Stand:07/2012
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Kaufberatung Kamin & Ofen - Informationen, Ratgeber Kamin, Kauf-Tipps

Kaufentscheidung: Kaminofen

Kaufentscheidung: Kaminofen - Autor: dooyoo-User nightmaredj
Der Traum vom gebändigten Feuer ist so alt wie die Menschheit selbst. Richtig gezähmt, bringt es uns Licht, Wärme und liefert sogar Energie. Besonders in der kühleren Jahreszeit ist der Wunsch nach wohliger Wärme in unseren trauten Heimen sehr ausgeprägt. Eine angenehme und sichere Art Raumwärme zu erzeugen sind daher traditionelle Kachelöfen, Kaminöfen sowie offene Kamine. Doch neben der sehr angenehm knisternden Wärmeerzeugung ist die Hauptmotivation der meisten Menschen schlichtweg die Tatsache, reelle Heizkosten mit der Anschaffung eines Kaminofens einzusparen. Das Heizen mit den meist nachwachsenden Rohstoffen ist CO2-neutral und beruhigt das ökologische Gewissen des Ofen- bzw. Kaminbesitzers. Die eigentliche Kaufentscheidung für den Kaminofen wird jedoch aus dem Bauch heraus getroffen, schafft tolle Wohnakzente und teilt Lebensräume neu ein. Man hat vor allem mit deutschen Markenprodukten viele Jahre Freude sowie keinerlei teure Wartungsarbeiten zu befürchten. Lesen Sie in dieser Kaufberatung Kamin / Ofen Tipps, Ratschläge und wichtige Infos!

Bauarten

Bauarten - Grundlegend werden Kachelöfen und Kamine in 5 großen Hauptkategorien zusammengefasst:

1) Der Grundkachelofen war früher einer der meistverbreitetesten Öfen und steht für die Urform des traditionellen Kachelofens. Er wurde und wird noch heute fest gemauert. Seine rauchig-heiße Luft wird von der Feuerung durch mehrfach verwinkelte Züge zum Schornstein hin abgeleitet. Die ummantelten Schamottsteine nehmen die vorbeigeführte Wärme dabei auf, speichern diese zwischen und geben sie dann zeitversetzt über die äußere Kacheloberfläche wieder an ihre Umgebung ab. Der so entstehende hohe Strahlungswärmeanteil sorgt für eine gleichmäßig behagliche Wärmeabgabe.

2) Der Warmluftkachelofen: Im Gegensatz zum Grundkachelofen steht der Warmluftkachelofen für eine schnelle und gleichzeitig lang anhaltende Wärmeabgabe. Über seiner Brennkammer ist zusätzlich ein Metallheizeinsatz für die heiße Abluft angebracht. Die so das Rohr umgebene Luftummantelung wird durch die aufsteigende Wärme erhitzt und über ein individuell zu regelndes Schachtschlitzsystem an den Raum abgeführt. Diesen Vorgang nennt man fachtechnisch Konvektion. Der weitere Wärmerückhalteverlauf ähnelt dem Grundkachelofen und sorgt auch hier für eine anhaltend gleichmäßige Wärmeabstrahlung. Insgesamt ein sehr sparsames, umweltfreundliches und schnell behaglich wirkendendes Heizsystem.

3) Eine Kachelflächenheizung: Recht komfortabel, aber aufgrund der aufwendigeren Bauweise weniger weit verbreitet. Das System ist im Prinzip eine klassische Zentralheizung. Der bauliche feste Körper mit einer dicken Kachelverkleidung, schließt ein langes Geflecht an Warmwasserheizleitungen in sich ein, welches durch einen Kachelofen oder andere externe Brenner gespeist werden kann. Dabei überträgt sich die Wärme von den Leitungen meist direkt auf die angebrachte Verkleidung und heizt diese auf. Größter Vorteil dieser Bauart sind die unbegrenzten Gestaltungsspielräume in Wohnräumen, bedingt durch die geringe Aufbaustärke der Heizkörper.

4) Offene Kamine: Der wahrgewordene Traum von Wärme in Burgen, Schlössern und großen Gutsherrenhäusern. Seine wilde, offene Flamme versprüht eine ungezähmte Leidenschaft. Schön und doch auch gefährlich zugleich, denn eine Verbrennung findet unmittelbar, frei sicht- und fühlbar, in einer Feuerstelle aus Schamotte oder Gusseisen statt. Die Ableitung von Qualm und Warmluft erfolgt über den direkt darüber liegenden Schornstein. Die hierbei direkt auftretende Strahlungswärme der Feuerung heizt optimal die nähere Umgebung auf. Als gestalterisches Wohnelement bildet ein offener Kamin den Mittelpunkt im gemütlichen Beisammensein.

5) Heizkamin: Der wohl in diesen Tagen am häufigsten gesuchte Kamin spielt mit der Faszination des offenen Feuers und der schnell wärmenden Strahlung einer herkömmlichen Heizung. Dieser Heizkamin, liebevoll von manchen Menschen Schwedenofen genannt, wird von vorne durch eine Glasscheibentür befeuert. Die direkte Wärmestrahlung aus dem sichtbar offenen Brandraum und die vom Kamin-Austrittsrohr umgebene erwärmte Luft heizen die unmittelbare Nähe sofort auf und sorgen für einen steten warmen Luftstrom im Raum – ähnlich wie bei einem Warmkachelofen. Seine meist sehr hohe Energieeffizienz und leichte Nachrüstbarkeit, sogar in Mietshäusern, machen diese Art von Kamin zu einem Topseller.

Prüfung der Rahmenbedingungen

Prüfung der Rahmenbedingungen - Unabhängig von Preis, Größe, Schönheit und Ausstattung sollten vor dem Kauf eines Kaminofens die persönlichen Voraussetzungen eingehend geprüft werden. Hier sind gute Kaminratgeber Geld wert. Dies bedarf einiger grundsätzlicher Kenntnisse über den Einsatz und späteren Verwendungszweck von Kaminöfen. Auch allgemein verbindliche gesetzliche Bestimmungen spielen hierbei eine nicht ganz unerhebliche Rolle. Am besten ist es daher schon, beim Bau des Hauses oder beim Renovieren eines Wohnraumes die Eventualität KAMINOFENNACHRÜSTUNG Wert zu berücksichtigen. Dadurch spart man sich später den ein oder anderen Euro, der wiederum gut in die Anschaffung Kamin selbst investiert werden kann.

1) Zuallererst sollte der optimale Standort im Raum ermittelt werden. Eine feste Regel hierfür gibt es nicht, doch es empfiehlt sich natürlich, die räumliche Nähe zum Standort der Kaminesse, um den Weg der Abluft so kurz wie möglich zu halten. Bei einem klassischen „Schwedenofen" zum Beispiel fallen so die meist schwarzen oder silbergrauen Rohrverbindungen optisch etwas weniger ins Gewicht. Hiernach wird der Standort selbst inspiziert.

2) Eine wesentliche Grundvoraussetzung ist das Vorhandensein einer feuerfesten Bodenplatte. Diese kann unter anderem gefliest sein oder aus Naturstein bestehen. Bei brennbaren Böden, wie Holz, Laminat oder Teppichböden, wird das Nachrüsten einer Bodenplatte vorgeschrieben. Die meisten Bauherren greifen hier zu einer durchsichtigen Glasunterlage, welche die Optik des Ofens und der wohnlichen Einrichtung weniger beeinträchtigt. Alternativ gibt es im Baumarkt klassisch verzinkte Stahlbleche. Die Größe der Platte ist gesetzlich geregelt und eine der wesentlichen Grundvoraussetzungen für die spätere Betriebszulassung bei Abnahme bzw. Inbetriebnahme der Anlage durch den örtlichen Bezirksschonsteinfeger. Bei allen brennbaren Böden gilt ein Mindestabstand zur Seite von mindestens 30 cm hinten und nach vorne, über den Feuerraum hinaus, mindestens 50 cm. Aus Sicherheitsgründen muss vor dem Strahlungsbereich des Feuerraums und der Feuerscheibe ein genereller Mindestabstand von 80 Zentimetern zu allen brennbaren und wärmeempfindlichen Materialien eingehalten werden. Hinter dem Kamin hingegen sind 20 cm zu einer gemauerten oder tapezierten Wand hin völlig ausreichend.

