Stand:10/2013
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Kaufberatung Armbanduhren - Empfehlungen, Ratgeber, Informationen

Einführung

Einführung - Autor: dooyoo-User rheinfischer
Die moderne Armbanduhr ist nicht nur ein Zeitmesser und muss dem Uhrenträger vom Design her gefallen, sie ist auch ein wertvolles Schmuckstück. Moderne Uhren werden nach verschiedenen Kriterien, Arbeitsweisen und Bedürfnissen unterteilt. Das sind unter anderem die Taucheruhren, Fliegeruhren, Funkuhren, Digitaluhren und Militäruhren. Die technischen Gegebenheiten einer Armbanduhr sind stets von sehr großer Bedeutung. Sie können durch das Uhrwerk, auch Kaliber genannt, das Gehäusematerial, das Material des Armbandes sowie das verbaute Uhrenglas noch aufgerüstet werden. Folgende Uhrwerke (Kaliber) können in Armbanduhren verbaut sein: Bis zu 65% der angebotenen Armbanduhren enthalten Quarzwerke, weitere 25% mechanische Aufzieh- oder Automatikwerke und die letzten 10% (Tendenz steigend) Eco-Drive Solarenergie. Armbanduhren gibt es für Damen und Herren in allen Variationen und für alle Bedürfnisse. Kinderuhren mit lustigen Motiven und zum Lernen sind ebenfalls in guter Qualität zu bekommen.

Flieger-Armbanduhr

Flieger-Armbanduhr - Die Fliegeruhr ist das wohl meist verbreitete und verkaufte Armbanduhr-Modell. Die einfachste und preisgünstigste Fliegeruhr ist mit Stundenzeiger, Minutenzeiger und Sekundenzeiger sowie einer Datumsanzeige ausgestattet. Bei der einfachen Fliegeruhr werden einzelne Funktionen über die Uhrenkrone eingestellt. Das Design einer Fliegeruhr ähnelt Flugzeuginstrumenten. Sie ist sehr nostalgisch oder auch sehr sportlich verarbeitet. Natürlich sind alle Fliegeruhren mit analogem Zifferblatt ausgestattet, und daher meistens sehr gut ablesbar. Auch hier kann die Fliegeruhr durch qualitativ hochwertiges Material, durch Vielseitigkeit eines Quarz-Uhrwerks bis zum Chronographen hochgerüstet werden.

Handelt es sich ume einen sogenannten Chronographen, verfügt die Uhr über Funktionen wie Stoppuhr mit Sekunden- und Minutenanzeige, 24-Stundenanzeige sowie Datumsanzeige. Die drei genannten Zusatzfunktionen werden über einen Drücker eingestellt. Viele Fliegeruhren besitzen ein Automatikwerk. Das Gewicht der Fliegeruhr wird durch das Gehäusematerial, durch das eingebaute Uhrenkaliber und das Armbandmaterial bestimmt. Die quarzgesteuerte Armbanduhr und die Eco-Drive-Solar-Armbanduhr sind leichter als die mechanische Aufzieh- oder Automatikuhr. Die Fliegeruhren werden mit einer Wasserdichtigkeit von 3 bis 10 Bar angeboten, sodass man mit einer für 10 Bar ausgewiesenen Fliegeruhr sogar schwimmen kann. Flieger-Automatikuhren können mit einer Unruhe im Ziffernblatt sowie mit verschraubtem Glasboden im Gehäuse ausgestattet sein. Das Automatikwerk wird so in besonderer Weise für diese verbaute Automatik-Technik einsehbar.

Taucher-Armbanduhr

Taucher-Armbanduhr - Eine Taucheruhr ist eine besondere Art der Sportuhr. Die Taucherarmbanduhr hat der einfachen Armbanduhr einige technische Finessen voraus. Alle Taucheruhren besitzen ein analoges Ziffernblatt. Man erkennt sie an der sehr kräftigen Bauweise sowie an der skalierten, drehbaren Lünette. Die Uhr muss erstens nicht nur wasserdicht sein, sondern auch dem Druck, der unter Wasser entsteht, widerstehen können. Eine steigende Beliebtheit des Tauchsports in unserer Gesellschaft macht es nötig, Armbanduhren den Tauchsportlern mit ans Handgelenk zu geben, da der Sauerstoff in der Tauchflasche nicht unbegrenzt reicht. So hat die Uhrenindustrie natürlich reagiert und die Taucheruhren nach Anforderungen der DIN-Norm 8306, welche sich mit der internationalen ISO Norm 6425 deckt, zu erfüllen. Eine Taucherarmbanduhr muss mindestens 20 Bar Wasserdruck aushalten. Dieser Druck entsteht in einer Wassertiefe von 200 Metern. Weitere wichtige Kriterien einer Taucherarmbanduhr: Sie sollte salzwasserbeständig, stoßfest und anti-magnetisch sein. Diese Eigenschaften sollten nicht nur das Gehäuse, sondern auch das Uhrenband mitbringen. Krone und Drücker müssen bei den extremen Belastungen unter Wasser auch dann noch dicht bleiben, wenn der Tauchgang 25 Prozent über der angegebenen Tauchtiefe liegt. Daher werden bei Taucheruhren meist die Kronen in das Gehäuse verschraubt. So kann kein Wasser eindringen.

Um eine bestimmte Zeitspanne unter Wasser zu festzulegen, muss eine Taucherarmbanduhr eine gesicherte einseitig drehbare Lünette mit Skaleneinstellring am Uhrengehäuse aufweisen. Das Zifferblatt der Taucheruhr soll mit dem Einstellring (Lünette) und mit einer Fünf-Minuten-Markierung übereinstimmen und, wie die Zeiger (auch der Sekundenzeiger), im Dunkeln aus 25 cm Abstand abgelesen werden können. Das heißt, die Zeiger, Ziffern und die Skalierung auf der Lünette sollten im Dunkeln leuchten. Eine Taucheruhr der mittleren Preiskategorie sollte mindestens mit gehärtetem Mineralglas und einem qualitativ hochwertigen Uhrwerk ausgestattet sein. Uhrwerke in Taucheruhren gibt es als Quarzwerke (Batterieantrieb), Automatikwerke (mechanischer Antrieb durch Bewegung) und dem neuen Eco-Drive (Solarstrom-Antrieb). Berufstaucher bevorzugen Automatikwerke, da diese nicht plötzlich wegen der begrenzten Batterielebenszeit einer quarzgesteuerten Taucheruhr stehenbleiben können. Mittlerweile ist die solargesteuerte Eco-Drive-Taucheruhr mit ihrer 240-Tage-Gangreserve ohne Lichtzufuhr der Automatiktaucheruhr ebenbürtig. Taucheruhren haben im Durchschnitt ein wesentlich höheres Gewicht, da die Uhrengehäuse aus einem Edelstahlblock gefräst werden.

Funk-Armbanduhr

Funk-Armbanduhr - Eine Funkarmbanduhr ist mit einer hochwertigen Uhrentechnik ausgestattet. Genau wie Fliegeruhren gibt es Funkuhren in sehr schönen und geschmackvollen Designs. Auch zeigen sie die genaueste Uhrzeit an. Im Jahre 1967 erfand Wolfgang Hilberg in der Firma Telefunken die Funkuhr und meldete diese Erfindung beim Patentamt an. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig begann 1977 mit Cäsiumuhren-Zeitsignale (einschließlich Kalenderangaben) über den Sender DCF77 Mainflingen/Frankfurt auf Langwelle 77,5 kHz abzustrahlen. Da die Funkuhr über den Zeitzeichensender DCF77 in Mainflingen/Frankfurt automatisch von Winterzeit auf Sommerzeit eingestellt wird, weicht sie nur 1 Sekunde in 1.000.000 Jahren ab. Auch über den gleichen Zeitzeichensender DCF77 wird die Uhrzeit der Funkuhr über ein Funksignal kontrolliert und bei eventuellen Abweichungen automatisch neu eingestellt. Ein dauernder Funkempfang ist im Umkreis von ca. 1.500 km durch den Sender DCF77 gewährleistet. Die Uhr kann auch ohne Funkkontakt betrieben werden. Sie läuft dann wie eine Quarzuhr. Eine Funkuhr unterscheidet sich vom Design her nicht von einer normalen Quarzuhr. Sie kann digital sowie mit einer analogen Anzeige ausgestattet sein. Auf dem Zifferblatt oder der digitalen Anzeige ist immer das Funkzeichen erkennbar. Die Funkuhren werden von Junghans, Casio und bald auch Seiko und Citizen angeboten. Das Gewicht der Funkuhr liegt im Niedrigbereich. Auch in ihrem Fall variiert das Uhrengewicht je nach dem verwendeten Material des Uhrenarmbandes.

Digitaluhr

Digitaluhr - Die Digitaluhr gibt es in mehrfacher Variation für Damen und Herren, aber auch für Kinder. Die Uhrzeit wird über ein digitales Display abgelesen, welches zumeist über eine Hintergrundbeleuchtung verfügt. Eine digitale Uhr verfügt oft über verschiedene technische Funktionen, welche über das Display oder Uhrenknöpfe aktiviert und bedient werden können. Für viele Menschen ist die schicke schwarze, weiße, oder bunte Digitalarmbanduhr ein modisches Accessoire. Eine Digitalarmbanduhr gibt es im Metallgehäuse, im Edelstahlgehäuse und im Plastikgehäuse. In Digitaluhren werden nur Quarzwerke verbaut. Auch kann eine Digitalarmbanduhr mit einer Wasserdichtheit bis zu 10 Bar ausgestattet sein. Qualitativ höherwertige Digitalarmbanduhren mit guten Quarzwerken und Edelstahlgehäuse findet man bei dem Uhrenhersteller Casio. Aber auch die Uhrenhersteller Junghans und Citizen bieten Digitaluhren in guter Qualität an. Zumeist wird die Digitalarmbanduhr jedoch für den Niedrigpreissektor hergestellt. Daher ist diese Uhrenkategorie nicht so beliebt.

Militäruhr

Militäruhr - Die Armeeuhr oder Militäruhr sollte schon eine stabile Allrounder-Uhr sein. Sie muss zu jeder Tages- und Nachtzeit, präzise ablesbar, wetterfest, und nicht von weitem sichtbar sein. Daher werden Militäruhren aus Edelstahl schwarz eingefärbt oder aus schwarzem Polyamid sowie aus Hartplastik in schwarzer oder Tarnfarbe hergestellt. Die Ganggenauigkeit der Militär-Uhrwerke ist fürs Militär, aber auch für andere Einsatzkräfte wie Polizei und Feuerwehr, lebenswichtig. In diesen Uhren sind in der Regel sehr gute Quarz- und Automatik-Markenuhrwerke verbaut, weshalb Militärarmbanduhren auch nicht billig sind. Die Uhrenarmbänder sind meistens in Schwarz gehalten. Für den nächtlichen Einsatz gibt es Militäruhren mit H3-Tritium-Beleuchtungstechnologie. Diese H3-Tritium-Technik ist ein Isotop des Wasserstoffs mit dem Symbol H. Die 3 steht für ein Masseverhältnis. Der Begriff H3 Uhr besagt also, dass Tritiumgas als Leuchtstoff genutzt wird. Die Leuchtquellen der H3 Uhren sind also selbst leuchtend, sie benötigen keinen Batteriestrom und kein Tageslicht, um sich wieder aufzuladen. Die Helligkeit ist 100-fach stärker als die Aufladung der Leuchtindexe normaler Uhren durch Tageslicht. Militäruhren mit selbstleuchtenden Lichtquellen auf den Indexen und Zeigern werden von KHS, Luminox, Traser, Uzi, Tawatec sowie Praetorian angeboten. Die Militärarmbanduhr kommt bevorzugt beim Rettungseinsatzdienst, bei der Feuerwehr, in der Jagd, oder bei der Polizei als Zeitmesser zum Einsatz.

Uhrwerke - Ohne ein Uhrwerk läuft eine Armbanduhr nicht. Es gibt verschiedene Typen, die mit sehr unterschiedlicher Technik arbeiten. Dazu zählen das Automatenwerk, das mechanische Quarzwerk, das Batterie-Uhrwerk und das solarbetriebene Eco-Drive Uhrwerk.

Automatenwerk

Automatenwerk - Das handgefertigte Automatikwerk, von Uhrenmeistern in vielen Stunden zusammengefügt, ist sehr teuer. Hier sind die Schweizer mit ihrer Präzisionsarbeit das Maß aller Dinge. Ein handgefertigtes Automatikwerk "Made in Germany" kommt dem der Eidgenossen schon sehr nahe, und Präzisions-Automatikwerke aus dem Reich der aufgehenden Sonne werden zurzeit in viele guten Armbanduhren eingebaut. Die Ganggenauigkeit und Abweichungen eines Automatikwerkes liegen bei den Präzisionswerken der führenden Hersteller zwischen 1 bis 2 Minuten im Monat. Mittlere, nicht ganz so teuere Automatikwerke werden mit einer etwa doppelten Toleranz angegeben und liegen damit noch im guten Bereich. Die Gangreserve eines Automatikwerkes hängt, wie die Ganggenauigkeit, von der Qualität des Uhrwerkes ab. Diese fängt bei 27 Stunden an und kann bis zu 47 Stunden betragen.

Leider gibt es auch minderwertige Automatikwerke, die in Asien in Massenproduktion aus billigsten Materialien hergestellt, "aufgemotzt", und in Uhren mit Fantasienamen eingebaut werden. Qualitativ hochwertige Automatikwerke werden dagegen in Präzisionshandarbeit und mit Liebe zum Detail von Uhrmachmeistern aus hochwertigen Materialien gefertigt und mit Edelmetallteilen weiter veredelt. Das Automatikwerk ist ein mechanisches Uhrwerk, bei dem die Uhrenfeder durch einen Rotor in kleinen Schritten und bei Bewegung des Uhrenträgers selbständig aufgezogen wird. Der kugelgelagerte Rotor bleibt bei den Bewegungen des Uhrengehäuses in seiner Massenträgheit und der Schwerkraft im Raum stehen. Das Drehmoment vom Aufziehmechanismus wird ausgeführt, und die Feder wird in beide Drehrichtungen aufgezogen. Bei Drehbewegungen in der Achse des Rotors, oder senkrecht zur Achse kommt das Trägheitsmoment des Rotors zum Tragen. Dieses funktioniert auch in der sogenannten Schwerelosigkeit. Der Rotor ist halbkreisförmig gestaltet, daher fällt der Schwerpunkt mit seiner Achse auch nicht zusammen. Eine Rutschkupplung verhindert, dass die Zugfeder überdreht wird, wenn sie schon voll aufgezogen ist.

Quarzwerk

Quarzwerk - Hauptkomponente in einem Quarzwerk ist ein Taktgeber auf der Basis eines Schwingquarzes, dessen Takte elektronisch in Zeitinformation umgewandelt werden. Anstelle von Gewicht oder Feder wie bei einer mechanischen Armbanduhr, welche durch ein mechanisches Pendel oder Unruh angetrieben wird, kommt als Energiequelle eine mobile Stromversorgung wie eine Knopfzelle zum Einsatz. Durch die durch Stromversorgung freigesetzte Schwingung wird der Lavet-Schrittmotor oder Synchronmotor angetrieben. Die Zeitanzeige kann so über einen mechanischen Uhrenzeiger (digital: Flüssigkristalle und Leuchtdioden) realisiert werden. Eine Quarzuhr kann wie eine mechanische Uhr mit verschiedenen Komplikationen bestückt werden. Ein solches Quarzwerk mit Komplikationen (Chronograph) wird von den Herstellern mit eigenem Kaliber und einer Zahlencodierung benannt. Eine Quarzuhr mit der üblichen Schwingfrequenz von 32.768 (=215) Hz hat eine fortschreitende Zeitabweichung von ± 10-30 Sekunden im Monat. Um diese Zeitabweichung noch zu verbessern kann eine Quarzuhr mit einer Funkanbindung an den Zeitsender DCF77 synchronisiert werden. Dann allerdings ist die Quarzuhr eine Funkarmbanduhr.

Eco-Drive

Eco-Drive - Die Bezeichnung Eco-Drive wurde vom Uhrenhersteller Citizen für die Baureihe solarbetriebener Quarzarmbanduhren gekennzeichnet und heißt übersetzt "ökologischer Antrieb". In einer Eco-Drive Uhr befindet sich ein speziell gefertigter Lithium-Ionen-Akku (Kondensator), der über eine Zifferblattsolarzelle ständig aufgeladen wird. Die Solarzelle, eine Lichtzelle aus Silizium, wandelt natürliches und künstliches Licht in Stromenergie um. Die Eco-Drive Armbanduhr holt sich ihre Antriebsenergie also von Licht und Sonne. Mit vollgeladenem Akku kann sie zwischen 150 und 240 Tagen ohne Lichtquelle laufen. Man bezeichnet diese Zeit als Dunkelreserve. Es gibt neuerdings Eco-Drive Uhren von Citizen mit einer Dunkelgangreserve bis zu 8 Jahren. Dieser enorme Zeitraum wird erreicht, indem die Zeiger der Uhr nach 24 Stunden Dunkelzeit ihre Funktionen einstellen. Die Zeitmessung bei der Uhr wird während der Dunkelzeit intern weitergeführt. Sollte während oder nach der Dunkelphase erneut ein Licht auf die Uhr fallen, bewegen sich die Zeiger auf die aktuelle Uhrzeit, und die Uhr ist wieder einsatzbereit. Der Akku oder die Sekundärbatterie (Kondensator) in einer Eco-Drive Armbanduhr soll nach 20 Jahren Laufzeit noch eine Kapazität von 80 Prozent aufweisen. So leistet der Eco-Drive Solarantrieb durch das Einsparen von Batterien einen ordentlichen Beitrag für den Umweltschutz.

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