


Produkttyp: Philips Fernseher
Neuester Testbericht: ... Bild wird weiterhin perfekt flüssig wiedergegeben. Anmerkung zur Zuspielung über Computer: der Philips Cinema Gold lässt nur einen Inpu... mehr
Top Fernseher mit kleinen Schwächen
Philips 50PFL7956K

Name des Mitglieds: Bananenholz
Produkt:
Philips 50PFL7956K
Datum: 12.05.12, geändert am 13.05.12 (241 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Überwältigendes Bild für Kinofilme (2,35:1), schönes passives 3D, grandioser Lieferumfang
Nachteile: Mäßiger Ton, keine DTS-Unterstützung (auch nicht als Passthrough), sehr langsame Bedienung
Anmerken sollte ich wohl, dass der Philips Cinema Gold ist mein erster eigener Fernseher ist und ich somit wenig Vergleichsmöglichkeiten habe. Ich versuche aber trotzdem einen möglichst objektiven Bericht abzugeben. :)
+++ Allgemein +++
Das besondere Merkmal dieses Fernsehers springt einem natürlich gleich beim ersten Blick ins Auge: das 21:9 Cinemascope-Format. Ich habe mich hierfür entschieden weil ich persönlich hauptsächlich Kinofilme auf diesem Gerät schauen möchte. Normales Fernsehen möchte ich damit natürlich auch nutzen, allerdings liegt hierauf nicht mein Schwerpunkt.
Wer sich hauptsächlich Inhalte ansehen möchte, die im 1,85:1 oder gar 4:3-Format vorliegen, der sollte sich bewusst sein, dass er "einen Tod" sterben muss. Entweder nimmt er schwarze Ränder links und rechts des Bildes in Kauf, oder er wählt die integrierte Anpassung des Materials auf das Breitbild-Format. Diese Funktion hat Philips aber durchaus gut ausgetüftelt. Es kommt nicht zu verzogenen Gesichtern, da eine Dehnung des Bildes nur in den äußeren Bereichen stattfindet und der Fokus ja meistens in der Bildmitte liegt. Dadurch fallen die Verzerrungen beim alltäglichen Fernsehen gar nicht auf, leugnen kann man sie aber natürlich nicht. Ich habe einem Freund einmal ohne weiteren Kommentar den Film Hugo gezeigt (liegt im 1,85:1-Format vor und wurde auf 2,35:1 gedehnt) und trotz mehrmaligem Nachfragen ist ihm die Hochskalierung absolut nicht aufgefallen.
+++ Bild +++
2D: Die 2D-Bildqualität ist herausragend. Ich schauen Filme entweder von einem Bluray-Player aus oder nutze einen Mac Mini mit dem Mediacenter Plex. Natürlich liegen Filme weder auf Bluray noch als MKV in der Auflösung vor, die der Fernseher hat (2560x1080 Pixel). Durch die schwarzen Balken hat ein 2,35:1-Film nur noch ca. 1920x800 Pixel - was bedeutet, dass der Fernseher das Signal hochrechnen muss. Dies geschieht allerdings sehr flüssig und noch dazu in sehr guter Qualität.
3D: Natives 3D von einer Bluray wird vom Cinema Gold sehr schön wiedergegeben, ist allerdings natürlich durch die passive Technologie nicht unbedingt das Beste, was man für Geld kaufen kann. Ein großer Vorteil dieser Technologie sind aber die Brillen: sie sind deutlich billiger, erlauben ein größeres Sichtfeld und man hört keine Betriebsgeräusche, die bei vielen Anbietern leider weiterhin ein Problem sind. Die 2D zu 3D Konvertierung ist nett, kommt aber an natives 3D nicht heran. Bei Animationsfilmen ist das ganz lustig, aber ich würde es trotzdem nicht standardmäßig nutzen. Die Wiedergabegeschwindigkeit leidet bei der Konvertierung übrigens nicht, das Bild wird weiterhin perfekt flüssig wiedergegeben.
Anmerkung zur Zuspielung über Computer: der Philips Cinema Gold lässt nur einen Input über HDMI von 1920x1080 Pixel zu. Das heißt, dass bei der Nutzung eines Mediacenters wie Plex oder XBMC Menu, Fortschrittsbalken und Untertitel eventuell abgeschnitten werden. Während man die Untertitel in den Optionen verschieben kann lässt sich das Interface nicht so leicht anpassen. Ich musste tatsächlich in mühevoller Kleinarbeit einen eigenen Mod anfertigen, sodass alle relevanten Elemente des Standard-Plex-Skins auch im Cinema-Modus sichtbar sind. Wer Interesse an diesem Mod hat kann sich gerne bei mir melden.
+++ Ton +++
Der Ton des Fernsehers ist okay, aber in meinen Augen nicht für den Kinofilmgenuss ausreichend. Vielleicht habe ich da etwas hohe Ansprüche, aber eine Sendung über Dokusoap-Niveau möchte ich mir damit nicht anhören. Gerade die Tiefen sind in meinen Augen ein riesiger Schwachpunkt. Entweder man hört sie nicht, oder dreht sie auf, was sich aber sofort mit einem grauenhaften Scheppern am Subwoofer bemerkbar macht. Explosionen, Schüsse ... da ist einfach kein Druck dahinter. Kinofilme würde ich NIEMALS über diese Lautsprecher hören. Ich betreibe den Fernseher an einem Teufel Concept E 400 über den optischen Ausgang, da kommt dann wirklich Stimmung auf.
Schade: der Fernseher unterstützt kein DTS. Weder direkt am Fernseher noch als Passthrough. Das heißt das Quellgerät (Computer, Bluray-Player etc) muss DIREKT z.B. via Toslink an einen Receiver angeschlossen werden. Nervig, weil das bei mir heißt, dass ich teilweise am Receiver umstöpseln muss.
+++ Bedienung +++
Trotz eines Firmwareupdates direkt nach dem Auspacken des Fernsehers konnten einige Probleme bei der Bedienung von denen ich schon im Vorfeld im Internet gelesen habe nicht beseitigt werden.
1. Die Reaktionszeit des Fernsehers bei der Bedienung ist äußerst langsam. Die Menüs brauchen ewig um zu laden und sind zudem sehr verschachtelt angelegt. Gerade bei der Programmzeitschrift dauert es ewig bis die Ansicht geladen ist. Das macht wirklich keinen Spaß und ist bei einem 2000Euro-Gerät eigentlich unzumutbar.
2. Der Fernseher braucht sehr lange zum Starten, darüber hinaus ist er in den ersten Sekunden auch kaum nutzbar.
3. Gerade in den Menus und Sonderfunktionen wird das 2,35:1-Display überhaupt nicht genutzt. Das zeugt einfach nur von Faulheit der Firma Philips. NetTV oder die Programmzeitschrift werden einfach verkleinert im 1,85:1-Format mit Rändern an den Seiten angezeigt. Man hält dem Nutzer damit das größte Feature aber auch Manko dieses Geräts vor Augen. Da fehlt mir jegliches Verständnis.
+++ Ausstattung/Design +++
Nettes, erwähnenswertes Zubehör: zwei passive 3D-Brillen mit Etuis, Tischfuß, der auch als Wandhalterung benutzt werden kann (somit spart man nochmal ca. 40Euro), Staubtuch, integriertes Wlan.
Kleiner Nachteil dieser Wandhalterung: wenn man sie in der nicht-schwenkbaren Ausführung installiert kommt man sobald der Fernseher an der Wand hängt nicht mehr an die meisten Anschlüsse. Da muss man den Fernseher leider abhängen.
Ich hatte zunächst meine Zweifel, ob gebürstetes Alu überhaupt noch zeitgemäß ist. Aber da der Rahmen des Fernsehers in echt etwas dunkler ausfällt als es im Internet den Anschein macht, wirkt er doch sehr edel und kann sich in jedem Fall sehen lassen. Es treten auch bei Sonnenlicht keine Spiegelungen hieran auf, was ich zunächst befürchtet hatte.
+++ Fazit +++
Wer vor allem Kinofilme im Format 1,85:1 schauen will und eventuell noch eine externe Lautsprecherlösung besitzt, dem kann ich absolut zum Kauf dieses Geräts raten. Wenn Philips noch mit einem Firmwareupdate die Bedienbarkeit verbessern würde, dann wäre ich vollends zufrieden mit diesem Gerät. So reicht es leider nur zu 4 von 5 Sternen, wobei das Bild alleine eigentlich 5 verdient hätte.
Fazit: Grandioser Fernseher für ein perfektes Kinoerlebnis
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