3) Ist der Kamin später einmal aufgestellt, so sollte das Feuer stets genügend Luft für einen optimalen Verbrennungsvorgang haben. Hier unterscheidet man zwischen 2 Zubringungsmodellen der Luftversorgung im Kamin: extern und durch Raumluft. Bei einer externen Luftversorgung wird ein weiteres Rohr in die bereits vorhandene Kaminesse geführt. Dies bedarf zwar einer zusätzlichen Bohrung in der Wand, ist jedoch die sauberste und sicherste Art der Frischluftversorgung. Besteht diese Möglichkeit nicht oder ist die Esse dafür nicht ausgelegt, so bleibt alternativ nur der Einzug der Raumluft. Sie ist ein wenig schlechter regelbar, doch genügt letztendlich vollauf, um ein loderndes Feuer zu nähren. ACHTUNG: Bei einer automatischen Be- und Entlüftung im Haus ist ein Betrieb mit Raumluft nicht zulässig und kann lebensgefährlich sein!

4) Um den eigenen Erwartungen eines optimal gekauften Heizkamines zu entsprechen, sind die Kriterien eines gewollten oder weniger notwendigen Speicherbetriebes auszuloten. Ein „Schwedenofen" verfügt meist nur über eine geringfügige Stein- oder Keramikummantelung, nimmt somit etwas weniger Wärme auf und hält diese weniger lang. Koppelt man solch einen Kaminofen mit einem aufgesetzten Wärmetauscher und integriert diesen in das bestehende Zentralheizungssystem, vereinen sich Energiesparen, lang anhaltende Wärmespeicherung und gemütliches Feuer. Ein Kamin- oder Kachelkaminofen hingegen ist konzeptionell von vornherein auf eine lange Wärmespeicherung ausgelegt, dafür jedoch in der schnellen Raumaufheizung dem klassischen Kaminofen mit großer Verbrennungsscheibe unterlegen. Pfiffige Kaminbauer bieten hierzu jedoch sehr individuelle Raumlösungen an, die jegliche Art von Wärmestrahlung und Speicherung kombiniert.

Berechnung der Heizleistung - Hierfür gibt es von jeher eine einfache Faustformel: 1 kW heizt ca. 10 -15 qm Wohnraum. Doch diese verallgemeinerte Faustformel stammt noch aus den 70er-Jahren und ist mit den heutigen Dämmungswerten eines modernen KFW 40/60 Standardhauses etwas zu hochgegriffen. Dabei wird dieser neu berechnete Wert mit fast 30 % niedriger angesetzt: 1 kW heizt ca. 7 - 11 qm Wohnraum.

In der Praxis heißt das, dass man bisher bei 50 qm Wohnfläche in "älteren" Häusern einen Kaminofen mit einem Leistungsbereich zwischen 4 - 8 kW kaufte, denn nach der überholten Faustformel ergab sich rechnerisch ein Wert von ca. 5 Kw benötigter Leistung. Bei einem Neubauhaus hingegen wäre bei gleicher Fläche schon ein Ofen mit 2 - 5 kW völlig ausreichend.

Auswahl des Brennstoffes

Auswahl des Brennstoffes - Für die Befeuerung von heimischen Kaminanlagen stehen die verschiedensten Brennstoffe bereit. Zur Auswahl stehen naturbelassenes Scheitholz, gepresste Holzbriketts oder Holzpellets und nicht zuletzt die klassische Braun- und Steinkohle. Das Heizen mit Holz ist hierbei nicht nur die beliebteste, sondern mit Abstand die umweltschonendste Art der Verbrennung. Es entsteht hierbei nur soviel Kohlendioxid wie ein Baum in seiner kompletten Wachstumsphase zuvor gebunden hat. Der Prozess wird daher auch als Co2-neutral bezeichnet.

Da moderne Verbrennungsöfen heutzutage über einen enorm hohen Wirkungsgrad, ab ca. 80 %, verfügen, benötigen sie deutlich weniger Brennstoff wie noch vor 20 Jahren. Daher ist selbst eine Umrüstung oder ein Neubau von älteren, bestehenden Kaminöfen wirtschaftlich rentabel. CO2-neutrales Heizen mit Holz rückt somit unter Berücksichtigung der neuen gesetzlichen Auflagen an die vorderste Stelle der ökologischen Verwertbarkeit und wirtschaftlichen Anwendung.

Kamine selbst sind, so denn qualitativ hochwertig verarbeitet und hergestellt, wahre Allesfresser. Dabei wäre es nicht unbedingt notwendig, weiterhin mit Kohle oder Pellets nachzufeuern. Dennoch erfreuen sich die Brennstoff- Großhändler einer regen Nachfrage dieser Produkte. Dabei ist vorteilhaft anzumerken, dass alle auf Holz basierenden Verbrennungsprodukte deutlich weniger Ascherückstände produzieren als z.B. die Schwarzkohle. Neu und absolut verboten sind hingegen die kürzlich im Internet aufgetauchten und dort vertriebenen Papier-Pressbriketts. Die Verbrennung der aus Altpapier hergestellten Papierbriketts verursacht in aller Regel extrem hohe Schadstoff-Emissionen sowie eine erhöhte Verschmutzung der gesamten Kaminanlage. Wer es dennoch tut, riskiert ein sattes Bußgeld, abgesehen von den erhöhten Wartungskosten, welche im Moment des Verbrennens selbst entstehen. Daher der Hinweis: Altpapier gehört nicht in den Kamin, sondern in die Papiertonne!

Modelle & Preise - Haben Sie die passende Bauart gewählt und weitestgehend alle bestehenden Gegebenheiten in Ihre Kaufentscheidung einbezogen, kann es nun mit der Modellauswahl weitergehen. Gerade hier liefern Kamin-Ratgeber gute Dienste. Doch während man einen „Schwedenofen“ im Baumarkt schon ab 500,00 Euro bekommt, muss man als Käufer eines gemauerten Kaminofens beim örtlichen Kaminbauer vorsprechen. Die Preise in der Grundausstattung liegen bei etwa 5000,00 Euro, aufwärts. Allerdings sind bei diesem Preis Vermessung, Anfahrt und Montage inbegriffen. Für die meisten Endkunden im privaten Bereich steht ein schicker Heizkamin im Fokus der Anschaffung. Die Aufstellung ohne aufwendige Umbaumaßnahmen, eine leichte Selbstmontage und der geringe Platzbedarf sind schlagende Argumente für ein solches Modell.

Leider zeigen einschlägige Untersuchungen und Tests immer wieder, dass nicht jeder im Internethandel erhältliche „Schwedenofen“ das Prädikat „umweltschonender und energiesparender Heizofen“ verdient. Viele Billigprodukte aus dem Ostblock drängen zu Schnäppchenpreisen auf den deutschen Markt und verführen die Käuferschaft. Wer hier spart, zahlt am Ende doppelt! Meist reicht ein einfacher Gewichtstest aus, um gerade als Laie die Qualität eines guten Kaminofens beurteilen zu können. Leichte Öfen verraten hierdurch nämlich ihre viel zu geringen Materialwandstärken.
Über einen langen Zeitraum haben sich Marken wie Oranier, Hark, Leda, Hase, Walmser, Buderus, Wodtke und noch einige wenige mehr einen guten Namen in Deutschland gemacht bzw. teilweise sehr schwer erarbeitet. Diese Kamine stehen in der Regel für eine gute Verarbeitung, ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis und einen hervorragenden vor-Ort-Service. Jedem Käufer sollten diese Punkte wirklich bewusst sein. Die effektiven Kaufpreise richten sich schlussendlich nach der Ausstattung, Qualität und der erforderlichen Ofengröße. Schwere Specksteine oder eine hellblaue Kachelung kosten immer extra.

Stiftung Warentest testet Kaminöfen

Stiftung Warentest testet Kaminöfen - Gerade richtig zur Wintersaison hat die STIFTUNG WARENTEST (Ausgabe 11/2011) die aktuellsten Modelle der Kaminöfen und Hightech-Pellet- und -Kaminöfen getestet. Die Zeitschrift kam dabei zu dem ernüchternden Ergebnis, dass leider nur wenige "gut feuern" und es große Qualitätsunterschiede im Heizen mit dem Brennstoff Holz gibt. Unangefochtener TESTSIEGER in der Kategorie Kaminöfen wurde das Modell 44 GT ECOplus1 von Hark. Preis: 3100,00Euro. Es war der einzige Kaminofen mit einem serienmäßig eingebauten Feinstaubfilter und den besten Abgaswerten im Test. Mit der Bestnote von 2,3 konnte sich dieser Kamin vor dem Hase-Modell Jena und dem Leda Unica, welche auf den weiteren Plätzen folgten, gut behaupten. Doch dieser Test förderte auch Unerfreuliches zutage. So platzte bei Thermia Fuego V1 zum Beispiel der Lack und die Abgaswerte fielen drastisch ab; bei Justus Alamo wurde der Kamin gefährlich heiß und zudem noch undicht! Beide Kamine wurden von den Testern mit der Note MANGELHAFT bewertet.

Im 2. Teil des Testberichts bei WARENTEST ging es um die Pellet- und Kaminöfen im Kombiprogramm. Hierbei war mit einer Glanznote 1,8 das Modell Twist 06 von Calimax ganz weit vorn. Dieser besonders umweltschonende Hightech-Bollide kann sogar in modernste Passivhäuser eingebaut bzw. nachgerüstet werden. Seine Verarbeitung war überzeugend hochwertig, die Wärmeabgabe gleichmäßig und die Verbrennung unglaublich effizient. Im Handel ab ca. 9000 Euro erhältlich. Die im Bonustest erwähnten Kaminöfen mit Wasseranschluss konnten die Tester allerding nicht ganz überzeugen. Beide Modelle, der Buderus Blueline 4W9 und der Olsberg Tolima Aqua Compact13, kamen nicht über die Note BEFRIEDIGEND hinaus, obwohl keine offensichtlich gravierenden Mängel vorlagen.

Pflege und Wartung - Im Prinzip sind die meisten Kaminöfen recht wartungsfreundlich und verursachen, außer dem jährlichen Besuch des Schornsteinfegers zum Reinigen der Kaminesse, kaum kostspielige Folgekosten. Für eine funktionelle und saubere Reinigung des Innenraumes empfiehlt sich die Anschaffung eines Kaminofenbestecks. In jenem Spezialbesteck sind meist ein Besen, ein Feuerhaken, eine Schaufel und eine Zange enthalten - alles unentbehrliche Helfer im Alltag. Das Innenrost der Brennkammer sollte stets im angekühlten Zustand aschefrei gekehrt und von Brandresten befreit werden. Auch sollte der Aschekasten nach jedem Brennvorgang geleert werden. Verfügt der Kamin über eine Glastür oder Glasabdeckscheibe, so ist unbedingt darauf zu achten, dass für die fachgerecht Reinigung keinerlei Schleif- oder Putzmittel verwendet werden dürfen. Sauber werden die Scheiben jedoch mit einem uralten Hausmittel. Hierzu gibt man auf ein feuchtes Stück Zewa oder Zeitungspapier feine Asche aus der letzten Feuerung und reibt so die innere Oberfläche der Glasscheiben in kreisenden Bewegungen ab.

Sicherheitsbestimmungen

Sicherheitsbestimmungen - Seit März 2010 trat die neue Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen, die 1. BImSchV, verbindlich in Kraft. Diese Verordnung der Bundesregierung regelt unter welchen Bedingungen kleinere und mittlere Gas-, Öl-, Kohle- oder Holzheizungen aufgestellt und betrieben werden dürfen und überwacht die Reduzierung der Feinstaubemissionen an/in Heizungsanlagen und Einzelraumfeuerungsanlagen, wie Kaminöfen, Kachelöfen, Herde und offenen Kaminen. Allerdings sind hausbetriebene Kleinanlagen, im Gegensatz zu den technischen Großanlagen in Betrieben und Einrichtungen, nicht genehmigungspflichtig.

Feinstaubfilter ja oder nein? Hierzu eine Zahl: 97 Prozent des Gesamtstaubs aus Kaminen und Öfen besteht aus gesundheitsgefährdendem Feinstaub. Und dabei gilt: Je kleiner ein Partikel ist, umso tiefer kann er in die Lungen eindringen und sich dort festsetzen. Feinstaub enthält viele hochgiftige Schwermetalle und ist nachweislich krebserregend. Darum bedroht dieser zunehmend unsere Gesundheit.

Die in der Novelle festgesetzten Abgaswerte bei Kaminöfen sind für alle Betreiber solcher Anlagen gültig und werden durch den örtlichen Schornsteinfegermeister nachzuweisen sein. Dabei gelten entsprechende Übergangsfristen für ältere Anlagen, um einer eventuellen Nachrüstpflicht nachzukommen. Neuere Anlagen verfügen meist über den neuesten und höchsten Stand der technischen Entwicklung und werden seinem Käufer kaum Schwierigkeiten bereiten.

Fazit Ratgeber Kamin / Ofen - Es gibt viele gute Gründe, sich einen Kaminofen anzuschaffen. Wir hoffen, dieser Ratgeber Kamin / Ofen konnte Sie ausreichend informieren.

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