Stand:10/2013
Home > Einkaufsberater > Kaffeemaschine

Kaufberatung Kaffeemaschine: Informationen, Tipps, Ratgeber

Einleitung

Einleitung - Autor: dooyoo-User Eckido66
Die Tage, als Kaffeebohnen noch per Hand gemahlen und der Kaffee dann mit heißem Wasser übergossen wurde, sind lange vorbei. Seitdem wurde das Angebot an Kaffeemaschinen ständig verfeinert. Anfangs fanden sich im Handel lediglich einfache Filterkaffeemaschinen. Die angebotenen Geräte unterschieden sich kaum in ihrer Art und Ausstattung. Auch die verwendeten Materialien waren ähnlich. Die Auswahl an Kaffeesorten war hingegen groß und auch die Preise waren und sind akzeptabel. Irgendwann hatte jemand die Idee, Kaffee in Einzelportionen abzupacken. Man bekommt diese Einzelportionen mittlerweile sowohl als Kapseln als auch in Form von Pads. Wer gern frisch gemahlenen Kaffee trinkt, aber nicht wie früher selbst mahlen möchte, für den könnte ein Vollautomat von Interesse sein. Waren diese anfangs meist nur in Restaurants und Cafés zu finden, halten sie nun auch in Haushalten Einzug. Das liegt zum einem daran, dass die Geräte im Laufe der Zeit immer erschwinglicher wurden und daran dass es immer mehr Modelle gibt, welche in ihrer Größe auch für Privatwohnungen geeignet sind.

Die Kaufentscheidung - Bevor man eine Kaffeemaschine kauft, sollte man sich Gedanken darüber machen, was man benötigt und auf welche Ausstattungsmerkmale man verzichten kann, denn dadurch spart man möglicherweise Geld und die Gefahr sinkt, dass man sich im Nachhinein über den Kauf ärgert. Folgende Fragen sollte man sich vor dem Kauf einer Kaffeemaschine stellen: 1. Welchen Preis bin ich bereit, für die Kaffeemaschine auszugeben? 2. Welche Menge an Kaffee konsumiere ich pro Tag? 3. Mag ich eher herkömmliche Kaffeemaschinen oder soll der Kaffee in der Maschine frisch gemahlen werden? 4. Sollen in der Maschine, aufgrund der geringen Trinkmenge, Kaffeepads oder Kaffeekapseln Verwendung finden?

5. Besteht der Wunsch nach einer Kaffeemaschine, die auch Kaffeespezialitäten wie Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato oder Milchkaffee zubereiten kann? 6. Soll die Maschine auch Tee oder Kakao zubereiten können? 7. Welche Sonderausstattungen soll die Maschine bieten? Benötigt man beispielsweise eine Zeitvorwahl, einen Tassenwärmer oder die Möglichkeit, die Konsistenz des Milchschaums einzustellen? Anhand dieser Fragen ist es möglich, sich auf den Kauf der richtigen Maschine vorzubereiten. Und Vorbereitung ist enorm wichtig, da man sonst möglicherweise Ausstattung kauft, die man nicht benötigt oder sich für eine Maschine entscheidet, die auf Dauer nicht überzeugt. Wichtig ist auch, sich ein Preislimit zu setzen. Dadurch kann verhindert werden, dass man bei der Kaufentscheidung übermütig wird und Funktionen kauft, die man gar nicht braucht.

Filtermaschinen

Filtermaschinen - In Haushalten und an Arbeitsplätzen sind (noch) am häufigsten Filterkaffeemaschinen zu finden. Diese haben den Vorteil, dass man größere Mengen Kaffee zu einem niedrigen Preis zubereiten kann. Mittlerweile weisen diese zum Teil recht üppige Ausstattungen auf. Neben einfachen Kaffeemaschinen, die aus Kunststoff bestehen, findet man auch Geräte, die aus hochwertigeren Materialien, wie beispielsweise Edelstahl, gefertigt sind. Zudem kann man wählen, ob man eine Glaskanne oder eine Thermoskanne bevorzugt. Mit einigen Maschinen können auch Einzelportionen zubereitet werden. Vor allem an Arbeitsplätzen mit mehreren Kaffeetrinkern lohnt es sich, eine Maschine zu kaufen, die mit einer oder zwei Thermoskannen ausgestattet ist. Der Name verrät bereits, dass in diesen Maschinen ein Kaffeefilter zum Einsatz kommt. Dieser verhindert, dass der Kaffeesatz in das, darunter befindliche, Gefäß gelangt. Schließlich will der Kaffeegenießer nur den puren Kaffee trinken.

Den Kaffeefilter erfand zu Beginn des 19. Jahrhunderts Melitta Bentz. Es handelte sich dabei noch um ein recht einfaches Modell. Mittlerweile findet man, neben Papierfiltern, auch solche aus Kunststoff, aus Porzellan oder aus Metall. Beim Brühen des Kaffees spielt die Zeit eine wesentliche Rolle, denn diese beeinflusst den Geschmack des Kaffees. Läuft der Kaffee zu schnell durch den Filter, schmeckt der Kaffee nicht. Gleiches gilt für Maschinen, die ihn zu langsam an das darunter befindliche Gefäß weiterleiten. Natürlich ist hier auch der persönliche Geschmack entscheidend. Einen Einfluss auf den Geschmack des Kaffees hat auch das Gefäß, in das er eingefüllt wird. Sicher hat jeder schon einmal Kaffee getrunken, der recht lange in einer Glaskanne, auf der Heizplatte stand. Aufgrund der dabei entweichenden Aromen ist der Kaffee alles andere als ein Hochgenuss. Alternativ dazu kann man sich für Thermoskannen entscheiden. Vorausgesetzt, der Deckel schließt gut, bleiben die Aromen in der Kanne und gelangen dann in die Tasse. Der Geschmack ist auch einige Zeit nach dem Brühen noch okay. Auch die Folgekosten sollte man bei der Entscheidung für eine solche Maschine im Hinterkopf behalten. Ein Gerät, das mit einer Heizplatte betrieben wird, kann auf Dauer teurer werden als eines mit Thermoskanne und einer Abschaltautomatik. Interessant sind angebotenen Ausstattungen wie eine Aromataste, die Startzeitvorwahl oder die automatische Abschaltung. Auch eine Kabelaufrollung kann hilfreich sein.

Vollautomaten

Vollautomaten - Vor einigen Jahren begannen auch hierzulande einige Kaffeehäuser damit, Kaffee und Kaffeespezialitäten in Pappbechern abzufüllen und diesen "to go" zu verkaufen. Die Idee ist gut, denn viele Leute mögen diesen "schnellen Kaffee für unterwegs" und somit lässt sich damit viel Geld verdienen. In den meisten Bäckereien, Konditoreien, Kaffeehäusern, Imbissen, Bars und Restaurants werden diese Kaffees und Kaffeespezialitäten von Kaffeevollautomaten zubereitet. Die Kaffeebohnen werden dabei in der Maschine gemahlen. Dass der Kaffee deutlich besser schmeckt als beispielsweise ein Filterkaffee liegt daran, dass die Aromen erst in der Maschine frei gesetzt werden. Weil fast alle Vollautomaten Espresso zubereiten, werden sie hin und wieder auch einfach Espressomaschinen genannt. Wer nicht immer mehrere Euro für einen Kaffee, Cappuccino oder Latte Macchiato ausgeben möchte und die Getränke zudem gern zu Hause genießt, für den könnte ein Vollautomat interessant sein. Diese gibt es schon ab ca. 200 Euro. Zu diesem Preis bekommt man allerdings kein Spitzenprodukt. Wer ein Topmodell braucht, das so ziemlich alle Funktionen in sich vereint, der kann beim Kauf eines Vollautomaten bis zu 5000 Euro loswerden.

In den Vollautomaten sind meist folgende Bauteile zu finden: das Mahlwerk, die Pumpe, ein Durchlauferhitzer und eine Brühgruppe. Die Qualität dieser Bauteile ist oft höher, je höher der Preis der Maschine ist. Hochwertige Geräte verfügen häufig über Edelstahlleitungen, was bei der Entkalkung den Einsatz herkömmlicher Mittel ermöglicht. Vorzeitiger Verschleiß führt dazu, dass man das Bauteil teuer ersetzen muss oder gar der Kauf einer neuen Maschine ansteht. Dies sollte man bereits beim Kauf bedenken. Weiterhin liefern nicht alle Mahlwerke das gleiche Ergebnis. Manche mahlen den Kaffee fein, andere liefern eher groben Kaffee. Wer eine Kaffeemaschine für verschiedene Geschmäcker sucht, der sollte sich für ein Modell entscheiden, bei dem man den Mahlgrad verändern kann. Der letzte wichtige Punkt bei Vollautomaten ist die Reinigung. Maschinen, in denen auch Milch verarbeitet werden kann, verlangen nach einer intensiveren Reinigung. Wer oft in Zeitnot ist, dem könnte da eine Kaffeemaschine zusagen, die sich selbst reinigt, sobald dies erforderlich ist. Andere Maschinen reinigt man manuell, dafür sind diese günstiger.

Kaffeepadmaschinen

Kaffeepadmaschinen - Wie der Name bereits verrät, wird der Kaffee in diesen Maschinen mit Hilfe von Kaffeepads zubereitet. Dabei befindet sich der Kaffee in Pads, die meist aus Filterpapier oder Vlies bestehend. Es gibt aber auch Dauerfilter aus Plastik. In jedem Pad befindet sich genau die Menge an Kaffee, die für die Zubereitung einer Tasse Kaffee benötigt wird. Die enthaltene Menge liegt in etwa zwischen 6,5 und 7,5 Gramm. Man kauft diese Pads in Packungen, in denen sich zwischen 10 und 20 Pads befinden. Man findet im Handel aber auch Großpackungen. Der Preis für diese Kaffeepads ist deutlich höher als der, den man bei der Zubereitung des Kaffees in herkömmlichen Filtermaschinen aufbringen muss. Der geschmackliche Unterschied zwischen beiden Zubereitungsvarianten ist oft gering. Man sollte sich also vor dem Kauf überlegen, ob man so eine 1-Tassen-Maschine benötigt oder ob man nicht doch lieber günstigeren Filterkaffee zubereiten möchte.

Ein wichtiges Kriterium für guten Kaffee ist auch der Druck, den die Pumpe erzeugt. Je höher der Pumpendruck ist, umso besser und verträglicher ist der Kaffee. Ein Pumpendruck i.H.v. 15 Bar ist schon ganz ordentlich. Dass der Kaffee bei geringem Druck nicht so gut schmeckt, liegt daran, dass sich dessen Aroma besser entfaltet, wenn das Wasser mit hohem Druck auf den Kaffee trifft. Der Kaffee läuft dadurch schneller in das Gefäß. Dies wiederum verhindert, dass zu viele Bitter- und Gerbstoffe in den Kaffee gelangen. Hingegen werden mehr Aromen und ätherische Öle freigesetzt. Das Ergebnis ist ein leckerer und magenfreundlicher Kaffee. Achten Sie beim Kauf der Kaffeemaschine darauf, dass deren Wasserbehälter die passende Größe aufweist. Dadurch kann man ständiges Auffüllen oder abgestandenes Wasser verhindern. Viele namhafte aber auch einige unbekannte Hersteller bieten heute Kaffeepadmaschinen an. Es wird daher empfohlen, vor dem Kauf einer Kaffeemaschine die Erfahrungen anderer Nutzer zu lesen.

Kapselmaschinen

Kapselmaschinen - Kaffeekapseln sind eine relativ neue Erfindung. Der Kaffee wird durch den Hersteller frisch gemahlen und aromadicht verpackt. Erst wenn die Kapsel in der Maschine geöffnet wird, wird auch das Aroma freigegeben. Hierzu legt man die Kapseln in den Kapselhalter ein. Durch das Umlegen eines Hebels oder per Knopfdruck wird nun die Kapsel geöffnet. Nun wird Kaffee mit Druck in die Kaffeekapsel gebracht, wodurch Kaffee entsteht, der in ein darunter befindliches Gefäß fließt. Diese Variante ermöglicht die Zubereitung frischen Kaffees, der dem in Kaffeehäusern angebotenen Kaffee geschmacklich zum Teil sehr nahe kommt. Der Unterschied zwischen Kaffee, der aus Kapseln kommt, und dem Kaffee, der in Vollautomaten entstanden ist, ist häufig gering. Der große Vorteil liegt hier im Preis der Maschine. Die Kosten für eine Kapselmaschine liegen in der Regel niedriger als die für einen Vollautomaten. Andererseits sind die Kapseln oft teurer als die Kaffeebohnen. Die Maschinenpreise liegen etwa zwischen 30 Euro und 1900 Euro. Bei der Suche nach einer Kaffeemaschine sollte man den Kaffeeverbrauch im Blick behalten. Wer ein oder zweimal pro Tag eine Tasse Kaffee kocht, für den wird sich die Anschaffung eines deutlich teureren Vollautomaten i.d.R. nicht rechnen. Vor dem Kauf empfiehlt es sich, die Kosten gegenüber zu stellen und dabei den Gerätepreis und den Kaffeepreis einfließen zu lassen. Weiterhin sollte man den Stromverbrauch nicht außer Acht lassen.

Die Kapseln haben, gegenüber den anderen Zubereitungsvarianten, zwei Nachteile: den Preis und das Material, aus dem diese Kapseln bestehen. Sparfüchse und Umweltfreunde werden sich somit eher gegen eine Kapselmaschine entscheiden. Wichtig ist auch, dass der Wasserbehälter die passende Größe aufweist. Es gibt Maschine, deren Wassertank 250 ml fasst und solche, in deren Tank locker 1 Liter passt. Je größer der Wassertank ist, umso größer werden logischerweise meist auch die Maschinen. Hier entscheiden die eigenen Bedürfnisse. Viele Hersteller haben die Kapselmaschinen im Sortiment. Ein Vergleich der Ausstattung und der Preise lohnt sich. Wichtig ist zu wissen, dass es für einige Kapselmaschinen, beispielsweise die Nespresso, keine Tee- und Kakaokapseln gibt. Für andere Maschinenmodelle, wie beispielsweise die Tassimo oder die Dolce Gusto, sind diese hingegen erhältlich. Vor dem Kauf sollte man den Kaffee probieren. Hierzu eignen sich Promotion-Aktionen, die mehrmals im Jahr, beispielsweise vor Weihnachten, in diversen Märkten stattfinden.

Siebträgermaschinen

Siebträgermaschinen - Hierbei handelt es sich um Maschinen, die Espresso zubereiten. Sie finden vor allem im Gastronomiebereich Verwendung. Den Namen verdankt die Maschine dem Bauteil, welches das Brühsieb trägt. Will man Espresso zubereiten, so wird das Brühsieb an der Brühgruppe befestigt. Anschließend wird der Kaffee eingefüllt und im Anschluss daran heißes Wasser durch den Siebträger, in dem sich der Kaffee befindet, gepresst. Das Wasser ist in der Regel um die 90°C heiß. Meist ist der Espresso schon nach wenigen Sekunden fertig. Wie gut der Espresso ist, liegt an der Maschine und am verwendeten Kaffee, dessen Mahlgrad und der Dosierung. Und hierin liegt auch ein Nachteil: Man muss selbst ausprobieren, welche Kaffeemenge benötigt wird, um den eigenen Geschmack zu befriedigen. Aus diesem Grunde entscheiden sich viele eher für eine Kapselmaschine oder einen Vollautomaten.

Achten Sie beim Kauf einer Siebträgermaschine darauf, dass Sie aus nicht rostenden und nicht brechenden Materialien besteht. Außerdem sollte der Siebträger von guter Qualität sein. Ein weiterer Aspekt ist die Aufheizzeit, denn diese variiert von Maschine zu Maschine zum Teil erheblich. Wie bei anderen Maschinen ist zudem der Stromverbrauch wichtig. Einen Unterschied gibt es außerdem bezüglich des Kaffees. Dieser kann verpackt, in Form von Kaffeepads sowie als Kaffeepulver in der Maschine verwendet werden. Auch Siebträgermaschinen gibt es mit einem Milchaufschäumer. Ist dieser nicht eingebaut, kommt der Kaffeespezialitätenliebhaber nicht um den Kauf eines separaten Milchaufschäumers herum.

dooyoo bietet Ihnen Testberichte, Hunderte von Partnershops und
eine attraktive Gemeinschaft unabhängiger Verbraucher.
dooyoo - von Verbrauchern für Verbraucher.