Jura Nespresso N3
Mein neuer Lieblingssklave - Jura Nespresso N3 Espressomaschinen

Produkttyp: Jura Espressomaschinen

Mein neuer Lieblingssklave
Jura Nespresso N3

Boerzel

Name des Mitglieds: Boerzel

Produkt:

Jura Nespresso N3

Datum: 24.01.03, geändert am 04.02.03 (3416 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Funktion, Geschmack, Design

Nachteile: Kaffeepreis/-auswahl

Hallo zusammen,

ich kann es ja kaum glauben, daß ich hier den ersten Beitrag über dieses Maschinchen schreibe. Schließlich weiß ich gar nicht mehr, wie ich ohne seine Unterstützung und seinen Beistand vorher überhaupt einen Tag durchgestanden habe.

Aber jetzt vor vorne: Ich habe mir die Jura Nespresso N3 zu Weihnachten 2002 schenken lassen, da ich es satt hatte, entweder Unmengen von Geld für eine Espressomaschine auszugeben oder langweiligen, faden Filterkaffee zu trinken. Zunächst probierte ich eine dieser "Espressoraketen" aus, diese kleinen italienischen Alu-Teile, die man direkt auf die Herdplatte stellt. Der Espresso ist durchaus OK, aber die nachgelagerte Reinigungsphase ist
auf Dauer eher unangenehm. Also habe ich gesucht, verglichen, geprüft und mich schließlich für das Nespresso-System entschieden.

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Zum Nespresso-System:
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Es gibt zwischenzeitlich einige namhafte Hersteller, die Maschinen für das Nespresso-System anbieten (Alessi, Jura, Krups und Saeco). Der Kaffee für dieses System kommt portionsweise verpackt in kleinen Patronen, die dann einfach in die Maschine gelegt werden. Diese Patronen kann man ausschließlich bei Nespresso selbst bestellen, also nicht im Geschäft oder sonstwo. Ganz selten bietet jemand bei ebay ein paar an (evtl. Fehlkauf
oder Promoware, wer weiß?). Man ist als Besitzer einer Nespresso-Maschine automatisch Mitglied im "Nespresso-Club" über den man den Nachschub abwickelt, und zwar entweder per Internet oder telefonisch (0800-Nummer). Das ist auch schon der einzige Nachteil an dem Ganzen, man ist eben auf Nespresso angewiesen. Es gibt dort aber derzeit 10 verschiedene Espresso-Sorten inklusive 2 koffeinfreie Sorten. Da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Weitere Infos rund um das Thema Nespresso-Kaffe und Geräte kann man unter http://www.nespresso.com finden. Eine Portion kostet übrigens ca. 30 Cent. das ist zwar deutlich teurer als Espresso-Pulve
r, aber dafür muß man auch keine 1.200,- EUR für eine Maschine hinlegen. Für den Preisunterschied kann ich jede Menge Kaffee trinken!

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Die Maschine:
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Der kleine Freund kommt sehr ansehnlich daher, das Design überzeugt mich absolut. Ich habe die Variante in silber/schwarz (das heißt bei Jura "Chrom"), man kann aber verschiedene Designs auswählen ("Chrom Hochglanz" und "Rot"), so daß für jede Küche etwas passendes dabei sein sollte. Die technischen Daten erspare ich Euch jetzt, sie sind unter http://www.jura-kaffee.de zu finden. Schön ist jedenfalls, daß die N3 mit Abmessungen von 22x32x35 cm (BxHxT) eigentlich überall in der Küche Platz findet und ganz im Gegensatz zu den Monster-Espressomaschinen sehr unaufdringlich daher kommt.
Die Bedienung ist denkbar einfach: Maschine einschalten, warten bis die LED das Ende der Heizphase signalisiert (ca. 20 Sekunden), Kapsel einlegen und den Hebel nach vorne ziehen. Schon läuft der Espresso in die Tasse. Ebenso einfach ist die Aufschäumdüse zu bedienen: Aufheizen und Hebel nach hinten drücken. Durch den sehr guten Jura-Heizblock ist Wasserdampf in ausreichender Menge vorhanden, um selbst eine sehr große Tasse Milch aufzuschäumen bzw. heiß zu bekommen. Einmal täglich sollte man die Maschine kurz durchspülen (also einfach ohne Kaffee bzw. Milch laufen lassen). Ansonsten sind außer der obligatorischen Entkalkung keine weiteren Pflegemaßnahmen notwendig.
Die gebrauchten Kapseln werden automatisch in einen Sammelbehälter ausgeworfen, den man nach ca. 10-12 Portionen leeren muß. Ebenso ist der Tropfenfänger je nach Nutzung ab und zu zu leeren (erkennt man an dem kleinen gelben Schwimmer). Einfach herausnehmen, mit Wasser ausspülen und fertig. Ich bin von der schnellen, einfachen Bedienung und Problemlosen Pflege der Maschine absolut begeistert.

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Der Kaffee
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Dadurch, daß man eben kein handelsübliches Espressopulver verwenden kann, son

dern nur die Nespresso-Kapseln, schreibe ich hier noch kurz (!) über den Kaffee. Wie bereits oben erwähnt gibt es derzeit 10 Sorten davon. Diese sind auf der Nespresso-Homepage (s.o.) sehr schön beschrieben, die Beschreibungen sind zutreffend. Insbesondere die Einteilung der Sorten nach "Stärke" von 1 bis 10 ist sehr gut gelungen. Alle Sorten sind absolut in Ordnung, ich selbst mag die starken Sorten aus Arabica-Bohnen am liebsten. Der Espresso aus der Maschine ist einwandfrei, sowohl ich als auch alle von mir bisher bewirteten Gäste waren von der Qualität und dem Geschmack absolut überzeugt. Eine klare Eins in Sachen Geschmack. Die Crema übrigens ist wunderschön anzusehen.

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Sonstiges / Tips & Tricks
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***Zunächst das, was mir als erstes auffiel: Man braucht eventuell neue Tassen. Meine großen IKEA-Tassen jedenfalls sind absolut nicht unterzubringen. Aber dank eines Sonderangebots bei Kaufhof habe ich jetzt je 4 Espresso- und Cappuccino-Tassen und bin sehr zufrieden. Für Fans großer Tassen empfiehlt es sich, einen Edelstahlbecher mit langem Griff und Schnäuzchen zu kaufen, gibt es z.B. von WMF für ca. 12,- EUR. In diesen läßt man dann den Espresso laufen und schüttet ihn dann in die Tasse mit der aufgeschäumten Milch. Den Milchaufschäumer kann man zur Seite kippen, so daß man auch in größeren Tassen gut Milch aufschäumen kann.
***Man darf nicht vergessen, daß diese Maschine nicht für den Gastronomie-Bedarf konzipiert wurde. Nach ca. 10 Tassen am Stück sollte man ihr eine kleine Verschnaufpause von 1-2 Minuten gönnen (Erfahrungswert bei einer Party).
***Die äußerlich fast baugleiche Maschine gibt es in etwas anderen Farben von Krups (Modell FNA1), wem also die Farbauswahl von Jura nicht gefällt, findet hier bestimmt etwas. Allerdings kommt dann auch das Innere der Maschine von Krups. Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, kann ich nicht beurteilen.
***Nun doch noch ein wenig Technik: Nespresso-Maschinen fahren alle
mit
19 bar Druck (!). man bekommt also einen echten Espresso und nicht einen Café Crema wie z.B. bei Philips Senseo, die fährt nur mit 1 bar Bruck. Selbst übliche Espresso-Maschinen für deutlich mehr Geld haben oft nur 15 bar!

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Fazit
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Ich mache es kurz: Ich bin sehr zufrieden und beneide meine Schwester nicht im Geringsten, sie hat eine Jura Monstermaschine und ist ständig am Putzen. Abgesehen davon, daß das Teil ein gutes Stück der Arbeitsplatte für sich in Anspruch nimmt.
Der Kaffee ist sehr lecker und das Preis-Leistungsverhältnis absolut in Ordnung. Eine klare Kaufempfehlung meinerseits also.


Fazit: