Stand:03/2013
Home > Einkaufsberater > Wireless LAN

Kaufberatung WLAN Router - Ratgeber WLAN, Empfehlungen, Kauftipps, Infos

Ratgeber WLAN Router

Ratgeber WLAN Router - Sie wollen nicht nur am Standplatz Ihres Computers, sondern auch mal auf der Couch oder auf dem Balkon surfen? Dann brauchen Sie ein Wireless Local Area Network, also ein drahtloses Netzwerk. Egal ob WLAN, WIFI oder IEEE 802.11a/b/g/n: Immer ist die Übertragung von Internet ohne Kabel gemeint. WLAN-Router ersetzen das LAN-Kabel und bringen Notebooks, Tablet-PCs und andere Mobile Geräte per Datenfunk ins Netz. Wer USB, flotte Übertragungsgeschwindigkeiten und eine zeitgemäße Verschlüsselung haben will, muss 100 Euro und mehr hinlegen. Neue Modelle bieten mit n-Draft-WLAN noch mehr Tempo. Wir informieren Sie über die aktuellen WLAN-Router inklusive Technik und Modellklassen. Lesen Sie das Wichtigeste zu Transfergeschwindigkeit, Sicherheit und Ausstattung. Das alles finden Sie in dieser Kaufberatung. Aktuelle Standards sind b-WLAN, g-WLAN und n-WLAN. Sie sind die beliebtesten WLAN-Standards. Die schnellste Norm wird als n-WLAN bezeichnet. Mit n-WLAN ist theoretisch eine Transferrate von 300 Mbit/s möglich. Alles dies in und noch viel mehr unserer WLAN Kaufberatung.

54-MBit-WLAN-Router

54-MBit-WLAN-Router - Die preiswerten Boxen funken mit dem Standard IEEE 800.11g. Da sind maximal 54 MBit Datendurchsatz pro Sekunde möglich. Das reicht für normale Anwendungen völlig. Nur wer große Datenmengen funken will, sollte auf einen 300-MBit-Router umsteigen (s. u.). Der Vorteil der preiswerten Router ist die ausgereifte und relativ fehlerlose Soft- und Hardware, da diese Geräte schon länger auf dem Markt sind. Leistungsstarke g-WLAN-Router holen über 40 MBit/s Transferrate aus dem 800.11g-Standard heraus. "Reichweite: weniger als beschrieben, aber immer noch sehr gut, 50 Meter Luftlinie durch mitteldicke Wände einer Altbauvilla... Besonders erfreulich im Vergleich zu D-Link: Logische Beschriftungen, problemlose automatische Einwahl, keine Abstürze" (Testbericht Steffen Kaufmann über den Netgear WPN824 Rangemax).

Multifunktions- und 300-MBit-WLAN-Router

Multifunktions- und 300-MBit-WLAN-Router - Netzwerkfähige Multifunktionsrouter können (fast) alles. Neben der Router-Funktion sind Luxus-Funkrouter auch DSL-Modem, Telefonanlage für Festnetz und VoIP und stellen USB- und Ethernet-Schnittstellen bereit. Solche Alleskönner heißen auch WLAN-DSL-Modem-Router und ersetzen auf einen Schlag mehrere Geräte. Über USB 2.0 können allen Netzwerkteilnehmern USB-Sticks, Drucker oder externe Festplatten zur Verfügung gestellt werden. Die Verwaltung der Telefonanschlüsse umfasst Ruflisten, Kurzwahlfunktion, Weiterleitungen und das Aufsetzen von Wahlregeln. Dual-Band-Geräte funken sowohl auf der 2,4-GHz- als auch auf der 5-GHz-Frequenz. Leistungsfähige Geräte versorgen bis zu 128 Teilnehmer gleichzeitig. Übrigens: Ein-Aus-Schalter für WLAN erhöhen die Sicherheit und helfen Strom sparen. Die neuen 802.11n-Draft-Router senden über den neuen Standard IEEE 800.11n und schaffen theoretisch 300 MBit pro Sekunde. Damit lassen sich mehrere Videos zeitgleich streamen. In der Praxis sind über 100 MBit/s drin. Wie schnell WLAN-Router sein können, zeigt der Test bei Chip (5/2009). Dort erreichte der flotteste Dualband-Router 113,4 MBit/s (n-WLAN), im Dualband-Betrieb sogar 124,4 MBit/s.

Flaggschiff: AVM FRITZ!Box 7270

Flaggschiff: AVM FRITZ!Box 7270 - An das Flaggschiff von AVM, die AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7270, können Sie sowohl analoge als auch ISDN- und VoiP-Telefone anschließen. Außerdem gibt es eine DECT-Basisstation und einen Anrufbeantworter. Toll: die aktuelle Firmware-Version unterstützt sogar das Faxen. Somit ist der Verzicht auf diverse Peripheriegeräte möglich. Das ist prima, wenn Kabelsalat vermieden werden soll. Ein Manko der FritzBox ist der Verzicht auf Gigabit-Ethernet (1000 MBit/s). So muss der Nutzer mit Fast-Ethernet Vorlieb nehmen (100 MBit/s). In Tests erreichte die FritzBox bei n-WLAN allerdings nur 58,1 MBit/s (Chip 05/2009). Die schnellsten Boxen im Test kamen auf über 100 MBit/s. Geräte mit großen Antennen liefern erfahrungsgemäß bessere Durchsatzraten. Bei der FRITZ!Box 7270 stehen vier Fast-Ethernet-Schnittstellen zur Kontaktaufnahme mit Modem, PC und Drucker bereit. Geräte mit 1000-MBit/s-Ethernet-Schnittstellen bieten auch bei Zugriffen auf ein NAS-Laufwerk genügend Tempo.

VDSL-Router - Geräte mit VDSL-Modem können besonders schnelle Internetverbindungen nutzen.

WLAN-Lexikon: Reichweite, WLAN-Standards, Sicherheit -

Welche WLAN-Funkstandards gibt es?

Hier sind die WLAN-Standards (Data Link Protocol) b, a, g und Draft-n auf einem Blick:

IEEE-Standard Qualität max. Datentransferrate Frequenz Reichweite in Gebäuden
800.11a gut 54 Mbit/s 5 GHz ca. 120 m
800.11b mäßig 11 Mbit/s 2,4 GHz ca. 140 m
800.11g gut 54 Mbit/s 2,4 GHz ca. 140 m
800.11n hervorragend 300 Mbit/s 2,4 GHz/5 GHz ca. 250 m


Was heißt Dualband?

Dualband heißt nichts anderes als Draft- (n-)WLAN. Doch Dualband ist nicht immer gleich Dualband. Der T-Com Speedport W 920V zum Beispiel schafft nicht beide Bänder zur gleichen Zeit. Mit dem Speedport surfen Sie entweder im 2,4-Gigahertz- oder im 5-Gigahertz-Band. Anders der Linksys WRT610N. Der Router schafft den simultanen Dualband-Modus. Einen Kompromiss geht der Netgear WNDR3300 Rangemax ein. Der Netgear läuft im simultanen Dualband-Betrieb, im 2,4-Gigahertz-Band allerdings nur mit maximal 54 MBit/s, also mit g-WLAN-Tempo. Für wen lohnt sich Dualband? Surfen Sie in einem stark genutzten WLAN-Umfeld, kann der Router bei Bedarf auf das weniger stark frequentierte 5-Gigahertz-Band ausweichen. So lässt sich weitgehend störungsfrei kabellos kommunizieren.

Welche Reichweite hat WLAN?

Am besten ist eine Sichtverbindung zwischen Router und Computer. WLAN breitet sich ähnlich wie Licht aus. Im Freien sendet 802.11b deshalb auch 300 m. In Räumen ohne Betonwände sind bei 802.11b im Durchschnitt 40 m drin. Gute Geräte schaffen bis zu 100 Meter innerhalb von Gebäuden. Gipswände erweisen sich als Reichweitenhemmer, da sie Drahtnetze enthalten. Zusatzantennen erhöhen die Reichweite. Internet übers Stromnetz ist eine weitere Alternative für mehr Reichweite (HomePlug). Dabei werden zwei Adapter direkt in die Steckdose gesteckt. "Powerline" meint die Versorgung mit WLAN via Stromnetz von außerhalb des Hauses. Auch mit Accesspoints lassen sich Reichweitenprobleme beheben. Accesspoints nehmen Funksignale von Routern auf und senden diese an die entsprechend Hardware. So entsteht ein WDS, ein Wireless Distribution System. Dabei werden die Durchsatzraten allerdings halbiert, da der Accesspoint in beide Richtungen Daten verschicken muss.

Wie sicher ist WLAN?

WLAN ist ein prinzipiell offenes Netzwerk, in das sich Unbefugte nach Belieben einloggen können. Um dies zu verhindern, gibt es diverse Arten der Verschlüsselung. Inzwischen erlaubt die neueste Verschlüsselungstechnologie weitgehend sicheres Surfen. Deshalb sind Sicherheitsfeatures ein wichtiger Punkt, wenn es um die Beurteilung der Ausstattung eines WLAN-Routers geht. Die Verschlüsselung nach WEP-Protokoll ist am einfachsten. Wohnungsnachbarn hält WEP aus dem drahtlosen Netzwerk draußen, Hacker aber nicht. WPA ist der nächsthöhere Standard. WPA2 ist der höchste Sicherheitsstandard. Die Wahl eines eigenen Netzwerknamens erhöht die Sicherheit noch weiter. Ändern Sie bei der Erstinstallation des neuen Routers unbedingt das vorgegebene Passwort. Oft lautet das vom Hersteller vorgeschlagene Passwort "admin" - wenig originell. Einen dicken Pluspunkt verdienen sich daher Router, die bei der Installation den Nutzer auffordern, ein eigenes Passwort zu bestimmen. AVMs FritzBoxen werden mit individuellem Passwort ausgeliefert.

Wo soll der Router aufgestellt werden?

Je höher, desto besser. Bei einer hohen Aufstellung des Routers können Möbel die Funkverbindung nicht stören. Router, die im 802.11b- und g-Funknetz senden, können von DECT-Telefonen, Mikrowellen und Bluetooth-Geräten gestört werden, da diese auch im 2,4-Gigahertz-Frequenzband funken. Weniger störanfällig sind 802.11a-Router.

Was genau ist ISDN, DSL, ADSL, ADSL+ und VDSL?

Man unterscheidet Schmalband- und Breitbandanschlüsse. Verbindungen über ein Analogmodem oder ISDN (Integriertes Sprach- und Datennetz) sind Schmalbandanschlüsse. DSL (Digital Subsriber Line) wird als Sammelbegriff für alle Arten von Breitbandanschlüssen verwendet. Das "DSL" kann also ADSL, ADSL+, VDSL oder VDSL2 sein. ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) gestattet bis zu 210 Mbit/s über Kupfertelefonleitungen. Asymmetrisch heißt ADSL deshalb, weil es eine hohe Datenrate vom Internet auf den PC (Downstream), aber eine niedrige Datenrate vom PC in Richtung Internet bereitstellt (Upstream). Im Gegensatz zu ISDN wird ein größerer Frequenzbereich verwendet. So ist ein höheres Datentempo möglich. Bei ADSL wird der für die Festnetztelefonie verwendete Frequenzbereich ausgespart, was paralleles Telefonieren und Surfen erlaubt.

Art des Breitbandanschlusses max. Datentransferrate Frequenz
ISDN 64 Kbit/s pro Kanal 0 bis 120 KHz
ADSL 8 Mbit/s Downstream, 1 Mbit/s Upstream 138 kHz bis 1,1 MHz
ADSL2+ 25 Mbit/s Downstream, 3,5 Mbit/s Upstream 138 kHz bis 2,2 MHz
VDSL 210 Mbit/s Downstream und Upstream 138 kHz bis 12 MHz


VDSL (Very High Data Rate Digital Subscriber Line) schafft 210 Mbit/s bei symmetrischem Datentransfer. VDSL ist zu ADSL2+ abwärtskompatibel.

Was ist ein Splitter?

Der Splitter heißt eigentlich Breitbandanschlusseinheit (BBAE) und ist das Verbindungselement zwischen Telefondose und WLAN-Router. Im Splitter werden die verschiedenen Dienste, die über den Teilnehmeranschluss gelangen, auf verschiedene Schnittstellen aufgeteilt.

Was ist schneller? WLAN oder LAN?

Ein Beispiel: der D-Link Xtreme N DIR-655 erreicht bei n-WLAN einen Datendurchsatz von 81,0 MBit/s, im LAN-Betrieb 1275,9 MBit/s (Chip 5/2009). Andere Router erreichen im LAN-Modus indes nur etwa das Doppelte oder Dreifache des WLAN-Datendurchsatzes.

USB-WLAN-Stick / Netzwerkkarte

USB-WLAN-Stick / Netzwerkkarte - Für PCs oder Laptops, die keine Netzwerkkarte fest integriert haben, gibt es Funkadapter (WLAN-Sticks, USB-WLAN-Adapter oder Funknetzwerkkarte). Die leichtesten WLAN-Sticks wiegen kaum 10 Gramm. Einfach in einen USB-Anschluss des Rechners stecken und los gehts. Natürlich können Sie auch nachträglich eine Netzwerkkarte in den PCI-Steckplatz verbauen. USB-2.0-WLAN-Adapter transportieren Daten mit bis zu 480 Mbit/s. WLAN-Sticks gibt es ab 10 Euro. Marken-Sticks kosten mehr. Dafür bietet der Hersteller aktualisierte Treiber und einen Support. Markenhersteller wie AVM liefern die Sicherheitseinstellungen über die USB-Schnittstelle des WLAN-DSL-Routers für den Zugang zum verschlüsselten Funknetz. PCs mit Intel-Centrino-Prozessor besitzen die WLAN-Funktionalität schon im Prozessor.

Fazit: So kaufen Sie Ihren neuen WLAN-Router richtig

Fazit: So kaufen Sie Ihren neuen WLAN-Router richtig - Ins Internet kommen Sie heute schnell, sicher und drahtlos. So weit, so gut. Für Normalnutzer reichen 800.11g-Router, die im Downstream zwar nicht die theoretisch möglichen 54 MBit/s erreichen, aber für flottes Surfen allemal gut sind. Alltagstaugliche, günstige Router gibt es ab 40 Euro. Wer auf Nummer sicher gehen will, Komfortfunktionen schätzt und noch das Quäntchen Geschwindigkeit mehr will, muss mehr investieren. Dafür bekommen Käufer hier leistungsstarke Netzwerkzentralen, die Telefon, WLAN, Modem und weitere Funktionen bündeln. Power-User, die bei Filmdownloads akzeptable Transferraten erzielen wollen, brauchen die neuen 802.11n-Draft-Router, am besten mit Gigabit-Ethernet-Switch. Kontinuierliche Firmware-Updates verbessern zudem Funktionalität und Verlässlichkeit der neuen WLAN-Router. Viel Spaß mit Ihrer WLAN Kaufberatung!

dooyoo bietet Ihnen Testberichte, Hunderte von Partnershops und
eine attraktive Gemeinschaft unabhängiger Verbraucher.
dooyoo - von Verbrauchern für Verbraucher.