Ein bemerkenswerter Aussenseiter
Becky

Name des Mitglieds: piper-
Produkt:
Becky
Datum: 07.12.00, geändert am 07.12.00 (51 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: einfach zu bedienen, frei von überflüssigem Schnickschnack
Nachteile: einige gute features, wie zum Beispiel automatische Adressvervollständigung fehlen
Rebecca, oder kurz Becky ist ein eher unbekannter, aber deswegen keineswegs zu ignorierender Email-Klient. Ich benutze Becky jetzt schon seit geraumer Zeit und bis auf ein paar klitzekleine Mängel bin ich vollauf zufrieden. Aktuelle Version ist 2.0 und mit dieser Version ist das Programm, wie ein Freund von mir so schön sagte "erwachsen geworden".
1,8 MB ist das downloadbare zip-Archiv, damit zwar grösser als zum Beispiel Outlook Express, in seiner Anwendung ist Becky jedoch wesentlich effektiver und ohne den vielen überflüssigen Schnickschnack den Outlook Express zum Beispiel mit sich bringt.
Versteht mich nicht falsch, gegen Outlook Express ist nichts einzuwenden. Gerade für Anfänger mag es aufgrund seiner Vielzahl von Assistenten die beste Möglichkeit sein, allerdings hege ich immer eine gewisse Abneigung gegen Microsoft-Produkte, warum auch immer.
Becky kann nicht mit Assistenten aufwarten, die einem jeden Schritt erklären, allerdings sollte dies für niemanden ein Problem darstellen, der schon einmal ein Email-Konto eingerichtet hat.
Die Benutzeroberfläche ist frei von jeglichem überflüssigen Schnickschnack. Vor einem liegen lediglich 3 Fenster und eine Toolbar, so wie es bei den meisten Email-Klienten Usus ist. Die Toolbar beinhaltet nur die nötigsten Symbole, deren Sinn auch leicht zu erkennen ist, und sollte man sich doch einmal unschlüssig sein, wird die Funktion des Symbols in der Statusleiste angezeigt wenn man mit der Maus darüberfährt.
Am linken Rand befindet sich das Fenster, dass einem seine Email-Accounts anzeigt, die wiederrum mit den gängigen + und - Zeichen auf- und zuklappbar sind, und so den Posteingang, Ausgang und den Mülleimer enthüllen oder verbergen. Rechts neben dieser Übersicht ist das Fenster horizontal unterteilt, oben befindet sich eine Übersicht der Emails des zur Zeit ausgewählten Ordners, unten der Text des ausgewählten Emails.
Die Erstellung eines neuen Accounts ist kinderleicht,
einfach gewünschte Bezeichnung, Usernamen, Passwort und die Server eintragen und fertig. Zusätzlich lassen sich natürlich noch allerhand Einstellungen vornehmen, so zum Beispiel ob und wann die Emails automatisch gelöscht werden sollen, ob sie auf dem Server verbleiben sollen (falls auf den Account mehrere Leute Zugriff haben), vorgefertigte Empfänger, Versender, und und und.
Hier taucht dann allerdings im Gegenzug das erste Manko von Becky auf. So einfach sich ein neuer Account erstellen lässt, so schwer lässt er sich wieder entfernen. Dies kann nicht über das Programm gemacht werden, man muss leider im Explorer den entsprechenden Ordner löschen. Immerhin ein Fortschritt, bei der Vorgängerversion mussten die Daten noch aus der Registry gelöscht werden :/.
Nungut, weiter.
Email-Schreiben...kein Problem. Account auswählen, Symbol für neue Nachricht auswählen, Empfänger, Betreff und Text eingeben und ab geht die Post. Selbstverständlich muss man den Empfänger nicht jedesmal per Hand eingeben, denn Becky bietet ein komfortables Adressbuch. Eins oder mehrere, ganz wie es beliebt. So kann man sich zum Beispiel ein Adressbuch für berufliche Kontakte erstellen und eins für private, oder wie auch immer man meint, es sei am übersichtlichsten. Falls es doch einmal zu unübersichtlich wird lässt sich das Adressbuch selbstverständlich auch durchsuchen. Eine automatische Vervollständigung der Email-Adressen, wie es Outlook Express bietet, hat Becky leider nicht.
Eine weitere wichtige Funktion, für mich, sind Filter. Ich bin recht aktiv in einem Messageboard tätig, und erhalte somit zahlreiche Mails, die sich um dieses Board drehen. Diese Mails verwahre ich in einem separaten Unterordner, der Übersichtlichkeit halber. In diesem Fall ist der Filter auf den Namen des Absenders gesetzt, mit der Anweisung, alle Emails dieses Absenders sofort in diesen Ordner zu verschieben. Dies ist nur ein Beispiel, Filter können kinderleicht auf alles gesetzt werden,
was einem nur einfallen kann. So zum Beispiel Absender, Betreff, Text, ob Kopie oder nicht, und und und. Ich kann nach vorhanden und nicht vorhanden sortieren. (Filter auf Absender Hans. Hier kann ich nun auswenden, ob der Filter auf Emails reagieren soll, deren Absender Hans ist, oder deren Absender nicht Hans ist). Und schliesslich, was mit den Emails passieren soll. Möglichkeiten sind in entsprechende Ordner zu sortieren oder zu löschen.
Dies sind die Funktionen, die ich nutze, nun weiter zu weiteren Goodies, von denen ich allerdings keinen Gebrauch mache. Der Mailinglist-Manager zum Beispiel. Dieses Tool verwaltet, wie der Name schon erahnen lässt, die Mailinglists bzw Newsletter für die ihr (oder jemand anders *g*) euch im Laufe der Zeit eingetragen habt. Dort könnt ihr in wenigen Schritten eintragen, um was für eine List es sich handelt, wer der Versender ist, und auch gleich, wie man sie wieder abbestellen kann. Oftmals steht ja leider nur in der Willkommens-Message eines Newsletters, wie man diesen wieder loswird. Möchte man ihn dann wieder loswerden bedarf es elender Sucherei, diese Willkommens-Message wiederzufinden, oder aber man findet
sich damit ab, diesen Newsletter wohl bis zu seinem Lebensende zu kriegen, wenn man diese erste Mail nicht mehr findet. In diesen Mailinglist-Manager kann man nun sofort bei Erhalt der ersten Mail eintragen, auf welchem Wege man den Newsletter wieder loswird, und bei Bedarf dann auch sofort abbestellen.
Ein zweites, für mich eher unwichtiges Feature ist der PGP-Support. Dies ist wohl nur für Leute wichtig, die entweder wirklich wichtige, vertrauliche Daten verschicken oder aber für Hobby-Paranoiker *g*.
PGP oder Pretty Good Privacy ist ein anerkanntes Verschlüsselungsprogramm. Kurz und knackig erklärt gibt es einen privaten und einen öffentlichen Schlüssel, mit dem privaten verschlüssel ich die Nachricht,mit dem öffentlichen kann sie wieder entschlüsselt werden. Da ich PGP nicht benutze kann ich z
u dieser Funktion leider nur wenig sagen, aber sie scheint ähnlich einfach handzuhaben zu sein, wie der Rest des Programmes auch.
Ein weiterer möglicher Nachteil ist, dass es Becky nur in Englisch und Japanisch gibt. Für mich stellt diese kein Problem dar, aber meine Oma zum Beispiel dürfte ihre Schwierigkeiten haben *g*
Die letzten Fakten:
30-Tage-Testversion, danach käuflich zu erwerben für $40.
Homepage: http://www.rimarts.co.jp/
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Email- / Fax- / Datenübertragung
- Wirklich gut, aber nicht perfekt
- Klein, presiwert, tut was es soll
- David oder eine traurige Story
- Lotus Notes ist nur in LAN's sinnvoll einsetzbar
- Doch nicht so gut wie ich gedacht hatte! :-(
- Der mit Abstand beste Browser
- Mein Mail-client!
- Mozilla hat ausgedient, es ist Zeit zu wechseln!
- Is nicht C(hr)om- isch
- Ich kann's mir nicht aussuchen


