Riesenärger mit Jura Impressa E 50
Jura Impressa E50

Name des Mitglieds: rone
Produkt:
Jura Impressa E50
Datum: 04.12.02, geändert am 11.09.04 (8424 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: siehe Schriftstück
Nachteile: siehe Schriftstück
Dieses Schreiben habe ich an an Jura Deutschland gesendet, nachdem ich mit meiner Jura Impressa E 50 nur Ärger hatte. Jura zeigte keinerlei Anzeichen mir durch Kulanz zu helfen.
Besitze mittlerweile eine Saeco Magic de luxe.
Betreff: Kaffeemaschine Jura Impressa E 50
Sehr geehrte Damen und Herren,
möchte Ihnen mit diesem Schreiben meinen Frust bzw. meine Enttäuschung über ein Produkt aus Ihrem Hause übermitteln. Am 07.07.1999 entschloß ich mich, was sich später als Fehlentscheidung herausstellte, eine Kaffeemaschine vom Typ Jura Impressa E 50 zu kaufen. Diese Maschine kostete zum damaligen Zeitpunkt ca. 1100.—DM. Damit ich sehr lange Freunde an der Maschine habe, folgte ich den Hinweisen der Bedienungsanleitung und kaufte für meine Maschine einen Claris Filter, damit es gar nicht erst zu einer Verkalkung kommen kann. Dieser Filter wurde von mir in den vom Filterhersteller vorgegebenen Zeiträumen regelmäßig (ich betone regelmäßig) ausgewechselt. Auch wurde von mir nur Kaffee gekauft, der für solche Maschinen empfohlen wird.
Im Januar 2001, also nach knapp 1 ½ Jahren, begann dann die Ursache meiner heutigen Enttäuschung bzw. Frustration über diese Maschine. Vom Mahlwerk wurde der gemahlene Kaffe nicht mehr in die Brüheinheit befördert. Die Maschine mußte zur Reparatur in eine Elektrowerkstatt. Diagnose: Mahlwerk revidieren. Kosten: DM 214,60
Nach dieser Reparatur lief die Maschine wieder bis zum 19.07.2001. Die Maschine lief also von der ersten Reparatur bis zur nächsten Störung doch immerhin ½ Jahr. Für ein Produkt dieser Preisklasse vermutlich eine Superleistung !! oder ?? Die Störung möchte ich folgendermaßen beschreiben:
Wasser steht unter der Maschine, Brüheinheit läuft schwer (hört sich gequält an) und alle Kontrollleuchten blinken gelegentlich.
Kosten für diese zweite Reparatur: DM 260,35
Für diese Reparatur habe ich bei der Firma Zimmermann in Freiburg (Jura Servi
ce) darum gebeten, einen Kulanzantrag zu stellen. Der Kulanzantrag wurde dann von Ihnen mit folgendem Hinweis abgelehnt: Kulanzantrag wird aufgrund des Gerätealters und der Arbeitsleistung abgelehnt. Ich habe bis zu diesem Zeitpunkt (von Juli 1999 bis Juli 2001)
also in ca. 720 Tagen insgesamt 4280 Tassen Kaffee getrunken. (Dies ergab das Auslesen des Diagnosesystems) Dies ergibt eine Trinkmenge von ca. 6 Tassen pro Tag. Für einen 4 Personen Haushalt ist diese Menge meiner Meinung nach nicht übertrieben. Die Standfestigkeit Ihres Produkts ist offensichtlich mit dieser Menge überfordert. Ich würde sagen, hierbei handelt es sich nicht unbedingt um ein Qualitätsprodukt. Nach längeren Querelen mit Ihnen, wurde mir dann auf die Brüheinheit (84,-- DM) Kulanz gewährt.
Aber meine Erlebnisse mit der Jura Impressa E 50 sind noch nicht zu Ende. Nachdem ich mittlerweile insgesamt einen Betrag (Anschaffung und Reparaturen) von ca. DM 1.580,--
investiert habe und wiederum 1 ¼ Jahre vergangen sind, kam am Sonntag dem 10.11.2002 beim Frühstück mit meiner Familie, der nächste Schocker. Ich stellte fest, daß sich trotz unveränderter Wassermenge, immer weniger Kaffee in meiner Tasse befand. Statt dessen bildete sich unter der Maschine eine immer größer werdende Wasserpfütze. Nach dem Frühstück entschloß ich mich, dem Grund der Pfützenbildung auf die Spur zu kommen.
Hierzu wurde die Maschine von mir ohne Gewalt, jedoch mit reichlich Wut im Bauch, zerlegt. Nachdem die Verkleidungsteile entfernt waren, stellte ich fest, daß sich am Gehäuse eines Bauteils (vermutlich die Wasserheizung) Kalkspuren befanden.
Um letztendlich sicher zu gehen, wo das Wasser austritt, schaltete ich die Maschine ein und drückte auf den Bezugsknopf für eine Tasse Kaffee. Nachdem das Mahlwerk zur Ruhe gekommen war und die Pumpe einschaltete, lief plötzlich außen am Gehäuse der „Wasserheizung“ das Wasser herunter. Ich stellte dann fest, daß offensichtlich der
Kalk –der ja durch den Clarisfilter gar nicht hätte entstehen dürfen- in das Gehäuse der Wasserheizung ein Loch gefressen hatte.
Nach dieser Feststellung war logischerweise der Wutpegel im Roten Bereich. Was mach ich nun mit meiner Kaffeemaschine ??? Wieder eine Reparatur für € 100,-- oder mehr ???
Nein, nein und nochmals nein. Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden, daß es ein sehr großer Fehler war, eine Jura Maschine zu kaufen. Diese Maschine ist ihr Geld auf keinen Fall wert. Es handelt sich hierbei um kein Qualitätsprodukt sonder um Müll, vermutlich sogar um Sondermüll.... !!
Warum habe ich alle zwei Monate für ca. € 10,-- (ergibt bis zum heutigen Tag einen Gesamtkostenbetrag von ca. € 180,--) einen neuen Claris Wasserfilter gekauft, wenn er doch nichts nutzt ??? Sie schreiben in der Bedienungsanleitung auf Seite 16 :
13. Entkalkung
Das Gerät verfügt über ein integriertes Entkalkungsprogramm. Bei Verwendung einer Claris – Filterpatrone muss ihr Gerät nicht entkalkt werden.
Dieser Hinweis ist schlicht und einfach eine Lüge !!!! Der Beweis steht bei mir zu Hause in der Garage und kann jederzeit besichtigt werden.
Sie schreiben in der Bedienungsanleitung weiter:
12. Reinigung
letzter Abschnitt unter Tipp: Reinigen Sie den Einfülltrichter Pulverkaffee mit einer Flaschenbürste.
Dieser von Ihnen vorgeschlagene und von mir befolgter Tipp war übrigens die Ursache für die erste Reparatur. Siehe oben – Mahlwerk revidiert. Durch die Flaschenbürste –sie war trocken- wurde das im Auswurfschacht befindliche gemahlene Kaffeepulver verdichtet. Das beim Bezug einer Tasse Kaffee durch das Mahlwerk produzierte Kaffeepulver konnte dann nicht mehr in die Brüheinheit fallen, worauf sich das Pulver immer mehr verdichtete bis das Mahlwerk keine Bohnen mehr mahlen konnte.
Dieser o.g. Tipp kostete mich genau DM 214,60
Di
es war der Lebenslauf einer Kaffeemaschine Jura Impressa E 50. In der Hoffnung auf ein Antwortschreiben verbleibe ich trotz Wut im Bauch mit freundlichem Gruss
Rainer Bach
Fazit:
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