...
Zu dem mir damals versprochenen Laptop: Dieser wurde nicht wie angenommen von der Firma gestellt, sondern ich musste dafür jeden Monat nochmals 300.- DM bezahlen. Ohne diesen war das Erstellen der Datenerhebungen und die Durchführung der Fortbildungen angeblich nicht möglich.

Des weiteren stellte sich heraus: Der Versprochene Mandantenstamm bestand aus mehreren hundert Karteilichen, mit denen ich keinen einzigen Umsatz machte – und für Bestandskunden gibt es bei AWD keine Provision. Auch die Folgeprovision für von mir vermittelte Verträge streicht AWD selbst ein.

Bis mir dieses System ausreichend bewusst war, um die Unmöglichkeit eines Erfolges zu erkennen und dann aus allen Verträgen auszusteigen, war mir bereits ein Schaden von ca. 36.000 DM entstanden.

Da mein „Coach“ meine Finanzlage ebenso kannte wie mein Empfehlungspotential und das Potential der Gegend steht für mich außer Frage dass er meinen Verlust billigend in Kauf genommen hat um dadurch an neue Mandanten zu kommen.

Doch damit nicht genug:
Als ich meinem „Coach“ bzw. „Teamleiter“ mitteilte, dass ich aussteigen möchte entgegnete dieser (wissend dass ich über keinerlei Rücklagen verfüge da man bei der Einstellung AWD seine gesamte Finanzsituation darlegen muss), dass ich dann den gesamten Provisionsvorschuss sofort zurückzuzahlen hätte. Da mir dies unmöglich sei müsse ich in diesem Fall den Vorschuss in ein Darlehen umwandeln und in monatlichen Raten zurückzahlen. Den Vertrag würde er in Hannover anfordern. Den Vertrag sollte ich dann ein paar Tage später zwischen Tür und Angel unterschreiben als ich gerade im Stress war, was ich auch tat, da ich den Vorschuss ja nicht sofort zurückzahlen konnte.
Als ich bei AWD ausgestiegen war und die vertraglich vereinbarte 50-prozentige Beteiligung der Leitung an meinem Provisionsvorschuss forderte, verwies man auf den Darlehensvertrag: Ich hätte den gesamten Vorschuss in ein Darlehen umgewandelt. Damit sei er bezahlt und in seiner Höhe als meine Schuld anerkannt und ich könne von AWD, dem Teamleiter, Büroleiter und Direktor nichts mehr fordern. Als ich daraufhin weigerte den Vertrag zu bezahlen wurde ich von AWD verklagt und verlor den Prozess , woraufhin ich nicht nur das gesamte Darlehen, sondern auch noch die Gerichtskosten, und die Anwälte von AWD sowie meinen eigenen zu zahlen hatte.
Der Kommentar von AWD: „Es ist leicht, andere Menschen für des eigene Versagen verantwortlich zu machen“.

Zum Glück habe ich nicht die mir angebotene Ausbildungsförderung (klingt das nicht positiv?) unterschrieben. Ich hätte dadurch zwar 500,- DM mehr im Monat bekommen, hätte aber auch diese 500,- DM wieder durch noch mehr Umsatz hereinarbeiten müssen und im Falle eines Ausscheidens aus AWD vor Beendigung der Ausbildung (z.B. durch Rauswurf seitens AWD wegen zu geringer Umsätze) an den AWD „Ausbildungskosten“ von 25.000,- DM zahlen müssen.

Mir sind aus meiner Direktion über 30 Menschen persönlich bekannt die auf diese oder ähnliche Weise von AWD geschädigt wurden. AWD-weit dürften es mehrere hundert Menschen sein. Da sie durch AWD finanziell ruiniert sind oder AWD bei ihnen massive Ohnmachtsgefühle provoziert hat trauen sie sich nicht rechtlich gegen diese kriminelle Organisation vorzugehen.

Ich wäre daran interessiert, mit mehreren hundert Betroffenen eine Interessengemeinschaft zu gründen und gemeinsam rechtlich und politisch gegen den AWD vorzugehen.


Zum System AWD, wie ich es kennen gelernt habe:
Mit dem Versprechen eines hohen Einkommens und Reichtums werden Mitarbeiter nach dem Strukturvertriebs-Prinzip angeworben und geködert. Dabei versucht sich die Firma ein seriöses Bild abzugeben. Die Interessenten müssen ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse offen legen. Ausgewählt werden dann charmante, unerfahrene und finanzschwache Personen. Diese sind dadurch sofort abhängig von AWD. Die Teamleitung setzt die Mitarbeiter dann massiv unter Druck, so viel Umsatz wie möglich zu produzieren. Die Vorgaben gehen bis in die Auswahl von Freundeskreis, Partnern, Frizeitgestaltung, usw. Der Kontakt mit AWD-kritischen Mitarbeitern ist abzubrechen da sie der Erfolgsmotivation nicht zuträglich sind. Die Mitarbeiter müssen jede Minute die sie nicht für den AWD tätig sind vor ihren Teamleitern rechtfertigen. Sie werden somit sozial immer mehr isoliert. In den Betriebsinernen Fortbildungen und den wöchentlichen „Mitarbeitertrainings“ findet eine Art Gehirnwäsche statt. Die Kernaussage: „Du kannst jeden erdenklichen Umsatz erreichen. Wenn Du es nicht tust liegt das nur daran dass du nicht positiv genug denkst und dass du zu wenig neue Kunden wirbst“. Dazu werden regelmäßig die Zahl der wöchentlichen Kundengespräche verglichen. Wer zu wenig Umsatz schreibt muss sich rechtfertigen, wer viel Umsatz schreibt wird gelobt. Bezahlt werden die Mitarbeiter nur für Neukunden und für neu abgeschlossenen Verträge. Ziel ist also nicht die optimale Betreuung des Kunden, sondern die Maximierung des Umsatzes! Einen Ausstieg aus dem System kann sich finanziell fast keiner leisten. Versucht man es doch, wird versucht einen innerhalb des Systems umzusetzen: Man bekommt weitere Fortbildungen angeboten oder die Möglichkeit Teamleiter zu werden. Als Teamleiter muss man dann Statt Umsatz die Mitarbeiter maximieren. Aus eigener finanzieller Abhängigkeit heraus sind die Teamleiter gezwungen auch Mitarbeiter einzustellen die durch ihre Mitarbeit voraussehbar finanziell ruiniert werden. Scheidet ein Mitarbeiter trotzdem aus, ist dies nicht schlimm, denn der AWD trägt dabei keinerlei Risiko. Er verdient immer: An den Fortbildungen der Mitarbeiter, an dem Laptop-Leasing, an dem Verkauf der Ausbildungsmaterialien, an den Ausbildungsgebühren der Mitarbeiter, an den Provisionen für Neuabschlüsse, an den Folgeprovisionen für bestehende Verträge (diese behält er zu 100% ein) und an den Zinsen, die er von den ausgeschiedenen Mitarbeitern für das Darlehen verlangt. Ziel ist es aus den Mitarbeitern und aus deren Bekanntenkreis das Maximum an Geld heraus zu saugen und schnellstmöglich zu wachsen.

Das System ähnelt dem von Scientology. Für Verbindungen von AWD zu Scientology konnte ich jedoch bisher keinerlei Hinweise finden.

Das System schadet jedoch nicht nur den Mitarbeitern und den Kunden, sondern auch dem Staat und damit allen Bürgern, denn die Mitarbeiter setzen ihre Verluste als Selbständige von der Steuer ab und beziehen teilweise sogar Überbrückungsgeld oder Existenzgründerförderung.

Zu den Provisionen bei AWD:
Von dem Kuchen bekommen so viele Personen etwas ab, das bei den Menschen, die bis zu 120 Stunden/Woche die Hauptarbeit machen fast nichts ankommt.

Ich habe mir einmal die Mühe gemacht und die Provisionen für mehrere Beispielverträge mit Konkurrenzunternhemen von AWD zu vergleichen: Man erhält wo anders für die gleiche Arbeit die 1,3 bis 5 fache Provision (!)

Der Nutzen für den Kunden:
- Ich habe oft erlebt, dass Kunden nicht das für Sie günstigste Produkt bekamen, sondern ein leicht teureres, weil dieses dem Vermittler nahezu die doppelte Provision brachte.
- Nun ist AWD zwar relativ unabhängig, jedoch konnte ich in einigen Bereichen (z.B. „Steuern sparen“) andere Anbieter finden, die sehr viel bessere Produkte vorweisen konnten als AWD sie im Programm hat. AWD hat eben auch nicht den ganzen Markt, sondern nur etwas mehr als die Anderen.
- Eine „Wirtschaftsanalyse“ bekommt man bei anderen Unternehmen kostenlos.
- Die wirklich günstigen Angebote am Markt sind meist Direktvertriebe die die Kosten bei der Vermittlungsprovision einsparen. Sie werden folglich jedoch nicht von AWD (und den anderen Strukturvertrieben) angeboten.
- Ich habe sogar Personen kennen gelernt, die von AWD-Mitarbeitern völlig überteuerte und unvermietbare Eigentumswohnungen als „Steuersparmodell“ angedreht bekamen, obwohl sie nur einen Steuersatz von 30% hatten.
- Mit dem Dreiländer-Fonds wurden hunderte von AWD-Mandanten fehlberaten (siehe Fachpresse)
Das Problem sehe ich vor allem darin, dass alle Personen die tatsächlich qualifiziert beraten können relativ bald von AWD abwandern, weil sie wo anders für ihre Arbeit einfach besser bezahlt werden.
Folglich bekommt man bei AWD zwar oft die billigeren, nicht aber unbedingt die besseren Produkte (ebenso wie bei den anderen „Finanzoptimierern“).

Mein Fazit:
Wer in diesem Bereich arbeiten möchte suche sich besser eine Ausbildungsstelle bei einem seriösen Versicherungs- oder Finanz-Maklerunternehmen und keinem Strukturvertrieb.
Wer eine vernünftige Finanzoptimierung möchte, der informiert sich bei mehreren unabhängigen Maklern die vor allem Erfahrung und eine gute Beratung vorweisen können und recherchiert darüber hinaus in Fachzeitschriften und Internet.

Fazit: Nicht mirarbeiter werden, Kundenorientierte Beratung nicht gesichert, hohes finanzielles Risiko

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