Philips Satinelle Sensitive Body HP 6427
La grande torture - Philips Satinelle Sensitive Body HP 6427 Epilierer

Produkttyp: Philips Epilierer

La grande torture
Philips Satinelle Sensitive Body HP 6427

Crazy666

Name des Mitglieds: Crazy666

Produkt:

Philips Satinelle Sensitive Body HP 6427

Datum: 21.03.02, geändert am 21.03.02 (471 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Macht die Beine glatt

Nachteile: Tut weh!

Wie heisst es doch so schön – die Sonne bringt es an den Tag! In meinem Fall brachten die ersten Sonnenstrahlen vor allem ein recht üppiges Haarkleid auf meinen mangels Sonneneinstrahlung quarkweissen Beinchen an den Tag, ein Zustand, dem abgeholfen werden musste – SOFORT! Normalerweise rasiere ich meinen Bein-Haarschopf immer mit einem Nassrasierer, aber da sieht man ja immer recht schnell wieder die ersten Stoppeln....und da ich letzten Samstag sowieso zwecks Erstellen meiner Lohnsteuererklärung bei meinem Schwesterherz weilte, packte ich mir todesmutig gleich leihweise ihren Epilierer in meinen Rucksack – laut Ihrer Aussage "'ne superpraktische Sache, tut kaum weh, die Beine sind superglatt und bleiben's auch....für mindestens 1 Woche!" Klingt doch gut!

Also – nieder mit dem Winterfell!

Der Philips Satinelle Sensitive BodyTotal HP 6427/PB, den meine Schwester ihr eigen nennt, ist ein handliches, kleines Gerätchen in weiß-lila-rosa (Tussifarben eben!) und die 21 rotierende Scheiben an der Oberseite sollten die doch recht unerotischen dunklen Härchen an meinen doch recht erotischen Beinchen "sanft" zu Leibe rücken – dies versprach der Beipackzettel! Damit's auch garantiert nicht weh tut, ist links und rechts neben den Haar-Rupf-Scheibchen ein sog. "Massagekamm" angebracht, der die Haut während des Epiliervorgangs massiert und entspannt, die Intensität der Massage lässt sich an einem Schieberegler rechts oben am Gerät in zwei Stufen einstellen, ebenso gibt's zwei wählbare Epiliergeschwindigkeiten – klang alles sehr vertrauenserweckend – ausserdem, was meine Schwester kann, kann ich schon lange!

Mein holdes Schwesterlein wies mich noch darauf hin, dass die Härchen mindestens 3-4 mm lang sein müssten, sonst können sie nicht von den Epilier-Scheibchen erfasst werden – hey, kein Problem – MEINE Rastalocken an den Beinen waren ja mindestens doppe
lt so lang! Also stand der Haarvernichtung nichts weiter im Wege....

Vorsichtig spannte ich die Haut mit den Fingern ein bißchen (wie ich's vom Augenbrauenzupfen kannte), schaltete das Gerät ein und fuhr beherzt über mein linkes Bein – und zuckte sogleich unter einem japsigen Schrei zusammen....autsch! Was soll DAS denn sein? Von wegen "sanft"....das tut weh! Aber.....was meine Schwester kann, kann ich schon lange – so schlimm kann das gar nicht sein! Also weiter im Text.....huuuuh.....das tut aber WIRKLICH weh! Der "Massagekamm" vibrierte nur hilflos auf meiner Haut herum, auch in zweiter Stufe....und die rotierenden Scheiben rissen gar schmerzhaft an meinen über Winter gezüchteten Borsten – das soll also "kaum weh tun"? Ich war doch etwas überrascht über das merkwürdige Schmerzempfinden meiner Schwester, immerhin eine meiner nächsten Verwandten – wieso tut's mir weh und ihr nicht? Immerhin war SIE doch diejenige, die früher wegen jedem Mückenschiss ein riesiges Geplärre angestimmt hat!

Nee, nee....das nützt nix, da musste ich jetzt durch – die Blösse wollte ich mir nicht geben!
Aber die Zupfschmerzen wurden nicht weniger.....im Gegenteil.....die Scheiben erwischten nicht gleich beim ersten Durchlauf alle Härchen, deswegen musste ich sämtliche Hautstellen mehrmals malträtieren....Besonders an den Knien war's kaum zu ertragen – warum tut man sich sowas freiwillig an? Wie gesagt, der Massagekamm brachte keine großartige Erleichterung.....das heisst.....wenn der Massagekamm NICHT wäre – wär's dann etwa NOCH schlimmer?!

Nach einer geschlagenen Stunde war ich endlich fertig und nassgeschwitzt, meine Beine waren zugegebenermassen GLATT....fühlten sich aber an wie einziger Flammenherd! Und anstelle der Härchen zierten meine Kalk-Stelzen jetzt schicke knallrote Flecken, was auch nicht gerade der Schönheit zuträglich war!

Empört rief ich Schwester
lein an: "Was hab ich Dir bloss getan? Bist Du etwa immer noch sauer, weil ich damals Deinen Lieblings-Stoffhund "operiert" hab? Hey, da war ich FÜNF!"
Amüsiertes Gelächter am anderen Ende des Telefons: "Ja, ich weiß, beim ersten Mal tut's immer weh.....aber da gewöhn'ste Dich dran, ECHT! Und Du hast ja jetzt erstmal wochenlang Ruhe.....und mit der Zeit werden sogar die Härchen weniger....echt!"

Nee, nee....diese Vorteile stehen in keinem Verhältnis zu der Pein, die ich in dieser einen Stunde zu erleiden hatte, und auch für den Rest des Tages brannten meine Beine noch lustig vor sich hin. Am nächsten Tag waren die roten Punkte immer noch da und meine Hose rieb schmerzhaft an der geschundenen Haut – NIE wieder!
Dabei bin ich eigentlich gar nicht mal so schmerzempfindlich – grossflächiges Tättowieren und Piercen (nicht grossflächig) lasse ich klaglos über mich ergehen – aber mit diesem Epilier-Foltergerät war ich doch deutlich an meine Grenzen gestossen!

Sicher hat jeder Mensch ein unterschiedliches Schmerzempfinden, und was mir Höllenqualen bereitet, muss nicht automatisch jeden anderen foltern – schliesslich kenne ich ja genug Frauen, die auf Epilation schwören – aber ich werde GANZ bestimmt NIE wieder zu einem Epiliergerät greifen, sondern lieber alle zwei Tage nassrasieren.....

Soweit ich weiß, hat meine Schwester dieses Gerät bei einem Versandhaus gekauft, den Preis weiß ich nicht und WILL ich auch gar nicht wissen......wer leiden will, muss selber nachgucken! Die Bewertung bezieht sich ganz allein auf MEINE Erfahrung.....ICH kann dieses Mörderteil nun wirklich NIEMANDEM empfehlen, ausser meiner blöden zickigen Ex-Kollegin vielleicht!

Was mich diese Epilier-Erfahrung gelehrt hat? Hmmm.....erstens ist meine Schwester härter im Nehmen als ich dachte – und zweitens ist nicht alles, was rosa-lila-weiß ist, auch sanft und lieblich.....hinter 'ner
pastelligen Fassade kann sich auch der blanke Horror verbergen!



Fazit: