Fujitsu Enterprise MAP3367NP 36.7 GB
Bei mir klapperts wieder, aber leiser - Fujitsu Enterprise MAP3367NP 36.7 GB Festplatte

Produkttyp: Fujitsu Festplatten

Bei mir klapperts wieder, aber leiser
Fujitsu Enterprise MAP3367NP 36.7 GB

froes

Name des Mitglieds: froes

Produkt:

Fujitsu Enterprise MAP3367NP 36.7 GB

Datum: 27.05.04, geändert am 12.11.09 (529 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Schnell

Nachteile: wie alle SCSI-Geräte zu teuer

1. Intension
2. Auswahl
3. Beschaffung
4. Auspacken
5. Installation
6. Ausprobieren und normaler Betrieb


1. Intension

Nach fast fünf Jahren Dienst hatte die Systemplatte meines Rechners ihren Geist aufgegeben. Außer einem lauten Knattern brachte sie nichts mehr zu Wege.
Das wäre ja ursprünglich auch gar nicht so schlimm gewesen. Wenn man strikt zwischen System- und Nutzer-Daten trennt, lässt sich ein derartiger Verlust verschmerzen, das finanzielle einmal ausgenommen. Außerdem hatte ich ja auch noch eine 80-GByte-Platte auf Halde liegen...
Das war zwar eine IDE-Platte und alle anderen eingebauten Massenspeicher meines Rechners sind an SCSI angeschlossen, aber ein IDE-Kabel fand sich auch noch in der Ramsch-Kiste. Doch das BIOS meines Rechners, obwohl das neuste verfügbare, auch schon etwas in die Jahre gekommen, mochte die Festpatte nicht. Sie war zu groß. Also doch eine neue.


2. Auswahl

Nun ergaben sich für mich zwei Möglichkeiten. Entweder ich versuchte, eine kleine IDE-Festplatte zu beschaffen, oder ich kaufte eine SCSI-Festplatte. Bei den kleinen IDE-Platten ist das Preis-Kapazitäts-Verhältnis schon so ungünstig, dass sich fast eine SCSI-Platte lohnt.
Da ich es doch gern am selben Tag erledigt gehabt hätte, klapperte ich die ortsansässigen Computer-Händler und -Schrauber ab. Leider hatte keiner etwas passendes vorrätig, und SCSI schon gar nicht.
So suchte ich im WEB nach einer preiswerteren SCSI-Festplatte und wurde auf die Fujitsu MAP3367NP aufmerksam, die bei einer Kapazität von 36 GByte immerhin ca. 130 EUs kostet, dafür aber etwas flotter ist als IDE-Platten vergleichbarer Größe und eine Gewährleistung von fünf Jahren hat.


3. Beschaffung

Bei der Suche nach dem preiswertesten Anbieter fiel die Wahl wieder einmal auf Mindfactory. Die waren beim vergangenen Mal zwar nicht so schnell, liefern aber versandkostenfrei bei einem Bestellvolumen von über 100 EUs. Ganz so eilig war es nun doch nicht mehr, da ich mir auf einer alten 2GByte-Platte ein provisorisches System eingerichtet hatte.
Die Versandkostenfreiheit war dann doch nicht ganz gegeben, weil die Versandversicherung in Höhe von 0,85 % berechnet wird.
Sind das etwa keine Versandkosten? Nun gut bei kleineren Bestellvolumen geht das noch im Rauschen unter, aber z.B. bei Bestellung eines ganzen Rechners würde das echt zum Kostenfaktor!
Entgegen allen Erwartungen war die Lieferung innerhalb von 4 Werktagen da, und mindestens einer davon war die Banklaufzeit.


4. Auspacken

In einem schönen großen Karton, umhüllt von Massen von Bubble-Folie befand sich ein einer kleinen Verpackung aus durchsichtiger Plaste, ähnlich einer Frischhaltebox, die Festplatte, weder verschweißt noch anderswie versiegelt. Das missfiel mir erst einmal sehr. Da das Produktionsdatum kaum einen Monat zurücklag, ging ich trotzdem von einem fabrikneuen Produkt aus.
Ein Beipackzettel wurde nicht mit geliefert.
Die Festplatte sieht eigentlich aus wie normale 3Zoll-Platten. Auffällig ist lediglich das Vorhandensein von so einer Art Kühlrippen an den Seiten.


5. Installation

Die Festplatte hat eine größere Anzahl von Jumpern. Die Beschreibung der Jumper auf dem Aufkleber ist eher dürftig. Das Jumpern der Geräte-ID ist ja noch einfach.
Beim Terminator-Jumper war schon guter Rat teuer. An einem SCSI-Bus muss das letzte Gerät den Bus abschließen (terminieren) oder ein Terminator an den letzten Anschluss gesteckt sein. Ist nun die Terminierung bei gestecktem Jumper "an" oder "aus"? In der Annahme von "an" ließ ich diesen Jumper gesteckt und baute die Platte ein. Zum Anschluss reichte so erst einmal ein 68-poliges SCSI-Kabel mit drei Anschlüssen (Controler und zwei Festplatten).
Bei der Installation des Betriebssystems gab es aber zufällige Datenlesefehler. Dies deutete auf eine falsche Terminierung hin. Ich wechselte das Kabel gegen eines mit mehr Anschlüssen und versah den letzten mit einem Terminator. Von da an gab es in dieser Hinsicht keine Probleme mehr.

Da ich nicht die vollen 36 GByte am Stück als Systempartition nutzen wollte, versuchte ich die Platte zu partitionieren. Sowohl FDISK.EXE einer Diskettenversion von Windows 95 als auch PartitionMagic (Version 4 ???) waren nicht in der Lage eine Partitionierung anzulegen. Erfolg hatte ich erst, nachdem ich die Platte als sekundäre Platte in ein Windows-XP-System eingehangen hatte und dort mit dem Festplattenmanager mein Glück versuchte. Dieser übernimmt ja die Funktion des proprietären FDISK.EXE.
Nun lies sich nach dem Wiedereinbau problemlos das Betriebssystem installieren.


6. Ausprobieren und normaler Betrieb

Große Tests mit Kopieren von Daten war nicht nötig. Die Installation eines Betriebssystems ist Test genug. Dabei werden genug temporäre Daten hin- und hergeschaufelt.
Die Festplatte lief erfreulicherweise wesentlich leiser als die alte, war aber immer noch etwas lauter als meine Samsung-Festplatte.
Das Hochfahren des Rechners selbst geht jetzt schön flott, abgesehen von der Stelle wo die Peripheriegeräte abgefragt werden.
Auch im normalen Betrieb ist es zu der 2GByte-Zwischenlösung geschwindigkeitsmäßig ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Seitdem läuft die Platte ohne Beanstandungen. Für den Fall eines schnelleren Ausstiegs der Festplatte habe ich jetzt ein Image gezogen, welches das erneute Einrichten des Systems in ca. 15 Minuten ermöglicht.


7. Zusammenfassung und Allgemeines

Die MAP3367NP ist eine für SCSI-Verhältnisse preiswerte, schnelle Festplatte nicht nur für den normalen Computeranwender, sondern auch für den Serverbetrieb. Sie ist erträglich leise, aber nicht nahezu geräuschlos wie moderne IDE-Festplatten.
Ein vernünftiger Beipackzettel auch für die Bulk-Version wäre wünschenswert.
Die Festplatte ist auf jeden Fall empfehlenswert.

© 2004 by froes

Fazit: Es klappert wieder.

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Laufgeräusche:    
Geschwindigkeit: