Stand:08/2011
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Kaufberatung MP3-Player / Multimediaplayer: Ratgeber, Empfehlungen. Kauftipps

Klein, leicht, günstig, robust: Flash-Player

Klein, leicht, günstig, robust: Flash-Player - Speicherplayer oder Flashplayer verkörpern das Konzept der MP3-Player in Reinform: keine beweglichen Teile, ruck- und stoßfest und dazu auch noch verführerisch leicht. Damit sind Speicherplayer ideal für Sport und Freizeit. Zudem sind Flash-Player leiser als Festplatten-MP3-Player. Die maximale Speicherkapazität liegt aktuell bei 32 Gigabyte Datenstauraum. 8 Gigabyte reichen für rund 2800 Songs und sind für unter 60 Euro zu haben. Speicherkönig ist derzeit der Apple iPod touch (3G) 64 GB. Der Creative Zen bietet neben fest installiertem 32-Gigabyte-Flashspeicher per Speicherkartenerweiterung mit 16-Gigabyte-SDHC-Karte jedoch auch satte 48 Gigabyte Totalspeicher. Extrem kleine Player kranken wegen der Miniakkus an kurzen Laufzeiten. Flashspieler werden vom PC im Idealfall als USB-Wechseldatenträger erkannt und lassen sich wie ein USB-Stick mit Drag & Drop befüllen. Das Befüllen mit Musik geht bei Flash-Playern allerdings etwas langsamer vonstatten wie bei ihren Festplatten-Kollegen. Das verlustfreie Audioformat WAV unterstützten viele aktuelle 16-Gigabyte-Player. Videofilme im DivX- oder WMV-Format zeigt die Hälfte der neuen Player. Fast alle beherrschen die Fotowiedergabe. Zwei Drittel aller Flashplayer sind radiotauglich, eine Radioaufnahme bieten dagegen längst nicht alle.

Dicker Speicher, fette Beats: Festplattenplayer - Um Festplattenspieler ist es in den letzten Monaten stiller geworden. Flashplayer gelten als schicker, leichter und mobiler. Seitdem auch Flashplayer bis zu 64 GB Datenspeicher für Fotos, Musik und Videos bieten, haben es die Harddisk-Player schwer. In Festplatten-MP3-Playern rotieren kompakte 1,8-Zoll-Festplatten (46mm). Heftige Bewegungen mögen sie deshalb nicht sehr. Bei einer Dateigröße von 3,5 - 4 MB pro Lied speichern Sie bei 60 GB Datenspeicher an die 17000 Songs. Wenn nötig, lassen sich Festplatten-MP3-Player als mobile Festplatten zum Transport von digitalen Daten nutzen - etwa für Fotos, Filme und Kontakte. Der Übergang zu den Videospielern und portablen Fotoarchiven ist 2009 längst fließend.

Günstige Flashplayer

Günstige Flashplayer - Günstige Mini-Player sind preiswert und transportabel. Sie passen in jede Westentasche und sind ideale Begleiter für urbane Aktivisten und Sportler. Ein Mini-Player ohne Display aber mit rund zwölfeinhalb Stunden Laufzeit ist der günstige Player Grundig MPaxx 940. Dank integriertem Clip lässt sich der Mini-Player problemlos am Gürtel oder T-Shirt-Saum befestigen. 25 Gramm wiegt der Audio-Winzling. In Sachen Formatvielfalt muss der MPaxx passen. Nur MP3 und WMA spielt er ab. Noch günstiger ist der Billigplayer Odys MP3 Style 4 GB, ein unkompliziertes Clip-Gerät für Verbraucher, die mobile Musik ohne Highend-Anspruch nutzen wollen. Und auch der Intenso Music Twister 4 GB (ca. 29 €) bietet Viel Musik für wenig Geld.

Apple-Mini: der Shuffle - Der neue Shuffle ähnelt dem Nano-Design: hoch, flach, im Feuerzeug-Formatfaktor - bloß viel, viel kleiner. Jetzt passen ordentliche vier Gigabyte Musikdaten auf den Mini-Apple. Das ist genug für rund 1000 Songs. Bedient wird der Apple iPod Shuffle 4 GB durch ein kleines Tastenelement am rechten Ohrhörerkabel. Kleine Lautsprecher sorgen für Realsound unterwegs. Man sollte jedoch nicht zu viel von ihnen erwarten. Sie dienen der so genannten VoiceOver-Funktion - hier können Nutzer sich Titel und Interpret vom Shuffle ansagen lassen.

Multimedia-Player

Multimedia-Player - Die Multimediaexperten unter den Digitalplayern sind Video- und Musikplayer in einem. Bewegte Bilder verkürzen die Fahrt in der S-Bahn, und auch im ICE reicht die Musiksammlung für längere Audiosessions. Mit 16 Gigabyte Flashspeicher gut bestückt ist Creative Zen Style 100 16 GB. "Die Bedienung ist einfach und fast selbsterklärend. Man kann seine Musik per Drop & Click ganz einfach draufspielen ohne die Software überhaupt installiert zu haben. Das Gerät bietet viele Einstellungsmöglichkeiten, so dass jeder nach seinem Geschmack & nach Vorlieben eine Auswahl treffen kann. Bisher bin ich auch sehr von der Akkulaufzeit begeistert, denn die 32 Stunden kommen echt gut hin und das Aufladen des Akkus dauert auch gar nicht lange..." (Testbericht TheOne72).

Apfel-Player: iPod nano und iPod touch

Apfel-Player: iPod nano und iPod touch - Und Apple? Der iPod ist fast so etwas wie ein Synonym für portable Musik verbunden mit Lebensstil und hohem Designfaktor. Die iPod-Welt ist so übersichtlich wie fazinierend. Shuffle, Nano, Touch - das wars auch schon. Das Festplattenmodell Classic scheint Apple langsam auslaufen zu lassen. Der Mittelklasse-iPod Apple iPod nano (5G) bietet 8 oder 16 GB. In der Oberklasse herrscht der Apple iPod touch (3G) mit 16, 32 oder 64 GB Flashspeicher. Der Nano kann seit neuestem auch Videos filmen und hat eine Radiofunktion spendiert bekommen. Fotos kann der Nano allerdings nach wie vor nicht schießen. Neu ist die Timeshift-Funktion des Radios: Wer eine Radiosendung unterbrechen will, kann später an gleicher Stelle weiterhören. Der Apple iPod touch (3G) ist das iPhone ohne Telefonfunktion. Nicht umsonst gilt der Touch - Name verpflichtet - als klasse Touchscreen-Gerät. Dank Bewegungssensor kippen Albumcovers wie beim Nano bei Hand- und Körperbewegungen mit. Eine Kamera ist beim Touch nach wie vor nicht dabei. Ansonsten gibt es WLAN, ein großes Display, E-Mail-Client und den unterhaltsamen Bewegungssensor.

MP3, WMA, AAC: Die Format-Frage - MP3 und WMA verstehen fast alle MP3-Player. Die Mehrzahl der Online-Music-Stores nutzen jedoch auch andere Formate, wie zum Beispiel AAC. Apple setzt auf AAC, Sony auf ATRAC Advanced Lossless. Open-Source-Formate wie FLAC und OGG sind lizenzfrei, d. h. sie kosten keine Downloadgebühren. Unkomprimierte Formate wie FLAC oder WAF/AIFF werden von audiophilen Nutzern geschätzt. Die Qualität ist gegenüber den verlustbehafteten (Lossy-) Formaten besser, da Audiodaten, die für das menschliche Ohr nur schwer zu hören sind, nicht gelöscht werden. Weitere Unterschiede zwischen den Formaten betreffen die Samplerrate und die Quantisierung. Die Samplerrate gibt an, wie oft ein Audiosignal abgetastet wird. 44,1 KHz bedeuten eine Abtastfrequenz von 44.100 pro Sekunde. Eine Quantisierung von 128 kbit/s bedeutet einen Speicherplatz von 128.000 Bit Daten pro Sekunde. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass bei einem hochwertigen Encoder ab einer Datenrate von 160 kBit/s ein Unterschied zur Originalquelle nicht mehr hörbar ist.

Welches sind die wichtigsten Audioformate?

AA: Audible wurde für gesprochene Inhalte wie Hörbücher und Radioprogramme entwickelt. Sehr verbreitet.

AAC: Advanced Audio Coding. Gegenüber von MP3 verbessertes Audioformat, vor allem in iPods verwendet. Auf Apples Download-Service Itunes abgestimmt. Weil AAC DRM-kompatibel ist, ist es für Musikdienste besonders attraktiv. DRM (Digital Rights Management) verhindert das Kopieren heruntergeladener Songs. AAC liegt in verschiedenen Profilen vor. Das Profil LC (Low Complexity) ist das verbreitetste. Besitzt ein eigenes Tagging-System zum Anzeigen von Songtitel, Interpret und Album. Bei einer Bitrate von 128 kbit/s CD-ähnliche Qualität.

AIFF: Von Apple entwickeltes, unkomprimiertes Format zum Speichern von LPCM-Dateien. Benötigt pro Lied 10 bis 12mal mehr Speicher als das MP3-Format. Fast identisch mit dem Format CDDA, welches auf Audio-CDs verwendet wird.

APE: Auch Monkey’s Audio genannt. Verlustbehaftet, mit guter Kompressionsrate, relativ aufwändige Entkomprimierung.

ATRAC: Von Sony entwickeltes Audioformat. Neueste Version: ATRAC Advanced Lossless. Nachfolge-Codec von ATRAC3 und ATRAC3plus. ATRAC Advanced Lossless komprimiert Daten von CDs um ca. die Hälfte ohne Qualitätsverlust. 2007 vollzog Sony einen Strategiewechsel. Seitdem unterstützen Sony-Player neben ATRAC auch die Audioformate MP3, WMA und AAC sowie die Videocodecs H.264 und MPEG4.

FLAC: Free Lossless Audio Codec, ein Open-Source-Format. Wenig verbreitet. Um ca. 50% komprimiertes, streambares Format. Unterstützt Mehrkanalton. Neun Kompressionsstufen.

MP3: Motion Pictures Experts Group Audio Layer 3. Das gängigste Audioformat. Verlustbehaftet. Die Kompression wird durch das Löschen nicht hörbarer Frequenzen sowie die Bereinigung extrem nahe liegender Frequenzen erreicht. Es sind Bitraten von 8 kbit/s bis 320 kbit/s möglich.

Ogg Vorbis: Ein Open-Source-Format, nicht so verbreitet wie AAC, MP3 oder WMA, vor allem, weil Windows bislang auf eine Ogg-Untertützung verzichtet. Wie MP3 und WMA ein (verlustbehaftetes) Lossy-Format. Besonders bei niedrigen und mittleren Bitraten besser als MP3.

WMA: Windows Media Audio. Von Microsoft entwickelt. Wie MP3 ein verlustbehaftetes Format, klingt bei gleicher Bitrate besser als MP3. Online-Music-Stores wie Napster und die meisten Online-Musikanbieter setzen geschütztes WMA ein. Surroundton bis 7.1, unterstützt DRM (Kopierschutz).

WAV: Von Microsoft entwickeltes, unkomprimiertes Format. Fast alle unkomprimierten Audiodateien auf Windows-PCs werden in diesem Format gespeichert. Benötigt pro Lied 10 bis 12mal mehr Speicher als das MP3-Format. Für einen Vierminüter sind circa 40 MB Daten notwendig. Deshalb weniger für MP3-Player und somit zur dauerhaften Archivierung geeignet. Kommt auch in der professionellen Tontechnik zum Einsatz.

Welches sind die wichtigsten Videoformate?

MPEG-2: Verlustbehafteter Standard für die Kompression von Audio- und Videodateien. MPEG-2 ist der auf DVDs verwendete Standard. Das digitale Fernsehen (DVB-C, DVB-T, DVB-S) benutzt ebenfalls MPEG-2.

MPEG-4 AVC/H.264: Standard für die Kompression von Audio- und Videodateien. H.264 ist auch für hoch aufgelöste Videos (HD) geeignet. Es ist deutlich effizienter als MPEG-2. MPEG-4 findet Verwendung in mit DivX oder XviD erstellten AVI-Dateien.

WMV Windows Media Format ist Microsofts Konkurrenz-Format zu DivX. Proprietärer Videocodec. WMV ähnelt MPEG-4. Unterstützt Kopierschutz (DRM). Es gibt drei Versionen: WMV1, WMV2, WMV3. Eine neue Variante von WMV ist das Format Windows Media Video High Definition (WMVHD).

DivX: Kompressions- und damit speicherschonendes Format für digitale Videodaten. MPEG-4-kompatibel.

Überblick Audioformate:


AudioformatQualitätKompressionHerstellerVerfügbarkeit
MP3verlustbehaftetkomprimiertMotion Pictures Experts Grouplizenziert
AACverlustbehaftetkomprimiertApplelizenziert
WMAverlustbehaftetkomprimiertWindowslizenziert
Ogg VorbisverlustbehaftetkomprimiertXiph.Org Foundationopen source
WAVverlustfreiunkomprimiertWindowslizenziert
AIFF verlustfreiunkomprimiertApplelizenziert
FLACverlustfreikomprimiertXiph.Org Foundationlizenziert

Sounddocks - Sounddocks machen den Musik-Player zur stationären Abspielstation zu Hause. Preise wie Klangqualität variieren stark. Generell sind die Geräte für eine Beschallung in Zimmerlautstärke ausgelegt. Höhere Phonstärken quittieren die meisten Geräte mit blechernem Klang. Günstige Sounddocks klingen weniger nach HiFi-Sound, beschallen aber kleinere Zimmer adäquat mit digitaler Musik. Achtung: Nicht jedes Gerät ist iPod-kompatibel und nicht in jedes iPod-kompatible Sounddock passt ein iPhone.

Fazit: So kaufen Sie Ihren neuen MP3-Player richtig

Fazit: So kaufen Sie Ihren neuen MP3-Player richtig - MP3-Player günstig kaufen? Preiswerter Flash-Player oder hochwertiger, günstiger Multimedia-Player? Wichtig ist, was Sie wollen. MP3-Player mit Flash-Speicher sind leicht, leise, stromsparend und funktionieren auch nach einem Cross-Lauf noch einbahnfrei. Wer sein ganzes Songarchiv plus Fotos von der letzten Party ständig in der Tasche haben will, für den sind die neuen Multimedia-Player genau richtig. Egal, für welchen MP3-Player Sie sich entscheiden, eine Hörprobe ist auf jeden Fall ratsam. Audiophile MP3-Fans werden am ehesten bei hochwertigen MP3-Playern von Sony, Apple, Creative und Cowon fündig. Wer sicher gehen will, kauft einen der MP3-Player-Testsieger. Bitter, aber wahr: Wer beim Kauf eines MP3-Players akustisch nicht in die Röhre schauen will, sollte zugleich den Kauf guter Ohrhörer in Betracht ziehen. Denn hier sparen die MP3-Hersteller durch die Bank - Apples Player sind bekanntermaßen die löbliche Ausnahme von dieser Regel. Kostenpunkt für gute Ohrhörer: nochmals 30 bis 100 Euro oder mehr. Empfehlenswert ist ebenfalls der prüfende Blick auf Display und Verarbeitung. Geknacke und Geknirsche beim ersten Anfassen sind nicht jedermanns Sache. Und jetzt viel Spaß bei dieser Kaufberatung MP3-Player!

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