HP Officejet Pro 8500A e-All-in-One
Multitalent von Hewlett Packard - HP Officejet Pro 8500A e-All-in-One Faxgerät / Kombigerät

Produkttyp: Hewlett-Packard Faxgeräte

Neuester Testbericht: ... Fassungsvermögen von knapp 250 Blatt ausreichend. Dieses Befindet sich unter der Druckausgabe. Die Druckgeschwindigkeit ist allerdiengs nic... mehr

Multitalent von Hewlett Packard
HP Officejet Pro 8500A e-All-in-One

Andreas_V

Name des Mitglieds: Andreas_V

Produkt:

HP Officejet Pro 8500A e-All-in-One

Datum: 28.11.10

Bewertung:

Vorteile: Kann alles, was ein All-in-one muss

Nachteile: Randloser Druck zweiseitig nicht möglich, relativ laut

Manchmal sind die Wege unergründlich... Vor länger Zeit ist unser Faxgerät in die ewigen Jagdgründe gegangen und unser Farbdrucker folgte dann kurze Zeit später. Nachdem ich auch noch den Scanner herunter geschmissen hatte, war das Maß voll. Schon länger suche ich nach einem Ersatz in Form eines Multifunktionsdruckers, der all diese Fähigkeiten miteinander vereint, denn, warum soll man drei Geräte herum stehen haben, wenn es auch eines tut?

Die Rettung kam in Form eines Produkttests bei den Probierpionieren. Als einer von 10 Testern darf ich den HP Officejet Pro 8500A eAIO für 4 Wochen testen und mit etwas Glück auch behalten, denn 3 Tester bekommen ihn geschenkt!

Der Funktionsumfang ist wahrlich nicht schlecht:

Drucken
Faxen
Scannen
Kopieren
e-print
Web-Anwendungen nutzen
Netzwerk- und WLAN-Anschluß
Speicherkartenslots
USB-Anschluß

Ich werde mich hier einzeln zu den jeweiligen Funktionen äußern, aber zunächst einmal zu dem Wesentlichsten. Der Drucker ist mit 49,4 x 47,9 x 29,9 cm nicht gerade ein Ultrakompaktes Gerät, aber die Funktionen brauchen Platz. Die Scannerauflage ist mit 21,6 x 29,7 cm gerade noch ausreichend. Beim Scannen von Buchseiten kann da schon ein Problem auftauchen. Der automatische Scannereinzug schafft immerhin schon eine Länge von 35,6 cm... da man meist nur Din A4 Blätter scannt, fällt dies aber nicht ins Gewicht.

Optisch macht der 8500A was her. Leider gibt es ihn bisher nur in schwarz, was die Putzfrau ärgert, da Staub darauf sofort zu sehen ist. Ich würde mir eine weiß/graue Kombination wünschen.

Zu Bedienen ist der 8500A sowohl über das integrierte Touchpad, das mit klaren Symbolen arbeitet und intuitiv bedient werden kann, oder mit der, auf dem Rechner installierten Software (zu empfehlen bei Scanjobs).

Die Installation des Druckers benötigt etwa 45 Minuten Zeit. Er beginnt zuerst mit einem Selbsttest, während dessen man sich getrost um die Installation der Software kümmern kann. Hier gibt man dann auch die Parameter für das Fax an und kann einen Faxtest starten, um die Funktion zu überprüfen. Da ich ohnehin ein kleiner Technikfreak bin, habe ich die Bedienungsanleitung dabei im Karton gelassen. Ich bin jedoch der Meinung, dass diese zu Inbetriebnahme kaum nötig ist. Alles ist intuitiv und klar strukturiert aufgebaut.

Neu beim HP Officejet Pro 8500A ist die sog. e-print-Funktion. Der Drucker besitzt eine eigene E-Mail-Adresse, die auf der Seite von Hewlett Packard nur freigeschaltet werden muss. Sendet man nun von unterwegs eine Anlage an diese Adresse, druckt sie der Drucker aus... ohne dass ein PC angeschaltet werden muss. Eine praktische Sache für Selbständige, die häufiger unterwegs sind.


Die Netzwerkfähigkeit prädestiniert den Drucker geradezu für Büros. Wahlweise kann der Drucker ans LAN oder WLAN-Netz angeschlossen werden. Leider funktioniert nur eine der beiden Varianten zur gleichen Zeit... soweit ich bisher feststellen konnte. Ist der Drucker an ein LAN-Netzwerk angeschlossen, kann man von diesem nicht auf das WLAN zugreifen. PCs und Laptops können ihn aber auch über das WLAN erreichen. Sobald der Drucker im Netzwerk angemeldet ist, kann er über den Internet-Browser gewartet werden (IP-Adresse des lokalen Netwerkes eingeben, oder Link nach der Installation nutzen).

Alle Einstellungen sowie die Tintenfüllstände sind auf einen Blick einsehbar.

Eine weitere Neuerung sind die Web-Anwendungen, die direkt mit dem Drucker gestartet werden können, um so Vordrucke auszudrucken. Bisher sind es noch nicht viele Apps, es werden aber täglich mehr. Vor einer Woche waren es ca. 9, jetzt sind es bereits 25. Darunter sind Formulare (Verträge, Lieferscheine, etc.), Ausmalbilder für die Kinder, Nachrichten und vieles mehr.

Nachdem ich im ersten Teil auf die Grundlagen und eine allgemeine Beschreibung eingegangen bin, möchte ich mich hier den Funktionen im einzelnen widmen. Ich gliedere es in die Reihenfolge, wie sie mir am wahrscheinlichsten scheint, nämlich in Drucken, Scannen, Kopieren, die Web-Apps und die neue ePrint-Funktion.

Die technischen Details werde ich in diesem Bericht nicht alle aufzählen. Die technischen Daten finden Sie am Ende der Seite.

1. Drucken

Beginnen wir mit dem drucken, dem wohl am meisten genutzten Feature.


Druckergebnis bei Druckqualität normal und Papiertyp normal

Bei meinem Testdruck von 8 Seiten aus einer PDF-Datei kam ich zu folgendem Ergebnis:

8 Seiten, einseitig bedruckt, Druckqualität normal, Papiertyp normal, benötigten 1 Minute und 4 Sekunden.

Der gleiche Druck auf zweiseitig brauchte 2 Minuten und 14 Sekunden. Dieser Zeitunterschied ist den Pausen zur Tintentrocknung geschuldet.

Im allgemeinen kann man sagen, dass die Qualität bei schwarzen Texten mit der normalen Einstellung hervorragend ist. Die Farben wirken etwas blass, aber für die Darstellung von Grafiken reicht es durchaus aus. Das gesamte (eingescannte) Ergebnis sehen Sie in dieser PDF-Datei (5,9MB).

Gewöhnungsbedürftig ist die Lautstärke beim drucken, die meinen alten Laserdrucker HP Laserjet 5M noch übertrumpft. Genauso wichtig ist ein sicherer Standplatz, denn die Druckköpfe bringen den Drucker ganz schön ins schwanken.

Zum Tintenverbrauch kann ich bisher nicht allzu genaue Angaben machen. Wie Sie auf den beiden Screenshots sehen, ist der Füllstand nach 2 Wochen noch ausreichend, wobei wir allerdings nicht sehr viel gedruckt haben.

Sehr schön finde ich das Web-Interface, das mit einer Verknüpfung auf dem Desktop leicht erreicht werden kann. Alternativ kann man die IP Adresse des Druckers (sofern bekannt) direkt in die Adresszeile des Browsers eingeben.

Unter Extras findet man sowohl die Information zum Tintenüllstand, als auch unter Nutzungsbericht die Anzahl der bisher gedruckten Seiten, aufgeschlüsselt nach Schwarzweiß-, Farb-, Einseitig- und Zweiseitig-gedruckter Seiten.

Für die Techniker unter uns, einige Informationen zu den Tintenpatronen:

HP C4906AE Tintenpatrone Nr. 940XL schwarz (2.200 Seiten), Füllmenge 49 ml

HP C4902AE Tintenpatrone Nr. 940 schwarz (1.000 Seiten), Füllmenge 22 ml

HP C4907AE Tintenpatrone Nr. 940XL cyan (1.400 Seiten), Füllmenge 16 ml

HP C4908AE Tintenpatrone Nr. 940XL magenta (1.400 Seiten), Füllmenge 16 ml

HP C4909AE Tintenpatrone Nr. 940XL gelb (1.400 Seiten), Füllmenge 16 ml

Mein Fazit: Ein super Drucker für anspruchsvolle Privatanwender sowie Kleinunternehmer und Selbstständige, die mehrere PC an einem Drucker verwenden wollen. Mein einziger Kritikpunkt betrifft wohl nur die Druckeinstellungen bei randlosem Druck: Hier ist es nicht möglich, sowohl randlos, als auch zweiseitig zu drucken. Dies ist sehr hinderlich beim druck von Flyern und Prospekten. Es ist nicht möglich, die Warnungen zu ignorieren, entweder legt man die Blätter erneut ein, oder man verzichtet beim Layout auf randfüllende Effekte.

2. Scannen und Kopieren

Ein weiteres wichtiges Feature ist die Scan- und Kopierfunktion, die ich hier zusammen behandle.

Die Auflagefläche des Scanners ist nur unwesentlich größer, als eine DIN-A4-Seite. Solange nur Dokumente und Fotos gescannt/kopiert werden, ist dies durchaus ausreichend. Da in unserem Geschäft aber auch Buchseiten zwecks Verteilung im Unterricht (Erwachsenenbildung) kopiert werden müssen, kann das Ganze schon mal knapp werden. Leider lässt sich auch der Einzelpapiereinzug (ADF) nicht abbauen, wodurch bei großformatigen Büchern Platzprobleme entstehen.

Sehr gut gelöst ist die mitgelieferte Scannersoftware. Neben dem speichern im PDF- und JPEG-Format, erlaubt sie auch das direkte versenden des Scans als Anlage in einer E-Mail. Hierfür ist ein installierter E-Mail-Client wie Outlook oder Thunderbird nötig. Wünschenswert wäre hier noch eine Anbindung an Web-Clients wie Googlemail und Co..

Die Auswahl des Scanformats erlaubt die üblichen Bild-Standard-Formate sowie DIN A4, Letter oder den gesamten Scannerbereich. Auch die Benutzerdefinierte Einstellung fehlt nicht. Der Ausgabetyp bietet Farbe, Graustufen oder Schwarzweiß. Zur Auflösung und den Dateityp muss ich hier wohl nicht viel mehr sagen. In den erweiterten Einstellungen kann man neben allen Grundeinstellungen auch den Standard-Ordner ändern, in dem Scans abgelegt werden, sie über das Touch-Pad des Druckers gestartet wurden.

Nachdem der Scan erledigt ist, kann man das Ergebnis direkt drehen und wenden, in Helligkeit und Kontrast korrigieren und zuschneiden. Bei PDF-Scans fügt man über Seiten hinzufügen (+ Symbol) eine weitere hinzu, bis man fertig ist.

Mein Fazit: Für den Büroalltag ist der HP Officejet Pro 8500A eAIO ein perfektes Helferlein mit minimalen Schwächen bei besonderen Ansprüchen.

3. Web-Apps

Neu für mich sind die Web-Apps, die direkt auf dem Drucker, ohne eingeschalteten PC, gestartet werden. Für den Büroeinsatz finden wir Vorlagen von Formblitz: Einkommenssteuererklärung, Gewerbemietvertrag, Bewerber-Fragebogen, Überweisungsträger und anderes. Rechnungen ohne Werte auszudrucken macht für mich keinen so großen sinn. Unter Schnellformulare findet man Kalender, Faxdeckblätter und, wenn die Mittagspause mal langweilig wird, auch Spiele wie Drei gewinnt (TikTakToo) und Labyrinthe. Wer von zu Hause aus arbeitet und von den Kindern eine Weile in Ruhe gelassen werden will, kann verschiedene Ausmalbilder von Disney (Die Schöne und das Biest,...) oder Dreamworks (Shrek und Co.) für die Kleinen ausdrucken (Hab ich selber schon getestet ).

Yahoo bietet eine Tageszusammenfassung und Headlines von den Nachrichten des Tages, für den Fall, dass man mal schnell zu einem Meeting muss und nichts zu lesen hat. Leider ist dieser Dienst bisher nur in englisch verfügbar.

Leider muss ich meine Aussage aus dem ersten Bericht etwas korrigieren. Es befinden sich bisher "nur" 7 Web-Apps im App-Center. Da diese Funktion aber noch so neu ist, bin ich mir sicher, dass mit der Zeit immer mehr dazu kommen werden. Zur Anschauung habe ich die jeweils erste Seite in einem PDF-Dokument zusammen gefasst (Scan zu PDF, 4Seiten, Auflösung 100 DPI, Dauer 54 Sekunden).

4. ePrint

Der letzte Punkt, aber nicht der uninteressanteste, ist die neue ePrint-Funktion. Dies bedeutet eigentlich nichts anderes, als dass der Drucker über HP eine eigene E-Mail-Adresse erhält. Wird eine E-Mail mit Anhang an diese Adresse gesendet, wird der Anhang entsprechend ausgedruckt.

Die E-Mail-Adresse bekommt man mit der ersten Anmeldung beim ePrint-Center, wo man auch die Adressen festlegen kann, die überhaupt einen Anhang an den Drucker senden dürfen. In der heutigen Zeit, wo vermehrt Rechnungen elektronisch versandt werden, bietet dies eine tolle Chance, auch diesen Vorgang zu automatisieren.

Mein Tipp: Da diese E-Mail-Adresse recht kryptisch aufgebaut ist (13 Zeichen in Zahlen- und Buchstabenkombination), sollte man, sofern man Herr über seine eigenen Adressen ist, eine extra E-Mail-Adresse á la print@xyz.de mit einer entsprechenden Weiterleitung anlegen.

Über das ePrint-Center kann man auch seine Web-Apps verwalten und neue hinzufügen.

Fazit: Besonders Empfehlenswert

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Funktionsvielfalt:    
Druckqualität: