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Miradores del Albir (L'Alfàs del Pi)

Name des Mitglieds: timmey2
Produkt:
Miradores del Albir (L'Alfàs del Pi)
Datum: 11.05.11, geändert am 16.10.11 (75 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Lage, Ruhe, Freundlichkeit
Nachteile: nichts
//ALLGEMEIN//
Im vergangenen Oktober waren mein Freund und ich ein bisschen auf Reise. Wir hatten nicht ganz so viel geplant und hatten aber auch nicht vor besonders weit zu reisen um noch etwas Sonne tanken zu können. Also haben wir kurzum den Wetterbericht gecheckt und festgestellt, dass wir auch tatsächlich schon zwei Flugstunden später in Spanien herrlichstes Wetter genießen können.
L'Albir, ein kleiner Touristenort mit vielen Privatvillen, meldete noch 25 Grad und 8 Stunden Sonnenschein täglich, woraufhin wir lange überlegten, einen günstigen Flug buchten und die Reise losging.
//ORT UND UMGEBUNG//
Am Flughafen haben wir uns natürlich direkt ein Auto genommen. Wir kamen in Alicante an und mussten dann natürlich erst einmal zum Ort L'albir fahren. Aber das gestaltete sich recht problemlos. Man fährt vom Flughafen Alicante aus eigentlich immer nur Richtung Norden an der Küste entlang und wirklich viel falsch machen kann man da nicht. Es gibt eine gebührenpflichtige Autobahn-Strecke, die man aber auch ganz einfach umgehen kann, indem man eben nicht drauf fährt.
Wir fuhren etwa 40 bis 50 Minuten bis dann rechts an der Straße ein kleines Schild stand Richtung L'Alfas del Pi.
Von dort aus ist es dann nicht mehr weit. Der Ort selbst war zu unserem Besuch im Oktober recht leer, aber nicht komplett leer. Es war eigentlich genau richtig für uns: Wir fühlten uns nicht total alleine und es gab auch noch ein paar Pubs und Restaurants, in denen recht viel los war zu später Stunde, aber man hatte dennoch seine Ruhe und es war einfach kein richtiger Trubel mehr da.
Für mich war es die perfekte Jahreszeit für einen Urlaub dort und ich empfinde es auch wettertechnisch als das, was mir wirklich gut tut: Es ist nicht zu heiß, gleichzeitig ist aber das Meerwasser richtig aufgewärmt vom Sommer und z.B. wärmer als im Juni (Vergleich: Juni 19 Grad, September/Oktober 20/21 Grad). Ich brauche die Hitze nicht so wie andere Leute und mir reichen 25 Grad und Sonne noch locker aus. Alles andere ist mir meist zu warm.
Der Ort selbst hat leide rnur einen Kiesstrand. Wobei Kies ist schon wieder etwas missverständlich ist, denn eigentlich ist es wirklich ein Steinstrand. Für Kinder ist das natürlich nicht so schön und ich habe mich dort auch nie aufgehalten. An der Promenade war es abends ganz nett und die meisten Restaurants hatten auch noch geöffnet. Dennoch hätte es uns ganz gut gefallen, dort abends auch mal richtig am Meer zu sitzen und im Sand. Nur leider gab es den eben leider nicht. Für Kinder ist das natürlich nicht so der Bringer. Richtig spielen kann man so nicht und ich empfand die Steine auch nicht als so unscharf als dass ich da überhaupt ohne Schuhe laufen würde.
Alfas del Pi liegt nur rund 4 Kilometer entfernt von Benidorm. Wer Benidorm noch nicht kennt, dem sei gesagt, man nenne es auch Klein-Manhatten und so ungefähr sieht es von weitem auch aus: Man glaubt, man sei auf einmal in Las Vegas und ein riesiges Hochhaus reiht sich ans nächste. Man kann gar nicht fassen, dass da so eine richtige eigene Welt mitten in der Pampa entstand. Es wirkt wie ein Schandfleck. Wer aber abends mal Lust hat etwas zu unternehmen und sich auch im Oktober noch viel Action wünscht und viel Party, der kann auch einfach mal nach Benidorm fahren. Die Busse fahren zwar nachts nicht mehr, aber ein Taxi ist erschwinglich. Wir waren an einem Abend dort, weil gerade Fußball lief und da sind wir einfach in ein irisches Pub gegangen und waren später noch bei McDonalds essen. Man kann sich da schon ein paar Stunden aufhalten und ehrlich gesagt: Von innen ist Benidorm gar nicht so schlecht. Immerhin ist dort richtig war los, es gibt viele Geschäfte und alles, was man sucht. Nur von der Ferne wirkt es wie ein schlechter Witz. Insgesamt ist das spanische Land in dieser Region geprägt vom Wassermangel und gerade vor einer Weile habe ich eine Reportage gesehen, in der davon gesprochen wurde, dass insbesondere dafür auch Benidorm verantwortlich sei, weil nahezu das gesame verüfbgare Wasser in diese "Stadt" gepumpt wird, die einen wahnsinnigen Wasserverbrauch verzeichnet und die übrigen Regionen und Gebiete, insbesondere im Hinterland, leiden unter massivem Wassermangel.
Nun, ich werde nicht nochmal nach Benidorm fahren. Dort gibt es aber, wer mal hin möchte, immerhin einen Sandstrand. Mir wäre dort aber insbesondere am Tag über viel zu viel los.
//APARTEMENTS//
Diese liegen etwas außerhalb des Ortes Alfas del Pi. Das ist auch gar nicht schlecht so, denn außerhalb bedeutet in diesem Fall, dass es bergaufwärts geht. Man muss sich das so vorstellen, dass der Ort einfahc unten ist und eigentlich die idyllischeren Hotels und Apartements dann am Hügel, über dem Ort selbst. Dort wird es direkt ruhiger, man fühlt sich etwas entspannter und das Bild ist geprägt von schönen Villen, die oft zugewachsen sind von großen Bäumen und Büschen.
Die Apartements liegen irgendwo dazwischen, wirken eher unscheinbar von außen und wie ein normales Haus, also nicht wie ein Hotel. Man geht einen kleinen Weg entlang und landet dann an der Rezeption. Dort war zu unserer Ankunft erstmal niemand, aber es gab eine Klingel und die nette Besitzerin erschien dann auch gleich. Sie führte uns zu unserem Häuschen und hat uns nett alles erklärt. Etwas schade fand ich, dass sie sehr schlecht Englisch sprach. Nahezu gar nicht, würde ich fast behaupten. Deshalb dauerte auch jedes Gespräch mit ihr meist 5 Mal so lange, weil sie zuerst in spanisch alles erzählte und dazwischen ein paar englische Begriffe einbaute und man merkte, dass sie insbesondere bei den Vokalben große Lücken hatte. Dennoch: Sie war sehr charmant und das machte es auch wieder wett. Sie war immer bemüht, sehr höflich und hatte immer ein Lachen auf den Lippen.
Die Apartements hatten schätzungsweise 45 qm und es gab ein kleines Wohnzimmer mit einer kleinen Couch und einer dazugehörigen Küche. Die war mit allemn ausgestattet, was wir brauchten. So viel hatten wir gar nicht erwartet: Es gab sogar einen Stabmixer und wir konnten uns so mittags oft eine leckere Gemüsesuppe zaubern. Die Mikrowelle funktionierte zwar nicht, aber das war dann auch schnell gar nicht mehr so tragisch. Wir haben sowieso meist frisch gekocht und man kann auch sagen, dass wir wirklich jeden Tag gekocht haben. Es gab alles und wir haben in der Küche nichts vermisst. Das Besteck und das Geschirr erschienen uns sauber und es war auch nicht total alt.
Wir hatten einen großen Balkon, wo wir auch morgens gefrühstückt haben und abends haben wir dort gegessen. Wir saßen dort auch oft bis spät in die Nacht und haben noch zusammen Karten gespielt und Wein getrunken. Die Anlage war wirklich total ruhig, was daran liegen könnte, dass wir fast die einzigen Gäste waren. Einmal kam uns ein andere Paar entgegen, aber die haben wir nur einmal gesehen, keine Ahnung, ob die dort länger waren, aber scheinbar waren wir wirklich die einzigen Gäste. Wir hatten also alles für uns alleine: Am späten Nachmittag, nachdem wir von den Ausflügen zurück kamen, lagen wir immer noch bis etwa 18 oder 19 Uhr am Pool. Es war total ruhig und man hörte einfach nichts. Man konnte so wunderbar ausspannen, dass man nicht 5 Minuten wach blieb. Wir sind einfach sofort eingeschlafen und oft nur aufgewacht, weil die Sonne sich langsam verabschiedete und es kühler wurde. Man hört nichts als den Wind in den Bäumen und hin und wieder mal einen Hund aus der Nachbarschaft bellen: Kein Verkehr, kein Kindergeschrei, kein Geschrei anderer Gäste,...Es war einfach Erholung pur!
Das Bett war außerdem sehr bequem, was ich auch bisher nicht so oft erlebte und besonders betonen möchte. Hier muss man keine Angst haben vor Rückenschmerzen.
//TIPPS//
Man benötigt unbedingt einen Mietwagen. Ohne geht es einfach nicht. In der Umgebung gibt es viel zu sehen: Die verschiedenen Orte sind einfach toll (man sollte sich ruhig mal umsehen in den großen Orten: Calpe, Benidorm,...), aber auch die kleineren Orte sind toll: Denia mit seinem Hafen, von wo aus die riesen Fähren starten, Altea ist eine tolle Stadt,...Dazu gibt es viele tolle Tropfsteinhöhlen, von denen ich jede einzelne absolut sehenswert fand.
Außerdem wandern wir gerne und haben eben das in aller Ruhe machen können. Auch hier galt, dass die Wanderrouten nicht überlaufen waren und das Wetter dafür einfach perfekt. Man hat bei den verschiedenen Routen teilweise eine grandiose Aussicht und es sei gesagt: Von ganz oben wirkt Benidorm wiederum total faszinierend mit seinen Hochhäusern.
Benissa hat uns als Ort sehr gut gefallen. Was ich hingegen nicht empfehlen kann, sind die Ausflüge zu den Wasserfällen. Hier fühlten wir uns echt etwas hintergangen: Es erschien uns als pure Abzocke und mal im Ernst: Wir hatten richtige Wasserfälle erwartet und nicht so kleine Bäche. Der Tag war unserer Ansicht nach eine ziemliche Verschwendung und hat sich überhaupt nicht gelohnt. Dennoch gilt, wenn man hin möchte, dann würde ich das nicht in der Hochsaison machen.
Einkaufen kann man gut im Ort selbst, allerdings würde ich dort den Lidl meiden. Uns ging es dort meistens so, dass wir vieles gar nicht finden konnte. Dazu kam, dass es dort kein Brot gab und so weiter. Deshalb würde ich im heimischen Supermarkt direkt im Ort einkaufen, wo man insbesondere sehr gutes, frisch gebackenes Brot bekommen kann. So gutes Brot haben wir danach eigentlich kaum mehr bekommen. Ansonsten bekommt man dort wirklich alles, frischen Frisch und Fleisch, frisches und wirklich sehr gutes Gemüse. Dazu sind die Preise fair und sogar beliebte Importprodukte wie Nutella oder so etwas ist hier nicht übertrieben teuer.
//FAZIT//
War ein toller Urlaub in einer tollen Anlage, die sich vor allem durch ihre Lage auszeichnet: Sie ist nicht mitten im Ort sondern etwas entfernt. Dennoch ist die Hanglage ein großer Vorteil, auch wenn es bedeutet, dass man abends, wenn man wieder zurück läuft, drei Mal so lange braucht bis man wieder oben ist, aber das ist ja auch nicht schlimm. Es ist ja Urlaub und man hat ja Zeit.
Wir genossen die Ruhe in der Nebensaison und fühlten uns dort sehr gut aufgehoben. Fehlende Englischkenntnisse wurden immer durch sehr viel Charme und Freundlichkeit wett gemacht.
Einen Mietwagen braucht man unbedingt, aber der lohnt sich wirklich und in der Umgebung gibt es tolle, kleine und wirklich landestypische Orte, die sich für Tagesausflüge immer lohnen. Wir sind jetzt keine richtigen Touristen, die immer Action brauchen, deshalb haben wir keine Wasserparks oder so etwas in der Nähe getestet, aber die hatten auch zu dieser Jahreszeit schon geschlossen. Insgesamt war die Reisezeit im Oktober einfach optimal: Das Wetter war wunderbar, das Wasser im Meer sehr warm und die große Masse bereits schon wieder zu Hause. Wir haben uns hier bestens erholt.
Fazit: wir waren rundum erholt und zufrieden

