Ferienwohnung Bortenlänger (Deggendorf)



'Naufi gehts!
Ferienwohnung Bortenlänger (Deggendorf)

Name des Mitglieds: Panhandle
Produkt:
Ferienwohnung Bortenlänger (Deggendorf)
Datum: 20.10.11, geändert am 09.04.12 (101 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Reizende Gastgeber,sehr schöne Wohnung
Nachteile: Sehr kleines Bad, ohne Auto beschwerlich zu erreichen
Liebe Dooyoos,
wenn es der Geldbeutel erlaubt, verreisen wir sehr gerne. Meistens in den Sommerferien oder im Frühjahr für eine Woche, vor drei Jahren hatten wir uns erstmals für die Herbstferien entschieden. Wir wollten in Deutschland bleiben und den bayrischen Wald erkunden, da wir dort noch nicht waren. Wie Ihr sicher wisst, kommt ein Hotel für vier Personen nicht infrage, aber durch jahrelange Erfahrung bin ich recht gut im Ferienwohnungen auftreiben, *gg* Nachdem wir uns für Deggendorf entschieden hatten, ließ ich mir von dort ein Gastgeberverzeichnis kommen.
Natürlich hatte ich vorweg schon gewisse "Ansprüche", die da waren:
Zwei Schlafzimmer
möglichst ein Herd mit vier Platten
in Bahnhofsnähe gelegen und doch zentral zum Ort
mindestens 65qm groß
Um unsere "Bedingungen" kurz zu erklären; zwei Schlafzimmer sollten für vier Personen schon sein; ich bin weg von der ausziehbaren Couch im Wohnzimmer, da jeder von uns dadurch arge Rückenschmerzen hatte. Es geht auch im Urlaub nichts über ein ordentliches Bett :o)
Da wir im Urlaub nicht so oft essen gehen und wir halt kochen, ist ein Herd mit vier Platten wegen der Kochmöglichkeiten möglichst Pflicht. Wir hatten auch schon FeWo mit zwei Platten, das geht auch, ist aber umständlicher.
In Bahnhofsnähe deswegen, weil wir auch am Ferienort alle Wege/Ausflüge mit öffentlichen Verkehrsmitteln erledigen.
Die "mindestens 65qm" tendieren daher, dass wir uns in kleineren Wohnungen wirklich auf der Pelle sitzen und ein bißchen Bewegungsfreiheit möchte ich auch in der FeWo haben.
Die Auswahl im Gastgeberverzeichnis war nicht sehr groß und wir entschieden uns dann für die
==Ferienwohnung Bortenlänger==
im Hussitenweg, da sie fast alles bot, was wir uns vorstellten. Einziges Manko, der Hussitenweg ist nicht gerade in Bahnhofsnähe, aber ich fand in Deggendorf keine passende FeWo mit diesem Kriterium.
==**Das Haus**==
Familie Bortenlänger hat dieses Haus ca. 1979 gebaut. Die untere Wohnung ist die größte, dort wohnt das Ehepaar, die obere Wohnung wird seit vielen Jahren an Gäste vermietet.
Das Haus wird liebevoll gepflegt und umsorgt, das fängt beim Garten an und hört auch innerhalb des Hauses nicht auf, wo alles sehr schön dekoriert ist und man gesammelte Werke bewundern kann. Während die obere Wohnung einen großen Balkon hat, so hat sich das Ehepaar Bortenlänger den unteren Balkon als Wintergarten umbauen lassen. Zusätzlich gibt es eine Terrasse, die in den Garten führt. Am Eingang des Hauses plätschert ein Springbrunnen, der nett anzusehen ist.
==**Unsere Wohnung**==
Wir betreten das Haus und geradeaus geht man in die Privatwohnung. Wir aber steigen die Treppe hinauf, dort erwartet uns schon eine kleine Garderobe, wo wir unsere Jacken aufhängen können. Daneben führt die Tür in unser zukünftiges, zweiwöchiges Reich.
Zuerst beeindruckt uns der lange Flur. Nicht breit, aber lang, *gg* Sehr interessant ist hier, dass die Küche im Flur integriert ist....sowas habe ich noch nie gesehen! Der Flur wird also an einer Stelle breit und in diesem Rechteck befindet sich eine voll ausgestattete Einbauküche. Es ist alles da, Wasserkocher, Kaffeemaschine, Mikrowelle, ein 4-Platten-Herd mit funktionierendem Backofen, sogar ein Geschirrspüler, wir sind platt. Der spätere intensivere Blick offenbart uns jede Menge Geschirr, Kochtöpfe, sogar Zucker, Salz und Gewürze sind vorhanden. Wir brauchen weder Mülltüten, Reiniger für den Geschirrspüler noch Spülmittel kaufen, es ist alles da. Allerdings sehe ich auf den ersten Blick in die Schubladen, es fehlt eine Schere....das scheint bei FeWos so üblich zu sein, daher habe ich schon immer eine im Gepäck. Am Anfang der Küche befindet sich ein an der Wand befestigter Tisch mit vier Barhockern drum herum. Nicht sehr groß, aber später stellten wir fest, dass man dort durchaus frühstücken kann.
Am Anfang des Flures geht es gleich rechts in das erste Zimmer, welches ein Schlafzimmer sein soll. Ich schreibe extra "sein soll", weil es doch eher wie ein zweites Wohnzimmer anmutet. Ein großer gußeisener Ofen steht in der Ecke, weiterer Blickfang sind sehr alte und schöne Möbelstücke, in denen wir mühelos unsere Kleidung unterbringen können. Es ist Platz für einen Tisch mit vier Stühlen, zwei Fenster lassen viel Licht herein. In einer alten Wäschekommode finden wir ausreichend Handtücker in zwei Größen und wir dürfen so viele benutzen, wir wir benötigen.
Mein Blick fällt auf die Schlafgelegenheit, oh Schreck, ein ausgezogenen Sofa! Mir schwant Schlimmes, hatten wir doch in unserer FeWo in Bad Schandau böse Erfahrungen mit einer Schlafcouch gemacht. Sollten wir erneut dieses Pech haben?
Wir kehren zurück in den Flur und nehmen die nächste Tür in Angriff, dahinter verbirgt sich das Wohnzimmer. Auch hier gibt es wunderschöne, alte Möbelstücke zu bewundern, mir hat es besonders ein Sekretär angetan. Der Raum ist groß, daher gibt es gleich zwei Sofas, auf denen man es sich bequem machen kann. Schnell beliebt wird der große Ohrensessel, außerdem finden wir auch hier einen großen Tisch mit vier Stühlen, wo wir später vor allem unser Abendbrot einnehmen.
An der Wand geradeaus befindet sich ein großes Bücherregal mit sehr viel Lesestoff. Darauf ein sehr altes Cassettendeck mit Radio, welches einwandfrei funktioniert. Der kleine, aber moderne Fernseher will so gar nicht in das altmodische Bild des Raumes passen. Dieser steht auf einem mehrstöckigen Glasregal und hat einen integrierten DVD-Player, was von uns allen erfreut zur Kenntnis genommen wird.
Eine große Fensterfront verspricht viel Licht, daneben eine Glastür, die uns auf den Balkon führt. Dort gibt es eine weitere Glastür, diese kommt vom Schlafzimmer. Den Balkon kann man also von zwei Räumen aus betreten. Zudem ist er überdacht und führt "ums Eck", so kann man mit der Sonne wandern, wenn man draußen sitzt. Für die passende Sitzgelegenheit sorgen vier massive Holzstühle, dazu gibt es auch Sitzkissen, und ein kleinerer Tisch.
Gegenüber des Wohnzimmers befindet sich das sehr kleine Bad. Trotzdem gibt es dort eine Badewanne, die man allerdings auch zum Duschen nutzen kann und sollte. Zwei spezielle, faltbare Plastiktüren verhindern dabei, dass das Gepladder zu groß wird. Diese halten ganz schön dicht, stellten wir später fest, auch wenn es etwas eng ist. Die Fensterbank ist sehr breit, so dass wir diese auch als Ablageplatz benutzen. Über dem Waschbecken hängt ein uralter Spiegelschrank, der auch die einzige Lichtquelle beherbergt. Dieses Licht ist nicht sehr stimmungsvoll und von einer Farbgebung, die einem schon morgens hundeelend aussehen lässt, *lach*
Gleich wenn man in den Raum kommt, steht rechts in die Ecke gequetscht ein drehbarer, schmaler Schrank. Die Idee ist wirklich gut, schafft Platz auf kleinem Raum. Dort haben wir u.a. unsere Kulturtaschen untergebracht. Der Schrank hat an jeder Seite stabile Haken, wo wir später die Badehandtücher aufhängen können. Neben dem Waschbecken befinden sich rechts und links zwei Handtuchhalter, die auch notwendig sind.
Am Ende des Flures, an der Küche vorbei, befindet sich das eigentliche Schlafzimmer. Das ist der kleinste Raum, dort befindet sich ein Doppelbett aus Großmutters Zeiten und wieder ein sehr alter, aber wunderschöner Schrank. Auch dieser ist geeignet, um seine Kleidung unterzubringen. Über den Betten verläuft eine Schräge, diese geht in eine Art breite Fensterbank(halt ohne Fenster)über, so dass dort genügend Platz ist, um viele Dinge abzulegen. Zudem hat jedes Bett noch einen Nachtisch.
Außer der Glastür, die auf den Balkon führt, gibt es noch ein kleines Fenster, welches den Blick in die andere Richtung freigibt.
Der Fußboden der Wohnung besteht aus Laminat, allerdings bedecken diesen sehr viele Teppiche.
==**Schlafkomfort**==
Da will ich Euch nicht lange auf die Folter spannen. Der Schreck über die ausziehbare Couch saß mir noch in den Gliedern, als wir uns abends ins Bett begaben. Unsere Söhne hatten sich natürlich sofort das kleine Schlafzimmer ausgesucht, so dass wir mit dem anderen Zimmer Vorlieb nahmen. Und wir wurden angenehm überrascht! All die Nächte haben wir dort wunderbar und bequem geschlafen. Niemals hatten wir Rückenschmerzen oder waren morgens gerädert, ganz im Gegenteil. Ich gehe daher davon aus, dass dieses "Gestell" kein normales Sofa mit Schlaffunktion ist, sondern wirklich ein "richtiges" Schlafsofa, welches wirklich sehr bequem ist und eine ausreichende Liegefläche für zwei erwachsene Personen bietet.
Letztendlich waren wir froh, dort zu schlafen, denn unsere Kinder hatten auf jeden Fall die weicheren Betten. Das mag für manchen attraktiv klingen, für uns weniger, da wir einigermaßen stabile Matratzen gewöhnt sind. Das merkten dann auch die Jungs, die dann doch etwas versanken, *gg*
==**Die Lage oder "'naufi gehts!"**==
Ich bin ja immer bemüht, eine FeWo in Bahnhofsnähe zu finden oder zumindest mit Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, da wir grundsätzlich im Urlaub das Auto zu Hause lassen. Bisher hat das stets wunderbar geklappt, aber wie Ihr wisst, Ausnahmen bestätigen die Regel. Deggendorf ist durch die Eingemeindung vieler kleiner Dörfer recht zersiedelt und so gut wie alle FeWos liegen irgendwo "auf'm Berg". Klingt erstmal nicht schlimm, wird es aber, wenn man ohne Auto dort ist. Auf dem Stadtplan sah das so wild nicht aus, aber als unsere Vermieterin uns netterweise vom Bahnhof abholte und wir während der Fahrt erahnten, welche Wege uns bevorstanden, wurde uns doch etwas mulmig zumute. Die FeWo Bortenlänger liegt sehr hoch, fast am Ende von Deggendorf. Noch ein Stück höher beginnt schon der nächste Ortsteil, nämlich Simmling.
Mit dem Auto hat man die Steigungen schnell überwunden und alles wäre kein Problem gewesen, würde wenigstens eine Buslinie diesen Berg erklimmen....dem war leider nicht so. Zum Glück sind wir gut zu Fuß und bis zum Bahnhof benötigten wir rund eine halbe Stunde. Abwärts, wohlgemerkt. Zurück könnt Ihr locker 15 Minuten drauflegen, denn den Berg schaffte ich nicht ohne Pause. Ich weiß nicht, wieviel Prozent Steigung das sind, aber es ist heftig. Ich nahm es allerdings sportlich, eigentlich tat ich ja etwas für meine Gesundheit. Wenn wir allerdings nach einem langen Tagesausflug den Marsch vom Bahnhof bis zur FeWo zurücklegten, wussten wir sehr wohl, was wir getan hatten, *gg*
==**Ich will auf mein Auto nicht verzichten!**==
Das ist, ehrlich gesagt, in diesem Fall eine ausgesprochen gute Idee. Erstmals haben wir uns während des Urlaubes gewünscht, wir hätten ein Auto dabei. Unsere Vermieterin war so nett und ist einmal mit uns einkaufen gefahren. Wir machten einen Rundumschlag, so dass wir die Tage danach immer nur Kleinigkeiten kaufen mussten.
Die Lage der FeWo ist wirklich hauptsächlich für Gäste mit eigenem PKW gedacht, aber ich glaube, das ist mit den meisten FeWos dort so. Der Hussitenweg ist zwar eng, aber man kann sein Auto in die Hofeinfahrt der Familie Bortenlänger stellen.
Unten im Ort sah es immer sehr zugeparkt aus. Die Fußgängerzone kann man beidseitig beparken, allerdings kostenpflichtig mit Parkschein. Dazu gibt es noch eine Tiefgarage, die unter dem Marktplatz liegt.
==**Gastgeber**==
Unsere Vermieter sind schon älter, das darf ich sicher sagen. Herr Bortenlänger ist 80 Jahre alt, seine Frau 77 Jahre, aber noch so fit und wendig, wir staunten nur. Sie erzählte uns ganz stolz, sie würde noch jedes Wochenende ca. 30 Kilometer(!) mit dem Fahrrad fahren.
Bisher hatten wir FeWos ohne direkten Vermieter, erstmals wohnten wir mit den Gastgebern in einem Haus. Selten habe ich so gastfreundliche und herzliche Menschen getroffen. Die Jungs bekamen öfter etwas zugesteckt, sei es eine Süßigkeit oder auch ein Buch. Kamen wir von einem Tagesausflug nach Hause, stand öfter eine Leckerei auf der Treppe, einmal sogar ein riesiger Apfelstrudel, der uns allen ganz hervorragend geschmeckt hat.
An unserem Ankunftstag wurden wir nicht nur vom Bahnhof abgeholt, sondern auch gleich zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Frau Bortenlänger erwähnte öfter, wir könnten gerne anrufen, wenn wir mal keine Lust hätten, vom Bahnhof zur Wohnung zu laufen, aber dieses Angebot haben wir nicht in Anspruch genommen. Allein des liebenswerten Ehepaares wegen würde ich dort noch einmal Urlaub machen wollen ;o)
==**Was kostet der Spaß?**==
Im Vorfeld hatte ich ja alle FeWos studiert, Preise, Quadratmeter und Ausstattung verglichen. Hier schnitt die FeWo Bortenlänger am besten ab, denn mit einer Größe von knapp 100qm und einem Tagespreis von 45 Euro kann man nicht meckern. Es waren wesentlich kleinere FeWos für denselben Preis im Angebot. Wenn ich noch den privaten Service mit einberechne, den das Ehepaar an den Tag gelegt hat, ist der Preis noch gerechtfertigter. Dieser Preis gilt übrigens das ganze Jahr über.
==**Lob und Kritik**==
Sicher habt Ihr das meiste schon aus meinen Bericht heraus gelesen. Trotzdem möchte ich noch eine Zusammenfassung zum Ende des Berichtes abgeben.
"Kritik"
Das Bad empfanden wir alle als etwas klein, aber als negativen Punkt würde ich das jetzt nicht anführen wollen. Schon eher hat mich der uralte Alibert im Bad gestört, mit der diffusen Lichtquelle. Ich finde, hier wäre ein Austausch wirklich nötig.
Ungünstig ist halt die Lage auch, wenn man etwas einkaufen möchte. Es gibt dort oben kein einziges Geschäft, mal eben morgens Brötchen holen ist gar nicht möglich.
"Lob"
Hervorzuheben ist hier zuerst die Gastfreundschaft unserer Vermieter. Dazu habe ich mich ja weiter oben schon genug ausgelassen, aber ich bin immer noch begeistert darüber. Wir wurden übrigens nicht nur vom Bahnhof abgeholt, sondern am Abreisetag auch wieder dorthin gebracht. Was uns sonst noch Gutes getan wurde, Ihr wisst es bereits.
Sehr gut gefallen hat mir auch, dass Bettwäsche und Handtücher im Preis inbegriffen waren. Das ist ja heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr. Die Handtücher sahen alle recht gut und unverbraucht aus, nicht zerschlissen oder abgenutzt. Sie wurden auch nicht eingeteilt, sondern in der Wäschekommode waren genügend vorhanden, wir konnten so viele nutzen, wie wir wollten. So auch die Geschirrtücher, die ausreichend vorhanden waren.
Erstaunlich, was man auf kleinem Raum alles unterbekommt, so gesehen bei der kleinen Küche. Begeistert waren wir natürlich von Geschirrspüler und Backofen, den wir insbesondere dafür nutzen, um morgens Brötchen zu backen.
Die Ausstattung der Wohnung hat uns allen gefallen. Vor allem ich stehe auf alte Möbel und war durchweg begeistert. Allerdings würde ich mit kleineren Kindern diese Wohnung nicht nehmen, aus Angst, die Möbel könnten zu Schaden kommen.
In der ersten Woche haben wir den Balkon fast täglich genutzt, da wir Temperaturen bis zu 27°C Grad hatten,und das im Oktober. Vom Balkon aus hat man übrigens eine ganz tolle Aus - und Fernsicht, allein deswegen hat sich der Weg den Berg hinauf schon gelohnt ;o)
Innerhalb der Wohnung hängen sehr viele, selbst gemalte Bilder. Bei näherem Hinschauen entdeckte ich stets die Signierung von Frau Bortenlänger und ich sprach sie darauf an. Sie malt seit vielen Jahren, verkauft ab und an auch ihre Bilder, macht Ausstellungen. Ich finde diese persönliche Note in der FeWo sehr schön, zumal es alles sehr gelungene Werke sind.
==**Fazit**==
Dieses fällt im Grunde genommen positiv aus. Was ich noch zu bemängeln habe, gilt keineswegs der FeWo, sondern dem öffentlichen Nahverkehr in Deggendorf. Als wir uns im Vorfeld über den Ort erkundigten, lasen wir viel Eigenwerbung, es gibt ein eigenes Touristen-Büro und wir bekamen unsere Fahrkarte sogar zum halben Preis. Ähnlich wie im Schwarzwald, so wird auch hier das Bahnfahren belohnt. Was aber nützt das dem autofreien Gast, wenn er sich innerhalb des Ortes nur zu Fuß bewegen kann? Sicher, es fuhren auch Busse, aber das waren meistens Schulbusse zu entsprechenden Zeiten - morgens um 7.00 Uhr wollten wir dann doch noch nicht los. Gerade zu den abgelegeren Regionen des Ortes sollten die Busse öfter fahren, dass diese öfter ohne Fahrgäste unterwegs sind, liegt auch mit an den ungünstigen Fahrzeiten.
Allerdings hat man vom Deggendorfer Hauptbahnhof aus die besten Verbindungen. Von dort aus ist man in kurzer Zeit in Passau, Regensburg und München. Das war auch mit ein Grund, warum wir Deggendorf als Urlaubsort ausgesucht hatten, da wir einiges an Städtetouren machen wollten.
Als ansonsten passionierte mit öffentlichen Verkehrsmitteln Reisende müssen wir diesmal leider sagen, Deggendorf ist eine Urlaubsregion, wo es ohne Auto fast gar nicht geht. Das es doch irgendwie geht, sieht man ja an uns, aber es ist sehr beschwerlich. Dieser Teil Bayerns(ich weiß ja nicht, wie es im Rest aussieht)ist vollkommen auf den Autoverkehr ausgerichtet, was wir sehr schade finden. Als Einwohner hat man halt ein Auto, das würde uns auch so gehen, aber als Gast, der autofrei anreist, hat man hier schlechte Karten.
Das hat zwar nur indirekt mit unserer FeWo zu tun, wollte ich aber erwähnt haben.
Wer Interesse an der FeWo Bortenlänger hat, sollte sich ein Deggendorfer Gastgeberverzeichnis unter www.deggendorf.de zukommen lassen. Die Bortenlängers verfügen über keinen Internanschluss und sind daher nur per Telefon und Brief zu erreichen.
Wie stets, danke ich Euch auch heute sehr fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren :o)
wenn es der Geldbeutel erlaubt, verreisen wir sehr gerne. Meistens in den Sommerferien oder im Frühjahr für eine Woche, vor drei Jahren hatten wir uns erstmals für die Herbstferien entschieden. Wir wollten in Deutschland bleiben und den bayrischen Wald erkunden, da wir dort noch nicht waren. Wie Ihr sicher wisst, kommt ein Hotel für vier Personen nicht infrage, aber durch jahrelange Erfahrung bin ich recht gut im Ferienwohnungen auftreiben, *gg* Nachdem wir uns für Deggendorf entschieden hatten, ließ ich mir von dort ein Gastgeberverzeichnis kommen.
Natürlich hatte ich vorweg schon gewisse "Ansprüche", die da waren:
Zwei Schlafzimmer
möglichst ein Herd mit vier Platten
in Bahnhofsnähe gelegen und doch zentral zum Ort
mindestens 65qm groß
Um unsere "Bedingungen" kurz zu erklären; zwei Schlafzimmer sollten für vier Personen schon sein; ich bin weg von der ausziehbaren Couch im Wohnzimmer, da jeder von uns dadurch arge Rückenschmerzen hatte. Es geht auch im Urlaub nichts über ein ordentliches Bett :o)
Da wir im Urlaub nicht so oft essen gehen und wir halt kochen, ist ein Herd mit vier Platten wegen der Kochmöglichkeiten möglichst Pflicht. Wir hatten auch schon FeWo mit zwei Platten, das geht auch, ist aber umständlicher.
In Bahnhofsnähe deswegen, weil wir auch am Ferienort alle Wege/Ausflüge mit öffentlichen Verkehrsmitteln erledigen.
Die "mindestens 65qm" tendieren daher, dass wir uns in kleineren Wohnungen wirklich auf der Pelle sitzen und ein bißchen Bewegungsfreiheit möchte ich auch in der FeWo haben.
Die Auswahl im Gastgeberverzeichnis war nicht sehr groß und wir entschieden uns dann für die
==Ferienwohnung Bortenlänger==
im Hussitenweg, da sie fast alles bot, was wir uns vorstellten. Einziges Manko, der Hussitenweg ist nicht gerade in Bahnhofsnähe, aber ich fand in Deggendorf keine passende FeWo mit diesem Kriterium.
==**Das Haus**==
Familie Bortenlänger hat dieses Haus ca. 1979 gebaut. Die untere Wohnung ist die größte, dort wohnt das Ehepaar, die obere Wohnung wird seit vielen Jahren an Gäste vermietet.
Das Haus wird liebevoll gepflegt und umsorgt, das fängt beim Garten an und hört auch innerhalb des Hauses nicht auf, wo alles sehr schön dekoriert ist und man gesammelte Werke bewundern kann. Während die obere Wohnung einen großen Balkon hat, so hat sich das Ehepaar Bortenlänger den unteren Balkon als Wintergarten umbauen lassen. Zusätzlich gibt es eine Terrasse, die in den Garten führt. Am Eingang des Hauses plätschert ein Springbrunnen, der nett anzusehen ist.
==**Unsere Wohnung**==
Wir betreten das Haus und geradeaus geht man in die Privatwohnung. Wir aber steigen die Treppe hinauf, dort erwartet uns schon eine kleine Garderobe, wo wir unsere Jacken aufhängen können. Daneben führt die Tür in unser zukünftiges, zweiwöchiges Reich.
Zuerst beeindruckt uns der lange Flur. Nicht breit, aber lang, *gg* Sehr interessant ist hier, dass die Küche im Flur integriert ist....sowas habe ich noch nie gesehen! Der Flur wird also an einer Stelle breit und in diesem Rechteck befindet sich eine voll ausgestattete Einbauküche. Es ist alles da, Wasserkocher, Kaffeemaschine, Mikrowelle, ein 4-Platten-Herd mit funktionierendem Backofen, sogar ein Geschirrspüler, wir sind platt. Der spätere intensivere Blick offenbart uns jede Menge Geschirr, Kochtöpfe, sogar Zucker, Salz und Gewürze sind vorhanden. Wir brauchen weder Mülltüten, Reiniger für den Geschirrspüler noch Spülmittel kaufen, es ist alles da. Allerdings sehe ich auf den ersten Blick in die Schubladen, es fehlt eine Schere....das scheint bei FeWos so üblich zu sein, daher habe ich schon immer eine im Gepäck. Am Anfang der Küche befindet sich ein an der Wand befestigter Tisch mit vier Barhockern drum herum. Nicht sehr groß, aber später stellten wir fest, dass man dort durchaus frühstücken kann.
Am Anfang des Flures geht es gleich rechts in das erste Zimmer, welches ein Schlafzimmer sein soll. Ich schreibe extra "sein soll", weil es doch eher wie ein zweites Wohnzimmer anmutet. Ein großer gußeisener Ofen steht in der Ecke, weiterer Blickfang sind sehr alte und schöne Möbelstücke, in denen wir mühelos unsere Kleidung unterbringen können. Es ist Platz für einen Tisch mit vier Stühlen, zwei Fenster lassen viel Licht herein. In einer alten Wäschekommode finden wir ausreichend Handtücker in zwei Größen und wir dürfen so viele benutzen, wir wir benötigen.
Mein Blick fällt auf die Schlafgelegenheit, oh Schreck, ein ausgezogenen Sofa! Mir schwant Schlimmes, hatten wir doch in unserer FeWo in Bad Schandau böse Erfahrungen mit einer Schlafcouch gemacht. Sollten wir erneut dieses Pech haben?
Wir kehren zurück in den Flur und nehmen die nächste Tür in Angriff, dahinter verbirgt sich das Wohnzimmer. Auch hier gibt es wunderschöne, alte Möbelstücke zu bewundern, mir hat es besonders ein Sekretär angetan. Der Raum ist groß, daher gibt es gleich zwei Sofas, auf denen man es sich bequem machen kann. Schnell beliebt wird der große Ohrensessel, außerdem finden wir auch hier einen großen Tisch mit vier Stühlen, wo wir später vor allem unser Abendbrot einnehmen.
An der Wand geradeaus befindet sich ein großes Bücherregal mit sehr viel Lesestoff. Darauf ein sehr altes Cassettendeck mit Radio, welches einwandfrei funktioniert. Der kleine, aber moderne Fernseher will so gar nicht in das altmodische Bild des Raumes passen. Dieser steht auf einem mehrstöckigen Glasregal und hat einen integrierten DVD-Player, was von uns allen erfreut zur Kenntnis genommen wird.
Eine große Fensterfront verspricht viel Licht, daneben eine Glastür, die uns auf den Balkon führt. Dort gibt es eine weitere Glastür, diese kommt vom Schlafzimmer. Den Balkon kann man also von zwei Räumen aus betreten. Zudem ist er überdacht und führt "ums Eck", so kann man mit der Sonne wandern, wenn man draußen sitzt. Für die passende Sitzgelegenheit sorgen vier massive Holzstühle, dazu gibt es auch Sitzkissen, und ein kleinerer Tisch.
Gegenüber des Wohnzimmers befindet sich das sehr kleine Bad. Trotzdem gibt es dort eine Badewanne, die man allerdings auch zum Duschen nutzen kann und sollte. Zwei spezielle, faltbare Plastiktüren verhindern dabei, dass das Gepladder zu groß wird. Diese halten ganz schön dicht, stellten wir später fest, auch wenn es etwas eng ist. Die Fensterbank ist sehr breit, so dass wir diese auch als Ablageplatz benutzen. Über dem Waschbecken hängt ein uralter Spiegelschrank, der auch die einzige Lichtquelle beherbergt. Dieses Licht ist nicht sehr stimmungsvoll und von einer Farbgebung, die einem schon morgens hundeelend aussehen lässt, *lach*
Gleich wenn man in den Raum kommt, steht rechts in die Ecke gequetscht ein drehbarer, schmaler Schrank. Die Idee ist wirklich gut, schafft Platz auf kleinem Raum. Dort haben wir u.a. unsere Kulturtaschen untergebracht. Der Schrank hat an jeder Seite stabile Haken, wo wir später die Badehandtücher aufhängen können. Neben dem Waschbecken befinden sich rechts und links zwei Handtuchhalter, die auch notwendig sind.
Am Ende des Flures, an der Küche vorbei, befindet sich das eigentliche Schlafzimmer. Das ist der kleinste Raum, dort befindet sich ein Doppelbett aus Großmutters Zeiten und wieder ein sehr alter, aber wunderschöner Schrank. Auch dieser ist geeignet, um seine Kleidung unterzubringen. Über den Betten verläuft eine Schräge, diese geht in eine Art breite Fensterbank(halt ohne Fenster)über, so dass dort genügend Platz ist, um viele Dinge abzulegen. Zudem hat jedes Bett noch einen Nachtisch.
Außer der Glastür, die auf den Balkon führt, gibt es noch ein kleines Fenster, welches den Blick in die andere Richtung freigibt.
Der Fußboden der Wohnung besteht aus Laminat, allerdings bedecken diesen sehr viele Teppiche.
==**Schlafkomfort**==
Da will ich Euch nicht lange auf die Folter spannen. Der Schreck über die ausziehbare Couch saß mir noch in den Gliedern, als wir uns abends ins Bett begaben. Unsere Söhne hatten sich natürlich sofort das kleine Schlafzimmer ausgesucht, so dass wir mit dem anderen Zimmer Vorlieb nahmen. Und wir wurden angenehm überrascht! All die Nächte haben wir dort wunderbar und bequem geschlafen. Niemals hatten wir Rückenschmerzen oder waren morgens gerädert, ganz im Gegenteil. Ich gehe daher davon aus, dass dieses "Gestell" kein normales Sofa mit Schlaffunktion ist, sondern wirklich ein "richtiges" Schlafsofa, welches wirklich sehr bequem ist und eine ausreichende Liegefläche für zwei erwachsene Personen bietet.
Letztendlich waren wir froh, dort zu schlafen, denn unsere Kinder hatten auf jeden Fall die weicheren Betten. Das mag für manchen attraktiv klingen, für uns weniger, da wir einigermaßen stabile Matratzen gewöhnt sind. Das merkten dann auch die Jungs, die dann doch etwas versanken, *gg*
==**Die Lage oder "'naufi gehts!"**==
Ich bin ja immer bemüht, eine FeWo in Bahnhofsnähe zu finden oder zumindest mit Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, da wir grundsätzlich im Urlaub das Auto zu Hause lassen. Bisher hat das stets wunderbar geklappt, aber wie Ihr wisst, Ausnahmen bestätigen die Regel. Deggendorf ist durch die Eingemeindung vieler kleiner Dörfer recht zersiedelt und so gut wie alle FeWos liegen irgendwo "auf'm Berg". Klingt erstmal nicht schlimm, wird es aber, wenn man ohne Auto dort ist. Auf dem Stadtplan sah das so wild nicht aus, aber als unsere Vermieterin uns netterweise vom Bahnhof abholte und wir während der Fahrt erahnten, welche Wege uns bevorstanden, wurde uns doch etwas mulmig zumute. Die FeWo Bortenlänger liegt sehr hoch, fast am Ende von Deggendorf. Noch ein Stück höher beginnt schon der nächste Ortsteil, nämlich Simmling.
Mit dem Auto hat man die Steigungen schnell überwunden und alles wäre kein Problem gewesen, würde wenigstens eine Buslinie diesen Berg erklimmen....dem war leider nicht so. Zum Glück sind wir gut zu Fuß und bis zum Bahnhof benötigten wir rund eine halbe Stunde. Abwärts, wohlgemerkt. Zurück könnt Ihr locker 15 Minuten drauflegen, denn den Berg schaffte ich nicht ohne Pause. Ich weiß nicht, wieviel Prozent Steigung das sind, aber es ist heftig. Ich nahm es allerdings sportlich, eigentlich tat ich ja etwas für meine Gesundheit. Wenn wir allerdings nach einem langen Tagesausflug den Marsch vom Bahnhof bis zur FeWo zurücklegten, wussten wir sehr wohl, was wir getan hatten, *gg*
==**Ich will auf mein Auto nicht verzichten!**==
Das ist, ehrlich gesagt, in diesem Fall eine ausgesprochen gute Idee. Erstmals haben wir uns während des Urlaubes gewünscht, wir hätten ein Auto dabei. Unsere Vermieterin war so nett und ist einmal mit uns einkaufen gefahren. Wir machten einen Rundumschlag, so dass wir die Tage danach immer nur Kleinigkeiten kaufen mussten.
Die Lage der FeWo ist wirklich hauptsächlich für Gäste mit eigenem PKW gedacht, aber ich glaube, das ist mit den meisten FeWos dort so. Der Hussitenweg ist zwar eng, aber man kann sein Auto in die Hofeinfahrt der Familie Bortenlänger stellen.
Unten im Ort sah es immer sehr zugeparkt aus. Die Fußgängerzone kann man beidseitig beparken, allerdings kostenpflichtig mit Parkschein. Dazu gibt es noch eine Tiefgarage, die unter dem Marktplatz liegt.
==**Gastgeber**==
Unsere Vermieter sind schon älter, das darf ich sicher sagen. Herr Bortenlänger ist 80 Jahre alt, seine Frau 77 Jahre, aber noch so fit und wendig, wir staunten nur. Sie erzählte uns ganz stolz, sie würde noch jedes Wochenende ca. 30 Kilometer(!) mit dem Fahrrad fahren.
Bisher hatten wir FeWos ohne direkten Vermieter, erstmals wohnten wir mit den Gastgebern in einem Haus. Selten habe ich so gastfreundliche und herzliche Menschen getroffen. Die Jungs bekamen öfter etwas zugesteckt, sei es eine Süßigkeit oder auch ein Buch. Kamen wir von einem Tagesausflug nach Hause, stand öfter eine Leckerei auf der Treppe, einmal sogar ein riesiger Apfelstrudel, der uns allen ganz hervorragend geschmeckt hat.
An unserem Ankunftstag wurden wir nicht nur vom Bahnhof abgeholt, sondern auch gleich zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Frau Bortenlänger erwähnte öfter, wir könnten gerne anrufen, wenn wir mal keine Lust hätten, vom Bahnhof zur Wohnung zu laufen, aber dieses Angebot haben wir nicht in Anspruch genommen. Allein des liebenswerten Ehepaares wegen würde ich dort noch einmal Urlaub machen wollen ;o)
==**Was kostet der Spaß?**==
Im Vorfeld hatte ich ja alle FeWos studiert, Preise, Quadratmeter und Ausstattung verglichen. Hier schnitt die FeWo Bortenlänger am besten ab, denn mit einer Größe von knapp 100qm und einem Tagespreis von 45 Euro kann man nicht meckern. Es waren wesentlich kleinere FeWos für denselben Preis im Angebot. Wenn ich noch den privaten Service mit einberechne, den das Ehepaar an den Tag gelegt hat, ist der Preis noch gerechtfertigter. Dieser Preis gilt übrigens das ganze Jahr über.
==**Lob und Kritik**==
Sicher habt Ihr das meiste schon aus meinen Bericht heraus gelesen. Trotzdem möchte ich noch eine Zusammenfassung zum Ende des Berichtes abgeben.
"Kritik"
Das Bad empfanden wir alle als etwas klein, aber als negativen Punkt würde ich das jetzt nicht anführen wollen. Schon eher hat mich der uralte Alibert im Bad gestört, mit der diffusen Lichtquelle. Ich finde, hier wäre ein Austausch wirklich nötig.
Ungünstig ist halt die Lage auch, wenn man etwas einkaufen möchte. Es gibt dort oben kein einziges Geschäft, mal eben morgens Brötchen holen ist gar nicht möglich.
"Lob"
Hervorzuheben ist hier zuerst die Gastfreundschaft unserer Vermieter. Dazu habe ich mich ja weiter oben schon genug ausgelassen, aber ich bin immer noch begeistert darüber. Wir wurden übrigens nicht nur vom Bahnhof abgeholt, sondern am Abreisetag auch wieder dorthin gebracht. Was uns sonst noch Gutes getan wurde, Ihr wisst es bereits.
Sehr gut gefallen hat mir auch, dass Bettwäsche und Handtücher im Preis inbegriffen waren. Das ist ja heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr. Die Handtücher sahen alle recht gut und unverbraucht aus, nicht zerschlissen oder abgenutzt. Sie wurden auch nicht eingeteilt, sondern in der Wäschekommode waren genügend vorhanden, wir konnten so viele nutzen, wie wir wollten. So auch die Geschirrtücher, die ausreichend vorhanden waren.
Erstaunlich, was man auf kleinem Raum alles unterbekommt, so gesehen bei der kleinen Küche. Begeistert waren wir natürlich von Geschirrspüler und Backofen, den wir insbesondere dafür nutzen, um morgens Brötchen zu backen.
Die Ausstattung der Wohnung hat uns allen gefallen. Vor allem ich stehe auf alte Möbel und war durchweg begeistert. Allerdings würde ich mit kleineren Kindern diese Wohnung nicht nehmen, aus Angst, die Möbel könnten zu Schaden kommen.
In der ersten Woche haben wir den Balkon fast täglich genutzt, da wir Temperaturen bis zu 27°C Grad hatten,und das im Oktober. Vom Balkon aus hat man übrigens eine ganz tolle Aus - und Fernsicht, allein deswegen hat sich der Weg den Berg hinauf schon gelohnt ;o)
Innerhalb der Wohnung hängen sehr viele, selbst gemalte Bilder. Bei näherem Hinschauen entdeckte ich stets die Signierung von Frau Bortenlänger und ich sprach sie darauf an. Sie malt seit vielen Jahren, verkauft ab und an auch ihre Bilder, macht Ausstellungen. Ich finde diese persönliche Note in der FeWo sehr schön, zumal es alles sehr gelungene Werke sind.
==**Fazit**==
Dieses fällt im Grunde genommen positiv aus. Was ich noch zu bemängeln habe, gilt keineswegs der FeWo, sondern dem öffentlichen Nahverkehr in Deggendorf. Als wir uns im Vorfeld über den Ort erkundigten, lasen wir viel Eigenwerbung, es gibt ein eigenes Touristen-Büro und wir bekamen unsere Fahrkarte sogar zum halben Preis. Ähnlich wie im Schwarzwald, so wird auch hier das Bahnfahren belohnt. Was aber nützt das dem autofreien Gast, wenn er sich innerhalb des Ortes nur zu Fuß bewegen kann? Sicher, es fuhren auch Busse, aber das waren meistens Schulbusse zu entsprechenden Zeiten - morgens um 7.00 Uhr wollten wir dann doch noch nicht los. Gerade zu den abgelegeren Regionen des Ortes sollten die Busse öfter fahren, dass diese öfter ohne Fahrgäste unterwegs sind, liegt auch mit an den ungünstigen Fahrzeiten.
Allerdings hat man vom Deggendorfer Hauptbahnhof aus die besten Verbindungen. Von dort aus ist man in kurzer Zeit in Passau, Regensburg und München. Das war auch mit ein Grund, warum wir Deggendorf als Urlaubsort ausgesucht hatten, da wir einiges an Städtetouren machen wollten.
Als ansonsten passionierte mit öffentlichen Verkehrsmitteln Reisende müssen wir diesmal leider sagen, Deggendorf ist eine Urlaubsregion, wo es ohne Auto fast gar nicht geht. Das es doch irgendwie geht, sieht man ja an uns, aber es ist sehr beschwerlich. Dieser Teil Bayerns(ich weiß ja nicht, wie es im Rest aussieht)ist vollkommen auf den Autoverkehr ausgerichtet, was wir sehr schade finden. Als Einwohner hat man halt ein Auto, das würde uns auch so gehen, aber als Gast, der autofrei anreist, hat man hier schlechte Karten.
Das hat zwar nur indirekt mit unserer FeWo zu tun, wollte ich aber erwähnt haben.
Wer Interesse an der FeWo Bortenlänger hat, sollte sich ein Deggendorfer Gastgeberverzeichnis unter www.deggendorf.de zukommen lassen. Die Bortenlängers verfügen über keinen Internanschluss und sind daher nur per Telefon und Brief zu erreichen.
Wie stets, danke ich Euch auch heute sehr fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren :o)
Fazit: Ohne Auto recht beschwerlich - schade

