Kaffee und Tee auf Knopfdruck
Miele CVA 620

Name des Mitglieds: caroo
Produkt:
Miele CVA 620
Datum: 27.05.06
Bewertung:
Vorteile: Kaffee und Heißwasser (Tee) ständig portionsweise verfügbar, guter Kaffeegeschmack
Nachteile: relativ hoher Anschaffungspreis
Wir haben unseren CVA620 zusammen mit einer neuen Küche im Küchenstudio gekauft.
Die Entscheidung, in der neuen Küche auf die herkömmliche Filtermaschine zu verzichten, stand schon lange fest, gerade weil bei uns sehr wenig Kaffee getrunken wird und ich es satt hatte, wegen jeder Tasse die Maschine neu zu bestücken bzw. aus Zeitmangel aufgewärmten Kaffee zu trinken (oder ständig vergessene Tassen in der Mikrowelle wiederzufinden).
Damit ist es jetzt vorbei, es gibt auf Knopfdruck wahlweise Espresso, ein Tasse oder einen Pott Kaffee, außerdem gibt es eine Aufschäumdüse und Heißwasser.
Die verwendete Kaffeemenge und den Mahlgrad kann man sehr leicht einstellen.
Für einen Milchkaffee, schäume ich Milch gleich in der Tasse auf, dann kommt ein Espresso gleich mit in die Tasse hinein und fertig.
Das ganze dauert pro Tasse ca. 1-2 Minuten, je nachdem wieviel Zeit man sich zum Aufschäumen nimmt.
Mehrere Tassen Milchkaffee hintereinander brauchen allerdings ihre Zeit, denn man kann leider nicht, während der erste Kaffee durchläuft, schon mal die nächste Milch aufschäumen. Die Funktionen sind alle nur einzeln verfügbar.
Wenn also die Verwandtschaft am Kaffeetisch sitzt, und jeder wartet auf Kaffee, ist es ein Geduldsspiel, da steht man dann schon mal eine Viertelstunde und das Mahlwerk stört die Gespräche am Kaffeetisch.
Also für häufige große Kaffeerunden ist so ein Automat nur bedingt geeignet.
Es gibt zwar eine Funktion, bei der während des Kaffeebrühens schon die nächste Portion frisch gemahlen wird, das bringt aber meiner Erfahrung nach wenig Zeitersparnis.
Ohne die Prozedur mit der Milch geht es aber schon schneller.
Wir hatten uns auch für größere Kaffeerunden unsere alte Maschine aufgehoben, aber wir haben sie nie wieder verwendet.
Erstens weil der Kaffee wirklich besser schmeckt, wenn er frisch gemahlen und gebrüht wurde, als wenn man ihn aus der Thermoskanne oder schlimmer von der Warmhalteplatte nimmt.
Zweitens weil jetzt alle Freunde und Verwandten auf den Geschmack gekommen sind und nun auch Kaffee mit Milchschaum haben wollen und dafür auch die längere Prozedur in Kauf nehmen.
Die Heißwasserfunktion wird bei uns fast häufiger genutzt als die Kaffeefunktion, wir haben die Schublade mit den Teebeuteln direkt gegenüber der Maschine und seitdem trinken die Kinder wieder viel mehr Tee, oder sie machen sich auch mal eine Instant-Tütensuppe, das ist wirklich kinderleicht.
Noch ein paar Einzelheiten zur Maschine:
Das Gerät hat einen Bohnenbehälter, der im Haushalt relativ lange reicht, allerdings gbt es keine Anzeige dafür, wieviel drin ist, keine Vorwarnung, wenn die Bohnen alle sind, arbeitet das Mahlwerk erst mal los und "versucht" es noch eine Weile und dann erst kommt die Anzeige.
Der Wassertank enthält so ca. 2 l, das wird in unserem Haushalt nicht jeden Tag alle, aber ich fülle trotzdem öfter frisches Wasser nach, den Rest aus dem Tank nehme ich zum Blumengießen.
Den Auffangbehälter sollte man täglich ausspülen, daran denke ich nicht immer, aber ich würde es empfehlen, spätestens nach 3 Tagen.
Für weitere Reinigungsmaßnahmen, Entkalken, Satzbehälter leeren, usw. gibt es Anzeigen, für das Entkalken gibt es eine sehr langfristige Vorwarnung.
Wie das alles funktioniert, ist in der Bedienungsanleitung ziemich genau beschrieben, sie umfaßt ca. 70 Seiten, deshalb werde ich hier nicht ausführlicher.
Von außen ist die Maschine ziemlich leicht zu reinigen, ein feuchtes Tuch genügt. Die Aufschäumdüse sollte nach jeder Anwendung gereinigt werden, das empfehle ich auch dringend, denn die Milchrückstände trocknen schnell an.
Man kann einfach den Aufsatz von der Düse abziehen, ausspülen, fertig.
Eventuell nach dem Aufstecken der Düse noch mal Dampf durchpusten.
Für die gründlichere Reinigung des Teils (von innen) habe ich eine kleine Kosmetikbürste zweckentfremdet.
Den Satzbehälter leere ich häufiger als in der Anzeige, denn wenn die Pausen zwischen den Kaffeetassen so lang sind wie bei uns, würde der Kaffeesatz manchmal tagelang warten und vor sich hin schimmeln, ohne daß es einer merkt.
Ab und zu muß die Maschine auch mal von innen gereinigt werden, da sind immer Wasserflecken, oder ein paar Kaffeekrümel unterwegs. Man kommt schlecht in die hintersten Ecken (dafür habe ich einen Pinsel) und leider gibt es innen keine Beleuchtung, und ich werde mir noch eine Stirnlampe kaufen müssen.
Kaputt war noch nie etwas, kleine Störungen wie z.B. Luft in der Zuleitung kann man anhand Bedienungsanleitung selbst in Ordnung bringen (=Entlüften)
Alles in allem hat man schon etwas mehr Arbeit als mit einer normalen Filtermaschine, aber man bekommt tollen Kaffee dafür.
Fazit: Ein zuverlässiges Gerät - und der Kaffee schmeckt.
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