Specialized Rockhopper A1 FSR XC
Die Rennfeile? - Specialized Rockhopper A1 FSR XC Fahrrad

Produkttyp: Specialized Fahrräder

Neuester Testbericht: ... stellen. Etwas anders sieht es vorne aus: hier werkelt eine „Rock Shox Judy Special“ (laut Specialized). Den Federweg kann ich ... mehr

Die Rennfeile?
Specialized Rockhopper A1 FSR XC

Marantz

Name des Mitglieds: Marantz

Produkt:

Specialized Rockhopper A1 FSR XC

Datum: 08.02.01, geändert am 08.02.01 (994 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: gutes Fahrwerk, sehr leicht, straff abgestimmt

Nachteile: kurzes Oberrohr

Seit einigen Jahren schon steht die Bezeichnung „FSRxc“ bei Specialized Modellen für die absoluten Hammergeräte, wobei das Kürzel FSR auf ein Fully (vollgefedertes Bike) und der Kürzel xc auf ein Cross-Country Modell hinweist. Cross-Country, das bedeutet leichtes bis mittelschweres Gelände, ein Bike, das hier bestehen möchte muss vor allem eins sein: schnell! Wodurch wir Schnelligkeit bei einem Fully erreicht? Um schnell zu sein muss das Bike leicht sein, es muss eine gute Kraftübertragung ermöglichen (steiler Sitzwinkel), die Sitzposition sollte sportlich ausfallen (eher liegend als aufrecht sitzend) und zuguterletzt müssen auch die Federelemente auf den Einsatzbereich abgestimmt werden.
All dies verwirklichte Specialized, als es die xc-Modelle auf den Markt warf – sie schlugen ein wie eine Bombe, wurden von verschiedenen Fachzeitschriften als die ultimative Waffe zum Gewinnen bezeichnet. Anfänglich wurden xc-Modelle nur in der gehobenen (Stumpjumper) Preissektion ab 3599,- angeboten, seit 2001 existieren sie aber auch in der etwas günstigeren Rockhopper-Klasse zu Preisen von etwa 2650, 3000 und 3500,- Seit einiger Zeit war ich drauf und dran mir solch einen Hammer zuzulegen. Warum ich es nicht tat werde ich hier nun erklären.


Das Fahrwerk & der Rahmen:
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Die Basis des Rockhopper A1 FSRxc bildet der sehr leichte, rot-weiße xc-Rahmen mit seinem erprobten und beinah perfektem 4-Gelenk Hinterbau... was ein „4-Gelenker“ ist? Ein Viergelenker ist eine besondere und besonders aufwendige Art einen gefederten Hinterbau zu bauen. „Ein Gelenk liegt direkt hinter dem Tretlager, das zweite liegt vor dem Ausfallende (da wo das Rad dran befestigt wird). Nummer drei und vier befinden sich an dem Dämpfer, welcher sich ungefähr dort befindet, wo die Sattelstreben den Hauptrahmen erreichen. Diese Konstruktion bietet viele Vorteile: das Ansprechverhalten ist um einiges besser als die der andere
n Konstruktionen, der Viergelenker ist in der Regel steifer (höhere Seitensteifigkeit) und“ **Auszug aus meiner Specialized Enduro Expert Meinung** weißt bei guter Konstruktion praktisch keinen Pedalrückschlag auf. Ein Pedalrückschlag entsteht beim Einfedern: der Abstand zwischen Kurbel und Hinterrad wird größer, die Kette dementsprechend in die entgegengesetzte Pedalrichtung gezogen. Dabei geht vor allem bergauf Kraft verloren. Aber zurück zum Rockhopper: es besitzt also einen solchen Viergelenker, der mit einem FOX Vanilla Float Dämpfer Luftgefedert und Ölgedämpft wird. Der Hinterbau bietet einen Federweg von straff abgestimmten, 67mm. In der Praxis spürt man diesen relativ geringen Federweg ganz deutlich: man kann nicht, wie mit 100mm oder mehr Federweg einfach über Felsbrocken hinweggleiten, man fährt etwas unkomfortabler drüber. Auch die straffe Abstimmung tut hier ihren Teil: kleine Schläge werden zwar sensibel herausgefiltert, bei dicken Brocken weigert sich der Hinterbau aber beharrlich den nötigen Federweg zur Verfügung zu stellen. Etwas anders sieht es vorne aus: hier werkelt eine „Rock Shox Judy Special“ (laut Specialized). Den Federweg kann ich leider nicht angeben, weil ich entsprechende Daten nirgends finden konnte, er wird sich aber wohl bei etwa 80mm befinden. Die Gabel ist nicht ganz so straff abgestimmt, wie der Hinterbau und wirkt dementsprechend komfortabler. Auch sie ist sehr sensibel, bietet aber mehr Schluckvermögen als der Hinterbau. Die Federelemente harmonieren insgesamt gut mit dem Rahmen und wurden sinnvoll auf ihr Einsatzgebiet abgestimmt.

Die Ausstattung:
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Die Ausstattung ist dem Preis durchaus angemessen. Auch hier dominieren, wie bei den meisten Specialized Bikes Parts aus eigenem Hause: Lenker, Vorbau, Kurbeln, Sattel, Reifen etc. stammen von Specialized und sind durchweg als absolut höchstwertig zu bezeichnen. Bei diesen Teilen stimmt einfach alles: Funktion, Optik, Langlebigkeit u
nd Verarbeitung. Besonders hervorheben möchte ich auch hier wieder den Sattel, der vielbikende Männer vor Impotenz schützt und allgemein vor einem wunden Hintern und Sitzbeschwerden.
Die Schaltung kaufte Specialized bei Shimano ein und verbaut eine LX-Gruppe mit Deore Schalthebeln. Die Bremsen stammen nur zum Teil vom Marktgiganten Shimano genauer: die Hebel stammen von ihnen (new Deore). Die Bremskörper sind die ProMax SX-V232. Das klingt nicht sehr edel, ist es auch nicht... aber funktionieren tut diese Kombination wirklich recht ordentlich, ebenso wie die Schaltung, die Shimanotypisch erstklassige Dienste leistet.

Das Fahverhalten & die Sitzposition:
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Letzteres zuerst: Ich setzte mich auch das xc drauf und konnte es kaum glauben – das soll eine Rennfeile sein? Die Sitzposition empfand ich eher als aufrecht, als rennmäßig und was mich vor allem gestört hat, war das kurze Oberrohr des Rockhopper. Ich fühlte mich eher eingeengt, auf einer Rennmaschine sitzt man wesentlich „flacher“ und gestreckter auf diesem Bike habe ich das vermisst. Nur um es vorweg zu nehmen: es war die korrekte Rahmengröße (L bei 181cm Körpergröße). Ich konnte nicht mal den Sattel weit genug versenken, um perfekt fahren zu können, hätte also vielleicht einen kleineren und damit noch beengenderen Rahmen gebraucht?! Andernfalls könnte ich auch die Sattelstütze kürzen und mir so sogar eine XL-Rahmengröße zulegen. Naja.
Ansonsten kann sich das Fahrverhalten durchaus sehen lassen: die Lenkung ist weitestgehend neutral (das der Enduros ist aber noch besser und neutraler) und auf schnellen Strecken absolut ausreichend spurstabil, neigt aber nicht zur absoluten Spurtreue. Im Gegenteil, auch bei sehr langsamer fahrt besitzt das Bike noch ein gutes Handling (aber auch hier wird es von den Enduros geschlagen!). Was mich sehr gefreut hat war das vor allem für ein Fully sehr niedrige Gewicht und die trotz des Gewichts sehr hohe
Rahmensteifigkeit. Zusammen mit den straffen Federelementen kann man wirklich Gas geben, Zeit und Kraft sparen. Toll.
Als Einsatzbereiche würde ich folgende angeben: XC (aber dafür etwas kurzes Oberrohr), Tour (kurze Tour, Tagestour und und Mehrtagestouren), empfohlene Geländearten: Straße, Feldwege, Waldwege. Auch härteres Gelände verabscheut das Gerät nicht unbedingt, Enduros sind dafür (vor allem aufgrund größerer Federwege) dann aber doch besser geeignet.
Für technisch aufwendige Trails ist das Rockhopper aufgrund der praktisch nicht versenkbaren Sattelstütze auch nicht unbedingt geeignet.

Nachteile:
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Wie schon angesprochen, das kurze Oberrohr ist der größte Nachteil dieses Rades aber nicht der einzige. Auch die kaum versenkbare Sattelstütze ist nun wirklich nicht der Hit und die 2. Flaschenhalterposition sitzt unter dem Oberrohr und ist dem Schmutz des Vorderrades schutzlos ausgeliefert. Leider sind serienmäßig auch keine Hörnchen verbaut.

Fazit:
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Bevor man sich das Rockhopper FSRxc zulegt sollte man wirklich eine umfangreiche Probefahrt tätigen, um zusehen ob einen die harten Federelemente und die aufrechte Sitzposition gefallen.
Das kurze Oberrohr hat aber auch einen Vorteil: für Frauen, so nehme ich an wird das Rockhopper prädestiniert sein!
Ist man bereit etwa 4000,- für ein Rad auszugeben, so sollte man sich den Kauf des Stumpjumper FSRxc überlegen. Ein Händler teilte mir mit, dass dieses Bike, dessen Rahmen dem des Rockhopper FSRxc sehr ähnlich, noch zwei Zentimeter länger und somit um einiges sportlicher ausgelegt ist.

So, jetzt noch einige Zusatzinfos:
Einen phantastischen Specialized Bildschirmschoner könnt ihr unter:
http://the-s-store.specialized.com/store.htm?e csid=1176 runterladen.
Die Specialized HP findet Ihr bei www.specialized.com
Ein Bild von dem Rockhopper und nähere Infos gibt es unter: http://www.specialized.com/2001/products/bike_find er/rockhopper/a1
_fsrxc.html

Übrigens: Specialized (1974 von Mike Sinyard gegründet, der 1988 in die Mountain Bike Hall of Fame aufgenommen wurde) ist die Firma, die das erste Serienmountainbike der Welt produzierte (1981): das Stumpjumper (Wurzelspringer).

So, jetzt bin ich aber entgültig fertig!

Fazit: