Oral-B Pulsonic Slim
Bei mir schallts bis 2015
Oral-B Pulsonic Slim

Name des Mitglieds: poesikunde
Produkt:
Oral-B Pulsonic Slim
Datum: 16.05.12, geändert am 16.05.12 (1193 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: wirkungsvolle Schallzahnbürste ohne teuren Schnickschnack
Nachteile: ---
Allerdings nicht in den Ohren, sondern auf den Zähnen. Als ich bei meiner Zahnärztin zur diesjährigen Vorsorgeuntersuchung war, stellte sie zwar fest, dass meine Zähne für mein Alter noch in einem vorzüglichen Zustand wären, fragte aber auch gleich nach meinen Zahnputzgewohnheiten. Da kam natürlich meine Oral B Professional Care ins Spiel, was wiederum zur Folge hatte "Sie putzen wohl sehr gründlich?" Meinem "Ja" folgte dann die Feststellung "das sieht man auch. Ihre Zahnhälse haben ja schon Frässpuren." Soweit zu rotierenden Putzköpfen und einer offensichtlich unangemessenen Anwendung. Sie riet mir, es doch mal mit einer Schallzahnbürste zu versuchen. Die würde weniger Schaden und mehr Nutzen bringen.
Da ich mir hier bei dooyoo schon einige Meilen zusammengespart hatte, schaute ich mal bei Amazon vorbei, was ich da so für meinen Gutschein bekäme. Die Oral B Pulsonic slim sagte mir in der Grundausstattung nicht nur wegen des Preises zu. Zahlreiche Programme habe ich schon auf meinem Fernseher. Da reichen mir zwei auf meiner Zahnbürste durchaus aus. Dazu noch das Design der Kleinen, einfach HD. Schlicht, elegant und vor allem handlich. Keine Schlagstockausführung für den Discobesuch, nein, so klein und zierlich wie eine normale Zahnbürste. Ich war sehr angetan von ihr und ließ die Dinge ihren Lauf nehmen. Meinen Amazon-Gutschein bei dooyoo bestellt, der auch recht flott per Mail ankam, bei Amazon über Payback bestellt, um noch zusätzlich etwas gut zu machen, Code eingetippt und am nächsten Tag kam das Teil per Post. Zumal noch samstags, so liebe ich das.
_____Die wenig schallreichen Vorbereitungen_____
Flugs den Amazonkarton aufgerissen, Rücksendeschein vorsorglich beiseite gelegt und die wohl geformte Plastikschachtel betrachtet, aus der mir Zahnbürste, Ladenetzteil und Bedienungsanleitung freundlich entgegen schauten. Alles ausgepackt und näher betrachtet.
# Ladenetzteil #
Weiß, recht klein, passt hervorragend in eine Ecke unseres Spiegelschranks, Kabel bis zur internen Steckdose ausreichend lang. Oben auf dem Netzteil eine Schale, die sich nach Betätigung einer Entriegelungstaste zur Reinigung abnehmen lässt. Insbesondere zur feuchten Reinigung, denn Nässe tut ja bekanntlich elektrischen Geräten nicht gut. In dieser Schale drei Aufnahmeöffnungen - vorn eine für das Handstück der Zahnbürste mit dem Bürstenaufsatz, dahinter zwei für weitere Aufsteckbürsten. Entweder zur Vorratshaltung oder für weitere Familienmitglieder, die sich gern beschallen lassen möchten. Insgesamt recht gut durchdacht.
# Handstück mit Aufsteckbürste #
Was für ein komplizierter Name für eine Zahnbürste. Dafür ist sie selbst recht übersichtlich gehalten. Das Handstück in schlichtem Weiß gehalten mit einer silbernen Schale auf der Vorderseite und auf der Rückseite einige Sicken zum sicheren Griff auch im feuchten Zustand. Insgesamt liegt sie sehr gut und sicher in der Hand und lässt sich leicht führen.
In der Silberschale ein Drucktaster mit gummierter Oberfläche und zusätzlich einem rutschhemmenden vorstehenden Punkt. Hier hat mal einen an der richtigen Stelle einen Punkt gemacht. Unter dem Taster drei beschriftete LED. Einmal die Taste gedrückt und die obere LED leuchtet gut sichtbar auf. Der leise aber kräftig summende Ton verrät uns samt Bedienungsanleitung, dass wir jetzt den Putzmodus "Reinigen" eingeschaltet haben. Steht übrigens auch in englisch unter der leuchtenden LED. Clean beschreibt also nicht den Zustand der Zahnbürste, sondern ihre Aktionszustand.
Ein weiterer Tastendruck besänftigt unseren Putzteufel ein wenig. Die zweite leuchtende LED verrät uns samt Beschriftung, dass jetzt sensitive, auf gut deutsch sanft mit unseren Zähnen umgegangen wird. Auch unser Zahnfleisch dürfte sich darüber freuen.
Wer jetzt erwartet, dass beim nochmaligen Drücken der Taste die dritte LED aufleuchtet, der irrt. Weder leuchtet da noch etwas , noch summt einer eine etwas eintönige Melodie. Das Teil ist in den Ruhezustand zurückgekehrt und wartet auf neue Aktivitäten. Wozu dann diese dritte LED?
# Die letzten Griffe vor dem Einsatz #
Nun kommt das Ladenetzteil an den bereits beschriebenen Platz, der Stecker in die Steckdose und die Zahnbürste an den für sie bestimmten Platz. Und siehe da, die dritte LED freut sich und strahlt. Sie signalisiert uns also, dass da jetzt jemand geladen wird. Sowie ganz gut. Aber wie lange lädt er und wann ist er voll? Ich rede hier immer noch vom Saft aus der Steckdose, alkoholhaltige Getränke haben hier nichts zu suchen. Das erste entdeckte Manko - die Ladezeit, das unbekannte Wesen.
Ich schaue schnell in die mitgelieferte Bedienungsanleitung und stelle fest, nach 14 Stunden ist der Akku voll geladen. Warum kann er das nicht anzeigen? Ich lebe zwar zum Glück nicht mehr in der Planwirtschaft der DDR, aber muss ich jetzt in meinen Spiegelschrank eine Stechuhr einbauen? Laut Papierform kann ich die Zahnbürste mit geladenem Akku 1 Woche täglich zweimal je 2 Minuten nutzen. Wehe, wenn mehr? Und die Wissenschaft von Braun hat festgestellt, dass der Akku lange hält, wenn
1. ich ihn so lange vom Netz trenne, bis eine erneute Ladung notwendig ist und
2. ich mindestens alle 6 Monate das Ladeteil vom Netz trenne und das Handstück durch tägliche Benutzung voll entlade.
Oh, wie war doch ehedem das Leben mit meiner alten Zahnbürste angenehm. Die war zwar auch von Braun, doch ließ ich sie in meiner Unwissenheit 4 Jahre ununterbrochen am Netz und sie funktionierte immer. Selbst im Urlaub ließ sie mich ohne Ladenetzteil 14 Tage nicht im Stich. Kannte sie ihre eigene Bedienungsanleitung nicht oder hatte ich nur das Glück des Unwissenden?
_____Ich werde mich schon noch putzen_____
Mit gewisser Zufriedenheit stellte ich fest, dass sie schon ohne näheren Kontakt mit meinem heimischen Netzbetreiber zufrieden schnurrte. Vor der ersten Inbetriebnahme schaute ich mir allerdings noch einmal die Bedienungsanleitung und die Garantiebedingungen an. Gut so. Nicht nur, dass ich das Teil bei Unzufriedenheit innerhalb von 30 Tagen wieder in mein gutes Geld zurücktauschen durfte, zusätzlich bot mir Braun bei Registrierung im Oral b-Register auf www.oral-b.com eine Verlängerung der zweijährigen Garantie auf drei Jahre an. Da man dort keinerlei Fragen zur Echtheit meiner Zähne und zu Glaubensfragen stellte, meldete ich mich einfach mal an.
Nachdem ich noch zur Kenntnis genommen hatte, dass ich zwar jede beliebige Zahnpasta auf das teure Stück aufbringen durfte, jedoch sie erst einschalten, nachdem sie samt derselben in meinem Mund sicher in Stellung gebracht war, schaute ich vorsorglich auf der Rechnung noch einmal nach, ob ich nicht versehentlich eine Schleuder bestellt hatte. Dem war nicht so, aber die Wirkung vergleichbar. Glücklicherweise hatte ich erst einmal den Sensitivmodus gewählt und verspürte ein leichtes Kitzeln und Kribbeln an meine Zähnen. Also keine Schleuder, aber vielleicht ein Vibrator? Nachdem ich in den Reinigungsmodus umgeschaltet hatte, fing ich an zu überlegen, in welche Kategorie ich dieses Produkt einordnen sollte, denn meine Zähne bekamen ihre Tage. Die Umstellung war wohl doch etwas zu heftig.
Allerdings muss ich zur Braunschen Ehrenrettung feststellen, dass sich zwei Tage danach meine Zähne und insbesondere mein Zahnfleisch an die neue Zahnbürste gewöhnt hatten. Vielleicht hatte ich auch etwas zu viel Druck auf sie ausgeübt. Das interne Schulungsprogramm der Pulsonic Slim erinnerte mich auch aller 30 Sekunden daran, dass es Zeit wäre , den Quadranten zu wechseln. Keine Sorge, ich putze nicht im Weltraum und habe auch nicht die Galaktika engagiert. Der Mundhöhlenvibrator erinnert mich nur daran, dass mein großes Mundwerk einer umfassenden Reinigung bedarf und keine Ecke vergessen werden sollte. Damit das auch jederzeit mit der erforderlichen Gründlichkeit geschieht, ist der Bürstenkopf ein wenig blau. Kein Zustand, sondern Indikatorborsten, die mir signalisieren sollen, dass Braun nur mein Bestes will, nämlich Geld für eine neue Aufsteckbürste. Nachdem mich der ganze Apparat schlappe 55 Euronen gekostet hat, sind ja 4 Aufsteckbürsten zum Preis von 18,98 Euro das reinste Geschenk. Man beachte das "rein".
_____Rein sind nicht nur meine Zähne_____
Da habe ich doch die Überleitung wieder einmal blendend hingekriegt. Natürlich bedürfen nicht nur die Zähnchen der Pflege, sondern auch die Pflegeinstrumente. Dazu lässt sich die Aufsteckbürste sehr leicht vom Handstück abziehen und anschließend unter Wasser abspülen. Gleiches verträgt auch das Handstück. Anschließend abtrocknen und wieder zusammenbauen. Einfach zusammenstecken, eingebaute Passtücke lassen nur die richtige Richtung zu. Kein großes Drehen und Einrasten wie beim Vorgängermodell. Schlicht und einfach und dennoch oder vielleicht gerade deshalb gut.
Zur Reinigung des Ladenetzteils möchte ich mich nicht wiederholen, einfach eine feuchten Lappen nehmen, aber nur für die Oberschale. Sollte das eigentliche Netzteil mal zu schmutzig geworden sein erst den Netzstecker ziehen und danach schön trocken reiben, damit nicht der eigene gezogen wird.
_____Erfahrungen_____
Wer nun erwartet, dass nach 14 Tagen die Zähnchen blendend weiß sind und er alle aufhellenden Zahnpasten wegwerfen darf, der irrt. Die Zahnbürste hat weder so harte Borsten wie Sandpapier noch so weiche wie eine Polierscheibe. Außerdem braucht eine Schallzahnbürste das gar nicht, weil sie nach einem ganz anderen Prinzip arbeitet, wie man schon bei der ersten Benutzung bemerkt. Nicht nur, dass der Bürstenkopf kleiner und schmaler als bei einer herkömmlichen Zahnbürste ist, die Größe und Anordnung der Borsten ermöglicht ein besseres Putzen nicht nur der Zahnoberflächen, sondern auch insbesondere der Zahnzwischenräume.
Normale Schallzahnbürsten besitzen eine sehr hohe Bewegungsfrequenz mit meist etwa 30.000 Schwingungen in der Minute. Bei richtigen Ultraschallzahnbürsten ist die Frequenz mit 1,6 Millionen Schwingungen noch sehr viel höher, sie reinigen die Zähne auch auf andere Weise. Die Oral Pulsonic ist mit etwa 27.000 Schwingungen in der Minute eine normale Schallzahnbürste. Die Schallzahnbürste hat nicht wie die normale einen elektrischen Motor, sondern erzeugt über ein Piezoelement Schwingungen, die auf den Bürstenkopf übertragen werden. Wichtig zu wissen ist, dass sich der Bürstenkopf nicht hin und her, sondern auf und ab bewegt. Daher müssen wir die Zahnbürste, wie gewohnt, im Mund bewegen. Die Schwingungen bewirken nur die bessere Plaqueentfernung von der Zahnoberfläche und das bessere Eindringen in die Zahnzwischenräume. Wichtig für die Wirksamkeit der Schallzahnbürste ist nicht nur die Schallfrequenz, sondern auch die Amplitude, also die Auslenkung des Bürstenkopfes. Hier platziert sich die Braun absolut im Vorderfeld. Damit entfernt sie nicht nur Plaque hervorragend von den Zähnen, sondern eignet sich hervorragend zur Zahnfleischmassage und damit zur Vermeidung von Zahnfleischentzündungen.
Wie platziert man nun am Besten seinen Mundhöhlenvibrator in derselben? Die Schallzahnbürste wird rundum mit nur wenig Druck über jeden einzelnen Zahn geführt. Fast wie bei herkömmlichen Zahnbürsten. Die Bewegungen müssen nicht besonders exakt ausgeführt werden, auch wenn man sich an die Quadranteneinteilung halten sollte. Auch ich hatte anfangs einige Gewöhnungsschwierigkeiten an das Geräusch und die starken Vibrationen auf dem Zahnfleisch. Aber sehr bald hatte ich mich daran gewöhnt und möchte die Glätte, die ich nunmehr auf der Zahnoberfläche verspüre, nicht mehr missen. Zahnfleischbluten kenne ich seitdem auch nicht mehr. Mein Zahnfleisch hat sich gekräftigt und die lästigen Zahnfleischtaschen sind auch zurückgegangen. Ein richtige Ultraschallzahnbürste ist natürlich noch viel besser, aber auch viel teurer. Besonders bei frisch eingepflanzten Implantaten soll sie unerreichbar sein. Aber wer sich Implantate leisten kann, bei dem reicht es dann auch sicher für diese Zahnbürste.
_____Fazit_____
Eigentlich sollte nun alles zum Thema Zahnbürste gesagt sein oder? Was ist ca. 20 cm lang, steif, hat Haare und am Abend schiebt man es sich da rein, wo es schön warm und feucht ist? Erwischt! Eine Zahnbürste, Ihr Ferkel! Aber die Lieblingszahnbürste von Bill Clinton kennt ihr doch? Na klar, Oral B. Dafür kann es ja nur fünf Sterne geben. Jetzt wird noch ein wenig gebürstet und dann geht es an den nächsten Bericht.
Da ich mir hier bei dooyoo schon einige Meilen zusammengespart hatte, schaute ich mal bei Amazon vorbei, was ich da so für meinen Gutschein bekäme. Die Oral B Pulsonic slim sagte mir in der Grundausstattung nicht nur wegen des Preises zu. Zahlreiche Programme habe ich schon auf meinem Fernseher. Da reichen mir zwei auf meiner Zahnbürste durchaus aus. Dazu noch das Design der Kleinen, einfach HD. Schlicht, elegant und vor allem handlich. Keine Schlagstockausführung für den Discobesuch, nein, so klein und zierlich wie eine normale Zahnbürste. Ich war sehr angetan von ihr und ließ die Dinge ihren Lauf nehmen. Meinen Amazon-Gutschein bei dooyoo bestellt, der auch recht flott per Mail ankam, bei Amazon über Payback bestellt, um noch zusätzlich etwas gut zu machen, Code eingetippt und am nächsten Tag kam das Teil per Post. Zumal noch samstags, so liebe ich das.
_____Die wenig schallreichen Vorbereitungen_____
Flugs den Amazonkarton aufgerissen, Rücksendeschein vorsorglich beiseite gelegt und die wohl geformte Plastikschachtel betrachtet, aus der mir Zahnbürste, Ladenetzteil und Bedienungsanleitung freundlich entgegen schauten. Alles ausgepackt und näher betrachtet.
# Ladenetzteil #
Weiß, recht klein, passt hervorragend in eine Ecke unseres Spiegelschranks, Kabel bis zur internen Steckdose ausreichend lang. Oben auf dem Netzteil eine Schale, die sich nach Betätigung einer Entriegelungstaste zur Reinigung abnehmen lässt. Insbesondere zur feuchten Reinigung, denn Nässe tut ja bekanntlich elektrischen Geräten nicht gut. In dieser Schale drei Aufnahmeöffnungen - vorn eine für das Handstück der Zahnbürste mit dem Bürstenaufsatz, dahinter zwei für weitere Aufsteckbürsten. Entweder zur Vorratshaltung oder für weitere Familienmitglieder, die sich gern beschallen lassen möchten. Insgesamt recht gut durchdacht.
# Handstück mit Aufsteckbürste #
Was für ein komplizierter Name für eine Zahnbürste. Dafür ist sie selbst recht übersichtlich gehalten. Das Handstück in schlichtem Weiß gehalten mit einer silbernen Schale auf der Vorderseite und auf der Rückseite einige Sicken zum sicheren Griff auch im feuchten Zustand. Insgesamt liegt sie sehr gut und sicher in der Hand und lässt sich leicht führen.
In der Silberschale ein Drucktaster mit gummierter Oberfläche und zusätzlich einem rutschhemmenden vorstehenden Punkt. Hier hat mal einen an der richtigen Stelle einen Punkt gemacht. Unter dem Taster drei beschriftete LED. Einmal die Taste gedrückt und die obere LED leuchtet gut sichtbar auf. Der leise aber kräftig summende Ton verrät uns samt Bedienungsanleitung, dass wir jetzt den Putzmodus "Reinigen" eingeschaltet haben. Steht übrigens auch in englisch unter der leuchtenden LED. Clean beschreibt also nicht den Zustand der Zahnbürste, sondern ihre Aktionszustand.
Ein weiterer Tastendruck besänftigt unseren Putzteufel ein wenig. Die zweite leuchtende LED verrät uns samt Beschriftung, dass jetzt sensitive, auf gut deutsch sanft mit unseren Zähnen umgegangen wird. Auch unser Zahnfleisch dürfte sich darüber freuen.
Wer jetzt erwartet, dass beim nochmaligen Drücken der Taste die dritte LED aufleuchtet, der irrt. Weder leuchtet da noch etwas , noch summt einer eine etwas eintönige Melodie. Das Teil ist in den Ruhezustand zurückgekehrt und wartet auf neue Aktivitäten. Wozu dann diese dritte LED?
# Die letzten Griffe vor dem Einsatz #
Nun kommt das Ladenetzteil an den bereits beschriebenen Platz, der Stecker in die Steckdose und die Zahnbürste an den für sie bestimmten Platz. Und siehe da, die dritte LED freut sich und strahlt. Sie signalisiert uns also, dass da jetzt jemand geladen wird. Sowie ganz gut. Aber wie lange lädt er und wann ist er voll? Ich rede hier immer noch vom Saft aus der Steckdose, alkoholhaltige Getränke haben hier nichts zu suchen. Das erste entdeckte Manko - die Ladezeit, das unbekannte Wesen.
Ich schaue schnell in die mitgelieferte Bedienungsanleitung und stelle fest, nach 14 Stunden ist der Akku voll geladen. Warum kann er das nicht anzeigen? Ich lebe zwar zum Glück nicht mehr in der Planwirtschaft der DDR, aber muss ich jetzt in meinen Spiegelschrank eine Stechuhr einbauen? Laut Papierform kann ich die Zahnbürste mit geladenem Akku 1 Woche täglich zweimal je 2 Minuten nutzen. Wehe, wenn mehr? Und die Wissenschaft von Braun hat festgestellt, dass der Akku lange hält, wenn
1. ich ihn so lange vom Netz trenne, bis eine erneute Ladung notwendig ist und
2. ich mindestens alle 6 Monate das Ladeteil vom Netz trenne und das Handstück durch tägliche Benutzung voll entlade.
Oh, wie war doch ehedem das Leben mit meiner alten Zahnbürste angenehm. Die war zwar auch von Braun, doch ließ ich sie in meiner Unwissenheit 4 Jahre ununterbrochen am Netz und sie funktionierte immer. Selbst im Urlaub ließ sie mich ohne Ladenetzteil 14 Tage nicht im Stich. Kannte sie ihre eigene Bedienungsanleitung nicht oder hatte ich nur das Glück des Unwissenden?
_____Ich werde mich schon noch putzen_____
Mit gewisser Zufriedenheit stellte ich fest, dass sie schon ohne näheren Kontakt mit meinem heimischen Netzbetreiber zufrieden schnurrte. Vor der ersten Inbetriebnahme schaute ich mir allerdings noch einmal die Bedienungsanleitung und die Garantiebedingungen an. Gut so. Nicht nur, dass ich das Teil bei Unzufriedenheit innerhalb von 30 Tagen wieder in mein gutes Geld zurücktauschen durfte, zusätzlich bot mir Braun bei Registrierung im Oral b-Register auf www.oral-b.com eine Verlängerung der zweijährigen Garantie auf drei Jahre an. Da man dort keinerlei Fragen zur Echtheit meiner Zähne und zu Glaubensfragen stellte, meldete ich mich einfach mal an.
Nachdem ich noch zur Kenntnis genommen hatte, dass ich zwar jede beliebige Zahnpasta auf das teure Stück aufbringen durfte, jedoch sie erst einschalten, nachdem sie samt derselben in meinem Mund sicher in Stellung gebracht war, schaute ich vorsorglich auf der Rechnung noch einmal nach, ob ich nicht versehentlich eine Schleuder bestellt hatte. Dem war nicht so, aber die Wirkung vergleichbar. Glücklicherweise hatte ich erst einmal den Sensitivmodus gewählt und verspürte ein leichtes Kitzeln und Kribbeln an meine Zähnen. Also keine Schleuder, aber vielleicht ein Vibrator? Nachdem ich in den Reinigungsmodus umgeschaltet hatte, fing ich an zu überlegen, in welche Kategorie ich dieses Produkt einordnen sollte, denn meine Zähne bekamen ihre Tage. Die Umstellung war wohl doch etwas zu heftig.
Allerdings muss ich zur Braunschen Ehrenrettung feststellen, dass sich zwei Tage danach meine Zähne und insbesondere mein Zahnfleisch an die neue Zahnbürste gewöhnt hatten. Vielleicht hatte ich auch etwas zu viel Druck auf sie ausgeübt. Das interne Schulungsprogramm der Pulsonic Slim erinnerte mich auch aller 30 Sekunden daran, dass es Zeit wäre , den Quadranten zu wechseln. Keine Sorge, ich putze nicht im Weltraum und habe auch nicht die Galaktika engagiert. Der Mundhöhlenvibrator erinnert mich nur daran, dass mein großes Mundwerk einer umfassenden Reinigung bedarf und keine Ecke vergessen werden sollte. Damit das auch jederzeit mit der erforderlichen Gründlichkeit geschieht, ist der Bürstenkopf ein wenig blau. Kein Zustand, sondern Indikatorborsten, die mir signalisieren sollen, dass Braun nur mein Bestes will, nämlich Geld für eine neue Aufsteckbürste. Nachdem mich der ganze Apparat schlappe 55 Euronen gekostet hat, sind ja 4 Aufsteckbürsten zum Preis von 18,98 Euro das reinste Geschenk. Man beachte das "rein".
_____Rein sind nicht nur meine Zähne_____
Da habe ich doch die Überleitung wieder einmal blendend hingekriegt. Natürlich bedürfen nicht nur die Zähnchen der Pflege, sondern auch die Pflegeinstrumente. Dazu lässt sich die Aufsteckbürste sehr leicht vom Handstück abziehen und anschließend unter Wasser abspülen. Gleiches verträgt auch das Handstück. Anschließend abtrocknen und wieder zusammenbauen. Einfach zusammenstecken, eingebaute Passtücke lassen nur die richtige Richtung zu. Kein großes Drehen und Einrasten wie beim Vorgängermodell. Schlicht und einfach und dennoch oder vielleicht gerade deshalb gut.
Zur Reinigung des Ladenetzteils möchte ich mich nicht wiederholen, einfach eine feuchten Lappen nehmen, aber nur für die Oberschale. Sollte das eigentliche Netzteil mal zu schmutzig geworden sein erst den Netzstecker ziehen und danach schön trocken reiben, damit nicht der eigene gezogen wird.
_____Erfahrungen_____
Wer nun erwartet, dass nach 14 Tagen die Zähnchen blendend weiß sind und er alle aufhellenden Zahnpasten wegwerfen darf, der irrt. Die Zahnbürste hat weder so harte Borsten wie Sandpapier noch so weiche wie eine Polierscheibe. Außerdem braucht eine Schallzahnbürste das gar nicht, weil sie nach einem ganz anderen Prinzip arbeitet, wie man schon bei der ersten Benutzung bemerkt. Nicht nur, dass der Bürstenkopf kleiner und schmaler als bei einer herkömmlichen Zahnbürste ist, die Größe und Anordnung der Borsten ermöglicht ein besseres Putzen nicht nur der Zahnoberflächen, sondern auch insbesondere der Zahnzwischenräume.
Normale Schallzahnbürsten besitzen eine sehr hohe Bewegungsfrequenz mit meist etwa 30.000 Schwingungen in der Minute. Bei richtigen Ultraschallzahnbürsten ist die Frequenz mit 1,6 Millionen Schwingungen noch sehr viel höher, sie reinigen die Zähne auch auf andere Weise. Die Oral Pulsonic ist mit etwa 27.000 Schwingungen in der Minute eine normale Schallzahnbürste. Die Schallzahnbürste hat nicht wie die normale einen elektrischen Motor, sondern erzeugt über ein Piezoelement Schwingungen, die auf den Bürstenkopf übertragen werden. Wichtig zu wissen ist, dass sich der Bürstenkopf nicht hin und her, sondern auf und ab bewegt. Daher müssen wir die Zahnbürste, wie gewohnt, im Mund bewegen. Die Schwingungen bewirken nur die bessere Plaqueentfernung von der Zahnoberfläche und das bessere Eindringen in die Zahnzwischenräume. Wichtig für die Wirksamkeit der Schallzahnbürste ist nicht nur die Schallfrequenz, sondern auch die Amplitude, also die Auslenkung des Bürstenkopfes. Hier platziert sich die Braun absolut im Vorderfeld. Damit entfernt sie nicht nur Plaque hervorragend von den Zähnen, sondern eignet sich hervorragend zur Zahnfleischmassage und damit zur Vermeidung von Zahnfleischentzündungen.
Wie platziert man nun am Besten seinen Mundhöhlenvibrator in derselben? Die Schallzahnbürste wird rundum mit nur wenig Druck über jeden einzelnen Zahn geführt. Fast wie bei herkömmlichen Zahnbürsten. Die Bewegungen müssen nicht besonders exakt ausgeführt werden, auch wenn man sich an die Quadranteneinteilung halten sollte. Auch ich hatte anfangs einige Gewöhnungsschwierigkeiten an das Geräusch und die starken Vibrationen auf dem Zahnfleisch. Aber sehr bald hatte ich mich daran gewöhnt und möchte die Glätte, die ich nunmehr auf der Zahnoberfläche verspüre, nicht mehr missen. Zahnfleischbluten kenne ich seitdem auch nicht mehr. Mein Zahnfleisch hat sich gekräftigt und die lästigen Zahnfleischtaschen sind auch zurückgegangen. Ein richtige Ultraschallzahnbürste ist natürlich noch viel besser, aber auch viel teurer. Besonders bei frisch eingepflanzten Implantaten soll sie unerreichbar sein. Aber wer sich Implantate leisten kann, bei dem reicht es dann auch sicher für diese Zahnbürste.
_____Fazit_____
Eigentlich sollte nun alles zum Thema Zahnbürste gesagt sein oder? Was ist ca. 20 cm lang, steif, hat Haare und am Abend schiebt man es sich da rein, wo es schön warm und feucht ist? Erwischt! Eine Zahnbürste, Ihr Ferkel! Aber die Lieblingszahnbürste von Bill Clinton kennt ihr doch? Na klar, Oral B. Dafür kann es ja nur fünf Sterne geben. Jetzt wird noch ein wenig gebürstet und dann geht es an den nächsten Bericht.
Fazit: s. oben (Vorteil: beim Lachen sieht man die schönen Zähnchen)





