Stand:03/2013
Home > Einkaufsberater > Waschmaschine

Kaufberatung Waschmaschine - Ratgeber Waschmaschinen, Empfehlungen, Kauf-Tipps

Ratgeber Waschmaschine

Ratgeber Waschmaschine - Waschen, schleudern, Energie sparen - aktuelle Waschmaschinen sind wahre Haushaltswunder. Aktuelle Waschmaschinen kosten zwischen 200 und 1600 Euro. Damit zählen Sie zu den eher teuren Haushaltsgeräten. Wer auf der Jagd nach Schnäppchen ist, sollte bedenken, dass sehr günstige Geräte mehr Strom und Wasser verbrauchen, weniger Sicherheit bieten und oft weniger lange halten. Eine gute Maschine kann Sie 500, 600 oder 1600 Euro kosten - je nach Komfortfunktionen, Haltbarkeit und Leistung. Waschmaschinen mit 1200 und 1400 Umdrehungen verkaufen sich derzeit am besten. Marktführer bei den Frontladern war 2006 Miele (20% Marktanteil), gefolgt von Siemens und Bosch. Wir informieren in diesem Ratgeber über aktuelle Waschmaschinen-Testsieger, sparsame Waschmaschinen, Aqua-Sensor und Fuzzy-Control, Energieeffizienzklasse und Energiesparen. Lesen Sie auch Informationen zu Wasserhärte, Energieverbrauch, Komfortfunktionen und vieles mehr in dieser Kaufberatung Waschmaschine.

Von Mini bis Jumbolader: Typen und Klassen

Von Mini bis Jumbolader: Typen und Klassen - Jeder deutsche Haushalt wäscht im Durchschnitt 550 kg Wäsche pro Jahr. Aber nicht jeder wäscht gleich viel. Singles reicht eine Waschmaschine mit weniger als 5 kg Füllmenge. Paare und Kleinfamilien kommen mit 6 kg gut aus. Größere Familien benötigen 6 bis 7 kg. Wer sehr viel wäscht, braucht Jumbolader, die bis zu 10 kg Trockenwäsche fassen. Jumbo heißt aber auch mehr Verbrauch: der Bosch WAS 32843 schafft maximal 8 Kilogramm Wäsche pro Waschgang, verbraucht aber über 1 kWh pro Waschgang und rund 11200 Liter Wasser pro Jahr. Wer wenig Platz hat, kauft einen Toplader mit einer Gehäusebreite von 40 - 45 cm. Aktuelle Toplader fassen inzwischen bis zu 5 kg. 17% der gekauften Geräte sind Toplader, 83% sind Frontlader. Große Trommel, starke Schleuder, viel Elektronik: Das macht eine gute Waschmaschine aus. Es gibt weitere Qualitätsunterschiede. Gute Maschinen halten nach Erreichen der Waschtemperatur diese für eine bestimmte Dauer. Billige Waschmaschinen heizen auf diese Temperatur auf und waschen dann mit abfallender Temperatur. Generell ist zu sagen: Je höher die Schleuderdrehzahl, desto teurer die Maschine. Leise Waschmaschinen waschen mit weniger als 50 dB und schleudern mit weniger als 70 dB Geräuschentwicklung. Das schont Ihre und des Nachbarn Nerven.

Nix wie rein damit: Trommel - Aktuelle Waschmaschinen werden mit Trommelgrößen für eine Füllmenge von 3 - 10 kg angeboten. Schon 6- oder 7-kg-Trommeln bieten Platz für große Wäschestücke wie Gardinen, Bettvorleger oder Badematten. Bei Pflegeleichtem passt etwa die Hälfte in die Trommel. Eine 7-kg-Trommel fasst also ca. 3 kg Leichtwäsche. Jumbo-Geräte mit einer Füllmenge von 10 kg werden hauptsächlich von Herstellern aus Fernost und Nordamerika angeboten. Ein Beispiel ist die Samsung WF 9824. Die meisten Trommeln bestehen aus Edelstahl. Bis über 1000 Lochungen sorgen für den Wassertransport. Rippen im Trommelinneren sorgen für ein Umwälzen des Waschguts und verhindern ein Anhaften an der Trommelinnenfläche. Ist die Trommel innen beleuchtet, sinkt die Gefahr, einen anhaftenden Socken beim Leeren zu übersehen.

Bullauge, sei wachsam: Spülen

Bullauge, sei wachsam: Spülen - Der Wasserverbrauch pro Waschgang lag Anfang der 80er Jahre bei ca. 150 Litern, Anfang der 90er Jahre bei ca. 70 Litern, heute liegt der Wasserverbrauch z. T. bei unter 40 Litern. Generell gilt: Wasser macht das Waschen teuer. Das ist bei allen Maschinen so. Deshalb werben die Anbieter gern mit niedrigem Wasserverbrauch. Doch Wassersparen wird sinnlos, wenn die Maschine mit zu wenig Wasser schlecht spült. Die bis zu drei Spülvorgänge sollen gewährleisten, dass beim Schleudern keine Waschmittelrückstände mehr im Waschgut vorhanden sind. Restwaschmittel kann beim Schleudern Textilfasern auf Dauer schädigen. Dazu kommt, dass gerade der Spülvorgang bei vielen Maschinen nicht optimal läuft. Denn bei den meisten Maschinen enthält auch das letzte Spülwasser noch Waschmittelrückstände. Ein zusätzlicher Spülgang entschärft das Problem - das gesparte Wasser ist damit allerdings dahin. Bei Stiftung Warentest (10/2008) spülte der Testsieger Waschmaschine unter den Frontladern, die Bosch WAE 24140 am besten. Beim Spülen von Buntem erreichte keine Waschmaschine des Testfeldes ein "gut". Hier kam auch die Bosch nur auf ein "befriedigend". Ein ähnliches Bild im Test 2009. Die Tester von Stiftung Warentest attestierten dem Testsieger W 1743 WPS von Miele nur eine befriedigende Spülleistung bei Bunetm und Pflegeleichtem. Empfindliche Textilien spülen viele Maschinen dagegen gut. Die Erklärung ist einfach. Weniger Wäsche, aber gleichviel Spülwasser - das funktioniert besser. In den Feinwasch- und Pflegeleichtprogrammen werden die Maschinen höchstens halbvoll beladen. Der Wasserverbrauch bleibt gleich oder steigt sogar.

Wolle, Knittern, Wollschaukel: Waschprogramme

Wolle, Knittern, Wollschaukel: Waschprogramme - Moderne Programmlösungen lassen sich mit ihrem gesamten Waschrhythmus präzise auf die Anforderungen der jeweiligen Textilien abstellen, sind dafür aber auch teurer als die günstigen Ausstattungsmuffel. Die Basisaustattung umfasst den Normalwaschgang für Pflegeleichtes, Buntes und Kochwäsche. Im Fein- bzw. Schonwaschgang sollten nur 2 bis 3 kg Wäsche gewaschen werden, im Wollwaschgang sollte die Trommel nur mit 2 kg befüllt werden. Bei der AEG Öko Lavamat 74850 mit 7 kg Zuladevermögen und Timerfunktion gibt es ein 20-Minuten-Programm für 3 kg Wäsche, falls Sie zwischendurch schnell etwas waschen müssen. "Am besten finde ich das Buntwäsche Programm!!! Hier kann alles individuell gewählt werden. Die Waschdauer: zwei Stunden, eine Stunde und 20 Minuten oder 45 Minuten. Die Gradzahl 30, 40, 50 oder 60 Grad" (Testbericht pfudenwag 17. 6. 08: "AEG Lavamat 74850"). Bei Wollwäsche entfällt das Schleudern, die Trommel wird möglichst wenig bewegt. Bei der Wollschaukel-Funktion führt die Trommel gar keine Umdrehungen aus. Selbst bis vor kurzem nur handwaschbare Stoffe wie Seiden-Textilien, Mikrofasern oder Textilien aus Synthetik oder Viskose können inzwischen mit einem Handwaschprogramm gewaschen werden. Kurzprogramm heißt nicht immer, dass die Maschine tatsächlich schnell wäscht. Schnellste Waschmaschine bei Stiftung Warentest (10/2009) waren die beiden erstplatzierten Miele W 1743 WPS und AEG Lavamat Öko Plus 1400 mit einem Kurzprogramm von 60 Minuten. Am längsten brauchte die LG F-1403TD mit einer Stunde und 33 Minuten. Das Programm Knitterschutz bewegt die Wäsche nach dem Schleudern sachte in der Trommel, um ein Verknittern zu verhindern. Bügelleicht-Programme sollen gestresste Bügler entlasten. Manche Modell bieten Spezialprogramme für Jeans, Dessous, Imprägnieren, Outdoor- und Sportbekleidung. Luxus-Waschmaschinen gestatten individuell zusammengestellte Programme.

Sicherheit: Wasserschutzsystem

Sicherheit: Wasserschutzsystem - Die gute Nachricht zuerst: Markenwaschmaschinen sind sehr gut, was den Schutz vor Wasserschäden betrifft. Von 13 getesteten Waschmaschinen erhielten im jüngsten Test von Stiftung Warentest elf ein "sehr gut" bei der Wassersicherheit. So gut wie alle hochwertigen Modelle haben einen effektiven Wasserschutz - auch Aqua-Stop genannt - verbaut. Wer eine Waschmaschine in einer Etagenwohnung betreibt, sollte unbedingt auf ein effektives integriertes Wasserschutzsystem achten. Es drohen zwei Arten von Wasserschäden: ein Leck in der Waschmaschine sowie ein Platzen der wasserzu- bzw. abführenden Schläuche. Es gibt je nach Hersteller mehrere Arten von Wasserschutzsystemen. Das elektronische Aqua-Stop funktioniert per Sensor. Zum Beispiel wird die Wasserzufuhr unterbunden, sobald ein elektrisches Sicherheitsventil am Wasserhahn einen Wasseraustritt registriert. Eine weitere Möglichkeit ist die Bodenwanne, die auslaufendes Wasser auffängt. Ist dort ein Sensor installiert, veranlasst dieser bei einlaufendem Wasser die Unterbrechung der Wasserzufuhr. Für Sicherheit vor Schlauchbrüchen sorgen doppelwandige Schläuche. Ist kein integriertes Wasserschutzssystem vorhanden, wird ein externer Wasserschutz in Form eines mechanischen Rückschlagventils zwischen Zulaufhahn und Wasserschlauch montiert. Das Ventil ist günstig und schließt bei Rissen im Zuführschlauch, aber nur wenn eine gewisse Durchlaufmenge überschritten wird. Wer in punkto Sicherheit sicher gehen will, achtet beim Kauf auf das CE-, GS- oder VDE-Zeichen. Das CE-Siegel gewährleistet lediglich die Mindestanforderungen des Geräte- und Produkt-Sicherheitsgesetzes. Eine Kontrolle ist nicht erforderlich, die Hersteller verpassen sich das Siegel sozusagen selbst. Das GS-Siegel bedeutet, dass diese Anforderungen von unabhängigen Prüfern kontrolliert wurden. Das VDE-Siegel vergibt der Verband deutscher Elektriker. Es stellt lediglich die elektrische Sicherheit des Gerätes sicher.

Die mitdenkende Waschmaschine: Fuzzy Logic, Mengenautomatik, Unwuchtkontrolle

Die mitdenkende Waschmaschine: Fuzzy Logic, Mengenautomatik, Unwuchtkontrolle - Intelligente Waschmaschinen arbeiten mit Sensoren, die Informationen über den Zustand von Wasser und Wäsche an ein integriertes Rechenzentrum liefern. Bei Fuzzy Logic überwachen Sensoren die unterschiedlichen Waschvorgänge und regeln intelligent Trommelbewegungen und Laufzeit. Auch das Oberwasser-System oder 3D-Aqua-Sparsystem hat eine effektivere Waschwirkung zum Ziel. Hier wird die Wäsche von mehreren Seiten durchfeuchtet. Bei geringerem Wasserverbrauch erreicht man so eine schnellere Durchfeuchtung und verbesserte Wasch- und Spülergebnisse. Bei der Mengenautomatik-Funktion ermitteln Beladungssensoren, wie viel Waschmittel und Wasser für die eingefüllte Wäschemenge notwendig sind. Dabei wird das Saugverhalten der Wäsche analysiert. Auch das Waschmittel kann entsprechend des Verschmutzungsgrades der Wäsche dosiert werden. Andere Sensoren kontrollieren die Reinheit des Spülwassers. Sind keine Waschmittelrückstände mehr im Wasser, beendet die Waschmaschine von alleine den Spülvorgang. Gleiches leistet ein Schaumsensor, der bei zu viel Schaum im Trommelinnenraum weitere Spülvorgänge veranlasst. Die Unwuchtkontrolle überwacht die Trommelfüllung und unterbricht das Schleudern, falls die Wäsche ungleich verteilt ist. Siemens nennt diese Technik Stabilisierungskontrolle. Verlangsamte Trommeldrehungen verteilen die Wäsche neu. Danach wird das Schleuderprogramm fortgesetzt. Das sorgt für mehr Laufruhe und stabilen Stand bei hochtourigen Schleuderprogrammen. Eine Waschmaschine mit Unwuchtkontrolle eignet sich so besonders für die Aufstellung in Bad und Küche.

Komfortausstattung: Startzeitvorwahl, Nachtprogramm - Vor zwanzig Jahren undenkbar, heute bei hochwertigen Maschinen gang und gäbe: die Startzeitvorwahl. Sie bestimmen den Start des Waschprogramms bis zu 24 Stunden im Voraus. So lassen sich unter anderem die günstigen Nachtstromtarife nutzen. Besonders komfortabel ist es, wenn Sie das Programmende einstellen können. Die Waschmaschine errechnet in diesem Fall von selbst den Programmstart. Damit Sie und Ihre Nachbarn ruhig schlafen, sorgen Nachtprogramme für geräuschreduzierte, längere Laufzeiten.

Energiesparende Waschmaschinen I: nachhaltig waschen, spürbar sparen

Energiesparende Waschmaschinen I: nachhaltig waschen, spürbar sparen - Seit Januar 1998 müssen alle Waschmaschinen ein Euro-Energieabzeichen gemäß EU-Richtlinie EN 60456 tragen. Das verbraucherfreundliche Abzeichen informiert über Energieverbrauch, Waschleistung und Schleuderwirkung. Die Energieeffizienzklasse ist vom Energieverbrauch pro kg Wäsche im Normprogramm "Baumwolle 60°C" abhängig. Eine sparsame Waschmaschine der Energieeffizienzklasse A verbraucht pro Waschgang höchstens 0,19 kWh pro kg Wäsche.

Noch weiter gehen Geräte, die auch an Betriebswasser und Warmwasser angeschlossen werden können. Das Einsparpotential ist bedeutend. Durch einen Warmwasseranschluss können 48 Prozent Strom, 14 Prozent Primärenergie und 17 Prozent an CO2-Emissionen eingespart werden. Öko bedeutet in diesem Fall teuer: Maschinen mit Warmwasseranschluss kosten ca. 1500 Euro und mehr. Bei der sparsamen Waschmaschine Bauknecht WA Pure XXL 34 FLD lässt sich ein Warmwasseranschluss nachrüsten. Ein Warmwasseranschluss lohnt sich nur, wenn außerordentlich günstiges Warmwasser im Haus vorhanden ist, etwa durch ein Wärmerückgewinnungssystem oder durch den Einsatz regenerativer Energien (Solaranlage).

Einen etwas anderen Weg geht Miele. Der Hersteller hat eine "Allwater"-Waschmaschine entwickelt, die sich für bestimmte Waschvorgänge mit Regen- oder Brunnenwasser speisen lässt. Aqua-Sensor hilft Ihnen, schnell und sparsam zu waschen. Der Aqua-Sensor misst mittels Infrarot-Lichtschranke (bei Bosch und Siemens) die Trübung des Wassers und entscheidet über die Anzahl der Waschgänge. Bei geringer Trübung werden die Waschgänge reduziert. So verringert sich der Spülwasserverbrauch exakt nach der Verschmutzung der Wäsche. Miele setzt abweichend einen Drucksensor zur Wasserregulierung ein.

Energiesparende Waschmaschinen II: mehr Leistung, halber Strom

Energiesparende Waschmaschinen II: mehr Leistung, halber Strom - Eine aktuelle Waschmaschine braucht halb so viel Strom wie ein Modell aus dem Jahr 1985. Mit einer Waschmaschine Jahrgang 1985 kosten 200 Waschgänge mit einem 60°C- Programm etwa 60 Euro Strom. Bei einer Maschine von 1995 sind es immerhin noch rund 42 Euro. Eine neue sparsame Waschmaschine erbringt dieselbe Waschleistung für etwa 30 Euro. Heutzutage beträgt der durchschnittliche Stromverbrauch für 5 kg Trockenwäsche ohne Vorwäsche bei 60°C 0,8 bis 1,5 kWh, bei 95°C 1,8 bis 2,4 kWh. Bei 40°C Buntes fielen im Test von Stiftung Warentest (9/2009) bei 13 Testkandidaten 0,58 kWh bis 0,74 kWh an. Am sparsamsten war die nur noch vereinzelt kaufbare 5-Liter-Maschine Whirlpool AWO 6246, am energieintensivsten die 7-Liter-Maschine Bauknecht WA Pure XL 34 HF . Der Wasserverbrauch liegt bei einem Waschgang 40 Grad Bunt bei rund 50 bis 70 Litern Wasser. Am wenigsten Wasser zog im Test die 6-Liter-Maschine Siemens WM 14E140 mit 50 Litern bei 40°C Buntem. Der Wasserveschwender unter den getesteten Maschinen war die Bauknecht WA Pure XL 34 HF mit 69 Litern. Pro Waschgang können Sie etwa mit Euro 0,30 bis 0,50 für Strom, Wasser und Waschmittel rechnen. Als Grundlage dient ein Preis von 20 Cent pro kWh und 3,85 Euro für 1 m³ Wasser.

Überblick Wasser- und Stromverbrauch Waschmaschine bei 60°C:

Waschmaschinentyp Stromverbrauch Wasserverbrauch
Neu, energiesparend 0,85 kWh 40 Liter
Neu, energieintensiv 1,1 kWh 60 Liter
Alt 1,5 kWh 100 Liter


Waschmaschine Wasserhärte: Problem oder nicht?

Waschmaschine Wasserhärte: Problem oder nicht? - Ratgeber Wasserhärte: Hartes Wasser ist für Menschen unschädlich, für Haushaltsgeräte kann hartes Wasser jedoch durchaus schädlich sein. Das gilt nicht nur für Waschmaschinen, sondern genauso für Wasserkocher, Espressomaschinen und Geschirrspüler. Hartes Wasser verringert die Waschleistung und erfordert eine höhere Waschmittelmenge. Weiches Wasser hingegen fördert die Waschleistung des Waschmittels. Seit 1988 müssen Waschmittel, die Phosphate enthalten, Tipps für die Waschmitteldosierung für die Wasserhärten 1 bis 4 enthalten. Wie hart Wasser ist, hängt von dem Gehalt an Magnesium- und Kalziumverbindungen ab - im Volksmund spricht man schlicht von "Kalk". Kalzium- und Magnesiumionen binden Seifenmittel und heben so die Reinigungswirkung der Seifenstoffe auf. Moderne Waschmittel enthalten deshalb Stoffe, die die Ionen binden. Gebiete mit tendenziell hartem Wasser sind u. a. Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Ost-Schleswig-Holstein, Bayern ohne Bayerischen Wald, Ost-Baden-Württemberg, Ostwestfalen, Niederrhein, Mittelrhein. Unter hartem Wasser muss ein Testsieger Waschmaschine ebenso leiden wie die billige Waschmaschine. Gebiete mit tendenziell weichem Wasser sind West-Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hessen, Südbaden, Thüringen, Siegerland, Bayerischer Wald, Pfalz ohne Mittelrhein, Sachsen. Erwärmt sich der Heizstab der Waschmaschine auf ca. 110°C, fällt Kalk aus und lagert sich an den Heizstäben ab. Regenwasser hat einen Härtegrad von 0°dH (deutsche Härte). Die regionalen Wasserversorger informieren über die örtliche Wasserhärte.

Überblick Wasserhärte Ratgeber:

Kennzahl WasserhärteWasserhärteGesamthärteHärtegrad
1weich bis 1,5 mmol/lbis 8,4 °dH
3 + 4 mittel1,5 - 2,5 mmol/l 8,4 - 14 °dH
4 hartüber 2,5 mmol/lüber 14 °dH


Überblick Wasserhärte ausgewählte Städte:

Stadt Härtegrad (Näherungswert) Kennzahl Wasserhärte
Bayreuth5,5 - 8,5 °dHweich
Bremen7 °dHweich
Würzburg 37 °dHhart
Berlin Mitte14 - 25 °dHhart
Bonn7 - 8 °dHweich
Hamburg8 - 14 °dHmittel
München 13 - 18 °dHmittel/hart
Stuttgart Mitte8,9 °dHmittel
Göttingen7 °dHweich


Sparsame Waschmaschine: Tipps fürs Stromsparen

Sparsame Waschmaschine: Tipps fürs Stromsparen -
Cool bleiben: 30 °C reichen bei pflegeleichter Wäsche, 40 °C bei Bunt- und normal verschmutzter Wäsche, 60 °C für stark verschmutzte Wäsche.
Weiß = heiß? 90°-Wäsche war gestern. Wurde 1960 noch über 60% aller Wäsche bei 90° gewaschen, waren es 2005 nur gut 20%. Richtig so. Schon bei 60°C überleben selbst hartnäckige Mikroorganismen nicht mehr.
Voll ist gut: Eine volle Wäschetrommel spart Wasser, Energie und Ihr Geld.
Zu voll? Ihre feuchte Wäsche wird richtig sauber, wenn sie beim Drehen auf feuchte Wäsche fällt. Ist die Trommel zu voll, kann die Wäsche nicht fallen. Ist die Trommel hingegen zu leer, fällt die Wäsche ins Wasser - auch hier ist das Waschergebnis nicht optimal.
Zu wenig Wäsche? Einfach Pflegeleicht, Normal- & Buntwäsche mischen und bei 30 °C waschen.
Dosieren mit Köpfchen: Kompakt-Waschmittel verwenden und sparsam dosieren.
Frischluft ist der beste Trockner. Nur wenn es sein muss, im Trockner trocknen.
Vorwaschprogramm? Nur benutzen, wenn Sie stark verschmutzte Wäsche einfüllen.
Flüssigwaschmittel sind weniger effektiv wie Pulverwaschmittel. Außerdem belasten flüssige Waschmittel das Wasser stärker.

Fazit: So kaufen Sie Ihr neue Waschmaschine richtig

Fazit: So kaufen Sie Ihr neue Waschmaschine richtig - Top- und Mitteklassemodelle waschen gut, sparen Energie und schleudern trocken. Bei billigen Geräten sind Abstriche bei Verbrauch, Schleudern, Ausstattung, Geräuschpegel und Haltbarkeit zu machen. Seien Sie sich über Ihre Ansprüche im Klaren. Zahlen Sie nicht für Funktionen, die Sie nicht brauchen. Wer schnell mal etwas zwischendurch wäscht, braucht eine Waschmaschine mit Kurzwaschprogramm. Wer Sportkleidung, Wolle und Seide wäscht, braucht besondere Feinwaschprogramme. Energiebewusstsein zahlt sich aus. Neue Waschmaschinen sind sparsamer als alte und entlasten spürbar die Stromrechnung. Neue Wege des Energiesparens beschreiten Warm- und Betriebswasser-Maschinen. Allerdings sind hier höhere Anfangsinvestitionen nötig. Mit einem Testsieger Waschmaschine fahren Sie in der Regel immer gut. Die Frage ist, ob eine Miele Ihrem Preis-Budget entspricht. Übrigens: Bei durchschnittlichen 3,5 Wäschen pro Woche hat eine Waschmaschine eine Nutzungsdauer von etwa 10 Jahren. Das erreichen gute Waschmaschinen spielend. Eine Miele Waschmaschine hält bis zu 18,5 Jahren (Umfrage GfK). Stiftung Warentest simuliert im Waschmaschinentest für gewöhnlich einen 10-Jahre-Dauertest. Das entspricht 1840 Waschgängen. Acht von elf Maschinen machten dabei schlapp. Reperatur- und Kundendienste sind teuer. Übrigens: Was im Volksmund "Bullauge" genannt wird, heißt unter den Experten "Türschauglas". Vie Spaß bei Ihrem dooyoo Ratgeber Waschmaschine!

dooyoo bietet Ihnen Testberichte, Hunderte von Partnershops und
eine attraktive Gemeinschaft unabhängiger Verbraucher.
dooyoo - von Verbrauchern für Verbraucher.