Gut, Schnell aber nicht billig und einfach!
Jura Impressa E70

Name des Mitglieds: CyberM@rtin
Produkt:
Jura Impressa E70
Datum: 29.06.02, geändert am 29.06.02 (2703 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: guter Kaffee, Wasserfilter, gute Hilfs-CD-ROM
Nachteile: teuer, schlechtes Handbuch
Meine Eltern haben sich schon länger eine Espressomaschine gewünscht. Nachdem sie in einer älteren ?Test? gelesen haben, dass sich der Kauf einer hochwertigen Jura-Espressomaschine lohnt, haben sie sich entschlossen eine Maschine von Jura anzuschaffen.
Nachdem mein Vater eine Abstellfläche für eine Ecke in der Küche entworfen, gebaut und montiert hatte, zählte auch nicht mehr die Ausrede, dass man keinen Platz habe.
Also zogen meine Eltern (in meiner Begleitung) zu einem Elektromarkt (Media Markt) und inspizierten die dortige Ausstellung der Espressomaschinen. Schnell lenkten sie ihre Aufmerksamkeit auf die zahlreichen Espressomaschine von der schweizer Marke Jura. Irgendwann war man sich einig, dass es die Impressa E75 sein sollte. Meine Eltern wollten noch etwas Rabatt rausschlagen, mussten sich leider jedoch nur mit einem Paket Espresso zufrieden geben.
An der Warenausgabe erhielten wir dann eine mittelgroße Schachtel. Daheim konnten wir dank der Auspackanleitung an der obern Lasche der Verpackung die Espressomaschine sicher und unbeschadet aus der Verpackung schälen. Das sehr schöne Gerät passte perfekt in die vorbereitete Nischenabstellfläche.
Das Design der Maschine ist sehr ansprechend, so dass man sie ohne weiteres offen ins Esszimmer stellen kann. Jeder Gast wird die schöne Maschine bewundern.
Die Maschine ist in Schwarz gehalten, die Front ist silber. Während die Front aus mattem silbernem Plastik besteht, bestehen alle Knöpfe aus chromfarbenem Plastik. An der linken Seite ist ein durchsichtiger herausnehmbarer Wassertank eingelassen. Links oben in der Ecke ist ein kleiner Display eingelassen, der einen informiert, was gerade gemacht wird, bzw. das die Maschine bereit ist für einen eine Kaffeespezialität zu zaubern. Darunter sind drei kleine schwarze Knöpfe (hmm... es sind doch nicht alle Knöpfe silber!) mit dem man in dem Menü der Maschine navigieren kann. Darunter sind vier silberne Knöpfe. Zwei davon sind für die Einstellung der Tass
enanzahl (im Handbuch so schön Bezugsmenge genannt), ein Knopf ist der Einschalter und einer der Spülknopf. Dann gibt es noch einen Drehschalter für die Art des Kaffeegetränks (eigentlich eher die Menge), neben dem Drehschalter ist ein Knopf für die Verwendung von gemahlenem Kaffeepulver. Normalerweise wir der Kaffe frisch gemahlen. Auf der anderen Seite ist ein Drehschalter mit dem man zwischen der Benutzung des Kaffeeauslaufs und der Aufschäumhilfe wählen kann. Darunter ist dann schließlich die Aufschäumhilfe. In der Mitte ist der Kaffeeauslauf. Dieser hat zwei Ausläufe und ist höhenverstellbar. Unter dem Kaffeeauslauf befindet sich die Abstellfläche für die Tasse(n). Darunter ist ein Rost für die Aufnahme von Tropfen.
Dem Gerät lag ein Wasserfilter, Reinigungstabletten, ein Handbuch und eine Hilfs-CD-ROM bei. Der Wasserfilter ist sehr praktisch, da man sich das Entkalken der Maschine sparen kann, man muss ihn jedoch alle ½ Jahr wechseln. Die Reinigungstabletten sind für den Fall, dass die Maschine doch mal verunreinigt ist. Das Handbuch ist sehr schlecht gelungen und wirft ein schlechtes Bild auf die ansonsten gute Maschine. Man hat die Maschine ausgepackt und angeschlossen und steht nun vor dem Problem, dass im Handbuch alles durcheinander ist. So war mein Vater sicherlich 15 Minuten damit beschäftigt, herauszufinden warum die Maschine nichts machte, sondern nur sagte »Hahn zu«. Sehr gut gelungen ist dagegen die Hilfs-CD-ROM. Diese klärt alle Fragen, die bei der Maschine auftreten, natürlich auch unser Problem mit »Hahn zu«. Alle Vorgänge sind in Flash-Animationen anschaulich beschrieben und werden gut kommentiert. Man kann sogar einen Simulationslauf mit der virtuellen Maschine starten, bevor man es dann an die echten Maschine wagt. Doch was nützt einem das gute Programm, wenn man bei dem ersten Einschalten vor Problemen steht. So kam es, dass meine Mutter am PC saß und sich die Maschine von der Hilfs-CD-ROM erklären ließ und anschließend meinem Vater durch
das Haus zu rufen musste, was er zu tun hat. Bei uns ist die Küche nicht weit vom Arbeitszimmer entfernt, was wäre, wenn es nicht so nah gewesen wäre? Schlechtes Handbuch!!!
Nachdem wir uns nach mehrmaligem virtuellen Kaffee machen auch an der realen Maschine den Startproblemen entledigt hatten, bekamen wir unseren ersten Espresso. Es war ein »Espresso normal 50 ml«. Der war sehr gut und entschädigte uns für die lange Aufbauphase. Danach wurden die weiteren Features der Maschine getestet. Also wieder einer am PC, Animation ansehen und der andere hat es dann nachgemacht (wir haben schon gar nicht mehr versucht mit dem Handbuch zu arbeiten). Im Nu war ein Kännchen Milch aufgeschäumt und alle Arten Kaffe durchgetestet. Der Kaffee ist schnell zubereitet und schmeckt super. Jede Kaffeespezialität hat eine schöne Crema.
Schnell bemerkte man beim Ausprobieren eine Tatsache die die weitere Arbeit mit der Maschine prägen wird: Man muss andauern Wasser nachfüllen. Dies liegt nicht unbedingt daran, dass der Tank zu klein ist um einige Tassen zu brühen, sondern daran, dass die Maschine andauern spült und somit Wasser ?verschwendet?. Beim Wechsel vom Kaffeemodus zum Aufbrühmodus und umgekehrt, beim Ein- und beim Ausschalten wird die Maschine immer gespült. Man merkt schon, dass das Wasser nicht klar ist, sondern durch Kaffeereste verunreinigt ist, doch mit der Zeit nervt einen das andauernde spülen und Wasser nachfüllen. Auch negativ ist mir auf gefallen, dass die Maschine recht laut ist. Man hört es im ganzen Haus, wenn die Maschine eine Kaffeespezialität zubereitet.
Man muss natürlich sagen, dass das Spülen verhindert, dass man die Maschine von Hand reinigen muss. Somit ist das nicht unbedingt negativ. Man muss jedoch immer ein Glas für die Spülvorgänge bereitstehen haben, da man die Spülflüssig kein wegschütten muss. Auch der Lärm ist subjektiv von mir beanstandet. Meine Mutter findet die Maschine nach eigener Aussage nicht zu laut.
Also, wenn man die Maschin
e versteht, macht die Maschine immer gute Kaffeespezialitäten. Wenn man vor ihr keine Ahnung hat, muss man unbedingt eine virtuelle Kaffeemaschinenlernstunde am PC absolvieren, sonst hat man keine Chance in den Genuss des guten Kaffees zu kommen! Billig ist das Vergnügen jedoch nicht!
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Espressomaschinen


