Stand:04/2013
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Kaufberatung MP3-Player / Multimediaplayer: Ratgeber, Empfehlungen, Kauftipps

Überblick

Überblick - MP3-Player sind die Spezialisten für mobilen Musikgenuss. Ob Megahits oder Audiobooks – viele Menschen wollen mobil sein und dennoch Unterhaltung genießen. Dabei gehören MP3-Player noch lange nicht zum alten Eisen. Besonders im Vergleich mit den Musicplayern, die in Handys eingebaut sind, haben reine MP3-Player immer noch locker die Nase vorn. MP3-Player werden schließlich dazu gebaut, prima Sound und fette Beats zu liefern. Und in Sachen Multimedia können die meisten Player locker mit aktuellen Top-Smartphones mithalten. Wer beim morgendlichen Joggen oder in der S-Bahn einfach gute Musik genießen will, für den sind die smarten Player genau das Richtige. Lesen Sie in dieser Kaufberatung, welche Player-Typen es gibt und was Sie beim MP3-Player-Kauf wissen müssen.

Flashplayer - Die allermeisten Player arbeiten mit einem Flashspeicher. MP3-Player mit Festplattenspeicher spielen so gut wie keine Rolle mehr. Gegenüber Festplatten-Playern sind Flash-Player leichter, robuster und bieten mit Speicherkapazitäten von bis zu 64 Gigabyte genügend Platz für jede Menge Audio- und Videodateien.

Player-Typen

Player-Typen - Klar, ein günstiger Player klingt in der Regel etwas schlechter als ein Top-Player. Doch mit hochwertigen Kopfhörern kann man auch aus preiswerten Playern relativ guten Sound herauskitzeln. Der Hauptunterschied zwischen den Playern besteht heutzutage in der Speicherkapazität und in der Displaygröße. Die meisten Player verfügen über 4 oder 8 GB Flashspeicher. Günstige Player fassen 1 oder 2 Gigabyte Multimedia-Dateien. Die Königsklasse sind Geräte wie mit 64 GB Speicherplatz – ein Beispiel für einen solchen Speicherkönig ist der Apple iPod touch 64 GB. Auf denen ist nicht nur das komplette Musikarchiv ständig verfügbar, sondern auch das eine oder andere Lieblings-Foto. Ein Song benötigt ca. vier MB Speicherplatz. Ein MP3-Player mit 1 GB fasst ca. 250 Songs, ein Player mit 16 GB ca. 4000 Songs. Die meisten Player verfügen über ein Radio, einige glänzen mit einer Radioaufnahmefunktion.

Beim Display scheiden sich oft die Geister. Für Trendsetter muss es ein Touchscreen sein. Puristen und Audiophile kommen auch mit kleineren Displays ohne Touch-Funktion klar. Multimedia-Player der Oberklasse wie der iPod haben riesige Displays mit bis zu 9 Zentimetern Diagonale. Mittelklasse-Player von Sony und Philips machen mit 5- oder 6-Zentimeter-Displays aber auch eine ganz gute Figur. Ganz ohne Display kommen puristische Mini-Player wie der iPod Shuffle in die Läden.

Oberklasse-Player

Oberklasse-Player - Ein Top-Player wie der Apple iPod touch ist nicht nur eine äußerst schicke Musikmaschine. Player wie der touch bieten die ganze Palette moderner Multimedia-Unterhaltung. Auf dem hochwertigen Display sehen nicht nur Videos gut aus, auch Spiele machen darauf richtig Spaß. Auch eine WLAN-Funktion und eine Kamera hat der iPod touch an Bord. Entscheidet man sich für einen hochwertigen Player, kann man auch in Sachen Optik und Haptik mehr erwarten als bei 30-Euor-Playern.

Soundcheck

Soundcheck - Wenn der neugekaufte Player statt satter Beats nur flaue Musik von sich gibt, dann liegt das meist nicht am Gerät selbst, sondern an den miserablen Ohrhörern, die die Hersteller mit in den Karton gepackt haben. Denn moderne MP3-Player liefern in der Regel durchaus ordentliche Musikqualität. Da hilft dann meist nur eines: Werfen Sie die Billig-Ohrhörer in die Tonne und investieren Sie in hochwertigere Ohrhörer. Nicht nur HiFi-Experten haben mit guten Ohrhörern schon so manches Aha-Erlebnis gehabt.



Genauso wichtig wie gute Kopfhörer ist die Qualität der abgespielten Musikdateien. Bei MP3-Musik handelt es sich stets um komprimierte Musikdateien. Doch auch hier gibt es Unterschiede. Dateien mit 192 oder 320 kbps („Kilobit pro Sekunde“) sind von guter Qualität und klingen entsprechend brillant. Dateien mit 128 oder 64 kpbs klingen auf vielen Playern schon weniger gut. Bei noch geringerer Qualität hört der Spaß auch für hartgesottene Musikliebhaber langsam auf. Audiophile Hörer bevorzugen unkomprimierte Formate wie WAV oder FLAC, die jedoch viel Speicherplatz beanspruchen.

Akkulaufzeit - Anders als Handys oder Smartphones, denen im typischen Nutzungsmix relativ schnell die Puste ausgeht, halten viele MP3-Player deutlich länger durch. Die Langläufer unter den Playern schaffen bis zu 60 Stunden Musikbetrieb. Aber auch mit 30 Stunden Musikhören haben gute Player genug Akku-Power, um auch nach vielen Zugfahrten noch nicht am Ende zu sein. Doch aufgepasst: Farbstarke Riesen-Displays und regelmäßiges Video-Gucken lassen die Laufzeit natürlich rasch zusammenschmelzen.

MP3, WMA, AAC: Die Format-Frage

MP3, WMA, AAC: Die Format-Frage - MP3 und WMA verstehen fast alle MP3-Player. Die Mehrzahl der Online-Music-Stores nutzen jedoch auch andere Formate, wie zum Beispiel AAC. Apple setzt auf AAC, Sony auf ATRAC Advanced Lossless. Open-Source-Formate wie FLAC und OGG sind lizenzfrei, d. h. sie kosten keine Downloadgebühren. Unkomprimierte Formate wie FLAC oder WAF/AIFF werden von audiophilen Nutzern geschätzt. Die Qualität ist gegenüber den verlustbehafteten (Lossy-) Formaten besser, da Audiodaten, die für das menschliche Ohr nur schwer zu hören sind, nicht gelöscht werden. Weitere Unterschiede zwischen den Formaten betreffen die Samplerrate und die Quantisierung. Die Samplerrate gibt an, wie oft ein Audiosignal abgetastet wird. 44,1 KHz bedeuten eine Abtastfrequenz von 44.100 pro Sekunde. Eine Quantisierung von 128 kbit/s bedeutet einen Speicherplatz von 128.000 Bit Daten pro Sekunde. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass bei einem hochwertigen Encoder ab einer Datenrate von 160 kBit/s ein Unterschied zur Originalquelle nicht mehr hörbar ist.

Welches sind die wichtigsten Audioformate?

AA: Audible wurde für gesprochene Inhalte wie Hörbücher und Radioprogramme entwickelt. Sehr verbreitet.

AAC: Advanced Audio Coding. Gegenüber von MP3 verbessertes Audioformat, vor allem in iPods verwendet. Auf Apples Download-Service Itunes abgestimmt. Weil AAC DRM-kompatibel ist, ist es für Musikdienste besonders attraktiv. DRM (Digital Rights Management) verhindert das Kopieren heruntergeladener Songs. AAC liegt in verschiedenen Profilen vor. Das Profil LC (Low Complexity) ist das verbreitetste. Besitzt ein eigenes Tagging-System zum Anzeigen von Songtitel, Interpret und Album. Bei einer Bitrate von 128 kbit/s CD-ähnliche Qualität.

AIFF: Von Apple entwickeltes, unkomprimiertes Format zum Speichern von LPCM-Dateien. Benötigt pro Lied 10 bis 12mal mehr Speicher als das MP3-Format. Fast identisch mit dem Format CDDA, welches auf Audio-CDs verwendet wird.

APE: Auch Monkey’s Audio genannt. Verlustbehaftet, mit guter Kompressionsrate, relativ aufwändige Entkomprimierung.

ATRAC: Von Sony entwickeltes Audioformat. Neueste Version: ATRAC Advanced Lossless. Nachfolge-Codec von ATRAC3 und ATRAC3plus. ATRAC Advanced Lossless komprimiert Daten von CDs um ca. die Hälfte ohne Qualitätsverlust. 2007 vollzog Sony einen Strategiewechsel. Seitdem unterstützen Sony-Player neben ATRAC auch die Audioformate MP3, WMA und AAC sowie die Videocodecs H.264 und MPEG4.

FLAC: Free Lossless Audio Codec, ein Open-Source-Format. Wenig verbreitet. Um ca. 50% komprimiertes, streambares Format. Unterstützt Mehrkanalton. Neun Kompressionsstufen.

MP3: Motion Pictures Experts Group Audio Layer 3. Das gängigste Audioformat. Verlustbehaftet. Die Kompression wird durch das Löschen nicht hörbarer Frequenzen sowie die Bereinigung extrem nahe liegender Frequenzen erreicht. Es sind Bitraten von 8 kbit/s bis 320 kbit/s möglich.

Ogg Vorbis: Ein Open-Source-Format, nicht so verbreitet wie AAC, MP3 oder WMA, vor allem, weil Windows bislang auf eine Ogg-Untertützung verzichtet. Wie MP3 und WMA ein (verlustbehaftetes) Lossy-Format. Besonders bei niedrigen und mittleren Bitraten besser als MP3.

WMA: Windows Media Audio. Von Microsoft entwickelt. Wie MP3 ein verlustbehaftetes Format, klingt bei gleicher Bitrate besser als MP3. Online-Music-Stores wie Napster und die meisten Online-Musikanbieter setzen geschütztes WMA ein. Surroundton bis 7.1, unterstützt DRM (Kopierschutz).

WAV: Von Microsoft entwickeltes, unkomprimiertes Format. Fast alle unkomprimierten Audiodateien auf Windows-PCs werden in diesem Format gespeichert. Benötigt pro Lied 10 bis 12mal mehr Speicher als das MP3-Format. Für einen Vierminüter sind circa 40 MB Daten notwendig. Deshalb weniger für MP3-Player und somit zur dauerhaften Archivierung geeignet. Kommt auch in der professionellen Tontechnik zum Einsatz.

Welches sind die wichtigsten Videoformate?

MPEG-2: Verlustbehafteter Standard für die Kompression von Audio- und Videodateien. MPEG-2 ist der auf DVDs verwendete Standard. Das digitale Fernsehen (DVB-C, DVB-T, DVB-S) benutzt ebenfalls MPEG-2.

MPEG-4 AVC/H.264: Standard für die Kompression von Audio- und Videodateien. H.264 ist auch für hoch aufgelöste Videos (HD) geeignet. Es ist deutlich effizienter als MPEG-2. MPEG-4 findet Verwendung in mit DivX oder XviD erstellten AVI-Dateien.

WMV Windows Media Format ist Microsofts Konkurrenz-Format zu DivX. Proprietärer Videocodec. WMV ähnelt MPEG-4. Unterstützt Kopierschutz (DRM). Es gibt drei Versionen: WMV1, WMV2, WMV3. Eine neue Variante von WMV ist das Format Windows Media Video High Definition (WMVHD).

DivX: Kompressions- und damit speicherschonendes Format für digitale Videodaten. MPEG-4-kompatibel.

Überblick Audioformate:


AudioformatQualitätKompressionHerstellerVerfügbarkeit
MP3verlustbehaftetkomprimiertMotion Pictures Experts Grouplizenziert
AACverlustbehaftetkomprimiertApplelizenziert
WMAverlustbehaftetkomprimiertWindowslizenziert
Ogg VorbisverlustbehaftetkomprimiertXiph.Org Foundationopen source
WAVverlustfreiunkomprimiertWindowslizenziert
AIFF verlustfreiunkomprimiertApplelizenziert
FLACverlustfreikomprimiertXiph.Org Foundationlizenziert


Wie kommt die Musik auf den Player?

Wie kommt die Musik auf den Player? - Jeder Player lässt sich über den Computer befüllen. Einfach den Player mit einem USB-Kabel anschließen und die gewünschten Songs per Drag-and-Drop auf den Player schaufeln. Spezielle Musikverwaltungsprogramme wie iTunes von Apple oder der Windows Media Player von Microsoft helfen dem Nutzer dabei, Ordnung ins Musikarchiv zu bringen. Das erleichtert die Suche nach bestimmten Songs. Der Download von Musikportalen wie iTunes oder Musicload ist (meist) kinderleicht, aber kostenpflichtig. Zudem unterliegt der Käufer bei der Nutzung oder Weitergabe der Songs Einschränkungen.

Fazit: So kaufen Sie Ihren neuen MP3-Player richtig

Fazit: So kaufen Sie Ihren neuen MP3-Player richtig - Wichtig ist, was Sie wollen. MP3-Player mit Flash-Speicher sind leicht, leise, stromsparend und funktionieren auch nach einem Cross-Lauf noch einbahnfrei. Wer sein ganzes Songarchiv plus Fotos von der letzten Party ständig in der Tasche haben will, für den sind die neuen Multimedia-Player genau richtig. Egal, für welchen MP3-Player Sie sich entscheiden, eine Hörprobe ist auf jeden Fall ratsam. Audiophile MP3-Fans werden am ehesten bei hochwertigen MP3-Playern von Sony, Apple, Creative und Cowon fündig. Bitter, aber wahr: Wer beim Kauf eines MP3-Players akustisch nicht in die Röhre schauen will, sollte zugleich den Kauf guter Ohrhörer in Betracht ziehen. Denn hier sparen die MP3-Hersteller durch die Bank. Kostenpunkt für gute Ohrhörer: nochmals 30 bis 100 Euro oder mehr. Empfehlenswert ist ebenfalls der prüfende Blick auf Display und Verarbeitung. Geknacke und Geknirsche beim ersten Anfassen sind nicht jedermanns Sache. Und jetzt viel Spaß bei dieser Kaufberatung MP3-Player!

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