Medion MD 20115
Mein "Kleinster" - Medion MD 20115 LED-Fernseher

Produkttyp: Medion Fernseher

Neuester Testbericht: ... H/V / Physikalische Auflösung: 1366 x 768 * Bildoptimierung durch Rauschfilter / Bildschärfe einstellbar '''Hyperband Kabeltuner: ''' ... mehr

Mein "Kleinster"
Medion MD 20115

Hollgo

Name des Mitglieds: Hollgo

Produkt:

Medion MD 20115

Datum: 11.09.10

Bewertung:

Vorteile: + Preis + viele Funktionen implementiert - gute Bild- und Tonqualität

Nachteile: - nur 12 Monate Herstellergarantie

In diesem letzten Teil meiner "TV-Berichte"-Reihe geht um meinen mit einer Bildschirmdiagonale von 47cm (18,5 Zoll) kleinsten LCD-Fernseher der Firma Medion, den ich speziell abends (auch dank der Timer-Funktion) zum "Eindämmern" nutze.

=== So kam ich zum Gerät ===

Da an dem Standort des Fernsehers (einer Kommode) kaum Platz für Peripheriegeräte zur Verfügung steht, suchte ich ein kleines Gerät, in dem schon von Haus aus möglichst viel an Gerätefunktionen eingebaut war. Dazu durfte er nicht zu groß sein - ein "richtiger" LCD-TV ab 32 Zoll kam schon mal gar nicht in Frage. So war ich von einem Angebot bei Aldi vor recht exakt einem Jahr schon sehr begeistert: ein LCD-TV von Medion mit einer Bildschirmdiagonale von 47 cm und integriertem DVD-Player PLUS integriertem DVB-T Receiver für 179 Euro - das war doch was. Damals bekam man solche Geräte für Preise deutlich über 200 Euro - von daher war es damals ein Schnäppchen.

=== Lieferumfang ===

Neben dem eigentlichen LCD-TV MEDION LIFE P12013 (MD20115), der in den Einzelteilen "Display" und "Standfuss" in der Packung einzeln verpackt vorlag, liegt in der eher länglichen, recht schmalen Verpackung, die ein wenig größer ist als das eigentliche Gerät , eine 5 in 1 Fernbedienung inkl. Batterien sowie ein Antennenkabel dem Gerät bei. In der deutschsprachigen, 82-seitigen und sehr anschaulich bebilderten DInA4-Anleitung werden die Grundfunktionen des Gerätes recht anschaulich erklärt.
Verpackt war das Gerät an sich im Karton mit einer Schutzfolie umwickelt. Die rechte und linke Seite des Bildschirms steckte dabei in je einem Styroporklotz, die Fernbedienung war in einer Plastiktüte verpackt, in der sich auch die Batterien sowie die Anleitung und das Antennenkabel befanden.

=== Installation ===

Die Montage / der Anschluß des Gerätes wird dank der beiliegenden,bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitung recht deutlich erklärt. Zunächst gilt es, den Standfuß des Gerätes zu montieren, so man dieses nicht per separat erhältlichen Wandhalterung an eine Wand schrauben möchte. In meinem Fall sollte das Gerät (wie schon geschildert) auf einer kleinen Kommode seinen Platz finden, also schraubte ich den aus schwarzem, glänzenden Kunststoff gefertigten Standfuss mit den 2 dem Gerät beiliegenden Gewindeschrauben, die quer unterhalb zum Bildschirm verschraubt werden, zusammen. Danach konnte ich das Gerät schon an seinen vorgesehenen Platz aufstellen. Nun noch den SAT-Receiver via SCART angeschlossen und das Gerät konnte in Betrieb gesetzt werden. Wer möchte, kann auch einen HD-Receiver via HDMI an das Gerät anschließen - außer einem analogen YUY-Eingang besitzt das Gerät allerdings nicht mehr viel hochwertige Eingänge (den FBAS-Eingang lasse ich mal aus Qualitätsgründen weg...). Warum auch ? Ein DVD-Player ist bereits ebenso fest eingebaut wie ein DVB-T Empfänger.
Der Life P12013 (MD20115)-TV-Gerät von Medion ist eben ein Multifunktionsfernseher, auch, wenn er nur 18,5 Zoll in der Bildschirmdiagonalen misst. Nach dem Einlegen der beiden AAA-Zellen in die beiliegende 5 in 1 Fernbedienung konnte ich das Gerät in nichtmal 10 min. "Aufbauzeit" schon das erste Mal in Betrieb setzen.

=== Erster Eindruck ===

Das Gerät an sich ist in der aktuell modischen, schwarzen Klavierlackoptik gehalten, zumindest der Rahmen des Bildschirms sowie der schwarz glänzende, ovale Standfuss, der leider nicht in seiner Neigung in irgendeiner Weise verstellbar ist. Oben auf dem Gerät finden sich - in einer kleinen Mulde hinter dem Display angelegt, die Ein-Ausschalttaste sowie je 2 Tasten für die Kanal rauf/runter Funktion sowie 2 Tasten für die Laut-Leiseeinstellung direkt am Gerät. Hinten am Gerät finden sich - sauber und übersichtlich gekennzeichnet und angeordnet, die Videoeingänge (1x Scart, 1x YUV, 1x Front AV (FBAS) sowie 1x HDMI) sowie die Audioein- und Ausgänge (1x Kopfhörerausgang (3,5mm Klinke) ,2x Cinch In / Out, 1x Digital Audio Out (Coax)).Außerdem ist hier ein Antenneneingangsanschluß zu finden, der sowohl vom eingebauten, analogen Kabel-Hyperbandtuner als auch dem eingebauten DVB-T Empfänger genutzt wird. An der rechten Seite des Gerätes schließlich ist der per Slot-In-Technik arbeitende DVD-Playerteil im Gerät eingebaut., dahinter findet sich ein Slot für SD-Karten sowie eine USB-Buchse, über die man später am TV z.B. MP3-Musik oder Fotos auf dem Gerät anschauen kann. Ebenso finden sich zwei runde Tasten für die grundlegenden DVD-Funktionen Play/Pause sowie Stop/Auswurf.
Auf der linken hinteren Seite wiederum ist ein CI-Slot eingebaut, der mit dem eingebauten DVB-T Empfänger zusammenspielt. Zu dessen Funktion komme ich später in diesem Bericht noch zu sprechen.

'''Die Fernbedienung'''

Die Fernbedienung gibt es in diesem Design auch als "große" 8-in-1 Fernbedienung von Medion. Bei dem Modell , welches dem Fernseher beiliegt, hat der Hersteller allerdings ein bischen abgespeckt. Über die "TV"-Taste ist der Fernseher und dessen Bedienfunktionen bereits fest und, wie sich später zeigen sollte, vom Nutzer nicht löschbar eingespeichert. Belegbar ist die Bedienung per Codeeingabe aus der dem Fernseher beiliegenden Gerätecodeliste allerdings mit vier weiteren Geräten, sodass man incl, des TVs insgesamt maximal fünf Geräte mit der Steuerung steuern kann. Die Steuerung sieht recht schick aus, wie ich finde und passt in ihrer silber-schwarzen Klavierlackoptik gut zum Gerät. Sie ist vielleicht mit nur knapp 15 cm Länge ein wenig kurz geraten, die Kunststofftasten sind allerdings, wie ich finde, angenehm und zuverlässig zu bedienen und gerade so groß, dass man nicht aus Versehen mal die falsche Taste drückt. Die Tastenbelegung ist leider nicht auf den ersten Blick deutlich zu erkennen gewesen, das liegt auch daran, dass diese Steuerung schließlich mehr als nur den Fernseher steuert, sondern auch für alle DVD-Abspielfunktionen sowie der Bedienung des DVB-T Receivers zuständig ist. Ein bischen Eingewöhnungszeit brauchte ich schon, bis ich die Steuerung annähernd "blind" beherrschte.

Verarbeitungstechnisch kann ich jedenfalls nichts Negatives über das Gerät oder die Fernsteuerung sagen. Es gibt keine scharfen Kanten am Gerät, nichts wackelt und optisch macht das Gerät sowie die Fernbedienung einen guten Eindruck.

== Die Bedienung ==

Wie schon geschildert, handelt es sich bei diesem Gerät um ein Multifunktionsgerät, bei dem ein DVB-T Receiver sowie ein DVD-Player fest eingebaut ist. Nach dem Einschalten des Gerätes hat man über die AV-Taste der Fernsteuerung die "freie Auswahl", welche der Funktionen man nutzen möchte.
Folgende Zuspielquellen stehen nach Druck auf die "AV (Source)-Taste" in einem auf dem Bildschirm eingeblendeten Pulldown-Menu zur Auswahl. Durch mehrfachen Druck auf diese Taste kann ich die einzelnen Optionen durchzappen und ggf. anwählen.



'''Auswählbare Zuspielquellen'''

* der "TV-Modus", mit dem man auf den eingebauten, analogen Kabelempfänger schalten kann - diese Option scheidet in meinem Fall aus, da ich über SAT oder DVB-T schaue.
* per Auswahl des Menupunktes "DTV" kann ich auf den DVB-T Empfangsteil über durch der Fernbedienung schalten (s.DVB-T Betrieb)
* den eingebauten DVD-Player oder den eingebauten SD-Slot bzw, USB-Anschluß schalte ich durch die Auswahl von "DVD / USB " ein
* "Ext-1 " wähle ich, wenn ich auf den SCART-Eingang umschalten möchte - in meinem Fall ist hierüber der SAT-Receiver am Gerät angeschlossen
* FAV schaltet auf den seitlich angebrachten FBAS-Video Fronteingang
* auf den HDMI-Eingang wird durch die Wahl des Punktes "HDMI" umgeschaltet
* PC-VGA - hierüber kann man Signale, die über die VGA-Buchse von einem angeschlossenen PC kommen, auf den Bildschirm durchschalten
* YPbPr schaltet auf den hochwertigen, analogen YUV-Videoeingang


=== DVB-T Betrieb ===

'''Erste Installation'''

Nach dem ersten Inbetriebsetzen startet das Gerät im DVB-T Empfängermodus. Hat man an die Antennenbuchse des Fernsehers eine DVB-T Antenne angeschlossen, kann man die nun beim 1. Start des Gerätes auf dem Bildschirm auftauchende "Erste Installation" durchführen. Hier wird man quasi schrittweise bei der Einrichtung und Sendersuche von DVB-T Funktionen und Sendern begleitet. Die Prozedur ist so auch eventuell ohne den Blick in die Anleitung leicht zu bewerkstelligen, da sie sehr logisch aufgebaut ist und nach deren kompletter Durchführung - wie in meinem Fall - zum "vollen Erfolg" geführt hat. Nach der Einstellung der Sprache und des Landes, in dem man das Gerät betreibt (bei mir natürlich "Deutschland") taucht die Frage auf dem Bildschirm auf, ob die automatische Sendersuche durchgeführt werden soll. Bejaht man dies, geht die Suche nach digital-terrestrisch ausgestrahlten Sendern sofort los. Tatsächlich war ich sehr überrascht, dass der Empfangsteil des Fernsehers sofort beim 1. Durchgang alle in meinem Empfangsbereich empfangbaren 30 Sender gefunden und mit vollem Sendernamen in einer Empfangsliste abgespeichert hat. Die Prozedur lief binnen einer Viertelstunde in etwa zu meiner vollsten Zufriedenheit durch
Natürlich kann es vorkommen, dass - je nach Aufstellort - nicht immer auf Anhieb alle Sender gefunden werden - aber natürlich kann man jederzeit, quasi auf "eigene Faust" ggf. nach Änderung des Aufstellortes des Gerätes und /oder der Antenne über eine entsprechende Menufunktion nach eventuell fehlenden Sendern suchen. In meinem Fall war das nicht notwendig .

Analog dazu läuft übrigens auch die Erstinstallation für den analogen Kabelempfang ab, die ich mangels Kabelanschluß leider nicht testen konnte.

'''Bedienung & Funktionen'''

Sind die DVB-T Sender z.B. von der "Ersten Installation" gefunden und gespeichert worden, kann man die von der Routine in der Reihenfolge der gefundenen Sender in der Senderliste gespeicherten Programmplätze natürlich nach seinem Gusto so verändern, wie man es haben will. Der Funktionsumfang des DVB-T Teils des Fernsehgerätes entspricht so ziemlich dem eines "normalen", separat extern anschließbaren Empfängers. So kann man den EPG auslesen oder Videotext über den DVB-T Empfänger auf den Bildschirm holen lassen.

'''Die Timerfunktion'''

Über ein im DVB-T Modus aufrufbares Timermenu kann man im Zusammenspiel mit dem EPG den Fernseher automatisch für eine bestimmt, im EPG programmierte Sendung einschalten und nach der Sendung wieder ausschalten lassen. Dies ist für mich z.B. deswegen komfortabel, weil ich - wie eingangs erwähnt - gerne zum eindämmern noch ein wenig fernsehen schaue. So programmiere ich die Sendung, die ich zum Eindämmern anschauen möchte, im EPG und der Fernseher schaltet sich automatisch aus, wenn die Sendung vorbei ist. Entweder bin ich da schon sanft entschlafen oder so müde, dass ich nach dem Ausschalten des TV ohnehin eindöse. Sehr praktisch also ... ;-))
Alternativ dazu kann ich auch eine festgelegte Zeit programmieren, zu der sich der Fernseher automatisch abschalten soll - so ist man also nicht an das Ende einer bestimmten Sendung gebunden...

'''Empfangsqualität'''

Ich bin schon recht überzeugt von der Empfangsleistung des DVB-Teils des Gerätes. Wie schon erwähnt, fand das Gerät bei der "ersten Installation" gleich alle Sender, die ich über DVB-T in meinem Empfangsbereich empfangen kann - eine passive DVB-T Antenne reichte schon dazu aus. Auch sonst habe ich kaum Bildaussetzer oder Hakler zu verzeichnen, die Empfangsqualität liegt laut Empfänger durchweg bei mindestens 70 % .

'''Der CI-Slot'''

Kommen wir also nochmal zum CI-Slot zu sprechen, der bei dem Gerät auf der linken Seite angebracht ist. Um es vorweg zu nehmen: im Augenblick brauche ich keinen Empfänger mit CI-Slot in meinem Empfangsgebiet. Es war allerdings schon häufiger in Zeitungen und Zeitschriften zu lesen gewesen, dass einige Sender wohl vorhaben, ihr Angebot auch per DVB-T zu verschlüsseln (RTL z.B.). Wahr gemacht wurde diese Ankündigung bislang jedoch nicht. Jedoch kann ja keiner sagen, ob das so bleiben wird. Für den Fall eines Falls ist daher m.E. der vorhandene CI-Slot schon von großen Nutzen, denn so besteht ggf. die Chance, dann auch verschlüsselte Sender schauen zu können. Von daher ist das Gerät in dieser Hinsicht schon recht zukunftssicher, wenngleich ich natürlich sagen muss, dass der CI-Slot für den DVB-T Empfangsteil im Augenblick eher nutzlos für mich ist...

=== Der DVD- / USB / SD-Karten Betrieb ===

'''DVD-Funktionen'''

Mit der Auswahl "DVD/USB" über die AV-Taste kann man die DVD- und USB/SD-Karten-Abspielfunktion des Gerätes aktivieren. Zum DVD-Schauen schiebe ich entweder eine DVD in das auf der rechten Seite waagerecht eingebaute Slot-In Leselaufwerk ein , wodurch die DVD per Autostart gestartet wird oder drücke bei eingelegter DVD die "Play"-Taste auf der Fernbedienung.

'''Speicherkartenslot und USB-Anschluß'''

Möchte ich allerdings eine Video-,Foto oder Audiodatei via USB oder SD-Karte abspielen, muss ich dafür zunächst eins der genannten Medien an den hinten am Gerät, neben dem DVD-Leselaufwerk angebrachten USB - und SD-Slot einstecken. Neben SD-Karten wrden vom Gerät auch Speichermedien der Bauart MMC, Memorystick sowie Memorystick Pro unterstützt. Externe USB-Platten werden nicht unterstützt. Liegt neben einem Speichermedium auch eine DVD im Laufwerk ein, muss man sich in einem sich öffnenden Medienmenu entscheiden, ob man nun eine DVD schauen möchte oder ob man etwas von dem eingelegten Speichermedium anschauen oder hören möchte.
Dateien können sowohl von DVD als auch von einem USB-Stick bzw. einer Speicherkarte direkt abgespielt werden. Unterstützt werden seitens der Lesegeräte folgende Formate:
* Film: *.mpg, *.dat,*.vob / Musik: *.mp3, *.wma / Foto: *.jpg


'''Erfahrungen mit der Medienwiedergabe'''

Der Sinn oder Unsinn einer Musikwiedergabe über ein Gerät, welches gerade einmal mit Lautsprechern einer Stärke von 2x 5 W ausgestattet ist, liegt natürlich im Auge des Betrachters. MP3s hören sich jedenfalls nicht wirklich toll an, da nehme ich doch lieber eine richtige Anlage her. Ich habe mir allerdings schonmal das eine oder andere JPEG-Foto von einer SD-Karte angeschaut - das Bild wurde natürlich auf die maximale Auflösung des Gerätes von 1366x768 Pixeln heruntergerechnet, machte sonst aber optisch eine ganz gute Figur. Der Bildaufbau lässt allerdings schon ein wenig auf sich warten. Knapp 2s pro Bild sind schon angezeigt, je höher die Auflösung, desto länger dauert es, es muss, wie gesagt, ggf. die Auflösung vom Gerät heruntergerechnet werden, bevor ein Bild angezeigt wird.

'''Erfahrungen mit der DVD-Wiedergabe'''

Die Wiedergabe einer DVD über das Gerät ist dagegen absolut einwandfrei. Es ist so, als schaue man die DVD über ein "Stehallein"-Gerät, nur ist in diesem Fall der DVD-Abspielteil eben fest im Gerät implementiert. Dabei kann ich die DVD-Abspielfunktionalität durchaus mit einem externen DVD-Player vergleichen. Die Funktionalität (Umschalten von Audiospuren, Titelmenurücksprünge, Restlaufanzeige (OSD),Kapitelsprünge etc.pp) entspricht auf jeden Fall dem Standardrepertoire eines normalen DVD-Players. Dabei ist das Gerät beim Abspielen einer DVD nahezu flüsterleiste und akzeptiert auch selbsterstellte DVD-R und +R ebenso klaglos als Medium wie CD-Rs oder CD-RWs. Will man den digitalen Dolby 5.1 .- Ton auf eine Surroundanlage ausgeben - diese Möglichkeit besteht ebenso: ein digitaler Coax-Ausgang leitet in diesem Fall den Ton an eine Digitale Surroundanlage auf Wunsch weiter.Habe ich natürlich nicht gemacht, denn das Gerät steht, wie gesagt, im Schlafzimmer.Zur Steuerung aller Funktionen dient, wie schon bei der Steuerung der DVB-T Funktionen, die beiliegende 5-in-1 Steuerung.

=== Bildqualität ===

Kommen wir also mal auf einen wesentlichen Punkt zu sprechen: die Bildqualität des Displays.

'''Eingebaute Bildquellen (DVB-T & DVD)'''

Das Gerät verfügt, wie bereits angesprochen, über 2 eingebaute Bildquellen, einem DVD.-Teil sowie einem DVB-T Teil. Beide fest eingebaute Quellen liefern - ihren Möglichkeiten entsprechend - ein sehr kontrastreiches und scharfes PAL-Bild auf dem Fernseher ab. Dabei ist die Bildqualität einer DVD auf dem Fernseher abgespielt natürlich dank der im Vergleich zu DVB-T höheren Bitrate naturgemäß noch ein wenig besser. Im DVB-T Bereich kann es dagegen schonmal zu Fragmentierungen / Pixelisierungen im Bild kommen, Kunststück, sendet DVB.-T nunmal "nur" in 4000 kBit/s, während die von den Studios gemasterten DVDs meistens mit glatten 8000 kBit/s ihre Daten übertragen können.

'''Über SCART (Digitaler Satreceiver)'''

Fast einer DVD ebenbürtig ist das Bild über den SCART - Eingang, welches in meinem Fall über einen digitalen PAL-Satellitenempfänger über diesen Eingang geliefert wird. Auch hier ist das Bild kontrastreich und sehr farbgetreu und wird insgesamt sehr sauber aufgelöst. Natürlich muss man immer bedenken, dass der Bildschirm "nur" eine Diagonale von 47 cm misst, daher wird man wohl bei weiterem Betrachtungsabstand sowieso keine großen Qualitätsunterschiede zwischen dem SAT-Signal und einer DVD sehen können, schließlich sind beide Quellen "nur " SD-Pal.

'''Über HDMI'''

Schließt man allerdings eine HD-Quelle per HDMI an, wird schon bei näherem Hinsehen ein kleiner Qualitätsunterschied deutlich. Testweise (weil ich es wissen wollte) habe ich so schlicht meine HD-Videokamera an den Apparat per HDMI angeschlossen und eine Bandaufzeichnung abgespielt. Der Bildschirm jedenfalls liefert so ein auf knapp 1,5 m Betrachtungsabstand noch sichtbar besseres Bild ab als über PAL-Zuspielquellen. Hier spielt der Fernseher seine im Vergleich zu einer Bildröhre erheblich höheren Detailauflösung vollkommen aus. Dank einer Entspiegelung der Bildschirmoberfläche bleibt das Fernsehbild auch in hellen Beleuchtungssituationen im Raum dabei immer noch gut erkennbar. Für so ein kleines LCD.-Gerät ist die Bildqualität unterm Strich gesehen daher zumindest als gut, wenn nicht sehr gut einzuschätzen.

=== Die Bildanzeigemodi ===

* Panorama - das Bild wird am linken und rechten Rand gedehnt, bleibt zur Mitte hin jedoch größenproportinal - dieser Modus ist z.B. sinnvoll, wenn man 4:3 Bildquellen formatfüllend auf dem 16:9 Bildschirm darstellen möchte.
*14:9 - Ein Bild im 14:9 Format wird zum oberen und unteren Bildschirmrand ausgedenkt, schwarze Streifen links und rechts bleiben allerdings
* Kino - dieser Modus ist sinnvoll, wenn ein 16:9 Film im 4:3 Filmformat mit eingeblendeten oberen und unteren Balken auf den ganzen Bildschirm gezoomt werden soll
* Zoom - 4:3 Bildquellen werden auf die 16:9 Größe aufgezoomt, der obere und untere Bildinhalt wird dabei allerdings beschnittem

=== Tonqualität ===

In erster Linie sollte bei einem TV-Gerät doch die Sprachverständlichkeit bei der Beurteilung seiner Tonqualität im Vordergrund stehen. Und hier kann ich nur sagen: diese reicht vollkommen aus. Zwar sollte man von den nur 2x5W Boxen natürlich keine Wunderdinge erwarten, aber da man vor einem so , eher klein zu nennenden, Bildschirm von 47 cm Bildschirmdiagonale idR. sowieso nicht weit entfernt sitzen wird, reicht diese Leistung auf jeden Fall aus, um diese Funktionalität noch gut aufzuweisen. MP3s sollte man sich wenn, dann nicht über die Boxen des TV anhören, da gibt es durchaus besser und andere Möglichkeiten, z.B. den TV via digitalem Coax-Ausgang an eine HIFI - und / oder Surroundanlage anschließen. Für das abendliche TV-Schauen reicht die Leistung des Tonteils aber auf jeden Fall aus, finde ich jedenfalls.

=== Technische Daten ===

'''Bildschirm:'''

* Typ: LCD / Leistungsaufnahme (Betrieb/ Standby) : 60W / 1 W
* Abmaße (LxBxH):Breite in cm: 11.8 cm x 45.7 cm x 36 cm / Gewicht : 5.75 kg
* Umgebungstemperatur: +5°C bis + 35 °C / 20%-85% Luftfeuchtigkeit
* Bildschirmdiagonale: 47,0 cm (18,5") / Seitenverhältnis: 16:9
* Kontrastverhältnis: 1000:1 / Helligkeit: 250 cd/m²
* Reaktionszeit: 5 ms / Blickwinkel: 160° H/V / Physikalische Auflösung: 1366 x 768
* Bildoptimierung durch Rauschfilter / Bildschärfe einstellbar

'''Hyperband Kabeltuner: '''

*199 Programmspeicherplätze + AV /Automatischer Sendersuchlauf mit automatischer Speicherung
* Kindersicherung / Sleeptimer
* MP3 und JPEG Wiedergabe via USB

'''DVB-T -Tuner:'''

* 300 Programmspeicherplätze /Automatische Senderprogrammierung
* EPG (Elektronischer Programmführer) / CI Slot

'''Anschlüsse'''

* 1x Antennenanschluss / 1 x VGA (15 Pin D-Sub) / 1x HDMI / 1x YUV (3x Cinch) / 1x AV-Fronteingang (1xVideo (Cinch) , 1x Audio (2xCinch))
* 1 x Stereo Out (2xCinch) / 1x Stereo In (2xCinch) / 1x Digital Audio Out (SPDIF,COAX) / 1x Kopfhöreranschluß (3,5 mm Klinke)


=== FAZIT ===

Mit dem Medion P12013 bin ich eigentlich sehr zufrieden. Noch nicht einmal gab es auch nur Schwierigkeiten mit dem Gerät. Die Bild- und Tonqualität, die dieses Gerät liefert, ist m.E. vollkommen in Ordnung und ausreichend, schließlich erwarte ich mir von einem solch kleinen Gerät keine überragenden Resultate. Über HDMI zeigt das Gerät allerdings schon, dass es sich tatsächlich um einen "HD-ready"-Fernseher handelt. Das Bild ist hier - bei näherem Hinschauen- tatsächlich nochmals einen Tick detailreicher als über PAL. Bei weiterem Betrachtungsabstand allerdings relativiert sich dieser Vorteil natürlich, besonders für Brillenträger, wie ich einer bin. Jedoch erhält man für unter 200 Euro mit diesem Gerät einen kleinen HD-ready Fernseher inclusive Medienabspielmöglichkeit plus DVD Player plus DVB-T Empfänger. Allein letztgenannte Geräte kosten "solo" schonmal zusammengerechnet knapp 70-80 Euro. Man merkt dem Gerät natürlich an, dass es aus 3 Geräten besteht. Die Menugestaltung des DVB-T Modusmenus unterscheidet sich doch von der des DVD-Playerteils (welches optisch exakt dem für DVD-Player mediontypischen Menudesign besteht) und besonders von dem Menu, welches man im Kabeltunermodus auf den Bildschirm bekommt. Dennoch funktionieren alle 3 Teile dieses Gerätes tadellos und erfüllen auch vollkommen ihren Zweck. Ich gebe insgesamt vier Sternchen, da der Hersteller Medion nur ein Jahr Garantie auf das Gerät gibt, was ich ein wenig wenig finde. Das Gerät war für das Geld jedenfalls kein Fehlkauf.

Fazit: Ein guter Klein-LCD TV - leider nur mit 12 Monaten Garantie...

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Installation:    
Bildqualität:    
Klangqualität: