ein frischer Kaffee gefällig?
Saeco Magic Comfort Plus

Name des Mitglieds: Josi354
Produkt:
Saeco Magic Comfort Plus
Datum: 06.11.09, geändert am 22.10.11 (604 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: chic, zuverlässig, leckerer Kaffee, Kaffeevariationen...
Nachteile: Beschriftungen verwischen leicht
Nachdem ich Euch schon von meinem Lieblingskaffee vorgeschwärmt habe, komme ich jetzt zu dem Gegenstand, der mir diesen Genuss erst ermöglicht.
Vor über vier Jahren haben wir uns einen Kaffeevollautomaten gegönnt. Wir haben uns für die Saeco Magic Comfort Plus entschieden. Diese Maschine gab es zum Jubiläum, da es den Kaffeevollautomaten nun schon 20 Jahre lang gab.
Für einen unschlagbaren Preis von 555,- Euro bei einem UVP von 929,- Euro gab es den Automaten nebst drei Kilo Saeco-Kaffeebohnen, zwei Päckchen Saeco-Zucker, Entkalker und einem Reinigungsset. Ob man diese Maschine heute noch neu kaufen kann, kann ich leider nicht sagen. Ab und zu wird sie mal im gebrauchten Zustand bei Ebay versteigert. Ich persönlich würde mir aber keine gebrauchte Maschine zulegen. Aber vielleicht hat noch jemand Glück und kann sie irgendwo erstehen.
Verpackt war die Maschine in einem Saeco-typischen Pappkarton. Zu den o.g. Dingen wurde noch eine Bedienungsanleitung mit geliefert. Die Blenden der Maschine sind aus Kunststoff, das eigentliche Gehäuse besteht aus Metall, wodurch sie recht robust wird.
Hergestellt durch:
Saeco GmbH
Guerickestraße 25
80805 München
Informationen zur Firma findet Ihr auf der Website www.saeco.de.
Technische Daten:
Leistungsaufnahme: 230 V / 1600 W
Maße: ca. 40 x 39 x 46 cm
Gewicht: ca. 14 kg
Inhalt Wassertank: 2.4 l
Bohnenvorrat: 300 g
Behälter für Kaffeesatz: ca. 30 Portionen
Pumpendruck: 13 bar
Die Maschine arbeitet mit einem Kegelmahlwerk. Man kann aber auch schon fertig gemahlenen Kaffee benutzen. Dafür gibt es etwas vor dem Bohnenfach ein kleines Extrafach, welches bei Nichtnutzung mit einem Deckel verschlossen ist. Also bitte nicht den gemahlenen Kaffee in den Bohnenbehälter machen, das tut nicht gut...
Bisher habe ich diese Maschine nur in der Farbe Silber gesehen. Ich denke, dass es sie auch nur so gibt. Auf obiger Abbildung kann man das Design, welches ich äußerst ansprechend und zeitlos finde, sehr gut erkennen.
Wir sehen vorn die Bedieneinheit, welche aus einem LCD-Display und den sechs darunter liegenden Bedienknöpfen besteht (zu den Funktionen komme ich später). Unter dieser Bedieneinheit sitzt das herausnehmbare Fach in dem sich der Kaffeesatz sammelt. Hinter der Bedieneinheit und dem Sammelbehälter befindet sich im Innern des Gehäuses die Brühgruppe. Ganz hinten rechts finden wir den von oben befüllbaren Bohnenbehälter, der hygienisch mit einem Deckel zu verschließen geht. Das o.g. Fach für den gemahlenen Kaffee befindet sich direkt davor.
Links hinten neben dem Bohnenbehälter befindet sich der Wassertank (auch mit Deckel verschließbar). Vor dem Wassertank befindet sich der Kaffeeauslass neben dem linker Hand die Vorrichtung zum Milchaufschäumen ist. Unter diesen Elementen befindet sich die Abstellfläche für die Tasse/n. Diese Abstellfläche ist eine Art Gitter, worunter sich ein Auffangbehälter befindet. Dieser ist dazu gedacht, das Wasser, welches bei der Reinigung der Maschine aus dem Kaffeeauslass fließt, aufzufangen.
Bevor es einen Kaffee gibt
Nach dem Aufstellen sollte man den Stecker in die Steckdose stecken, sonst funzt dat ganze nicht so richtig ;-) .
Die nächsten Schritte wären das Auffüllen des Bohnen- und Wasserbehälters.
Die Maschine ist vom Werk her voreingestellt und brüht Euch auf Knopfdruck einen Kaffee... Zur Verfügung stehen drei verschiedene Kaffeesorten, zu denen ich später noch einmal komme.
Natürlich hat jeder einen anderen Geschmack. Einer mag den Kaffee, dass man noch den Boden der Tasse sehen kann, der andere mag ihn so schwarz wie meine Füße... grins. Naja, Ihr wisst schon, wie ich das meine. Um dem gerecht zu werden gibt es an der Maschine verschiedene Einstellhebel, mit deren Hilfe sich die Kaffeemenge (pro Tasse) und der Mahlgrad des Kaffees einstellen lassen. So kann man ein wenig herum experimentieren bis man den SEINEN kreirt hat.
Die Bedieneinheit
Das zweizeilige LCD-Display versorgt einen mit den wichtigsten Informationen. So meldet die Maschine brav Betriebsbereitschaft (man darf seinen gewünschten Kaffee wählen) oder (italienisch divamässig) insbesondere morgens, wenn die Zeit knapp ist, Bohnenbedarf, Wasserknappheit oder das Bedürfnis nach einer Reinigung (gerne auch alle drei Wünsche nacheinander). Auch werden hier verschiedene Daten für die Einstellung der Maschine über das Display angezeigt und man kann sehen, welche Funktion (oder welchen Kaffee) man gerade gewählt hat.
Die Tastenbelegung
Die oberen drei Tasten sind für die Auswahl der Kaffeeart vorgesehen. Von links nach rechts bekommt man hier "Kaffee lang", "Kaffee normal" oder Espresso. Drückt man einen Knopf zwei Mal bekommt man die doppelte Menge. Bei zwei Auslassdüsen besteht somit die Möglichkeit sowohl einen doppelten Espresso zu ziehen oder zwei einzelne gleichzeitig, in dem man zwei Tassen unter dem Auslass platziert. Auch kann man, wenn man die Tasten während des Brühvorganges gedrückt hält, die Wassermenge dosieren.
Die linke untere Taste ist dazu da, dass sie der Maschine signalisiert, wenn sie den Kaffee aus dem Pulverfach benutzen soll. Die rechte Taste aktiviert das Brühen von heißem Wasser, welches dann aber nicht durch den Kaffeeauslass kommt sondern durch die Milchaufschäumdüse. Hier wird das Aufbrühen von Tee für alle Nicht-Kaffee-Trinker (ich denke da grad an jemand Bestimmten) möglich gemacht.
Unten in der Mitte befindet sich die Menütaste. Hier werden viele verschiedene Funktionen möglich gemacht, die mit Hilfe des rechts daneben liegenden Knopfes per Up- and Down-Menü im Display angezeigt werden können. So lassen sich hier manigfaltige Einstellungen, wie die Temperatur des Wassers (einzeln für jede Kaffeeart) oder das Vorheizen der Wärmeplatte (für die Tassen) einstellen. Auch ist ein Zählwerk für den bis dato durchgelaufenen Kaffee vorhanden. Des Weiteren lässt sich über diese Tasten das Entkalkungsprogramm bedienen, die Wasserhärte und eine Timerfunktion einstellen. Das sind bei Weitem noch nicht alle Funktionen - alle aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen.
Funktion des Milchaufschäumers
Der Milchaufschäumer wird über einen Drehregler aktiviert. Dieser muss so lange aufgedreht werden bis nur noch Wasserdampf austritt. Danach schließt und öffnet man ihn wieder. Nun ist der Aufschäumer betriebsbereit. Man hält einen Behälter, der nicht zu voll mit Milch befüllt ist, darunter. Die Milch wird nun mit dem Wasserdampf aufgeschäumt. Das Volumen der Milch steigt ungefähr um ein Drittel an. Der Schaum ist schön stabil und hat eine tolle Konsistenz, um damit weitere Kaffeespezialitäten, wie z.B. Cappuccino oder Caffè Latte zuzubereiten.
Die Reinigung
Die Maschine verfügt über ein Selbstreinigungssystem, welches sich aktiviert wenn man die Maschine eine Zeit lang nicht benutzt hat. Genau kann ich diese Zeit nicht definieren, da ich nie mit der Stoppuhr daneben stand. Es könnte sich hierbei um eine halbe Stunde handeln.
Es wird Wasser durch die Maschine gespült um Ablagerungen und Verschmutzungen z.B. in den Kanälen zu entfernen.
Ist eine größere Reinigung fällig, so meldet das Display "Entkalken". Man kann jetzt weiterhin Kaffee zubereiten, der Schriftzug "Entkalken" verschwindet jedoch nicht. Zum Durchführen der Entkalkung benötigt man Wasser, einen handelsüblichen Entkalker für Kaffeevollautomaten (von Saeco sehr sehr teuer) und einen Haufen Geduld. Zunächst füllt man den Wassertank komplett, dann wird der Entkalker im Wassertank aufgelöst. Nun öffnet man die Heißwasserdüse mit Hilfe des Drehknopfes (wie oben erläutert), stellt ein möglichst großes Gefäß unter die Heißwasserdüse und stellt das Entkalkungsprogramm an. Derweil kann man gut einen Kaffee trinken gehen... grins...
Außerdem sollte die Brühgruppe einmal die Woche entnommen und mit Wasser gereinigt werden (wird nicht angezeigt). Dieser Vorgang geht recht einfach von Statten ist aber ziemlich lästig. Deswegen wird diese Prozedur bei uns nur einmal im Monat vorgenommen. Man sollte die Brühgruppe gut trocknen lassen bevor man sie wieder einsetzt. Das heißt, dass man dann mal eine Stunde ohne Kaffee auskommen muss.
Der Kaffeesatzbehälter sollte regelmäßig gereinigt werden, damit es in diesem Fach nicht anfängt zu schimmeln. Wir reinigen ihn jeden Abend, dann kann nix passieren.
Alle abnehmbaren Teile (Wassertank, Bohnenbehälter, Kaffeesatzbehälter) sind geeignet für die Spülmaschine. Also sehr einfach zu handhaben. Nur die Brühgruppe würde ich nicht mit hinein tun.
Nun aber zu dem Wichtigsten: Zu dem Geschmack des Kaffees
Hier kommt es natürlich nicht nur auf die Maschine an, sondern hängt auch sehr stark von den Kaffeebohnen ab, mit denen man die Maschine befüllt. Diejenigen, die meinen Bericht "Premium-Bericht für einen Premium-Espresso" gelesen haben, sind jetzt ein wenig schlauer, denn sie wissen, worauf es mir beim Kaffee ankommt. Für alle anderen: Nach etlichen Tests sind wir bei der Marke Melitta Bella Crema Café Espresso hängen geblieben. Wir mögen den Kaffee gern etwas stärker und mit dieser Sorte schmecken uns die von uns zubereiteten Kaffeevariationen am besten.
Das Aroma des Kaffees wird bei diesem Brühverfahren noch durch das so genannte Vorbrühen verstärkt. Der gemahlene Kaffee wird etwas angefeuchtet und entfaltet so schon kurz vor dem Brühvorgang sein Aroma, welches somit später besser zur Geltung kommt. Die Bitterstoffe entfalten sich hierbei nicht in dem Maße wie es bei Handaufguss- oder Kaffeemaschinen-Kaffee der Fall ist.
Der Kaffee kommt ordentlich heiß aus der Maschine. Crema-Kaffee hat eine ordentliche Creme obendrauf. Unser selbst zubereiteter Cappuccino hängt in keinster Weise dem in den meisten Restaurants nach.
Der Vorteil ist, dass man immer einen frisch aufgebrühten Kaffee bekommt. Dadurch, dass man keinen Kaffee zu sich nimmt, der schon eine Weile gestanden und somit bitter geworden ist, ist der Kaffeegenuss auch noch um einiges magenschonender.
Vor lauter Lob fällt mir aber noch ein Tadel ein:
Die Beschriftungen auf der Maschine sind leider nicht wirklich wischfest, so dass sie durch die normale Reinigung mit Spülwasser schon etwas verschwommen wirken. Mittlerweile gehe ich nur noch seeehr vorsichtig mit dem Lappen dran, damit sie noch ein wenig erhalten bleiben.
Zusammenfassung
Die Saeco Magic Comfort Plus ist eine intelligente Lösung für frisch gebrühten Kaffee, der zugleich noch besser verträglich als herkömmlich gebrühter Kaffee ist. In kürzester Zeit, ca. 50 - 60 Sekunden) kann ich einen normalen Kaffee oder Espresso genießen. Das Zubereiten von Cappuccino und dergleichen dauert etwas länger. Geschmacklich kommt ein Kaffee aus einer normalen Kaffeemaschine nicht an den dieses Vollautomaten heran. Unsere Besucher sind stets begeistert und manche haben sich schon einen Kaffeevollautomaten zugelegt. Das Design ist sehr gelungen. Man braucht diese Maschine wirklich nicht zu verstecken.
Der tolle Genuss ist auch seinen Preis wert. Hier sowieso, weil die 555,- Euro geradezu ein Schnäppchen waren.
Ich vergebe für diesen Automaten eine uneingeschränkte Kaufempfehlung und somit 5 Sterne. Jedoch sollte man sich dessen bewusst sein, dass der Automat viel Platz in der Küche braucht.
Josi354
im November 2009
Fazit: kaufen und genießen
| Verarbeitung: | ||
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| Reinigung: | ||
| Qualität: |
Weitere Testberichte: im Bereich Espressomaschinen




