Philips 40PFL5605K
Schwarz(fern)seher - Philips 40PFL5605K LCD / LED Fernseher

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Produkttyp: Philips Fernseher

Neuester Testbericht: ... angebracht. Letzterer ist höchst begrüßenswert, da er den Stromverbrauch bei Nichtbenutzung des Geräts auf Null reduziert. Ohnehin i... mehr

Schwarz(fern)seher
Philips 40PFL5605K

Tut_Ench_Amun

Name des Mitglieds: Tut_Ench_Amun

Produkt:

Philips 40PFL5605K

Datum: 17.02.11

Bewertung:

Vorteile: Superbe HD-Bildqualität | Vielseitigkeit | Bedienung kinderleicht | Stromverbrauch | Design

Nachteile: Fernbedienung störrisch und fummelig | Sendersortierung suboptimal

Mit etwa gleichbleibenden, bezahlbaren Preisen bei LCD-Fernsehern, bei parallel stattfindender drastischer Verbesserung der darin verbauten Technologien, haben Flat-TVs ihre veralteten Röhren-Brüder mittlerweile fast schon verdrängt. Zeit sich langsam auch einmal umzutun und nach einer geeigneten Bespaßungsmaschine Ausschau zu halten. Als Filmrezensent hat man zudem auch einen gewissen Anspruch. Ein Full-HD, LED-Panel mit 40-42 Zoll (102-107 cm) Diagonale sollte es also doch schon sein. Möglichst energiesparend und mit Onboard-Tuner. Kein Billigschrott vom Discounter oder fragwürdige Lockangebote aus der Ich-doch-wohl-blöd-Kette. Dort kann man zwar auch Geräte der gehobenen Qualitätsstufen erhalten, doch die kosten in der Regel dann genauso viel wie ein entsprechendes Markengerät aus dem Fachgeschäft.

Da wir auf Schnickschnack gut verzichten können, reduzierten sich die infrage kommenden Kandidaten auf wenige Modelle einer Hand voll Hersteller. Da einige davon jenseits unserem selbstgesteckten Budgets von maximal 1000 Euro lagen, schrumpfte die Liste noch weiter zusammen. Prinzipiell waren eigentlich nur noch einige Philips', Panasonics und Toshibas im Rennen. Zum Schluss erhielt dann doch das Sonderangebot des freundlichen Fernsehfritzen um die Ecke den Zuschlag: Einen Philips 40PFL5605K/02 wurde er an diesem Tag quitt. Der UVP liegt bei 1049 Euro, wir griffen ihn für 890 Euro ab und verfrachteten den nur etwa 16 Kilo schweren aber recht breiten Holländer gleich in den soeben noch dafür ausreichenden Kofferraum unseres japsenden Japsen - Nicht wegen des Gewichts, sondern wegen der Abmessungen.

Kantenlängen von knapp unter einem Meter auf 65 cm (B x H / ohne den - mitgelieferten - Standfuß) sind schon ein Wort. Die für unseren heimischen Betrachtungsabstand (ca 3,5 - 4 Meter) ideale Diagonale des Vierzigzöllers ist gleichzeitig auch noch der begrenzende Faktor, den der heimische Aufstellungsort diktiert. Mehr als 1,2 Meter maximale Breite wären rein einrichtungstechnisch sowieso nicht drin gewesen. Die Wandaufhängung ist mittels passend dimensionierter (200 x 200) Halterung nach VESA-Standard - wie mittlerweile fast überall üblich - selbstverständlich möglich. Diese ist natürlich Aufpreis pflichtiges Sonderzubehör, muss aber nicht unbedingt von Philips bezogen werden. Wir haben auf die etwa 80 bis 100 Euro Zusatzkosten vorläufig verzichtet, tendieren aber immer mehr dazu das demnächst nachzuholen. Sieht einfach schicker aus.

Corpus Televisionisti
Das Mittelteil der Typennummer ("5605") weist das TV als Spross der 5000er-Serie aus, welche Philips im der oberen Mittelklasse positioniert. Faustregel: je höher diese vierstellige Zahl, desto hochwertiger das Gerät. Noch mehr Schickimicki (Ambilight, 3D etc.) bekommt man übrigens erst in den 7000er Baureihen und darüber geboten - die sind allerdings auch deutlich teurer. Ausschlaggebend war für uns hier das bessere Preis-/Leistungsverhältnis, was sich u.a. durch das Vorhandensein des Triple- oder Multituners, welcher DVB-T/C/S Signale verdauen kann, auszeichnet - Das unterscheidet ihn auch von seinem Schwestermodell mit der Endung "[...]H/12". Das ist fast identisch, hat aber keinen DVB-S(atelliten) Tuner. Achja, das einleitende Kürzel "40PFL" steht für die Bilddiagonale (in Zoll) und Bauart (P hilips FL at).

Optisch und Haptisch gibt es generell nichts zu mäkeln. Die Verarbeitung des Flachmanns (Tiefe etwa 7 cm) ist durchweg sauber, der schmale, schwarze (Polycarbonat-)Hochglanzrahmen und der dazu passende (Glas-)Fuß wirken edel. Dieses Modell gibt es auch nur in diesem Design bzw. dieser Farbe, während fast alle anderen wahlweise auch in Silber und Anthrazit angeboten werden. Das Panel selbst ist mattiert, was störende Lichtreflektionen recht wirkungsvoll unterbindet und gleichzeitig dem seitlichen Betrachtungswinkel zu Gute kommt. Alle Grundbedienelemente (Laut/Leise, Kanal +/-, sowie An/Aus-Kippschalter) sind versteckt angebracht. Letzterer ist höchst begrüßenswert, da er den Stromverbrauch bei Nichtbenutzung des Geräts auf Null reduziert. Ohnehin ist der 40PFL5605K energetisch, allein schon dank LED-Beleuchtung, eine respektable Spardose. 84 Watt (Standby: ca. 0,15 W) sind bei der Bildgröße aller Ehren wert.

Als Features kann der Kasten mit einigen nützlichen sowie höchst wirksamen Leckerlis aufwarten. Der integrierte Lichtsensor regelt etwa selbstständig die Leuchtstärke des Panels - abhängig von der Helligkeit der Umgebung. Das funktioniert ganz hervorragend und spart obendrein Energie. Die Bildaufbereitung des Full-HD-Sechzehn-zu-Neuners verfügt über "Pixel Plus HD", "HD Natural Motion" und "100 Hz ClearLCD" mit 2 ms Reaktionszeit. Die wird streng genommen zwar "nur" durch Interpolation erreicht, im Endeffekt ist das aber unerheblich, da das Endergebnis stimmt. Die Bewegungsschärfe ist atemberaubend und gegenüber den meisten herkömmlichen LCDs überlegen. Insgesamt ist die Bildqualität top - nur zwei Dinge: 1) Analoge TV-Sender sind recht pixelig 2) man merkt wie sch...rottig auch so manche DVDs sein können und schafft sich darob alsbald nur noch Blu-rays an. Alles also eine Sache der (HD-)Quelle.

Der Ton wird "2.1 Virtual" aufbereitet, wobei Stimmen mittels "Clear Sound" noch besser hörbar gemacht werden. In der Tat klingt das Gerät, sagen wir mal, "nett" - das heißt: Unauffällig. Da hier - zumindest was Filme angeht - grundsätzlich ein ausgewachsenes, externes 5.1 System zum Tragen kommt, spielt in unserem Haushalt die Onboard-Lösung eine ziemlich untergeordnete Rolle. Um die "Tagesschau" und diverse TV-Formate zu schauen, reicht es aber allemal dicke. Für gewöhnlich klappt schon mit den Werkseinstellungen alles erschreckend reibunglos. Selbstverständlich lassen sich - wie alles andere auch - die einzelnen Bild- und Soundparameter im übersichtlichen, grafisch geführten Menü nach Gusto anpassen. Dabei hat man die wahl zwischen vorgefertigten Standard-Programmen (mit Assistenten-Hilfe) oder man bevorzugt den Expertenmodus, wo man an vielen elektronischen Schräubchen gezielt drehen kann.

Betriebsausflug
Aufstellung und Anschluss ist für gewöhnlich 'n Äppelken. Nicht vergessen sollte man, sofern noch nicht vorhanden, HDMI-Kabel (bis zu drei) zum Anschluss digitaler Quellen (DVD, Blu-ray, PC/Notebook, Konsolen etc.). Gute fangen bei etwa 20 Euro an und sind in unterschiedlichen Längen im Fachhandel bzw. -abteilungen diverser Kaufhäuser erhältlich. Auf das angegraute SCART sollte nach Möglichkeit verzichtet werden, wiewohl der Fernseher über eine solche Steckbuchse für Oldtimer gebietet. Die Qualitätseinbußen gegenüber HDMI sind jedoch eklatant und das volle Potenzial nur über eben diesen abrufbar. Neben dem obligaten Koax-Antenneneingang und den Vorgenannten gibt es noch weitere Buchsen: S-Video/YUV, Digital Audio, VGA, USB (2.0) sowie CI+. Das macht das Gerät flexibel und ziemlich zukunftssicher in der Wahl externer Komponenten. Braucht nicht jeder, aber schön, dass sie da sind.

Philips-Geräte kommunizieren in der Regel direkt via "Easy Link" mit dem Fernseher und werden vollautomatisch eingebunden, andere muss man dem TV erst persönlich vorstellen. Das klingt zunächst abschreckend, verlief aber dank selbsterklärendem Installationsmenü vollkommen schmerzfrei. Natürlich gebietet das Gerät über Videotext und EPG - Ehrensache. Auch die Programmierung des Tuners - sprich: Sendersuche - geschieht mittels Assistenten ganz ohne Murren - lediglich die spätere Sendersortierung ist umständliche Fleißarbeit. Das TV unterscheidet z.B. nicht zwischen verschlüsselt/unverschlüsselt sondern klatscht alle gefundenen Stationen, grad so wie sie empfangen werden, in den Speicher. Hier sind es allein bei DVB-T und -C Empfang rund 600 Stück. Diese auseinander zu klamüsern wäre mit entsprechend intelligenten Software-Routinen sicherlich einfacher zu lösen gewesen, als diese manuelle Zwangsfummelei.

Vielleicht bereinigt ein Software-Update den Missstand irgendwann. Die aktuellste Firmware (unbedingt korrekten Typ/Kennung beachten!) kann man übrigens bei Philips kostenfrei herunter laden und per USB(-Stick) einspielen. Dabei gilt aber der alte Grundsatz "never touch a running system" - oder: Wenn das TV fehlerfrei läuft, lass die Pfoten weg! Bei fehlgeschlagener Gehirnwäsche kann es nämlich sein, dass hinterher gar nichts mehr funktioniert und der Kundendienst bemüht werden muss. Apropos Dienst am Kunden. Freundlicherweise händigte uns der Fachhändler von vorne herein gleich eine höherwertige Fernbedienung (die längliche eines 7000er/9000er-Modells) aus. Die Originale (ovale) ist zwar nett anzuschauen, taugt aber weder von der Verarbeitung noch von den Funktionalität her wirklich. Da alle Philips-FBs neuerer Bauart prinzipiell untereinander austauschbar sind: Null Problemo.

Die 5000er-Serie ist schon etwas ausgefeilter und umfangreicher in ihren Funktionen, das erfordert naturgemäß schon eine gewisse Kenntnis im Umgang mit modernen Geräten - oder den Willen sich mit der ganzen High Definition Materie näher auseinander zu setzen. Die Bedienung ist angemessen einfach und logisch aufgebaut. Zwar dürften auch ausgesprochene Technikverweigerer im - pardon - Idioten-Modus mit dem Gerät im Hausgebrauch durchaus klar kommen, richtig Sinn und Spaß macht das Gerät aber erst, wenn man das vorhandene (HD-)Potential voll ausschöpft. Entgegen mancher harschen Kundenbewertung auf einschlägigen Verkaufsplattformen, haben sich hier noch keinerlei Fehlfunktionen gezeigt. Man darf vermuten, dass so mancher dieser Fehler (schlimmstenfalls wiederholte Komplettabstürze) in einer unpassenden/alten Firmware und andere auch schlicht zwischen den Ohren des betreffenden Nutzers zu suchen waren.

_Fazit_
Schlichtes, schnörkelloses - aber durchaus edel anmutendes - Design mit leichtem Hang zum Understatement zeichnen den 40PFL5605K optisch aus. Speziell Schwarzliebhaber werden den Flachmann der oberen Mittelklasse bestimmt auf Anhieb mögen. Unter dem dezenten Kunststoffkleid werkelt zuverlässige, ausgereifte Technik und sorgt u.a. für ein absolut brillantes, bewegungsscharfes Bild, was selbst dem anspruchsvolleren Heim-Cineasten Respekt abverlangt und förmlich nach ausschließlicher HD-Fütterung schreit. Der alltagstaugliche Triple-Tuner verdaut sämtliche Digitalsignale und macht dadurch externe Receiver/Set-Top-Boxen grundsätzlich überflüssig. Sieht man von der murksigen Originalfernbedienung und der umständlichen Sendersortierung einmal ab, gibt es nichts wirklich zu bemängeln. Klare Empfehlung.

Fazit: Keine wirklichen Schwächen - Exzellentes Preis/Leistungsverhälnis. Andere Fernbedienung anzuraten.

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Installation:    
Bildqualität:    
Klangqualität: