Philips 32PF3321
Mein "Kleiner" - Philips 32PF3321 LED-Fernseher

Produkttyp: Philips Fernseher

Mein "Kleiner"
Philips 32PF3321

Hollgo

Name des Mitglieds: Hollgo

Produkt:

Philips 32PF3321

Datum: 28.06.10

Bewertung:

Vorteile: + überzeugende Ergebnisse über HDMI, YUV & Scart

Nachteile: - nur ein HDMI-Eingang - keine 24p Bildwiedergabe

Was ist HD ohne entsprechenden Fernseher ? Gar nichts. Die Qualität der neuen, hochauflösenden Signale, die man seit Februar 2010 über Satellit auch von ARD und ZDF geboten bekommt, kann man auf einem "normalen" Fernseher mit Bildröhre überhaupt nicht in der neuen Schärfe und Brillianz sehen.

Der in meinem nachfolgenden Bericht vorgestellte Philips - Fernseher, Philips nennt ihn "Flat TV", beherrscht diese Kunst dagegen schon...


=== Zum Philips-Fernseher "auf Umwegen" ===

"Eigentlich" hatte ich mich anno 2008 schon für einen 32 Zoll Bildschirm der Firma LG entschieden - ja,ich hatte das Gerät sogar schon gekauft. Allerdings: gleich am ersten Wochenende, wo ich gemütlich Fernsehen schauen wollte, auf einmal das: das Gerät lässt sich nicht mehr fernbedienen. Und um Fragen und Anregungen zuvor zu kommen: nein, es lag NICHT an der Fernbedienung und auch die Batterien waren voll und eingelegt . Die Empfängerdiode im Gerät fiel schlichtweg nach kürzester Zeit aus !
Beim danach fälligem Umtausch machte mich der Verkäufer darauf aufmerksam, dass man nun einen Philips-Fernseher für den gleichen Preis im Angebot habe, was der LG gekostet hatte. Dieser Fernseher habe eine vergleichsweise bessere Bildqualität, wovon ich mich auch selber überzeugen konnte. So kam statt eines LG nun der hier im Bericht im Focus stehende Philips FlatTV mit nach Hause.
Kostenpunkt damals (wie der LG schon): 599,00Euro

=== Lieferumfang ===

In der recht großen und auch sperrigen Pappverpackung des Fernsehers ist neben dem eigentlichen Bildschirm der zugehörige, noch eigenhändig zu verschaubende Standfuss des Gerätes sowie eine kleine, nur ca. 18 x 5 cm "kleine" Fernbedienung mit dabei. Dazu gibt es zwei Handbücher, die in je 10 Sprachen (eine davon in deutscher Sprache) auf jeweils 24 ,zum Teil bebilderten, Seiten die grundlegenden Funktionen des Gerätes erklären.

=== Installation ===

Nach dem Auspacken des Gerätes aus besagtem großen Pappkarton habe ich den Bildschirm an sich - noch versehen mit einer dünnen Styrofolie vor dem Display - mit der Bildseite auf ein Sofa gelegt. Dies vereinfacht die Montage der beiden mattsilber glänzenden Standfüsse, die an der Geräterückseite mit je 2 Muttern am Bildschirm verschraubt werden. Danach kann man den Apparat schon dahin stellen, wo er letztlich stehen soll. Das Anschliessen der Kabel ist ein wenig schwierig, da man zum einen "von hinten" an den Bildschirm kommen muss.
Zum Anderen erschwert die doch recht eigenwillige Anbringung der Anschlußbuchsen, die , wie ich weiss, bei jedem Flatscreen-TV nach unten gerichtet angebracht sind, den Anschluß von "Zuspielpartnern" wie z.B. PS3, DVD-Recorder und dergleichen mehr. Das ist aber auch logisch, schließlich schrauben viele Flatscreen-Besitzer ihre Geräte an die Wand - das wäre eben technisch unmöglich, würden die Buchsen hier nach hinten, also zur Wandseite, aus dem Gerät kommen.
Auf jeden Fall musste ich den Bildschirm ein wenig nach vorne neigen, da besonders der Anschluß des doch etwas zierlichen HDMI-Anschlusses ein wenig zur Fummelei gerät. So waren die Kabel in meinem Fall auch erst nach 10 Minuten angeschlossen. Die Anleitung verrät wenigstens ungefähr, wo ich welchen Anschluß am Gerät entdecken kann.Das Anstecken der Cinch-Kabel von meinen Stereoverbindungen, die von meinem über YUV an das Gerät angeschlossenen DVD-Recorders stammen,war dagegen ein leichtes und recht schnell erledigt. Ein wenig "zu knacken" gab auch der Anschluß der SCART-Stecker an die vorgesehenen , nach unten gerichteten Buchsen. Bis die richtig sassen, musste ich mehrfach nachdrücken - die sitzen doch recht stramm , ist aber bei einem Neugerät meinen Erfahrungen nach auch normal so.
Nachdem alle Kabel soweit angeschlossen waren, konnte ich den "FlatTV" zum ersten Mal in Betrieb setzen.

=== Erster Eindruck ===

'''Der Bildschirm'''

Nachdem das Gerät also soweit angeschlossen war, konnte ich mir einen ersten Eindruck verschaffen. Für einen Flatscreen-TV ist das Gerät doch recht "dick" geraten. Knapp 9 cm ist der Bildschirm dick - modernere Geräte geben sich hier ungleich schlanker. Die Standfüsse sind jeweils 22 cm lang und bieten dem Gerät einen stabilen Stand auf meiner TV-Kommode. Ein Umkippen des Gerätes ist nur mit einer gehörigen Portion Mutwilligkeit zu erreichen. Auf diese Art und Weise aufgestellt, findet sich zwischen den Standfüssen noch Platz für einen schmalen Receiver, entweder DVB-T oder SAT. Dank der beiden seitlich angebrachten Lautsprecher ist das Gerät für einen 32 Zoller fast so breit wie ein 37 Zoll TV ohne seitliche Boxen. Insgesamt macht das Gerät mit seiner durchgehend schwarzen Gerätefront designtechnisch durchaus einen gefälligen Eindruck auf mich. Auf der Rückseite, die in grauem Kunststoff gehalten ist, finden wir die unter "technischen Daten" angegebenen , jeweils nach unten angebrachten, Anschlüsse des Gerätes. Ein VGA-Eingang fehlt allerdings.Will man einen PC andocken und in HD-Auflösung betreiben, ist nur der Weg über den HDMI Eingang (1.3 Standard) möglich (auch mit DVI auf HDMI Adapter ggf.) - oder man schliesst den PC über einen analogen Videoeingang an, was dann aber nur bis zu einer Auflösung von 1024 x 800 Bildpunkten - grafikkartenseitig - in aller Regel möglich ist.
Von vorne gesehen links am Gerät finden sich seitlich noch 3 Tasten. Eine dient als "echter" Ein-Ausschalter und stellt den Standby.-Betrieb des Gerätes an und aus, die beiden anderen Schalttasten wechseln den Kanal einen Programmplatz hoch oder runter. Hinter den 3 Schalttasten sind - ebenfalls seitlich angebracht - die analogen Fronteingänge des Gerätes in Form eines S-Video-, FBAS-Video- sowie Cinch-Stereoeinganges angebracht. So kann man "mal eben schnell" eine analoge Videoquelle am Gerät anschliessen (Videokamera etc.)

'''Die Fernbedienung'''

Die eher kleine,kurze und dünn-quaderförmige Fernbedienung ist in der Handhabung für mich eher unangenehm. Ich bezeichne sie "hausintern" als meine "kleine, graue Maus", denn in ihrer Farbe und Größe entsprechend trifft diese Beschreibung wohl zu. Man kann mit der Steuerung, dies sei zu ihrer Ehrenrettung allerdings erwähnt, die wesentlichen Funktionen des Gerätes steuern.Das Tastenlayout ist allerdings recht logisch aufgebaut. Betrieben wird sie mit einer Knopfzelle CR 2032. Die kleinen und kantigen Gummitasten machen einen nicht gerade überzeugenden Eindruck auf mich und sprechen auch nicht immer auf Eingaben an. Ich steuere daher meinen TV schon lange über eine Logitech-Bedienung viel komfortabler als mit der originalen "Mini-Knipse."

=== Bildeindrücke & Bildqualität ===

'''Bildseitenformate'''

Über den SCART-Eingang kann man übrigens eingreifen, falls das Bildseitenverhältnis von der Eingangsquelle falsch auf dem TV wiedergegeben wird. So senden (immer noch) manche Sender 16:9 im 4:3 Format mit eingeblendeten Balken - dank mehrerer , über die Fernbedienung einstellbarer Bildmodi, kann man diese über SCART zumindest per "Zoom 16:9" - Modus aus dem Bild herauszoomen. Die Bildqualität leidet sichtbar kaum nach einer solchen Maßnahme. Die Balken verschwinden somit. "Echte" 4:3 Sendungen werden auf dem Bildschirm im 16:9 Vollbildmodus übrigens seitlich stark in die Breite gezogen. In diesem Fall kann man entweder auf den 4:3 Bildmodus umstellen , was einem dann ein unverzerrtes 4:3 Bild , dann aber mit seitlichen Balken, beschert, oder man nimmt als Kompromislösung den "Superzoom"-Modus in Anspruch,in dem die mittleren Bildpartien des 4:3 Modus unverzerrt bleiben und nur zu den linken und rechten Bildrand das Bild in die Breite gezogen wird. Dieser Modus ist ganz akzeptabel für das Anschauen "antiqierten" 4:3 Bildmaterials, "Puristen" wählen hingegen die vorgestellte 4:3 Bildeinstellung mit seitlichen Schwarzrändern auf dem Bildschirm. Diese Funktionen stehen über den YUV- bzw. HDMI-Eingang übrigens nicht zur Verfügung, sondern nur für Bildquellen die über den SCART-Eingang geschaut werden.

'''... generell'''

Der Philips 32 PF 3321 liefert mit einer Bildauflösung von 1366 x 768 Bildpunkten kein Full HD ab, ist aber ein sog. "HD-ready" - Gerät, d.h. die "einfache" HD-Auflösung von 720 p (1280x720 Bildpunkten) kann das Gerät ohne Abstriche darstellen. Man muss allerdings bedenken, dass wir es mit einem mit 32 Zoll Bildgrösse doch eher vergleichsweise kleinem Gerät seiner Art zu tun haben. Das bedeutet, dass die eher ein wenig geringer als HD ausgefallene Bildauflösung vom Auge gar nicht als solche wahrgenommen wird, wie dies vielleicht bei einem größeren Gerät der Fall wäre. Ein Betrachtungsabstand von 2-3 m, wie er für dieses Gerät empfohlen wird, bringt bei mir auch die besten Bildeindrücke.
Das Gerät kann allerdings sämtliche HD-Modi , auch Full HD , darstellen. In diesem Fall reduziert das Gerät dank des Downscaling-Verfahrens bei 1080i-(Full HD)-Bildquellen die Auflösung auf die vom Gerät darstellbare, maximale Pixelzahl von 1366 x 768.
Auf jeden Fall kommen über alle Bildquellen die Farben prächtig herüber und dank eines Kontrastumfangs des Bildschirms von immerhin 1600 : 1 ist auch bei normalen Lichtverhältnissen immer ein einwandfreier Bildeindruck ohne hohe Spiegeleffekte, auch dank des entspiegelten Bildschirms, möglich.
An dieser Stelle muss ich freilich einen kleinen Schwachpunkt vermerken, den das Gerät ausweist: 24p - Wiedergabe beherrscht es nämlich leider nicht. Warum das nicht ganz unwichtig ist ? Ich komme auf diesen Punkt später nochmal zurück...

'''... über SCART'''

HD-Quellen wie meinen HD-Satreceiver über den SCART-Eingang anzuschauen ist angesichts des am Gerät vorzufindenden HDMI-Eingangs eigentlich eine kleine Sünde. Das Bild der HD-Quellen ist demnach über SCART auf dem TV auch sichtbar schlechter als über HDMI. Dagegen ist die Bildqualität ganz in Ordnung, wenn ich meinen DVB-T Receiver über SCART anschliesse. Natürlich sind Artefakte - DVB-T bedingt- auf dem Gerät teilweise sichtbar, allerdings fällt dieser Effekt nicht schlimmer aus, als wenn ich über einen Röhren-TV DVB-T schauen würde. Das Gerät holt immerhin das an Bildqualität auf den Bildschirm raus, was über diese Zuspielquelle möglich ist.HD-TV ist das eben nicht, was man über SCART zu sehen bekomm. Zu Zeiten, wo ich einen digitalen SAT-Receiver ohne HD-Funktion über SCART angeschlossen hatte, war ich dennoch immer sehr zufrieden mit dem gebotenem.



'''... über YUV'''

Über diesen analogen, aber bildsignaltechnisch dennoch sehr hochwertigen Eingang betreibe ich meinen nicht-HD bzw HDMI-fähigen DVD-Recorder am TV. Die mit dem DVD-Recorder in MPEG2 in bester PAL-Qualität gespeicherten Aufnahmen stellt das Gerät ebenso absolut einwandfrei dar. Natürlich ist das dargestellte Bild nicht in der HD-Auflösung verfügbar, die Aufnahmen sind nunmal nur im PAL-Modus aufgezeichnet worden, allerdings ist das zu erzielende Bildergebnis wirklich schon besser, als ich es von der "Röhre" vorher gewohnt war. Wo vorher teilweise einige Linien "verschwammen", ist hier derartiges nicht zu beobachten. YUV ist eben das qualitativ mit am Hochwertigsten, was man über analoge Anschlüsse geliefert bekommen kann...

'''... über HDMI'''

HD-Erlebnisse bekommt man nur über den Anschluß über die HDMI-Schittstelle geboten. HDMI, das steht für "High Definition Media Interface" und ist DER Anschlußstandard für alle HD-fähigen Geräte geworden. Leider, muss man sagen, verfügt der Philips PF 3321 nur über eine einzige HDMI-Schnittstelle. Will man, wie ich,über HDMI eine PS3 UND einen HD-Satreceiver betreiben, muss man entweder andauernd das Kabel umstecken - oder man beschafft sich , wie ich, einen HDMI Umschalter. Modernere Geräte haben freilich gleich 2 oder 3 dieser Schnittstellen eingebaut - man sieht daran eben, dass wir es mit dem PF 3321 noch über ein mittlerweile etwas älteres Gerät zu tun haben. 2007 , zum Zeitpunkt des Kaufes, waren mehr als eine HDMI-Schnittstelle nur teureren Modellen, wenn überhaupt, vorbehalten.
Die Bildqualität über diese eine Schnittstelle, die der Apparat nunmal bietet, ist aber absolut HD-entsprechend. Man sieht wirklich, dass man es mit HD-TV zu tun hat, wenn ich z.B. über meinen SAT-Receiver ein WM-Spiel über ARD HD oder ZDF HD sehe, ist der Unterschied wirklich frappierend, auch, wenn beide Sendeanstalten "nur" in 720p senden, wird der deutliche Qualitätsvorsprung gegenüber "normalem" PAL offensichtlich. So sieht man fast jeden Grashalm einzeln, wo in PAL nur ein schwammiges, grünes "Halmmeer" zu sehen ist. Die Bildeinblendungen sind - wie vom PC-Monitor gewohnt, gestochen scharf im Bild. Nachzieheffekte sind dank des progressiven Encodings im 720p-Modus ebenfalls ein Fremdwort. Das "Bildrucken" ist so gut wie unauffällig. Die Crystal Clear-Schaltung funktioniert hier schon ganz ordentlich und hat etwaige Kammeffekte schon ganz gut im Griff. 25p bedeutet übrigens: statt der vom PAL-Fernsehen gewohnten 50 Halbbilder (50i) pro Sekunde werden je 2 Halbbilder zu einem Vollbild zusammengerechnet - so ergibt sich die "progressive" , also Vollbilddarstellung mit 25 Vollbildern pro Sekunde (25p) Farben und Konturen sind in HD derzeit unübertroffen.
Das Bildseitenverhältnis kann über HDMI und YUV jeweils nicht verändert werden- es ist fest eingestellt auf 16: 9 !

'''Oh weh, kein 24 p'''

Einzig, wenn ich eine Bluray schaue, kann es zu kleinen Rucklern kommen. Der Grund: Blurays werden generell im 24p Bildmodus dargestellt. Das wiederum liegt daran, dass Hollywoodfilme in der Regel in just dieser Bildrate gedreht werden. Bei DVDs behalf man sich noch damit, dass man die Filme einfach um diesen einen Frame pro Sekunde schneller laufen liess. Dieser Trick entfällt auf Bluray, es gibt viele HD-TVs , die den 24p Wiedergabemodus beherrschen. Dieser Modus fehlt diesem Gerät leider. Somit "fehlt" dem auf 25p eingestellten Fernseher ein Bild pro Sekunde. Die Folge: ein Bild pro Sekunde wird vom Fernseher verdoppelt - was dann zu beschrieben Rucklern führen kann. Man muss allerdings schon genau beobachten, damit der Effekt auch augenfällig wird.
Schlimm ist das für mich nicht. Über Sat-TV in HD spielt dieses Manko aber keinerlei Rolle. Die Sender halten sich alle brav an die vom Fernseher darstellbaren 25p oder 50i - Bildwiedergabe.

'''PIP- Bild in Bild'''

Der Fernseher beherrscht außerdem die Bild-in-Bild Funktion.Allerdings ist dieser nur bei Empfang über den analogen Kabeltuner nutzbar. So kann man sich während des Anschauens über den analogen Antenneneingang die Bildquellen, die über die verschiedenen , vom TV gebotenen Eingänge kommen, per Bild-in-Bild ins laufende Programm einblenden lassen. Mag für alle Freunde analogen Kabelempfangs vielleicht ganz witzig sein, ich schaue aber nur noch HD-TV über meinen SAT-Receiver und wende daher diese Funktion eher selten an.

'''Videotext'''

Der im Fernseher eingebaute Videotextdecoder ist quasi "Standardware" und liefert in etwa das, was jeder "normale" Fernseher auch so bietet. Top-Videotext ist nur bedingt möglich, da der Decoder nur 10 Videotextseiten im Voraus speichert.
Die Bedienung ist ebenso Standard zu nennen und geschieht neben der Seiteneingabe durch das Durchwählen mit den vier farbigen Menutasten (grün,rot,blau und gelb) auf der Fernbedienung Die Suchvorgänge nach Eingabe einer Seite, die weiter entfernt im Speicher liegt, dauern schonmal gerne bis zu 2 Minuten - Seiten, die nur um eine Seitenzahl höher liegen, können dagegen binnen Sekunden angewählt werden .Meistens schaue ich wenn, dann über meinen im SAT-Receiver eingebauten Videotextdecoder mal im Videotext nach....

'''Tonwiedergabe'''

Die beiden seitlichen Boxen des Fernsehers bringen dem zum jeweiligen Film oder TV-Sendung gehörenden Ton recht sauber herüber. Sogar Bässe stellen für die 2x15 Wattboxen des Gerätes keine große Hürde dar. Der "Virtual Dolby Surround"-Eindruck, den diese Boxen beim Hörer angeblich bringen sollen, kommt bei mir allerdings nur wie ein ein wenig aufpoliertes Stereosignal herüber. Gegenüber "echtem" Dolby Digital ist dieser Tonmodus für mich immer noch viel zu flächig und zu wenig ortbar. Kunststück: es sind und bleiben eben nur zwei Boxen...

=== Technische Daten ===

'''Grunddaten:'''

* Abmaße in cm: 92.4 cm x 55 cm x 22 cm /Gewicht in kg: 18.9 / Leistungsaufnahme (Betrieb / Standby) in W: 120 / 0.9

'''Bildschirm:'''

* Gerätetyp: LCD
* Bildschirmgröße(Diagonale): 80 cm / 32 Zoll
* Digitale Bildverbesserungsschaltung (Upscaling): Philips Crystal Clear III
* Kontrastverhältnis: 1600 : 1 / Bildhelligkeit in Candela/m²: 500
* Auflösung ( in Pixel): 1366 x 768 / Reaktionszeit in ms: 8
* Bildwiederholungsfrequenz in Hz: 50 / Vertikaler Betrachtungswinkel: 178 °

'''Lautsprecher:'''

* Leistung: 2x 15 W (Stereo) / Dolby Decoder: Virtual Dolby /Leistung in Watt (RMS): 30 Watt

'''Anschlüsse:'''

* HDMI Eingänge: 1x / Scart-Anschlüsse: 2x / S-Video Anschluss: 1x / YUV - Eingang: 1x /Stereo-Eingang : 1x (je 2 Cinch)
* Front AV-Anschlüsse: 1x S-Video,1x FBAS (Cinch), 1x Stereo (je 2 Cinch)
* Kopfhörer-Ausgang: ja / analoger Kabeltuner

'''Features:'''

* Bild-und-Bild (PAP): ja / Bild-und-Text (PAT): ja
* Bild-in-Bild (PIP): 1 Tuner PiP / Videotext-Seitenspeicher: 10

=== Bedienung ===

Alle wesentlichen Funktionen des Gerätes werden über die schon erwähnte, kleinere Fernbedienung gesteuert. Besonders wichtig ist dabei die AV-Umschalttaste, um die zahlreichen Kanaleingänge des TV-Gerätes anzusprechen. Insgesamt gibt es bei diesem Gerät folgende Eingangsschaltmodi:

* TV - für das Fernsehen über den analogen Kabeltuner
* Ext 1 - für SCART-Eingang Nr. 1 (TV)
* Ext 2/SVHS 2 - für SCART-Eingang Nr. 2 (Decoder) oder den hinteren * S-Videoeingang
* Ext 3/SVHS 3 - für den seitlich angebrachten Video- und Audiofronanschluß
* Ext 4 - für den analogen YUV-Eingang
* HDMI - für den HDMI-Eingang

Schliesst man über HDMI einen PC an - es werden Bildauflösungen bis zu 1024x768 bei 75 Hz unterstützt.

'''Farben und Kontrasteinstellungen'''

Auch diese Einstellungen werden über die Fernbedienung vorgenommen. In einem einblendbaren On-Screen Display kann man die Kontraste und Farben in Stufen von -50 bis + 50 nach seinem Gusto umstellen. Dazu hat man die Möglichkeit, aus fünf verschiedenen Voreinstellungen zu wählen:

* Intensiv - leuchtende und scharfe Bildeinstellung - geeignet für eine helle Umgebung
* Natürlich - glänzende und scharfe Bildeinstellung - anwendbar bei besonders guten Bildquellen
* weich - die Einstellung für Bildquellen schlechterer Qualität
* Persönlich - individuell einstellbare Farb- und Helligkeitsbildeinstellungen (s.o.)

Zur automatischen Anpassung der Bildeinstellungen kann man außerdem eine "Auto Control" Funktion aufrufen, in diesem Fall passt der Fernseher die Einstellungen je nach vorliegender Signalquelle automatisch an. Ich habe nach langem Hin und Her entschieden, dass diese Funktion für mich ausreicht, da sie wirklich ganz gute Dienste verrichtet - "Puristen" denken hier freilich anders... ;-))

=== FAZIT ===

Mit meinem "Kleinen" bin ich auch heute immer noch sehr zufrieden. Auf 32 Zoll Bilddiagonalen sehe ich den Sinn von "Full HD" nicht wirklich ein. Meine Augen vermögen keine großartigen Qualitätsunterschiede auf Full HD 32 Zöllern gegenüber HD-Ready 32 Zöllern auszumachen. Natürlich ist diese ganze Diskussion auch eine Art Glaubenssache. Der hier vorgestellte Philips-TV macht seine Sache jedenfalls sehr ordentlich und liefert sowohl über meine PS3 als auch meinem HD-Satreceiver absolut überzeugende HD-Erlebnisse ab. Zu bemängeln ist aus heutiger Sicht die Tatsache, dass das Gerät keine 24p Bildwiedergabe beherrscht und darüber hinaus nur über eine HDMI-Schnittstelle verfügt. Letzteren Punkt habe ich durch einen HDMI-Umschalter gelöst - der ist immer noch billiger, als ein Neukauf für über 300-400 Euro. Ich bin jedenfalls ganz zufrieden und empfehle das Gerät daher auch weiter. Für die fehlenden, nicht ganz unwichtigen Features gibt es ein Sternchen Abzug.

Fazit: Ein guter HD-Fernseher, dem ein paar Features fehlen...

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Installation:    
Bildqualität:    
Klangqualität: