HP Officejet 5510
FAX DRUCKER KOPIERER UND SCANNER IN EINEM - HP Officejet 5510 Faxgerät / Kombigerät

Produkttyp: Hewlett-Packard Faxgeräte

Neuester Testbericht: ... USB Kabel zum Computer dazu. Wenn alles angestöpselt ist, muss man nur noch die 2 Druckpatronen einsetzten und schon kann’s losgehen. Lt... mehr

FAX DRUCKER KOPIERER UND SCANNER IN EINEM
HP Officejet 5510

kulosa

Name des Mitglieds: kulosa

Produkt:

HP Officejet 5510

Datum: 26.12.04, geändert am 13.08.05 (12359 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: preiswert

Nachteile: scannen sehr laut

Schon lange wollte ich mir ein „All in One“ Faxgerät kaufen. Also nix wie hin und mir das Teil gekauft. Nach nun ca. 1 Monat möchte ich Euch meine bisherigen Erfahrungen damit nicht vorenthalten.


Der erste Eindruck

Als ich das Gerät auspacken wollte, merkte ich, dass hier bei HP scheinbar eine Klebebandüberproduktion stattgefunden hatte. Sämtliche Klappen und die Verpackungsfolie waren reichlich mit Klebeband versehen. Nachdem ich den Officejet von den ganzen Transportsicherungen und Verpackungsteilen befreit hatte, guckte ich erstmal blöd. Da fehlte doch an der Seite eine Verkleidung. Stattdessen klebte da ein Schild, wie man selbige befestigen müsse. Und tatsächlich, beim weiteren Durchwühlen des Kartons kam die Verkleidung zum Vorschein. Also doch kein Fertiggerät, sondern ein Bausatz? Ich zweifelte ob ich wirklich bei ALDI und nicht bei IKEA eingekauft hatte ;)


Allgemeines

Wie der Name schon sagt befinden sich hier 4 Geräte in einem. Nämlich ein Faxgerät, Kopierer, Computerscanner und Drucker. Alle Funktionen natürlich nicht nur Schwarz Weiß sondern auch in Farbe. Auch ohne Computer im so genanntem Stand Alone Betrieb kann man Faxe senden und empfangen und Kopieren. Durch die eingebaute Faxweiche ist ein Betrieb zusammen mit einem Anrufbeantworter kein Problem. Bei längerer Abwesenheit werden bis zu 99 Faxseiten gespeichert, falls die ca. 100 Seiten Papier im Vorratsfach bereits aufgebraucht sein sollten. Auch können bis zu 99 Kopien gespeichert werden, wenn man sie erst später ausdrucken möchte. Dank des 20 Seiten fassenden Dokumenteneinzuges sind Faxe oder Kopien kein Problem, auch wenn man nicht jede einzelne Seite per Hand einführen will.


Installation

Wie bei HP so üblich ist das Netzteil nicht im Gerät eingebaut, sondern als externes ausgeführt. Also Netzkabel ins Netzteil und eine zweite Strippe vom Netzteil in den Officejet stöpseln. Da sich hinter meinem Schreibtisch sowieso schon 25 Millionen Kabel befinden, kommt es auf 2 mehr auch nicht mehr an. Hier kommt aber nun auch noch das Telefonkabel zum Faxen und das USB Kabel zum Computer dazu. Wenn alles angestöpselt ist, muss man nur noch die 2 Druckpatronen einsetzten und schon kann’s losgehen. Lt. Anleitung soll man das USB Kabel aber erst einstecken, wenn man bei der Softwareinstallation dazu aufgefordert wird.

Und genau da liegt der Knackpunkt bei mir. Zig Mal habe ich bisher versucht die beiliegende Installations- CD auf meinem Rechner zu Installieren. Aber bei der recht langwierigen Installationsprozedur kommt bei mir bei (Win XP) immer eine Fehlermeldung, die zum Abbruch führt. Ich habe zwar auf der HP Homepage eine Fehlerbehebung in Englisch gefunden, aber ohne brauchbaren Erfolg bisher.

Nachdem ich vor einigen Wochen an dieser Stelle aufgehört habe den Bericht Weiterzuschreiben, ist es mir inzwischen gelungen die Software zu installieren und zu testen. Auf einem Neuinstalliertem XP System klappte das nun einwandfrei. Keine Ahnung woran das vorher gelegen hatte. Die Installation dauerte ca. 30 min bei meinem 56x CD ROM und 2,1 GHz. In der Vollinstallation gehen dann aber auch ca. 1 GB an Festplattenplatz drauf. Es gibt aber auch eine Möglichkeit nur das nötigste zu Installieren wo nur ca. 100 MB benötigt werden.


Fax

Als Standalone Fax kann man das Office Jet natürlich wie ein herkömmliches Normalpapierfax verwenden, auch wenn kein Computer angeschlossen oder eingeschaltet ist. Sowohl Senden als auch Empfangen von Faxen ist auf diese Weise in Farbe oder s/w möglich. Das eingebaute 33k Faxmodem ermöglicht die Übertragung einer A4 Seite in ca. 30 sek. , sofern die Gegenstelle auch diese Geschwindigkeit unterstützt und die Telefonleitung weitestgehend Störungsfrei ist.

Eine eingebaute Faxweiche ermöglicht auch den gleichzeitigen Betrieb eines Anrufbeantworters. Damit das Ganze aber auch funktioniert, muss der Ani aber eher rangehen. Wenn er abgenommen hat hört das Fax mit und erkennt wenn es sich um Faxtöne handelt und übernimmt dann die Verbindung. Wer wie ich allerdings nur einen sehr kurzen Ansagetext drauf hat, hat dann immer einen Teil der Faxtöne als Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Daher sollte der Ansagetext wenigstens 5 sek. Lang sein, damit der Office Jet das Gespräch übernehmen kann ehe der Ani auf Aufnehmen umschaltet.

Hier noch ein kleiner Tipp zum Gebührensparen: Wie bereits angesprochen dauert die Verbindung für ein Fax von nur einer A4 Seite ca. 30 sek. Die Deutsche Telekom berechnet aber dafür mindestens 6 Cent auch im Ortsnetz. Faxnummern, die öfters benutzt werden, kann man als Kurzwahlnummern programmieren. Dafür gibt es 5 beschriftbare Tasten. Hier kann man gleich eine Call by Call Vorwahl mit einprogrammieren, von einem Anbieter der im Minutentakt abrechnet. Auf diese Weise kostet eine A4 Seite dann nur noch ca. 1-2 Cent Gebühren.


Drucker

Dazu brauche ich sicher nicht viel zu sagen. Angesteuert wird das Gerät genauso wie ein handelsüblicher Computerdrucker. Die Geschwindigkeit gibt der Hersteller mit 14 Seiten s/w und 7 Seiten Farbe je Minute an. Praktisch differiert es sehr stark nach Auflösung und Seitenausnutzung. Obige Werte sind sicher in der Entwurfsqualität gemessen. In normaler Qualität kann man mit 3-5 Seiten s/w und maximal 1 Seite in Farbe je Minute rechnen. In höchster Auflösung mit 600 dpi oder beim Fotodruck kann eine Seite auch schon mehrere Minuten dauern.
Erfreulicherweise ist die Geräuschentwichlung beim Drucken vergleichsweise gering. Da macht mein alter HP 656c deutlich mehr krawall.


Scanner

Wie bereits erwähnt macht sich der Dokumenteneinzug für bis zu 20 Seiten positiv bemerkbar, wenn es darum geht mehrer Dokumente zu Scannen. Wenn hingegen dicke Vorlagen wie Bücher oder ähnliches gescannt werden sollen, kann man ganz leicht den Deckel hochklappen und hat einen Flachbettcsanner. Die Scannersoftware erkennt automatisch wo ein Dokument eingelegt wurde und Scannt entsprechend. Natürlich kann man das aber auch manuell einstellen.
Im Gegensatz zum Drucker ist der Scanner aber leider nicht so leise. Vor allem beim Flachbettscannen macht der Office Jet sehr laute Geräusche, so dass man Angst um seine Vorlage bekommt. Keine Ahnung ob das bei allen Geräten der Fall ist, oder nur bei mir da irgendwas klemmt.
Eine A4 Seite dauert bei 300 dpi in 16 bit und USB 2.0 ca. 1 Minute. Geringere Auflösung und Farbtiefe bringt kaum noch eine Geschwindigkeitsverbesserung, da der Einzugsmechanismus nicht sehr schnell ist.


Kopierer

Auch hier funktioniert der Scanner und Drucker zusammen im Standalone Betrieb als Kopierer. Mit dem Einzelblatteinzug können auch bis zu 20 Seiten ohne lästiges Dokumentwechseln kopiert werden. Natürlich ist das Kopieren vom Flachbettscanner auch möglich. Ein besonderer Vorteil ist dabei natürlich die Möglich auch Farbkopien anzufertigen. Auch hier dauert eine A4 Seite ca. eine Minute.


Software

Drucker und Scanner funktionieren aus praktisch jeder Anwendung, nachdem die Treiber installiert wurden. Daher möchte ich an dieser Stelle nur auf die mitgelieferten Programme eingehen, die man aber nur in der Vollinstallation in vollem Umfang zur Verfügung hat.
Das Herzstück ist der so genannte HP Director. Von hier aus kann man alle Funktionen starten und steuern. Egal ob man ein Fax am Computer erstellen und versenden möchte, oder Fotos scannen und nachbearbeiten möchte. Zusätzlich gibt es noch den HP Memories Disc Creator. Damit kann man Bilder, Video- oder Audiofiles zusammenstellen und auf eine CD brennen, die dann auf allen Computern und den meisten DVD-Playern abspielbar ist.


Fazit

Der HP Office Jet ist ein gutes Einstiegsgerät für den Heimgebrauch und das kleine Büro. Faxverkehr, digitale Dokumentenarchivierung nebst Postkorb, Kopieren und Drucken in Kleinstunternehmen ist durchaus möglich, aber sicherlich nur für Einmannbetriebe mit sehr geringem Verwaltungsaufkommen sinnvoll. Daher möchte ich das Gerät nur für Heimanwender uneingeschränkt empfehlen, für die es ja schließlich auch konzipiert wurde. Auch mit Hinblick auf die Druckkosten lohnt es sich nur bis ca. 1000 Seiten im Jahr, da sonst schon ein Lasergerät in Frage kommen würde.



Viel Spaß beim Faxscanndruckkopieren wünscht Jan

update: nach nun fast einem Jahr funzt das Gerät nach wie vor einwandfrei.

Fazit: lohnt sich nur bis ca. 1000 Seiten im Jahr

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Funktionsvielfalt:    
Druckqualität: