Nicht einfach nur Kaffee...
Elta EM 110

Name des Mitglieds: Angel05
Produkt:
Elta EM 110
Datum: 29.05.03, geändert am 11.01.05 (1097 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: günstiger Preis, leichte Reinigung, tolle Crema
Nachteile: die MIchschäumdüse könnte etwas mehr Power haben
Ich gehöre schon seit Jahren nicht mehr zu den Leuten, die sich mit "normalem Kaffee" zufrieden geben. Ich glaube, es ist mindestens...wenn nicht noch länger her, dass ich meine letzte Tasse normalen Kaffee getrunken habe. Auf den Geschmack von Cappicino und Co. hat mich mein Ex-Freund gebracht - und ich bin dabei geblieben. Deswegen war ich auch überglücklich, als mir meine Schwester für meine neue Wohnung eine eigene Espressomaschine geschenkt hat, mit der ich fortan meinen Cappucino, Latte Macchiato, usw. immer zubereiten kann, wenn mir danach ist. Und über dieses kleine Wunderwerk will ich Euch heute berichten: Die Espressomaschine Elta EM 110.
Die Maschine
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Die Elta EM 110 ist meiner Meinung nach eine gute Einsteiger-Maschine - und das nicht zuletzt aufgrund des Preises. Ca. 80,- Euro muss man dafür auf den Tisch legen, was jedoch im Vergleich zu Espressomaschinen anderer Firmen (z.B. Gaggia) wirklich günstig ist. Das Schöne an der Elta EM 110 ist jedoch, dass man auch mit dieser günstigen Maschine einen richtig tollen Kaffee machen kann. Wie, dazu komme ich später.
Im Lieferumfang ist neben der Mschine noch umfangreiches "Zubehör" enthalten: natürlich der Filterhalter, zwei verschiedene Filter und ein Messlöffel inkl. Stopfer. Jetzt fehlt nur noch der Kaffee und die Milch, dann kann man auch schon loslegen.
Vom Äußeren her ist die Elta EM 110 schlicht, aber ansprechend. Den günstigen Preis sieht man ihr nicht an, wie vielen anderen billigen Espressomaschinen. Sie besteht aus einem Metall/Plastik-Gehäuse in silber und schwarz, das nach außen doch einigermaßen edel wirkt. Von der Form her ist sie rechteckig. Hinten rechts ist der herausnehmbare Wassertank eingelassen. Den Wasserstand kann man bequem von außen durch ein kleines Fenster ablesen. Die Schalter - zwei an der Zahl - sind direkt mittig an der Maschine angebracht und daher gut zu bedienen. Neben dem An/Aus-Schalter hat sie noch den
Schalter für Kaffee aufbrühen und Milch aufschäumen.
Insgesamt kann man zur Mschine selbst schon eine recht positive Aussage machen. Sie ist recht gut verarbeitet, funktional und optisch ansprechend.
Gebrauch der Maschine
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Die Nutzung der Elta EM 110 ist wirklich kinderleicht, wenn man einmal begriffen hat, worauf es ankommt. Zunächst wird der richtige Filter für den Kaffee ausgewählt. Der kleine Filter entspricht genau der Menge, die man für einen Espresso benötigt, der große Filter ist für zwei Espresso geeignet.
Ich nehme grundsätzlich einen sehr guten Kaffee - vergesst Eduscho, Tchibo & Co. - den ich in ganzen Bohnen kaufe und dann jedes Mal frisch mahle. Mit dem Messlöffel wird der Filter bis an den Rand gefüllt. Der Stopfer, der sich am anderen Ende des mitgelieferten Plastikmesslöffels befindet, kann dann dazu eingesetzt werden, den Kaffee im Filter ganz flach und fest zu drücken. Dann setzt man den Filter in den Filterhalter ein und dreht diesen ganz fest in die dafür vorgesehene Öffnung der Espressomaschine. Wichtig ist, dass man die Filterhalter wirklich ganz fest hineindreht. Denn nur dadurch wird der er so fest mit der Maschine verbunden, dass diese den notwendigen Druck aufbauen kann und den Espresso in bester Qualität "herauspressen" kann.
Dann einfach nur noch den Schalter nach rechts drehen und nach gewünschter Espressomenge wieder ausschalten. Schon ist der Espresso fertig. Allerdings solltet Ihr vorher warten, bis die Maschine die richtige Betriebstemperatur erreicht hat, was durch eine kleine Lampe angezeigt wird.
Wenn Ihr dann noch aufgeschäumte Milch benötigt, füllt Ihr diese in eine Tasse, haltet die Tasse unter den Milchaufschäumer rechts an der Maschine und pustet so lange Luft hineien, bis der Milchschaum die gewünschte Konsistenz hat.
Ihr seht, der Gebrauch der Elta EM 110 funktioniert analog zu dem anderer Espressomaschinen und ist sehr einfa
ch. Er ist absolut intuitiv und man hat auch schnell die Kniffe herausbekommen, um guten Espresso zu machen. Auch die Reinigung ist denkbar einfach: Unten angefangen kann man ein "Auffangbecken" für Tropfen, die daneben gehen, wie eine Schublade herausziehen und abspülen. Genauso das Rost über der Schublade: einfach abnehmen und kurz abspülen. Die Öffnung für den Filterhalter wischt Ihr am besten regelmäßig mit einem feuchten Lappen aus, denn hier sammelt sich sonst immer mehr Kaffeepulver und macht die Dichtungen porös. Der Rest der Maschine kann ebenfalls einfach mit einem feuchten Lappen abewischt werden. Und schon fertig.
Ein Manko hat die Elta EM 110 aber dann doch: Die Düse zum Aufschäumen von Milch ist etwas schwerer sauber zu halten. Die sollte man nach jedem Gebrauch gleich abwischen, da angetrocknete Milch nur schwer wieder runter geht. Mein Tipp: Statt Milch einfach mal die Düse in Wasser anstellen. Dadurch wird sie recht gut wieder sauber. Oder aber Ihr macht es ganz anders: Ich schäume meine Milch nicht mit der Düse, sondern mit einem zusätzlichen Milchschäumer auf, den ich extra gekauft habe. Das geht nicht nur wesentlich schneller, sondern die Milch wird auch viel cremiger.
Sonstiges
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Was gibt es sonst noch zu sagen? Die Maschine hat eine Besonderheit gegenüber vielen anderen günstigen Espressomaschinen: Sie hat einen Druck beim Aufbrühen des Espressos von 15 bar. Dadurch erreicht man einen qualitativ recht hochwertigen Espresso, denn beim Druck gilt, je mehr, desto besser und bekömmlicher wird der Espresso. Viele andere Mschinen haben nur 3,5 oder auch mal 10 bar, was man dann aber auch an der Qualität des Espressos merkt.
Espresso & Co.
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Natürlich kann man mit einer Espressomaschine nicht nur Espresso machen. Es lassen sich damit nahezu alle Kaffeespezialitäten herstellen, die derzeit so "in" sind: Cappucino, Latte Macchiato, Cafe Latte usw. Es kommt hier
bei lediglich auf die Menge des Espressos und die Menge und Form der Milch an. Hier ein paar "Rezepte":
Cappucino:
Grundlage hierfür ist ein Espresso. Dieser wird im Verhältnis 2:1 (2 x Milch und 1 x Espresso) mit aufgeschäumter Milch zu einem leckeren Cappucino.
Latte Macchiato:
Grundlage ist ebenfalls ein Espresso. Das Verhältnis von aufgeschäumter Milch zum Espresso liegt hier jedoch bei 3:1 bis 4:1 - je nach Geschmack.
Cafe Latte:
Dies ist die französische Form des Latte Macchiato. Die Mischverhältnisse von Espresso und Milch sind gleich, jedoch wird die Milch hier nur ganz leicht aufgeschäumt.
Für´s Optische ist es übrigens gut, erst die Milch in dem Gefäß aufzuschäumen, aus dem der Kaffe hinterher getrunken werden soll und dann erst den Espresso dazu zu geben. Ganz langsam, dann hat man - sofern man ein Glas verwendet - eine schöne Schichtform.
Mein Fazit:
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Die Elta Em 110 ist sowohl für Einsteiger als auch Fortgeschrittene eine gute Espressomaschine. Sie ist einfach zu bedienen, preislich recht günstig, leicht zu reinigen, optisch sehr ansprechend, hat viel Power (15 bar Druck) und die Qualität des Espressos ist richtig gut, wenn man ein paar einfache Regeln beachtet (wie man das eben bei jeder Espressomaschine tun muss). Ich kann diese Espressomaschine nahezu uneingeschränkt weiterempfehlen. Einziger Kritikpunkt: die Düse zum Aufschäumen der Milch könnte etwas mehr Druck haben. Aber diese verwende ich sowieso nicht...
Vielen Dank für´s Lesen und Bewerten und bis bald.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Espressomaschinen


