Ölmühle Ballaschk Leinöl
Flüssiges Gold - Ölmühle Ballaschk Leinöl Essig & Öl

Produkttyp: Ölmühle Ballaschk Essig & Öl

Neuester Testbericht: ... frisches Öl erhalte. Die Versanddauer betrug gerade Mal zwei Tage. Das Öl sollte man am besten im Kühlschrank (kalt und dunkel) aufbew... mehr

Flüssiges Gold
Ölmühle Ballaschk Leinöl

wakeful

Name des Mitglieds: wakeful

Produkt:

Ölmühle Ballaschk Leinöl

Datum: 29.08.09

Bewertung:

Vorteile: Frisch gepresst, sehr gesund

Nachteile: Keine - wenn man von kurzer Haltbarkeit absieht - Öl ist aber schnell aufgebraucht

Moin liebe dooyoo's,

wer meine Berichte liest, der weiß, dass ich vor kurzem ein Buch über Leinöl verschlungen habe :-). Das Buch hat mich sehr neugierig auf das Öl gemacht, so dass ich letzte Woch zusammen mit einer Bekannten eine größere Bestellung aufgegeben habe:


Öhlmühle Ballaschk
Burger Leinöl
1 x Bio-Leinöl 250 ml (Preis: 4,80 EUR)
1 x Bio-Leinöl 250 ml mit Lignan (Preis: 7,00 EUR)


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Hersteller:
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Fam. Ballaschk
Nordweg 51
03096 Burg
Tel.: 035603 226
E-Mail: info@burger-leinoel.de
Web: www.burger-leinoel.de


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Über Leinöl:
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Leinöl wird aus den Samen der Leinpflanze hergstellt. Diese blaublühende Kulturpflanze wurde bereits vor ca. 10.000 Jahren angebaut. Sie wurde von den Germanen kultiviert und wurde erst durch die leichter anfärbbare und geschmeidigere Baumwolle verdrängt. Deutschland zählte wegen des Leinanbaus bis ins 16. Jhd. zu den wichtigsten Industrieländern. Heute wird sie vorwiegend in den USA, Kanada, Indien und Ägypten angebaut. Aber auch in Deutschland gewinnt sie zunehmend an Popularität.

Die braunen getrockneten Kapseln der Pflanze besitzen einen Ölgehalt von ca. 45%. Leinöl ist ein linol-, aber vor allem linolensäurehaltiges, stark trocknendes Öl.

Verwendung:
Neben der beliebten Verwendung als Speiseöl
Technische Chemie (Rohstoff zur Herstellung von Ölfarben)
Kosmetik
Tiermedizin (quelle: burger-leinöl.de)


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Meine Kaufmotivation:
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Wie bin ich ausgerechnet auf Leinöl gekommen? Angefangen hat das Ganze bei einer Bekannten. Sie ist gelernte PTA und hat eine Zusatzausbildung und darf zum Thema "Schüssler-Salze" beraten. Wir kamen ins Gespräch. Sie erzählte, dass sie bei den Schüssler-Beratungen schon viele Kinder dabei hat, die Mangelerscheinungen durch Ernährung haben. So kamen wir dann auf das Thema Ernährung und landeten bei hochwertigen Ölen. Da wir beide den Brei für unsere Minis selbst herstellen, erzählte sie mir, dass sie ihrer Tochter immer Leinöl gibt, anstatt von Raps- oder Distelöl, da es am meisten Omega-3-Fettsäuren enthält und sehr gesund ist. Außerdem noch gegen allerhand Krankheiten vorbeugen kann. Nach diesem Gespräch habe ich mich dann (auch nachdem ich das Leinöl-Buch gelesen habe (siehe anderer Bericht) auf die Suche nach einer Kaufquelle dieses Leinöls gemacht. Meine Bekannte hatte mir berichtet, dass sie ihr Öl immer im Reformhaus bzw. Bioladen kauft und dieses wäre sehr teuer. Außerdem wäre es auch noch maschinell verarbeitet und geschmacklich nicht ganz so toll.

Da finden wir doch bestimmt noch was besseres, dachte ich, und googlete ein wenig und hatte recht bald die Öhlmühle Ballaschk gefunden. Da man dieses Öl nirgendwo im Reformhaus o. ä. zu kaufen bekommt, sondern nur direkt bei der Familie Ballaschk oder eben über deren Homepage, werde ich hier auch ein wenig die Seite beschreiben.


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Verpackung:
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Ich habe das Öl im Internet bestellt. Es wurde sehr gut verpackt und gepolstert geliefert. Das Öl ist in Glasflaschen mit Plastikschraubdeckel abgefüllt. Die Flaschen besitzen das Etikett der Ölmühle Ballaschk "Original Burger Leinöl aus dem Spreewald".


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Haltbarkeit:
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Das Burger Leinöl ist naturbelassen und wird kalt gepresst. Dabei wird auf Konservierungsstoffe sowie Zusatzstoffe verzichtet. Das Öl ist daher nur 3 Monate haltbar und sollte innerhalb dieser Zeit aufgebraucht werden.

Auf der Flasche ist das Haltbarkeitsdatum angegeben. Die Ölmühle Ballaschk presst das Öl immer ganz frisch auf Kundenwunsch, so ist gewährleistet, dass ich auch tatsächlich ein ganz frisches Öl erhalte. Die Versanddauer betrug gerade Mal zwei Tage.

Das Öl sollte man am besten im Kühlschrank (kalt und dunkel) aufbewahren. Denn je wärmer man das Öl lagert, desto schneller wird es bitter und ungenießbar. Es besteht auch die Möglichkeit, dass Leinöl im Tiefkühlfach aufzubewahren (-16 bis -20 Grad), ohne dass es fest wird oder Geschmackseinbußen eintreten.

Leinöl darf NICHT erhitzt werden. Sprich: es eignet sich nicht zum Braten etc., sondern man sollte es warmen Speisen erst nachträglich zugeben!


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Die verschiedenen Öle:
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Folgende Sorten und Mengen des Leinöls kann man bei der Ölmühle Ballaschk bekommen:

Leinöl
100 ml = 2,50 EUR
250 ml = 3,50 EUR

Leinöl aus biologisch angebautem Leinsamen
(Bio - nach der EG-Öko-Verordnung)= wo Bio draufsteht ist auch wirklich Bio drin

100 ml = 2,60 EUR
250 ml = 4,80 EUR

Bio Leinöl mit Lignan
250 ml = 7,00 EUR

Info zu Lignan: Was ist das überhaupt? Auf meine Rückfrage hierzu, erhielt ich von der Fam.Ballaschk die Antwort, dass Leinoel mit Lignan gleich während des Pressens abgefüllt wird. Dadurch enthält es das Fruchtfleisch und ist außerdem naturtrüb.

Lignane besitzen antioxidative Wirkungen. Sie können wie die Isoflavonoide vermutlich dazu beitragen, vor der Krebsbildung (u.a. Brustkrebs) zu schützen, indem sie mögliche toxische Wirkungen von übermäßig gebildeten Östrogen hemmen können. Leinsamen hat eine leichte abführende Wirkung. Er kann Darmstörungen, beispielsweise Verstopfungen, lindern und allgemein die Verdauung verbessern. Leinsamen kann dazu beitragen, die Blutzuckerwerte zu stabiliseren und die Cholesterinwerte, speziell LDL und Lipoprotein, zu senken. Leinsamen kann möglicherweise auch die Nägel, Zähne und Knochen stärken, er beugt daher vermutlich auch der Osteoporose vor. Ekzeme, die durch einen Mangel an essentiellen Fettsäuren entstehen, können durch Leinöl gelindert werden. (Quelle: pharma24.de)


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Inhaltsstoffe:
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Fettsäuren
C16:0 (Palmitinsäure) 5,5 %
C18:0 (Stearinsäure) 3,3 %
C18:1 (Ölsäure und Isomere) 16,2 %
C18:2 (Linolsäure und Isomere) 16,4 %
C18:3n3 ((alpha-Linolensäure und Isomere) 58,5 %
Gesättigte Fettsäuren 7,9 %
Einfach ungesättigte Fettsäuren 14,6 %
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren 67,4 %


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Geschmack:
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Die erste Flasche war bei uns sofort in Gebrauch. Ich habe sie erwartungsvoll geöffnet und zunächst einmal meine Nase an die Flaschenöffnung gehalten. Der Geruch des Leinöls ist nicht sehr ausgeprägt. Man nimmt ihn nur ganz leicht wahr. Es ist quasi wie ein Hauch. Der Geruch lässt sich sehr schwer beschreiben. Ich würde ihn als "leicht nach Getreide duftend" bezeichnen. Er ist weder unangenehm, noch gewöhnungsbedürftig oder streng. Eben ein Hauch.

Die Farbe des Leinöls ist goldgelb. Also ein richtig tolles, sattes goldgelb. Ich habe zunächst einen Tropfen von meinem Finger gekostet. Das Öl schmeckt intensiv aber es hat auch wie beim Geruch keinen strengen Geschmack. Wer schon einmal Leinsamen in Joghurt o. ä. gegessen hat, kenn diesen Geschmack. Das Öl schmeckt nicht anders. Der Geschmack ist leicht nussig und man schmeckt eben die Leinsamen deutlich heraus. Geschmacklich übertrifft es tatsächlich alle Öle, die ich bislang verwendet habe. Das Leinöl gefällt mir gut.

Als Vergleich: bei meiner Bekannten konnte ich ein Leinöl aus dem Reformhaus probieren. Dieses stand im Ladenregal und war eben auch nur 3 Monate haltbar. Der Geruch des dort gekauften Leinöls war um einiges unangenehmer und der Geschmack sehr streng und leicht bitter. Da mein Leinöl von der Ölmühle Ballaschk erst mit meinem Kaufwunsch ganz frisch gepresst wird, habe ich diese Erscheinungen beim frischen Leinöl natürlich nicht. Und geschmacklich merkt man das einfach ganz intensiv.


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Meine Verwendung im Alltag:
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Mein erster Selbstversuch war, das Leinöl morgens mit in mein Müsli zu geben. Ich habe mich hierbei von dem Buch "Leinöl macht glücklich" und den darin enthaltenen Rezeptideen inspirieren lassen. Und da kam dann Joghurt, ein klein geschnittener Pfirsich, mein Müsli und ein Esslöffel Leinöl in die Schale. Zugegeben: Das goldgelbe Leinöl macht sich vor dem Verrühren auf dem Joghurt echt gut. Leuchtet regelrecht. Ich vermischte das Ganze und habe mein Frühstück genossen. Das Leinöl schmeckt man ganz leicht heraus. Da kommt ganz leicht der nussige Geschmack nach Leinsamen durch. Ich empfinde ihn nicht als unangenehm. Es ist sicherlich mal etwas anderes und vor allem durch die Fettsäuren sehr gesund. Mein Mann hat sich das nun auch angewöhnt und isst sein Müsli morgens ebenfalls mit einem Esslöffel Leinöl.

Mein zweiter Versuch: Ich koche den Brei für meine 9 Monate alte Tochter selbst. Und an Brei gehört eben auch ein Anteil Fett für die Maus. Zuvor habe ich immer Raps- oder Distelöl genutzt, ehe mich meine Bekannte darauf aufmerksam machte, dass eben Leinöl noch um einiges gesünder wäre. Sie bekommt nunmehr in jeden Brei 8 g Leinöl und verträgt es nach einer kurzen Testphase auch sehr gut. Auch der etwas andere Geschmack (denn Raps- und Distelöl schmecken ja bei weitem nicht ganz so intensiv) hat sie keineswegs irritiert, sondern sie isst ihren Brei nach wie vor wie gewohnt gut.

Dritter Versuch: Nun ja, letzte Woche hatten mein Mann und ich an einem Abend absolut keinen Plan, was wir essen wollten. Schließlich schlug ich dann Pellkartoffeln mit selbstgemachtem Kräuterquark und Fisch vor. Mein Mann - sofort begeistert - schwang sich auf sein Motorrad und fuhr zum naheliegenden Bremerhaven, um uns für den Abendschmaus frischen Fisch zu organisieren. Es geht einfach nichts über frischen Fisch und wenn man schon in der Nähe der Küste wohnt, dann muss man diese Gelegenheit auch einfach öfter nutzen. Wir lieben frischen Fisch. Während mein Mann also auf motorisierten Fischfang geht, bereite ich die restlichen Zutaten des Abendmahls vor. Der Quark ist super schnell bereitet. Mein Schatz ist auch ruckzuck wieder da. Jeder von uns hat Pellkartoffeln und Quark auf dem Teller und darüber gibt man dann jeweils einen Esslöffel Leinöl. Sehr lecker und sehr gesund (Rezept hierzu findet Ihr in meinem Bericht "Ein Buch das glücklich machen kann?).

Man kann das Leinöl natürlich nicht nur hierfür nutzen. Es gibt so viele Einsatzmöglichkeiten wie auch Salatdressing, Gurkensalat etc.


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Die Kaufabwicklung:
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Diejenigen, die ebenfalls im Spreewald wohnen, können natürlich die Familie Ballaschk auch direkt aufsuchen und das Öl vor Ort kaufen. Für mich ist die Entfernung jedoch leider eindeutig zu weit, aber die Kaufabwicklung über die Homepage der Fam. Ballaschk ist wirklich einfach. Man gibt einfach die Anzahl des gewünschten Öls im Bestellformular ein und schickt die Bestellung nach Angabe der Lieferanschrift über den Bestellbutton ab. Das war's. Kurze Zeit später bekommt man von der Ölmühle Ballaschk eine Bestätigungsmail. Die Lieferung erfolgt sehr schnell. Ich hatte mein frisch gepresstes Öl bereits innerhalb 2-3 Tagen nach Aufgabe der Bestellung. Die Lieferung erfolgte via DPD. Die Versandkosten pro Bestellung betragen 5,00 EUR. Es ist zwar nicht super günstig aber auch nicht überteuert. Für mich waren die Versandkosten in Ordnung, da ich eine Sammelbestellung zusammen mit meiner Bekannten aufgegeben habe und wir uns so die Kosten geteilt haben. Der Versand erfolgte auf Rechnung.

Auf der Homepage der Ölmühle findet man sogar noch einige Empfehlungen:
Gräfin von Pückler "Ihr Öl schmeckt ausgezeichnet! Vielen Dank"
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Reinhard Weizecker Auch er schwört auf unser Leinöl.
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Chefkoch O. Heilmeyer In der Küche des Hotels Zur Bleiche Resort & Spa werden ausschließlich hochwertige, frische Produkte verwendet. Chefkoch Oliver Heilmeyer setzt das "blaue Gold" des Spreewalds vielfältig in seiner anspruchsvollen Küche ein.
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Gräfin von Seidlitz "Ein besseres Öl als das von Familie Ballaschk habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gekostet!"

Dies nur am Rande und für diejenigen, die darauf Wert legen :-).

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Mein Fazit:
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Ein Öl aus eine Pflanze, die bereits seit Jahrtausenden angepflanzt und verzehrt wird. Ein lebendiges Lebensmittel, weil die Bestandteile nicht durch erhitzen zerstört wurden. Ein echtes Vollwertprodukt, bei dem die Vitalstoffe vollständig vorhanden bleiben. Leinöl ist sehr gesund und es ist erwiesen, dass es gegen eine ganze Reihe von Krankheiten vorbeugen (bzw. helfen) kann. Ein Öl, was leider etwas in Vergessenheit geraten ist im Zuge der Industrialisierung. Die Familie Ballaschk hat eine alte Tradition wieder aufgenommen, in dem sie Leinöl selbst herstellt und ganz frisch presst. Das Öl hat einen tollen - leicht nussigen - Geschmack und einen fast neutralen Geruch. Es gibt diverse Möglichkeiten, das Öl als Lebensmittel in den Alltag einzubauen und es auch so rasch zu verbrauchen, da es ja keine endlos lange Haltbarkeit besitzt. Dafür, dass ich das Öl ganz frisch gepresst bekomme, ist der Preis mehr als in Ordnung. Zum Abschluß kann ich nur sagen: ich werde bald wieder bestellen und gebe eine unbedingte Kaufempfehlung!


Vielen Dank für's Lesen & Bewerten!
Ich freue mich auf Kommentare.

Eure wakeful

Fazit: ...kauft hier weiter Öl