Philips HX 2550
Der Nachkomme des Verstorbenen ... - Philips HX 2550 Elektrische Zahnbürste

Produkttyp: Philips elektrische Zahnbürstem

Der Nachkomme des Verstorbenen ...
Philips HX 2550

Thokla

Name des Mitglieds: Thokla

Produkt:

Philips HX 2550

Datum: 11.04.01, geändert am 11.04.01 (304 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Ansprechendes, griffiges Design; einfacher Bürstenwechsel; integr. Interdentalbürstchen; Andruckkontrolle; Anzeige des Lade- bzw. Akkustatus; für Lötkünstler ist Akkutausch möglich; Putzzeittimer; Wandbefestigung möglich; sehr gute Ergonomie

Nachteile: Üblicher Marktpreis (UVP: 169.-DM) deutlich zu hoch; wiederum nur NiCd-Akkus eingesetzt; Preis der Ersatzbürsten ( .. bei anderen, renommierten Herstellern allerdings auch kaum geringer)

Voll des Lobes war ich, auch in einer meiner schon vor längerer Zeit geschriebenen Meinungen, von der elektr. Zahnbürste HP610 der Fa. Philips. Doch plötzlich und unerwartet, nach einer Lebensdauer von nur 1¼ Jahren, pünktlich nach Ablauf der 1-jährigen Garantiezeit, versagte sie den Dienst. Nicht, dass sie nicht mehr funktionierte .. im Gegenteil, denn die ließ sich nicht mehr ausschalten! Und sie immer surrend auf die Fensterbank zu stellen, während ich zur Arbeit ging, schien mir nicht die ultimative Lösung zu sein. Durch die Gewöhnung und die, mir durch den Zahnarzt bestätigte, Effektivität einer elektr. Zahnbürste musste also schlagartig ein Nachfolger her.

„Aus Erfahrung wird man klug“ .. sagt ein Sprichwort und brachte mich in Zweifel darüber, wieder ein Gerät von Philips zu wählen. Doch ich hielt es nur für einen Ausreisser, dass der Druckschalter des Verstorbenen Kontaktprobleme zeigte, was mich in mehreren Kaufhäusern doch wieder zum Regal mit den von Philips angebotenen Modellen zog. Ein etwas umfangreicher ausgestattetes Stück schwebte mit vor, wobei die Minimalkonfiguration aus Putzzeittimer, Ladekontrollanzeige und einer sinnvollen Aufbewahrungsmöglichkeit für die Bürstenköpfe bestehen sollte. ©TK. Zieht man diese Forderungen zusammen, bleibt eigentlich nur fast ein Modell übrig ... die Philips HX 2550. Doch mit Schrecken las ich den Preis dieses Pseudo-Topmodells, der sich fast überall im Bereich von 139 –169.-DM bewegte. Gehörte zum Lieferumfang der Zahnarzt in persona gleich dazu? Auch in meinem Stammkaufhaus K......t wurde nicht meinetwegen der Preis des auserwählten Objektes gemindert, doch wies die freundliche Verkäuferin auf das, leicht versteckt platzierte, sog. Vorteilspack hin, das neben der HX 2550 außerdem eine 500ml Flasche Colgate Plax sowie eine Tube Colgate Total enthielt. „Kann eigentlich nur noch teurer sein“ .. dachte ich mir, doch als ich den Preis von nur 89,95 DM entdeckte, vermutete ich eher
einen Auszeichnungsfehler, der sich aber als nicht vorhanden herausstellte. Nach Zahlung des geforderten „Minimalpreises“ verließ ich schnellstens das Geschäft, um nicht bei einem Irrtum meine Errungenschaft wieder abtreten zu müssen ;-).

Zu Hause angekommen und ausgepackt erwartete mich das bekannte Design der moderneren Philips Jordan-Zahnbürsten, wie es mir in ähnlicher Weise schon von der HP610 geläufig war. Nur zeigt sich die „Neue“ eine Spur edler:

- Mattweißes und griffiges Gehäuse mit seitlich eingelassenen, flexiblen Streifen, was Rutschfestigkeit auch bei feuchten Fingern garantiert.
- Wasserdicht gekapselter Ein-/Ausschalter, der direkt darüber eine Umschaltmöglichkeit für 2 Geschwindigkeiten bietet.
- Unten an der Front die Leuchtdiode, welche für die Anzeige des Akkuzustandes zuständig ist, oben das Pendant zur Ankündigung des (theoretischen) Putzendes.
- Den Kopf, in flexiblem Material gelagert, zur Aufnahme der Zahnbürste per Bajonnetverriegelung mit integrierter (mechanischer) Andruckkontrolle.

Als wichtigstes Zubehörteil ist natürlich die Ladestation nicht zu vergessen, die, wie üblich bei derartigen Geräten, den integrierten Akku per Induktionsladung kontaktlos in relativ kurzer Zeit wieder lädt. Zur längeren Haltbarkeit desselben, leider ist auch hier wieder ein preisgünstigerer NiCd-Akku verbaut, sollte die Zahnbürste periodisch länger betrieben werden, um einem Memory-Effekt vorzubeugen. ©TK. Die Ladeeinheit an sich beinhaltet auch die von mir gewünschte Ablagemöglichkeit für 4 Bürstenköpfe, hygienisch werden sie in einer mit einem Klappdeckel versehenen Box verstaut. Nachteilig ist leider gleich anzumerken, dass sich eventuelle Restfeuchtigkeit an den Köpfen, fast unvermeidbar, im Innern dieser Aufbewahrungsschatulle sammelt und keine Ablaufmöglichkeit vorhanden ist. Somit, falls statt des simplen Aufstellens die optionale Wandbefestigung genutzt wird, ist es wiederholt nötig, die
Einheit von der Wand zwecks Reinigung zu entfernen. Die Befestigung ist zwar logisch erklärt, doch in der Praxis ohne Anleitung in der Hand etwas gewöhnungsbedürftig. Im Übrigen konnte ich die alte Schraubbefestigung des Vorgängers unverändert weiternutzen.

FUNKTIONEN / BEDIENUNG

Das Einschalten geschieht mittels eines Tippschalters, was wiederum auf Elektronik im Innern schliessen läßt. Sogleich beginnt der Bürstenkopf in der höheren Geschwindigkeitsstufe (ca. 15.000 Putzbewegungen p.Min.) zu oszillieren, die jedoch wahlweise durch Druck auf den oberen Knopf auf ca. die Hälfte reduziert werden kann. Gedacht ist diese Funktion für Nutzer mit empfindlichem Zahnfleisch oder auch restmüde Gestalten wie mich, die sich morgens noch keiner unnötigen Hektik aussetzen wollen. Die Zusatzbezeichnung „SensiFlex“ trägt die Bürste deshalb, weil bei zu starkem Druck während der Nutzung der Kopf deutlich hörbar zurückfedert und dadurch einer Verletzung des Zahnfleisches vorbeugt. Allerdings gehe ich selten so rabiat vor, dass der Mechanismus Wirkung zeigte, zudem die laufende Nutzung das Gefühl für den „Klickmoment“ schärft.

Die leicht aufsteckbare Bürste trägt auch eine zusätzliche Interdentalbürste, von Philips als „Aktive Tip“ bezeichnet, die wahrhaft wirkungsvoll auch die Zahnzwischenräume reinigt. Nachteil der Bürsten selbst ist höchstens der Preis, der sich bei knapp 20.-DM für eine 2er-Packung bewegt. Im Lieferumfang der HX 2550 ist zumindest eine solche Packung enthalten. Aufsteckbare, farbige Ringe kennzeichnen die Zugehörigkeit der Bürste zum richtigen Besitzer.

Ca. 2 Minuten nach dem Start beginnt die, oben integrierte, rote LED zu blinken, um das theoretische Ende der Putzzeit zu signalisieren. Da dies nur optisch, nicht akustisch, geschieht, ist ein häufigerer Blick in den Spiegel vonnöten. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, länger als die angezeigten 2 Minuten zu putzen, eine Abscha
ltung findet nicht statt. Wie üblich bei elektrischen Zahnbürsten sollte auch bei diesem Modell von Philips die mit Zahncreme „beschichtete“, kleine Bürste erst im Mund in Bewegung versetzt werden, um diversen Spritzrückständen in näherer Umgebung vorzubeugen. Der kleine, runde Bürstenkopf macht es sehr gut möglich, auch den hinteren Teil des Gebisses ohne Probleme zu erreichen und die schnell oszillierenden Bewegungen nehmen dem Nutzer jegliche Ungeschicktheit ab, sodass nur eine Führung der Bürste notwendig wird.

Nach getaner Arbeit und Reinigung unter lauwarmem Wasser wandert die HX am Besten wieder zurück in die Ladeaufnahme. ©TK. Um dem o.gen Memory-Effekt, der schleichend die Betriebszeit sinken lässt, vorzubeugen, ist es die einfachste Möglichkeit, zeitweise den Netzstecker der Station herauszuziehen. So kommt man zumindest weiterhin in den Genuss, einen soliden Aufbewahrungsort für vorhalten zu können. Verlangt der eingebaute Akku wieder Nachschub, wird dies durch die untere LED mittels rotem Blinken nach der Abschaltung kundgetan.

FAZIT

Die HX 2550 strahlt optisch wie auch in Betrieb ein Gefühl von Qualität aus, wie es mein direkter Vorgänger in dieser Art nicht vorweisen konnte. Optionale Funktionalität wird mittels der beiden Leuchtdioden dem Nutzer dargestellt, über den Sinn der 2 Geschwindigkeitsstufen lässt sich streiten. Der mehrfach von Philips hervorgehobene Andruckkontrollmechanismus ist m.E. nur zu Beginn der Benutzung dieses Gerätes notwendig, im laufenden Gebrauch tritt der abknickende Bürstenkopf fast nie mehr in Aktion. Insgesamt bietet die HX eine überzeugende Reinigungswirkung, die mittels herkömmlicher Putztechnik wohl kaum erreichbar sein wird. Leider ist auch die neue Serie „Sensiflex 2000“ nicht mit einer längeren Garantiezeit als einem Jahr gesegnet worden ... in der Hoffnung, doch etwas länger diesen Helfer im Bad benutzen zu können.

©TK 11/04/2001

Fazit: