Stand:04/2013
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Kaufberatung Digitalkamera - Kauftipps, Infos, Ratgeber

Überblick

Überblick - Jahr für Jahr bringen allein Markenhersteller wie Canon und Sony rund 200 neue Digitalkameras auf den Markt. Der Löwenanteil entfällt dabei auf die so genannten Kompaktkameras, die immer noch die beliebtesten Kameras sind und mit einer Vielzahl attraktiver Funktionen in die Läden kommen. Zoom, Weitwinkel, große Displays, GPS, 3D und weitere Features machen das Fotografieren so angenehm wie nie zuvor. Wir informieren Sie über die neuesten Digitalkamera-Trends und zeigen, worauf Sie beim Digitalkamera-Kauf Acht geben müssen. So behalten Sie im Kamera-Dschungel garantiert den Überblick.

Einsteigerkameras: günstig & preiswert

Einsteigerkameras: günstig & preiswert - Wer beim Kamerakauf sparen will, muss nicht auf Bildqualität und Bedienkomfort verzichten. Die etablierten Markenhersteller von Canon bis Pentax haben jede Menge preiswerter Digitalkameras im Angebot, die oft deutlich weniger als 100 Euro kosten. Wer ein Schnäppchen machen will, wird so mit Sicherheit fündig. Die Einfach-Kameras sind ideal für Schnappschussaufnahmen in Freizeit oder im Urlaub. Ihr größter Trumpf ist die leichte Bedienbarkeit. Auch Foto-Neulinge kommen mit ihnen schnell zurecht. Dafür sorgen schon die zahlreichen Automatik-Programme. Wer verwackelte Fotos vermeiden will, achtet beim Kauf auf eine Bildstabilisierung. Klar ist, dass bei unter 100 Euro kleinere Abstriche an der Bildqualität gemacht werden müssen.

Kompaktkameras: mehr Zoom, mehr Weitwinkel

Kompaktkameras: mehr Zoom, mehr Weitwinkel - Handliche, gut ausgestattete Digitalkameras mit viel Zoom und Weitwinkel liegen voll im Trend. Diese Art Kompaktkameras passen in jede Tasche und verstecken in dem schlanken Gehäuse viel hochwertige Kameratechnik. Dank eines großen Brennweitenbereichs eignen sie sich besonders gut für Urlaub und Reise. Denn mit extra viel Zoom und einer guten Weitwinkelfunktion ist der Fotograf für vielerlei Aufnahmesituationen bestens vorbereitet - ganz gleich ob er imposante Panoramafotos, hakelige Innenraumaufnahmen oder entfernte Berggipfel auf den Sensor bannen will. Reisezooms gibt es in mehreren Ausführungen. Superzoom-Modelle sind besonders kompakt. Megazoom-Modelle haben noch mehr Zoom und bieten oft einen zusätzlichen Griff. Deshalb werden sie auch als Bridgekameras bezeichnet.

Bridgekamera

Bridgekamera - Unter den Bridgekameras finden sich besonders viele Megazoomer. Das Motto lautet hier: je mehr optischer Zoom, desto besser. Eine Bridgekamera gehört noch zur Kompaktkameraklasse, unterscheidet sich von einer „normalen“ Kompakten aber durch den typischen, wulstigen Bediengriff. Der bietet Fotografenhänden mehr Halt und erlaubt zudem den Einbau größerer Akkus. Wichtig bei Megazoomern ist eine wirksame Bildstabilisierung. Ansonsten wird die hervorragende Zoom-Leistung rasch durch verwackelte Aufnahmen zunichte gemacht.

Systemkamera

Systemkamera - Eine Spiegelreflexkamera ist Ihnen zu unhandlich, eine herkömmliche Kompakte zu lichtschwach? Dann ist eine Systemkamera genau das Richtige für Sie. Hierbei handelt es sich um eine Kompaktkamera, die wie eine Spiegelreflex mit Wechselobjektiven betrieben werden kann. Die freie Objektivwahl dürften besonders kreative Fotografen attraktiv finden. Der wesentliche Unterschied zu den Spiegelreflexkameras ist das Fehlen des Spiegels. Daher ist eine Systemkamera deutlich kompakter als eine DSLR – bei oft vergleichbarer Bildqualität.

Die Königsklasse: digitale Spiegelreflexkamera

Die Königsklasse: digitale Spiegelreflexkamera - Günstige Spiegelreflexkameras erlebten in den letzten Jahren einen wahren Boom. Besonders Umsteiger, die von der Kompaktkamera kamen, schätzen bei einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) den Zugewinn an Bildqualität und Einstellmöglichkeiten. Preislich attraktive DSLRs für Einsteiger kosten samt Objektiv deutlich weniger als hochwertige Kompaktkameras. Doch Spiegelreflexkameras punkten nicht nur bei der Bildqualität. Auch in Sachen Serienbildgeschwindigkeit, Auslösezeit, Bedienkomfort und Ausstattung spielen DSLRs immer noch in einer eigenen Liga und genügen je nach Modell den Ansprüchen semiprofessioneller oder professioneller Fotografen.

Outdoor-Kamera

Outdoor-Kamera - Outdoor-Kameras bewähren sich bestens in widrigen Umgebungen. Ob am Strand, beim Tauchgang, bei der Bergtour oder beim Skifahren – eine Outdoor-taugliche Kamera trotzt je nach Modell Frost, Staub, Sand Wasser oder sogar harten Stößen. Diese Art von Kameras sind ideal für Menschen, die in ihrer Freizeit gerne in anspruchsvollem Gelände unterwegs sind. Und auch Urlauber werden sich freuen, wenn ihre Kamera nicht gleich beim ersten Kontakt mit Meerwasser den Geist aufgibt.

Chic: Retro-Kamera - Außen Retro, innen hochmodern: Fotopuristen stehen auf Kompaktkameras im Retro-Design. Hinter dem edlen Gehäuse verbergen diese Retro-Kameras eine hochwertige Technik. Dazu zählen ein großer Sensor, eine lichtstarke Optik, ein guter optischer Sucher und weitreichende manuelle Einstellmöglichkeiten. Wer auf Zoom-Leistung steht, sollte sich aber anderswo umsehen. Viele Kameras in Retro-Optik kommen ganz ohne Zoom aus und bieten eine Festbrennweite von 35 mm.

Megapixel

Megapixel - Ganz vorbei ist die Zeit der Megapixel-Rekorde zwar nicht. Aber inzwischen hat es sich unter Fotofreunden herumgesprochen, dass mehr Pixel nicht automatisch eine höhere Bildqualität bedeuten. Denn neben der Auflösung haben die eingebaute Optik und die Größe des Bildsensors einen mindestens ebenso großen Einfluss auf die Bildqualität der Aufnahmen. Wer Fotos in Postergröße ausdrucken will, kann indes jedes zusätzliche Pixel gut gebrauchen.

Überblick Digitalkameras:

Kameratyp
(Zoll)
GewichtBilder pro Sekunde Einschaltverzögerung Auslöseverzögerung
(inklusive Autofokus)
Günstige Kompakte 120 – 150 g 0,5 – 1,5 1,5 – 3,0 s1 - 2 Sekunden
Kompaktkamera 150 – 290 g0,8 – 2,2 0,9 – 2,0 s 0,3 - 1,5 Sekunden
Bridge-/Zoomkamera 220 – 420 g 1,9 – 2,5 s 0,8 – 1,8 s0,5 - 1,5 Sekunden
Einsteiger-DSLR 380 – 650 g 2,5 – 3,4 0,5 – 0,8 s 0,2 - 0,5 Sekunden
Mittelklasse-DSLR 680 – 1000 g 2,8 – 6
8 (mit Batteriegriff)
0,4 – 0,6 s 0,15 - 0,3 Sekunden
Profi-DSLR 1000 – 1400 g 9 (mit Batteriegriff) 0,2 – 0,4 s 0,1- 0,2 Sekunden


Sensor

Sensor - Größere Sensoren sorgen für mehr Bildqualität. In günstigen Kompaktkameras sind oft relativ kleine Bildchips der Größe 1/2,3 Zoll eingebaut. In hochwertigen Kompaktkameras arbeiten größere Sensoren, zum Beispiel Bildchips der Größe 1/1,7 Zoll. In digitalen Spiegelreflexkameras verbauen die Hersteller nochmals deutlich größere Sensoren. Der Vorteil größerer Bildchips liegt in der besseren Lichtempfindlichkeit. Zusammen mit einem besonders lichtstarken Objektiv können große Bildchips für eine exzellente Bildqualität sorgen – zum Beispiel bei Spiegelreflexkameras oder Systemkameras.

Überblick typische Sensoren der Kameraklassen:

KameratypSensorgrößePixelgröße (µm)Sensortechnik
Günstige Kompakte1/2,5 bis 1/2,3 Zoll1,7 - 1,8CCD
Anspruchsvolle Kompakte1/2,5 bis 1/1,6 Zoll1,7 - 2,2CCD
Superzoomer1/2,3 Zoll2,3CCD, CMOS
Bridgekamera2/3 Zoll
17,3 x 13 mm
2,3CCD, CMOS
Einsteiger-DSLRca. 24 x 16 mm (APS-C)4,7 - 6,1CCD, CMOS
Semiprofi-DSLRca. 24 x 16 mm (APS-C)
36 x 24 mm (Vollformat)
5,5 - 8,5CMOS
Profi-DSLR36 x 24 mm (Vollformat)8,5CMOS


Je größer also der Sensor bei gleicher Pixelzahl ist, desto lichtempfindlicher ist ein Bildchip. Je kleiner die Sensorfläche bei gleicher Pixelzahl ist, desto schlechter ist die Bildqualität. Das führt zu "Fehlpixeln". Fehlpixel verursachen das gefürchtete Bildrauschen. Die 8-Megapixler aus 2006 besaßen noch um ein Drittel größere Pixel als aktuelle 12- oder 14-Megapixel-Kameras. Es gibt Stimmen, die sagen, dass die beste mögliche Bildqualität dieser Sensorgröße mit den 6-Megapixlern bereits 2004 erreicht wurde.

Überblick Sensorgrößen:

Sensorbezeichnung
Diagonale in Zoll
Sensorgröße (mm)Sensordiagonale (mm)Sensorformat
1/2,55,76 x 4,297,184:3
1/2,3 6,16 x 4,627,704:3
1/1,8 7,18 x 5,328,934:3
1/1,77,60 x 5,709,504:3
2/3 8,80 x 6,6011,004:3
1 12,80 x 9,6016,004:3
4/318,00 x 13,5022,504:3
1,8 (APS-C)23,70 x 15,7028.403:2
Kleinbild/Vollformat36,00 x 24,0043,303:2


Man unterscheidet CCD- und CMOS-Sensoren. Bei den hochwertigen CMOS-Fotosensoren der DSLRs werden die Bilddaten im Sensor verarbeitet, bei den günstigeren CCD-Sensoren der Kompaktkameras und Bridgekameras erfolgt die Verarbeitung größtenteils außerhalb des Sensors. Es gibt verschiedene Varianten des APS-C-Sensors. APS-C Film misst 25,1 x 16,7 mm, Sonys APS-C-Sensor misst 21,5 x 14,4 mm, Nikons DX-Sensor kommt auf 23,7 x 15,7 mm, Canons APS-C-Format misst 22,2 x 14,8 mm oder 28,7 x 19,1 mm.

Hilft gegen Verwackler: der Bildstabilisator

Hilft gegen Verwackler: der Bildstabilisator - Bei unruhigen Händen oder ungünstigen Lichtverhältnissen drohen verwackelte Bilder und verwischte Konturen. Abhilfe schafft ein Bildstabilisator. Der sorgt dafür, dass auch ohne Stativ und Blitz scharfe Bilder gelingen. Man unterscheidet zwei Arten von Stabilisatoren: erstens eine optische Bildstabilisierung, bei der das Bild mit Hilfe beweglicher Linsen stabilisiert wird, und zweitens eine elektronische Bildstabilisierung, bei der die Kamera intern die Lichtempfindlichkeit erhöht. Bessere Bilder gelingen mit der optischen Bildstabilisierung.

Ausstattung satt: HD-Videos, Goetagging, 3D, Facebook

Ausstattung satt: HD-Videos, Goetagging, 3D, Facebook - Moderne Digitalkameras sind nicht nur ausgewiesene Fotokünstler, sie nehmen auch hochauflösende Filme auf. Die Aufnahmen erfolgen entweder in der Auflösung 1280x720 oder in 1920x1080 („Full HD“). Schön ist es, wenn die Zoomfunktion auch während des Videodrehs arbeitet. Ein integrierter GPS-Empfänger kann helfen, den genauen Aufnahmeort von Urlaubsfotos zu rekonstruieren. Deshalb bietet sich diese Geotagging-Funktion besonders bei Reise-Kameras an. Klar ist, dass 3D auch bei Digitalkameras ein Trendthema ist. Besonders für Besitzer eines 3D-fähigen Flachbildfernsehers sind 3D-Kameras attraktiv. So können dreidimensionale Bilder auf dem heimischen Fernseher genossen werden. Das rasche und einfache Hochladen von Fotos direkt auf soziale Netzwerk-Plattformen wie Facebook oder YouTube bieten immer mehr Kameras. Ist zusätzlich WLAN an Bord, wird das Hochladen zum Kinderspiel.

Fazit: So kaufen Sie Ihre neue Digitalkamera richtig

Fazit: So kaufen Sie Ihre neue Digitalkamera richtig - Für Schnappschüsse, Partys und Urlaub sind die leichten Kompaktkameras ideal, am besten mit einer Auslöseverzögerung von unter 0,5 Sekunden. Individuelle Einstellungen sind hier nur beschränkt möglich - dafür gibt es in der Regel eine Reihe nützlicher Voreinstellungen von Sport bis Nahaufnahme. Billigkameras haben oft mit starkem Bildrauschen zu kämpfen. Wer es edel will, greift zu Edel-Mini. Outdoor-Fans werden mit wasserdichten und stoßfesten Outdoor-Kameras glücklich. Zwischen der günstigen, leichten Kompakten und der schweren Spiegelreflexkamera liegt die mittelschwere Bridgekamera für rund 150 bis 400 Euro. Bei schwierigen Lichtverhältnissen helfen die deutlich schwereren DSLRs. Digitale Spiegelreflexkameras sind für Hobbyfotografen ideal, für die Kreativität mehr zählt als bequeme Standardeinstellungen - bei einer DSLR rücken die gestalterischen Möglichkeiten in den Vordergrund. Die DSLR bietet viele manuelle Einstellmöglichkeiten, hat einen größeren Bildchip und punktet mit schneller Einschaltzeit, toller Bildfolgezeit und flotter Auslösung - und sie liegt gut in der Hand. Und jetzt wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Kamerakauf bzw. mit Ihrer neuen Digitalkamera.

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