Philips 47PFL5038K/12
Unterhaltungsf(l)achmann - Philips 47PFL5038K/12 LED-Fernseher

Produkttyp: Philips Fernseher

Neuester Testbericht: ... möchte man Filme eigentlich nicht mehr anders sehen. Ein weiteres Plus ist das "Ambilight" (unschwer erkennbar ein Kunstwort a... mehr

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Philips 47PFL5038K/12

Tut_Ench_Amun

Name des Mitglieds: Tut_Ench_Amun

Produkt:

Philips 47PFL5038K/12

Datum: 04.12.14

Bewertung:

Vorteile: Viele ausgereifte Features zum angemessenen Preis

Nachteile: Nee, eigentlich nicht - bisschen was zu meckern hat man ja immer

Zwar ist der letzte Fernseherkauf noch nicht so lange her und dieser war auch alles andere als eine Enttäuschung, doch manchmal bietet einem des Leben Gelegenheiten, die man wahrnehmen sollte. Als nun aus eben einem solchen Anlass ein unerwarteter Neukauf anstand, wurde es daher wieder ein Philips. Natürlich will man sich dann auch verbessern - mehr Bildschirmdiagonale gefällt dabei ebenso, wie auch Features, die dem "alten" fehlten bzw. irgendwann vermisst wurden. In diesem Falle 3D-Funktion, und Smart-TV/WLAN-Anbindung. Mit alledem - und einigem anderem mehr - kann der inzwischen knapp 800 Euro teure 47 Zoll Flachmann bieten, welcher (als 47PFL50x8K - wobei x die Revisionsnummer angibt) 2013 seine Markteinführung feierte. Aktuell ist derweil die dritte Fassung des (Eingeweihte erkennen es an der "5" in der Typennummer) Mittelklasse-Modells mit der entsprechenden Kennung 47PFL5038K/12.

Äußerlichkeiten

Ein heute immer wichtiger werdender Faktor ist schlichtweg das Aussehen. Da lässt der schmucke, schwarze und (fast) rahmenlose Kamerad nicht viel anbrennen. Wie auch? Schlichtheit ist schließlich sein Ding. Als einziges wirkliches Designstück darf eigentlich nur der filigrane (aber stabile) Standfuß gelten. Vielleicht auch noch die dezente silberne Leiste am unteren Rand - sie enthält Kontroll LED und wohl auch den Sensor, der für die Steuerung der automatischen Helligkeitsregelung zuständig ist. Bedienelemente für die Grobfunktionen (Ein/Aus, Lautstärke, Kanalwahl) befinden sich hinten, rechts seitlich. Etwas fummelig versenkt, doch man brauchts eh nur selten. Selbstverständlich stehen alle anderen ausgefeilten Spielereien erwartungsgemäß ohnehin nur via Fernbedienung zur Verfügung. Wie seinen Vorgänger haben wir das "nur" 14 Kilo schwere, 107 x 64 cm abmessende und lediglich 3,4 cm dicke Trum an die Wand gehängt. Nötig dazu: Eine robuste 40 x 40 VESA-Halterung.

Innere Einstellung

Kurz und kernig charakterisiert liest sich das Ganze für die Preisklasse schon vergleichsweise beeindruckend. Mit 119 cm Bildschirmdiagonale (47 Zoll) kann der LED-Flatscreen aufwarten, das ist sicherlich (noch) ein überdurchschnittliches Format im "normalen" Wohnzimmer. Die 300 Hz Wiederholfrequenz reichen aus die 3D-Funktion mittels (6 mitgelieferten) Brillen zu ermöglichen, so wie man sie aus heutigen Kinosälen kennt. Das heißt: Es sind keine schweren und unpraktischen "Shutter"-Brillen, sondern welche wo verschiedenfarbige Gläser dem Gehirn durch zwei getrennte, leicht versetzt dargestellte Bilder diesen Effekt vorgaukeln. Das braucht keinen Strom und macht die Dinger zudem angenehm leicht zu tragen. Einen entsprechend ausgestatteten Blu-ray-Player als Spielpartner vorausgesetzt, eine tolle Sache - verständlicherweise abhängig davon, wie gut der Film produziert oder in dieses Format konvertiert wurde. Hat man einmal Blut geleckt, möchte man Filme eigentlich nicht mehr anders sehen.

Ein weiteres Plus ist das "Ambilight" (unschwer erkennbar ein Kunstwort aus "Ambiente" und "Light"), ein Philips-Alleinstellungsmerkmal. Dabei projizieren je 6 Mehrfarb- LEDs links und rechts an der Rückseite ein dezentes, zum Bildinhalt passendes, Farbmuster an die Wand hinter dem Fernseher. Früher habe ich dies belächelt und als unnötigen Tinnef abgetan, heute finde ich das eine höchst angenehme, psycho-optische Verbreiterung des Bildschirms - besonders in Verbindung mit 3D. Wahlweise kann man diese Funktion natürlich auch ausschalten oder dauerhaft-statisch auf "Weiß" schalten. Als Clou kann man dem Fernseher mitteilen, welche Farbe die Wand denn tatsächlich hat, dann passt er die ausgestrahlten Farben automatisch daran an, damit beispielsweise Blau auch blau bleibt und nicht etwa violett. Faszinierend. In Anbetracht der Energieeffienzklasse (A++) ist es zwar sicher besser Ambilight zu deaktivieren, wenn man auf die ausgelobten 65 kWh/Jahresdurchschnitt kommen möchte, doch wer will das schon?

Ansonsten trifft man an Funktionen alles, was man heute so erwartet. Triple-Tuner (DVB-T, -S2 und -C) on board, Smart-TV via Ethernet/WLAN, DLNA-Server, EPG und das ganze Trallala sind selbstredend vollzählig angetreten. Als besonderes Schmankerl darf der USB-Port gelten, der qua einer externen Festplatte sogar Time-Shift-Aufnahmen ermöglicht. Allerdings sollte man beachten, dass diese dann in ein proprietäres Format konvertiert wird, welche es für den direkten Gebrauch an PC/Mac unbrauchbar macht. CI+ gibts natürlich auch, 3 HDMI-Ports sowie sogar noch - man staune! - eine betagte SCART-Buchse. Die meisten angeschlossenen Geräte werden ohne weiteres erkannt, hier sind es ein Philips BD-7600 Blu-ray (der erwartungsgemäß dank "Easy Link" am einfachsten einzubinden war) ein Marantz NR1402 AV-Receiver und ein Medion DVD/HDD-Recorder. Letzterer mag sich nicht ohne weiteres ansteuern lassen, sondern nur via AV-Receiver und HDMI-Loop-through. Freilich kein Problem des Fernsehers sondern definitiv des zickigen Medion-Gerätes.

Licht und Schatten, Schall und (glücklichweise kein) Rauch

Das Full-HD LED-Panel produziert mit 400 cd eine ordentliche Helligkeit, die auch bei suboptimaler Umgebung, wie Sonneneinstrahlung, immer noch eine gute Figur macht. Entsprechendes 1080px-Futter vorausgesetzt, ist das TV-Gerät ein Schweinehund in Sachen schlecht geschminkter Darsteller, mies gekleideter Moderatoren und ein Gräuel für miese Bühnen- sowie Maskenbildner. Die Auflösung offenbart so einige Details mancher verpickelten Hautpore, von denen selbst der Betreffende vielleicht noch gar nichts wusste. Ohne Frage sind die neuen 4K-Geräte NOCH knackiger im Detailreichtum, doch prinzipiell ist schon "nur" Full-HD entlarvend genug, ob die Macher des jeweiligen Inhalts ihren Job ordentlich verrichtet haben oder nicht.

Die Motion-Kompensation ist ebenfalls über jeden Zweifel erhaben. Auch hier gilt indes, dass die neue Generation vieles besser macht. Artefakte, Verpixeln, Nachziehen von Bewegungen, Geisterbilder und Ruckeln und ähnliches sucht man allerdings schon in dieser Qualitätsstufe vergeblich - wie gesagt: Wenn das Ausgangsmaterial in richtigem HD vorliegt und nicht etwa durch (meist schlechtes, denn rechtes) Upscaling erreicht wird. OK. Schwarz ist nicht 100% Schwarz, doch Schwamm drüber. Peanuts. Farbtemperatur und andere wichtige Parameter, und nicht nur bezüglich des Bildes, lassen sich ohnehin vom Nutzer in recht übersichtlich-verständlichen Menüs verändern und auf den eigenen Geschmack hin anpassen. Der Ton ist voluminös mit leichtem Hang zum Dröhnen, was als Gegenmaßnahme entweder bordeigenes Equalizing oder gleich eine periphere HomeCinema-Anlage erfordert. Hier werkelt beispielsweise die tonal sehr fruchtbare Kombi: Marantz, Yamaha, Eltax.

Programmvielfalt

In die Kritik der Online-Rezensenten geriet die erste Generation (...5008K), weil angeblich die Umschaltgeschwindigkeit, sowie die Machart des EPG Anlass zur Klage lieferten. Moniert werden bei der ersten Auflage des Modells zum Beispiel die zwei bis fünf Sekunden Verzögerung beim Umschalten zwischen den einzelnen Sendern bzw. auch die teilweise undurchsichtige Sortierung des Ganzen sowie der eigenwillige (automatische) Suchlauf. Die dritte Generation ist da schon ausgefeilter und praxisnäher, als die gescholtene Ur-Variante. Zumindest was DVB-C angeht, lässt das Gerät nichts anbrennen, sieht man von einem Haufen Programmen einmal ab, die kreuz und quer- ohne erkennbare Logik der Reihenfolge - abgelegt werden. Die Sortierung dauert dementsprechend lang und muss pro Tuner getrennt erfolgen. DVB-T wird bei uns quasi nur in Notfällen benutzt und -S überhaupt nicht. Daher erfolgt auch keinerlei belastbare Beurteilung derselben. Via Smart-TV stehen natürlich u.a. die einschlägig bekannten Video-Dienste und Mediatheken zur Verfügung.

Die Einrichtung der WLAN-Konnektivität kommt zwar ein wenig fummelig daher, geht jedoch immer noch flott genug von der Hand. Software-Updates werden ebenfalls per Heim-Netzwerk in den Kasten geschaufelt. Das geschieht weitgehend automatisiert. Das Handling klappt generell soweit ganz gut mit der recht schnörkellosen aber dafür übersichtlich layouteten Fernbedienung. Das Bedienkonzept ist Philips-like und unterscheidet sich kaum von Geräten älterer TV-Generationen der Niederländer. Apropos: Frühere Modelle scheinen ein Problem mit der FB (gehabt) zu haben, in u.a. in Punkto (Nicht-)Reaktion gabs herbe Kritik. Der Version (...)38K/12 mit aktueller Firmware (ab August 2014) ist dies fremd. Zum einen sieht man sehr wohl ob eine Taste gedrückt wurde (Kontroll-LED unter dem Bildschirm), zum anderen reagiert - anders als bei den Modellen (...)08K/(...) der Fernseher auf die Kommandos der FB willig. Selbstverständlich sind solche angenehmen Dinge wie EPG und selbst das inzwischen etwas angestaubte VideoText auch integriert.

Kurz & Bündig

Man könnte es ziemlich kurz halten und einfach sagen: Man macht hier wenig bis nichts falsch. Das Preis-Leistungsverhältnis ist vollkommen in Ordnung. Einen 47 Zöller mit nahezu jedem modernen Schnickschnack zu diesem Kurs sucht man anderswo wohl meist vergeblich. Dickes Pfund ist hier bestimmt die tadellose Darstellungsqualität des 300Hz-Panels - auch und nicht zuletzt mit der empfehlenswerten 3D-Funktion. Vom Design her gibt sich der schwarz/silberne Flachmann recht schlicht und bescheiden. Dadurch, dass er fast keinen Rahmen hat, nutzt er mit seinen 107 x 67 cm (und einer Dicke von nur 4 cm) den Raum optimal aus. Energetisch liegt man mit ihm auch voll im Trend: A++ ist schon ordentlich. Und das trotz Ambilight.

Fazit: Das Fazit guckt nicht mehr in die Röhre

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Installation:    
Bildqualität:    
Klangqualität: